Drogen-Abstinenz-Strategien für die MPU
In der MPU werden Sie gefragt, welche konkreten Strategien Sie für die dauerhafte Drogen-Abstinenz haben bzw. wie genau Sie auch zukünftig den Verzicht auf Drogen sicherstellen wollen.
Hier dürfen und sollen Sie konkrete Verhaltensweisen nennen. Sie können sich von dieser Liste „inspirieren“ lassen und gern eigene Ideen ergänzen – einfach hier reinschreiben, es speichert automatisch:
Hier dürfen und sollen Sie konkrete Verhaltensweisen nennen. Sie können sich von dieser Liste „inspirieren“ lassen und gern eigene Ideen ergänzen – einfach hier reinschreiben, es speichert automatisch:
- Auf Feiern halte ich mich eher an die Personen, die nicht konsumieren.
- Ich habe alle wichtigen Personen (Familie, Freunde) darüber informiert, dass ich keine Drogen mehr nehme und dies wurde akzeptiert. Damit bietet mir auch keiner mehr Drogen an.
- Sollte ich dennoch, z. B. auf einer Feier, Drogen angeboten bekommen, lehne ich ab und sage, dass ich nichts möchte. Wenn die Person weiter „bohrt“ und nach Gründen fragt, sage ich, dass ich gern z. B. gesünder leben möchte.
- Wenn ich den Gedanken an Drogen habe, stelle ich mir bewusst etwas Unangenehmes vor, wie z. B. ein Stück verschimmeltes Brot oder einen Hundehaufen. Dadurch habe ich dann auch keinen „Drang“ mehr. Für den Notfall habe ich in der Brieftasche ein Foto mit ekligem Bild, was ich mir anschauen kann (Aversionstherapie-Technik).
- Ich habe die Situationen verändert, in denen ich früher typischerweise Drogen genommen habe. Beispiel: Früher abends fernsehen + Chips + konsumieren → jetzt esse ich abends bewusst keine Chips mehr vorm Fernseher (sondern Gummibärchen, Obst, Schokolade, Salami, Käse etc.), sodass der Gedanke an Drogen weniger wird.
- Wenn ich Lust auf Drogen habe, konzentriere ich mich erst einmal auf etwas anderes (Telefonat, Essen etc.). Diese Lust geht oft nach 15–20 Minuten von allein vorbei.
- Ich habe einen Notfallplan: Wenn ich zu sehr versucht bin, rufe ich Person XY an oder putze mir die Zähne oder kaue Pfefferminz-Kaugummi (scharfer Geschmack reduziert die Lust).
- Mit der Notfall-Person ist vereinbart, dass sie mir keine Vorwürfe macht, sondern mich ablenkt oder vorbeikommt.
- Für Drogen, die geraucht werden: Ich rieche an etwas Angenehmem (Parfüm, Limo), wenn andere konsumieren und ich den Geruch wahrnehme.
- Wenn ich sehr stark versucht bin, ziehe ich mir ein Haar aus der Nase – der Schmerz lenkt sofort ab.
- Ich konsumiere auch Alkohol nur in geringem Umfang oder gar nicht, wegen der Gefahr der Suchtverlagerung.
