Die Übung eignet sich für Patienten, die angaben, dass sie nur noch wenig positive Erlebnisse wahrnehmen oder keine klaren Therapieziele formulieren können. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit systematisch auf bereits vorhandene positive Ereignisse, eigenes gelingendes Verhalten und positive Reaktionen anderer zu lenken. Durch das tägliche Notieren dreier Fragen soll die Wahrnehmung für positive Reize geschärft und das Erleben von Selbstwirksamkeit sowie Lebensfreude schrittweise gesteigert werden. Die Methode erfordert kein ausgeprägtes Problembewusstsein und kann auch bei starker Antriebslosigkeit eingesetzt werden.
Anleitung:
Ab dem heutigen Tag notieren Sie bitte jeden Abend vor dem Schlafengehen kurz drei Punkte. Sie können dafür ein kleines Notizbuch oder Ihr Handy verwenden. Die drei Fragen lauten:
1. Was ist heute passiert, womit Sie zufrieden sind?
2. Was haben Sie heute getan, weshalb Sie mit sich zufrieden sind?
3. Was hat jemand anderes getan, womit Sie zufrieden sind – und wie haben Sie darauf reagiert?
Es genügen ein bis zwei Sätze je Frage. Auch sehr kleine Ereignisse sind relevant. Falls Ihnen an einem Tag nichts einfällt, notieren Sie bitte: „Heute fiel mir nichts ein – das ist in Ordnung.“
In der nächsten Sitzung besprechen wir ein oder zwei Einträge. Sie entscheiden, ob Sie diese vorlesen oder nur zeigen möchten. Wir führen die Übung zunächst für eine Woche durch. Sollte sie Ihnen nicht zusagen, beenden wir sie selbstverständlich wieder.
• Bei ausgeprägter Antriebslosigkeit zunächst nur mit einer Frage beginnen
• Die Übung kann auch in der Gruppe durchgeführt werden
• Nach zwei bis vier Wochen zeigen sich häufig erste spontane Zielformulierungen
Die Übung setzt voraus, dass die Wunderfrage bereits konkret und verhaltensnah beantwortet wurde. Ziel ist es, an ausgewählten Tagen das in der Wunderfrage beschriebene Verhalten umzusetzen, ohne dies dem Umfeld mitzuteilen. Dadurch werden neue Verhaltensweisen erprobt und Reaktionen des Umfelds beobachtet. Häufig führen bereits einzelne Durchgänge zu spürbaren Veränderungen im Interaktionsmuster.
Anleitung:
Wir haben bereits genau beschrieben, wie Ihr Wunder-Tag aussehen würde – Aufstehen ohne Streit, pünktlich zur Schule gehen, mit Mitschülern sprechen usw.
In der kommenden Woche legen wir gemeinsam drei Tage fest, an denen Sie sich exakt so verhalten, als wäre das Wunder bereits eingetreten. Sie setzen an diesen Tagen das beschriebene Verhalten um. Wichtig ist, dass Sie niemandem – weder Eltern, Geschwistern, Lehrkräften noch Freunden – mitteilen, dass Sie lediglich „so tun als ob“. Auch im Nachhinein erwähnen Sie es nicht. Sollte jemand nachfragen, warum Sie sich anders verhalten, antworten Sie beispielsweise: „Mir geht es heute gut.“
In der nächsten Sitzung schauen wir gemeinsam, was an diesen Tagen anders verlaufen ist, wie Ihr Umfeld reagiert hat und wie sich das Verhalten für Sie angefühlt hat. Wir entscheiden dann, ob und wie wir die Übung fortsetzen.
• Voraussetzung ist eine detaillierte Wunderfrage
• Bei starker Ablehnung zunächst nur ein Testtag
• Die Geheimhaltung erhöht die Wahrscheinlichkeit echter Veränderungen im System
Die Übung eignet sich für den Therapiebeginn sowie zur Ressourcenaktivierung und zur Herstellung einer positiven Grundstimmung. Anstelle einer Problemerkundung wird der Patient aufgefordert, ein positives, gelungenes oder freudvolles Erlebnis darzustellen. Der Fokus liegt ausschließlich auf Stärken, Kompetenzen oder Wohlfühlmomenten. Die Methode benötigt keine verbale Problembeschreibung und ist besonders bei Kindern und Jugendlichen mit geringem Selbstwert oder depressiver Verstimmung geeignet.
