Fragebogen zur Differenzierung von Alkoholkonsum nach ICD-10
Erläuterung: Alkoholkonsum nach ICD-10
Die ICD-10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) klassifiziert den Alkoholkonsum in verschiedene Kategorien, um zwischen harmlosem Gebrauch und problematischen Mustern zu unterscheiden. Hier eine kurze Übersicht:
- Normaler Alkoholkonsum: Alkohol wird in moderaten Mengen konsumiert, ohne negative Auswirkungen auf Gesundheit, Arbeit oder Beziehungen. Es gibt kein Verlangen oder Kontrollverlust.
- Schädlicher Gebrauch (Missbrauch, F10.1): Alkohol führt zu gesundheitlichen, sozialen oder beruflichen Problemen, aber ohne Abhängigkeit. Beispiele sind wiederholte Trunkenheit am Steuer oder Konflikte durch Trinken.
- Alkoholabhängigkeit (F10.2): Starkes Verlangen nach Alkohol, Verlust der Kontrolle über den Konsum, Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen und Vernachlässigung anderer Lebensbereiche. Dies ist eine schwere Störung, die oft professionelle Hilfe erfordert.
Dieser Fragebogen hilft, Ihren Alkoholkonsum einzuschätzen. Er ist kein Ersatz für eine professionelle Diagnose, sondern dient der Orientierung. Bei Verdacht auf Probleme suchen Sie bitte einen Arzt oder Berater auf.
Bitte beantworten Sie alle Fragen so genau wie möglich. Wählen Sie die passende Antwort aus und klicken Sie auf „Auswerten“, um Ihre Ergebnisse zu sehen. Die Fragen beziehen sich auf den letzten 12 Monate.
Fragen zum Alkoholkonsum
1. Haben Sie ein starkes Verlangen oder Zwang, Alkohol zu trinken?
Ein Verlangen kann sich als intensiver Drang äußern, Alkohol zu trinken, der schwer zu ignorieren ist, z. B. ständiges Denken an Alkohol oder Unruhe, bis man trinkt.
2. Haben Sie Schwierigkeiten, die Menge oder Dauer des Trinkens zu kontrollieren?
Das kann bedeuten, dass Sie mehr trinken, als geplant, oder nicht aufhören können, sobald Sie angefangen haben, z. B. ein Bier wird zu mehreren.
3. Trinken Sie mehr Alkohol, um die gleiche Wirkung zu erzielen (Toleranz)?
Sie brauchen zunehmend mehr Alkohol, um die gleiche Wirkung zu spüren, z. B. früher reichten zwei Gläser für Entspannung, jetzt brauchen Sie vier.
4. Erleben Sie Entzugserscheinungen, wenn Sie weniger oder keinen Alkohol trinken (z. B. Zittern, Schwitzen, Angst)?
Beim Reduzieren oder Aufhören treten Symptome wie Zittern, Schwitzen, Angst, Schlaflosigkeit oder Reizbarkeit auf, die durch Trinken gelindert werden.
5. Vernachlässigen Sie Interessen, Hobbys oder soziale Aktivitäten zugunsten des Trinkens?
Sie verbringen mehr Zeit mit Trinken und weniger mit Hobbys, Familie oder Arbeit, z. B. absagen von Treffen, um zu trinken.
6. Trinken Sie weiter Alkohol, obwohl es gesundheitliche Probleme verursacht (z. B. Leberprobleme, Depressionen)?
Trotz bekannter Schäden wie Leberproblemen, Depressionen oder Schlafstörungen trinken Sie weiter, ohne Veränderung.
7. Hat Ihr Trinken zu Problemen in Arbeit, Familie oder Beziehungen geführt?
Trinken führt zu Konflikten, Fehltagen bei der Arbeit oder Beziehungsproblemen, z. B. Streit mit dem Partner oder Verlust von Freunden.
8. Haben Sie versucht, den Alkoholkonsum zu reduzieren, waren aber erfolglos?
Sie haben wiederholt versucht, weniger zu trinken oder aufzuhören, aber es nicht geschafft, z. B. nach einem Vorsatz rückfällig werden.
9. Trinken Sie, um Entzugserscheinungen zu vermeiden?
Sie trinken, um unangenehme Entzugserscheinungen wie Zittern oder Angst zu vermeiden oder zu lindern, z. B. morgens trinken, um den Kater zu bekämpfen.
10. Hat Ihr Trinken zu rechtlichen Problemen geführt (z. B. Trunkenheit am Steuer)?
Beispiele sind Trunkenheit am Steuer, Streitigkeiten oder andere rechtliche Konsequenzen durch Alkohol, z. B. Verhaftung oder Bußgelder.
Hinweis: Dieser Fragebogen stellt keine Diagnose dar. Für eine genaue Diagnose sind weitere Tests erforderlich.
