Fragebogen zur Alexithymie
Erläuterung: Was ist Alexithymie?
Alexithymie ist ein psychisches Merkmal, das sich durch Schwierigkeiten auszeichnet, eigene Gefühle zu erkennen, zu beschreiben und von körperlichen Empfindungen zu unterscheiden. Der Begriff stammt aus dem Griechischen („a“ = ohne, „lexis“ = Wort, „thymos“ = Gefühl) und bedeutet wörtlich „keine Worte für Gefühle“. Menschen mit Alexithymie haben oft Probleme, ihre Emotionen auszudrücken, neigen zu einem extern orientierten Denkstil und zeigen eingeschränkte Fantasie oder Tagträume. Alexithymie ist keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal, das in unterschiedlichem Ausmaß vorliegen kann und häufig mit psychischen Störungen wie Depressionen oder Traumafolgestörungen assoziiert ist.
Skalen der Alexithymie
Dieser Fragebogen orientiert sich an den Hauptdimensionen der Alexithymie, wie sie in der Forschung (z. B. durch die Toronto Alexithymie Scale, TAS-20) definiert werden:
- Schwierigkeiten, Gefühle zu identifizieren: Probleme, eigene Emotionen wie Traurigkeit, Angst oder Freude zu erkennen oder von körperlichen Empfindungen zu unterscheiden.
- Schwierigkeiten, Gefühle zu beschreiben: Schwierigkeiten, Emotionen verbal auszudrücken oder anderen mitzuteilen.
- Extern orientierter Denkstil: Fokus auf äußere Ereignisse statt auf innere emotionale oder fantasievolle Prozesse, oft verbunden mit einem praktischen, faktenbasierten Denken.
Dieser Fragebogen hilft Ihnen, Ihr Ausmaß an Alexithymie einzuschätzen. Er ist kein Ersatz für eine professionelle Diagnose, sondern dient der Selbstreflexion. Bei hohen Werten oder Problemen im Umgang mit Gefühlen empfiehlt sich der Kontakt zu einem Psychologen oder Therapeuten.
Bitte beantworten Sie alle Fragen so genau wie möglich. Wählen Sie die passende Antwort aus und klicken Sie auf „Auswerten“, um Ihre Ergebnisse zu sehen. Die Fragen beziehen sich auf Ihre allgemeinen Erfahrungen.
Fragen zur Alexithymie
1. Fällt es Ihnen schwer, zu erkennen, welche Gefühle Sie gerade empfinden?
Beispiel: Sie fühlen sich unwohl, können aber nicht sagen, ob Sie traurig, ängstlich oder wütend sind.
2. Verwechseln Sie körperliche Empfindungen (z. B. Herzklopfen) mit Gefühlen?
Beispiel: Sie spüren Herzklopfen und wissen nicht, ob es Angst oder Aufregung ist.
3. Haben Sie Schwierigkeiten, die Intensität Ihrer Gefühle einzuschätzen?
Beispiel: Sie sind sich unsicher, ob Sie leicht gereizt oder extrem wütend sind.
4. Finden Sie es schwer, anderen Ihre Gefühle verbal mitzuteilen?
Beispiel: Sie wollen Ihre Traurigkeit ausdrücken, finden aber keine Worte dafür.
5. Fühlen Sie sich unwohl, wenn Sie über Ihre Gefühle sprechen sollen?
Beispiel: In Gesprächen über Emotionen fühlen Sie sich hilflos oder blockiert.
6. Haben Sie Probleme, die Gefühle anderer zu verstehen, weil Sie Ihre eigenen nicht benennen können?
Beispiel: Sie finden es schwierig, Mitgefühl zu zeigen, weil Sie Ihre Emotionen nicht klar einordnen können.
7. Konzentrieren Sie sich lieber auf Fakten und praktische Dinge als auf Ihre Gefühle?
Beispiel: Sie denken lieber über konkrete Aufgaben nach als über emotionale Erlebnisse.
8. Haben Sie wenig Interesse an Tagträumen oder fantasievollen Gedanken?
Beispiel: Sie träumen selten vor sich hin oder stellen sich keine fantasievollen Szenarien vor.
9. Bevorzugen Sie konkrete Lösungen und logisches Denken gegenüber emotionalem Austausch?
Beispiel: In Konflikten suchen Sie nach praktischen Lösungen, anstatt über Gefühle zu sprechen.
Hinweis: Dieser Fragebogen stellt keine Diagnose dar. Für eine genaue Diagnose sind weitere Tests erforderlich.