Anleitung:
Geben Sie dem Patienten ein weißes Blatt und ausreichend Malutensilien. Stellen Sie eine der folgenden Fragen (je nach Alter und Situation):
• „Male etwas, das dir sehr gut gelingt.“
• „Male eine Situation, in der du dich richtig wohl fühlst.“
• „Male deinen Lieblingsort oder dein Lieblingsding.“
Der Patient malt frei. Während und nach dem Malen stellen Sie ausschließlich ressourcenorientierte Fragen, z. B.:
• „Was gefällt dir an deinem Bild am besten?“
• „Was macht dich auf diesem Bild besonders stolz oder froh?“
• „Wer wäre stolz oder würde sich freuen, wenn er/sie dieses Bild sehen würde?“
Das Bild kann mitgenommen oder im Therapieraum aufgehängt werden. Bei Bedarf kann es in späteren Stunden erneut betrachtet und ergänzt werden.
• Auch bei sehr zurückhaltenden Kindern fast immer durchführbar
• Keine Kritik am künstlerischen Ergebnis äußern
• Bild kann als positiver Anker im Therapieverlauf dienen
Gemeinsames Strich-Strich-Kritzeln
Störungen: Verhaltensstörungen · familiäre Konflikte · soziale Unsicherheit
Symptome: Schwierigkeiten im Kontakt · Kooperationsprobleme · aggressives Verhalten
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Familien · Gruppentherapie
Die Übung dient dem Kontaktaufbau, der Förderung von Kooperation und der Beobachtung von Interaktionsmustern. Die Teilnehmer setzen abwechselnd jeweils nur einen Strich oder eine Form auf ein gemeinsames Blatt. Aus dem zunächst chaotischen Gebilde entsteht nach und nach ein gemeinsames Bild. Die nonverbale Zusammenarbeit ermöglicht eine spielerische Annäherung und reduziert Hemmschwellen.
Anleitung:
Legen Sie ein großes Blatt (mindestens A3) in die Mitte. Jeder Teilnehmer erhält einen Stift in unterschiedlicher Farbe.
Geben Sie die Instruktion: „Wir malen jetzt gemeinsam ein Bild. Jeder darf abwechselnd genau einen Strich, eine Linie oder eine kleine Form setzen – nicht mehr. Es darf überall auf dem Blatt sein. Es gibt kein Richtig oder Falsch.“
Varianten:
• Kind ↔ Therapeut: abwechselnd ein Strich, danach gemeinsam betrachten und betiteln.
• Gruppe: Jeder hat eigene Farbe, das Blatt wird im Kreis weitergegeben.
• Familie: Gemeinsames „Familienwappen“ – das jüngste Kind beginnt, reihum je ein Element, anschließend gemeinsam besprechen.
Nach Abschluss das entstandene Bild gemeinsam betrachten und eine Überschrift finden (z. B. „Unser Chaos-Kunstwerk“, „Die verrückte Familie“).
• Keine Kommentare während des Malens – nur das gemeinsame Ergebnis wird besprochen
• Besonders geeignet bei aggressiven oder sehr zurückhaltenden Kindern
• Interaktionsmuster (Dominanz, Rückzug, Kooperation) werden direkt sichtbar
Die Übung trainiert gezielt das genaue Zuhören, das räumliche Vorstellungsvermögen, die Feinmotorik und die Impulskontrolle. Der Patient erhält ein leeres Quadrat sowie Lineal und Stift. Der Therapeut liest langsam geometrische Anweisungen vor, die sofort umgesetzt werden müssen. Am Ende entsteht ein komplexes Muster, das ausgemalt werden kann.
Anleitung:
Geben Sie dem Patienten ein Blatt mit einem aufgezeichneten Quadrat (ca. 15 × 15 cm), Lineal und Stift.
Lesen Sie die Anweisungen langsam und deutlich vor – nur einmal. Der Patient zeichnet sofort mit:
„Setze das Lineal von der linken oberen Ecke zur rechten unteren Ecke und ziehe eine Linie.“
„Verbinde die Mitte der oberen Seite mit der Mitte der linken Seite.“
„Zeichne von der Mitte der rechten Seite einen waagerechten Strich bis zur Hälfte des Quadrats.“
„Zeichne einen Kreis mit einem Radius von zwei Zentimetern in die linke obere Ecke.“
„Verbinde die untere linke Ecke mit dem Mittelpunkt des Kreises.“
Weitere Anweisungen je nach Alter und Leistungsniveau. Am Ende kann das entstandene Muster ausgemalt werden.
Abschließend wird das Ergebnis gemeinsam betrachtet und der Patient gefragt, welche Anweisungen besonders leicht oder schwer fielen.
• Schwierigkeitsgrad an das Leistungsniveau anpassen
• Bei Gruppen: abwechselnd eine Anweisung vorlesen lassen
• Fördert gleichzeitig Frustrationstoleranz
Die Übung eignet sich für Patienten, die die Wunderfrage verbal nur schwer beantworten können. Anstelle einer sprachlichen Ausarbeitung wird der gewünschte Veränderung direkt bildlich dargestellt. Der Patient malt einen Wundermorgen oder -tag. Dies ermöglicht eine konkrete Vorstellung der Lösungssituation und erleichtert die spätere Umsetzung im Alltag.
Anleitung:
Geben Sie dem Patienten ein großes Blatt und ausreichend Malutensilien. Stellen Sie eine der folgenden Fragen:
• „Wie würde ein Tag aussehen, an dem das Wunder schon passiert ist?“
• „Zeichne einmal, wie es früher war, als alles gut war – oder wie es nach dem Wunder wieder sein wird.“
Der Patient malt frei. Während und nach dem Malen stellen Sie ausschließlich lösungsorientierte Fragen, z. B.:
• „Was machst du auf dem Bild als Erstes anders?“
• „Wer ist dabei und wie reagieren die Personen?“
• „Was fühlst du, wenn du das Bild anschaust?“
Das Bild kann in späteren Sitzungen als konkreter Zielanker dienen.
• Besonders geeignet bei Kindern mit eingeschränkten verbalen Fähigkeiten
• Keine Interpretation des Bildes als „Kunstwerk“ – nur Lösungsfokus
• Bild kann als Vorlage für die „So-tun-als-ob“-Übung dienen
Die Übung dient der Aktivierung vorhandener Ressourcen und Stärken. Der Patient stellt sich und seine Familie als Tiere dar, benennt zu jedem Tier drei Stärken und erschafft anschließend ein Fantasie-Krafttier, das alle positiven Eigenschaften vereint. Dies stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und schafft eine innere Helferfigur.
Anleitung:
Schritt 1: „Male dich und deine Familie als Tiere – das kann ein Zoo, ein Bauernhof oder ein Wald sein.“
Schritt 2: Zu jedem Tier drei Stärken finden und aufschreiben (z. B. Löwe: mutig, stark, laut).
Schritt 3: „Erfinde jetzt ein Fantasietier, das alle diese Stärken in sich vereint – den Ressourcosaurus.“ Der Patient zeichnet dieses Tier groß und farbig.
Schritt 4: Das Krafttier wird benannt und erhält einen Platz im Alltag (z. B. als Bild am Bett, als Schlüsselanhänger). In schwierigen Momenten kann der Patient sich vorstellen, dass der Ressourcosaurus bei ihm ist.
Erweiterung (Trilogie): Drei Felder malen – links das Problem, Mitte das Krafttier, rechts die Lösung.
• Auch bei Jugendlichen mit „Ich kann nicht malen“ sehr gut einsetzbar
• Krafttier kann später in schwierigen Situationen aktiviert werden
• In Gruppen: jeder malt sein Tier → Galerie aufhängen
Die Übung ermöglicht Patienten, Gefühle körperlich zu lokalisieren und sichtbar machen zu können, ohne sie sofort verbalisieren zu müssen. Durch das Einmalen in einen Körperumriss werden Gefühle externalisiert und dadurch leichter besprechbar und bearbeitbar.
Anleitung:
Geben Sie dem Patienten ein großes Blatt mit einem Körperumriss (Lebensgröße auf Tapete möglich).
Führen Sie ein Lineal wie einen „Gefühlsscanner“ langsam über das Bild und sagen Sie: „Jetzt scannen wir deinen Körper nach Gefühlen. Wo es piept, ist ein Gefühl.“
An den Stellen, an denen der Patient „Piep“ sagt oder nickt, fragen Sie:
• „Welches Gefühl ist da?“
• „Welche Farbe und Form hat dieses Gefühl?“
• „Wie groß ist es?“
Der Patient malt das Gefühl ein (z. B. rote Wut im Bauch, schwarze Angst im Hals). Nach Fertigstellung wird das Bild gemeinsam betrachtet und besprochen: „Was fällt dir auf? Welches Gefühl ist am größten? Möchtest du etwas verändern?“
• Besonders hilfreich bei alexithymen Patienten
• Gefühle werden aus dem Körper „herausoperiert“ → Entlastung
• Bild kann später verändert werden (Gefühle kleiner malen, Farben wechseln)
Die Übung externalisiert problematische und ressourcenreiche innere Anteile durch Tierfiguren oder Handpuppen. Dadurch wird ein entlastender Dialog möglich, in dem Schutzfunktion und Kooperationsmöglichkeiten beider Anteile erarbeitet werden können.
Anleitung:
Schritt 1: „Wähle ein Tier oder eine Handpuppe, das deinen inneren Schweinehund / das Problemverhalten darstellt, das dich blockiert.“
Schritt 2: Interview mit dem Tier: „Wie heißt du? Seit wann bist du da? Was willst du für mich tun? Welche guten Absichten hast du?“
Schritt 3: „Wähle jetzt ein Tier, das deine Stärke, deinen Mut oder deine Energie darstellt.“
Schritt 4: Dialog zwischen beiden Tieren (Patient wechselt die Figuren): „Was würdigt ihr aneinander? Wann könnt ihr zusammenarbeiten?“
Schritt 5: Abschluss mit Wunderfrage: „Wie sieht ein gutes Team zwischen euch aus?“
Die Erkenntnis wird festgehalten und visualisiert.
• Schutzfunktion des „Schweinehundes“ wird gewürdigt
• In Gruppen: andere Patienten übernehmen die Tierrollen → zusätzliche Perspektiven
Kompetenzsterne – Ressourcen visualisieren
Störungen: Depression · Anpassungsstörung · Selbstwertprobleme · Schulprobleme
Symptome: geringes Selbstwertgefühl · fehlende Zielklarheit · reduzierte Selbstwirksamkeitserwartung
Zielgruppe: Kinder ab 8 Jahren · Jugendliche · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der systematischen Erfassung und Visualisierung vorhandener Ressourcen und Kompetenzen. Der Patient schätzt sich in acht übergeordneten Bereichen (Selbstbild, kognitive Fähigkeiten, sprachliche Fähigkeiten, motorische Fähigkeiten, Kreativität, soziale Kompetenz, Copingkompetenz, Interessen) jeweils anhand von sechs Unterfragen auf einer Skala von 1–10 ein. Die Werte werden in ein Radardiagramm (Kompetenzstern) eingetragen. Dadurch entsteht ein sofort sichtbares, motivierendes Bild der eigenen Stärken. Die Methode eignet sich besonders für Patienten mit geringem Selbstwert, Schulproblemen oder unklaren Therapiezielen, da sie den Fokus ausschließlich auf vorhandene Fähigkeiten legt und keine Defizite in den Vordergrund stellt. Der Vergleich mit Fremdeinschätzungen (z. B. Eltern, Lehrkräfte) kann zusätzliche Erkenntnisse über unterschiedliche Wahrnehmungen liefern und Ansatzpunkte für die Zielarbeit schaffen.
Anleitung:
Geben Sie dem Patienten das vorbereitete Arbeitsblatt mit den acht Dimensionen und je sechs Unterfragen sowie ein leeres Stern-Diagramm.
Führen Sie den Patienten durch die acht Bereiche. Lesen Sie jede Unterfrage vor und bitten Sie ihn, sich auf einer Skala von 1 („trifft kaum zu“) bis 10 („trifft voll zu“) einzuschätzen. Notieren Sie die Werte.
Tragen Sie die Mittelwerte jeder Dimension in das Stern-Diagramm ein. Besprechen Sie das Ergebnis mit Fragen wie: „Wo sind Ihre stärksten Bereiche?“, „Welche Stärken könnten Sie noch mehr nutzen?“, „Gibt es einen Bereich, in dem Sie sich weiterentwickeln möchten?“
Optional: Fremdeinschätzungen (Eltern, Lehrkräfte) in weiteren Sternen eintragen und vergleichen.
• Bei jüngeren Kindern nur 4–6 Dimensionen verwenden
• Fremdeinschätzungen erst nach Vertrauensaufbau einholen
• Stern kann als motivierender Anker im Therapieverlauf dienen
Die Übung dient der spielerischen Stärkung des Selbstbildes und der Identitätsfindung. Jeder Buchstabe des Vor- oder Spitznamens wird mit einer positiven Eigenschaft, Stärke oder einem angestrebten Wert verknüpft. Dadurch wird der eigene Nominativ zu einer persönlichen Ressourcen- und Werteliste. Die Methode eignet sich besonders für Jugendliche, die ihr Selbstbild als überwiegend negativ wahrnehmen. Sie ermöglicht eine schnelle Aktivierung vorhandener Stärken und die Formulierung von Entwicklungswünschen in positiver Form. Das fertige Namensschild dient als tägliche Erinnerung an die eigene Identität und Entwicklungsmöglichkeiten.
Anleitung:
Bitten Sie den Patienten, seinen Vor- oder Spitznamen groß auf ein Blatt zu schreiben.
Geben Sie die Instruktion: „Zu jedem Buchstaben deines Namens suchen wir jetzt eine positive Eigenschaft, Stärke oder einen Wert, der zu dir passt oder den du dir wünschst. Wir machen zwei Spalten: links ‚So bin ich jetzt‘ und rechts ‚So möchte ich noch mehr sein‘.“
Gehen Sie Buchstabe für Buchstabe durch. Geben Sie bei Bedarf Impulse (z. B. „L – lebendig, lustig, loyal, liebevoll …“). Der Patient wählt jeweils ein passendes Wort.
Beispiel CLEO:
C – charmant (jetzt) → selbstbewusst (wünsche ich mir)
L – lustig (jetzt) → lebensfroh (wünsche ich mir)
E – einfühlsam (jetzt) → energisch (wünsche ich mir)
O – offen (jetzt) → optimistisch (wünsche ich mir)
Das fertige Namensschild wird farbig gestaltet und mitgenommen. Der Patient wird gebeten, es täglich mindestens einmal anzuschauen oder an einem sichtbaren Ort aufzuhängen.
In der nächsten Sitzung wird besprochen, welche Eigenschaften sich bereits verändert haben oder welche konkreten Schritte geplant werden.
• Auch mit Zweit- oder Spitznamen möglich
• Bei Gruppen: gegenseitige Ergänzung der positiven Eigenschaften
• Namensschild als positiver Anker im Alltag
Die Wunderfrage ist das zentrale lösungsorientierte Instrument, um bei Patienten, die sich als Opfer der Umstände erleben, eine aktive Zukunftsperspektive zu aktivieren. Sie ermöglicht die Formulierung von Hoffnungen und Wünschen, ohne dass zunächst Eigenverantwortung oder Machbarkeit geprüft werden müssen. Die Methode eignet sich besonders für Patienten, die Probleme externalisieren („Das passiert mir einfach“), und führt sie sanft in eine Vorstellung davon, wie ein gelungener Alltag konkret aussehen würde. Durch die systematische Ausarbeitung der Merkmale des Wundermorgens entsteht ein klares Zielbild, das als Orientierung für spätere Verhaltensänderungen dient.
Anleitung:
Führen Sie die Wunderfrage in elf klar strukturierten Schritten durch:
1. Ankündigung: „Ich habe jetzt eine etwas ungewöhnliche Frage – eine Frage, die etwas Vorstellungskraft braucht.“
2. Alltag einbetten: „Stell dir vor, nach unserem Gespräch gehst du nach Hause, machst deine üblichen Dinge, schaust vielleicht noch fern, gehst irgendwann ins Bett und schläfst ein …“
3. Das Wunder geschieht: „Und während du schläfst, geschieht ein Wunder …“ (lange Pause)
4. Das Problem ist weg: „Und das Wunder bewirkt, dass all die Themen, wegen derer du hier bist, einfach weg sind – gelöst.“
5. Im Schlaf passiert: „Es passiert genau in der Nacht, sodass du gar nicht mitbekommst, dass es passiert ist.“
6. Erste kleine Zeichen: „Am nächsten Morgen wachst du auf – woran merkst du als Allererstes, dass das Wunder geschehen ist?“
7. Weitere Zeichen: „Was machst du dann anders? Was sehen andere an dir? Was sagen sie?“
8. Reaktionen des Umfelds: „Was macht Mama/Papa/Lehrer/Freund anders, wenn sie merken, dass das Wunder passiert ist?“
9. Skalierung: „Stell dir eine Skala von 1 bis 10 vor – 10 ist der Tag nach dem Wunder. Wo bist du heute?“
10. Kleine Schritte: „Was wäre das Allerkleinste, das du schon morgen tun könntest, damit wir ein Stück in Richtung 10 kommen?“
11. Abschluss: „Wenn das so weitergeht – wie wird dein Leben dann aussehen?“
Sprechen Sie langsam, machen Sie Pausen und zeigen Sie Staunen und Neugier.
• Bei jüngeren Kindern mit konkreten Beispielen unterstützen
• Antworten schriftlich oder zeichnerisch festhalten
• Wunderszenario als Grundlage für weitere lösungsorientierte Interventionen nutzen
Ausnahmen fokussieren
Störungen: alle Störungsbilder, bei denen das Problem nicht durchgehend besteht
Symptome: generalisierende Problembeschreibung · „immer“ · „nie“
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Identifikation und Verstärkung von Ausnahmen – also Situationen, in denen das Problem weniger stark, kürzer oder gar nicht vorhanden war. Ausnahmen beweisen, dass Veränderung bereits möglich ist. Durch die systematische Erkundung dieser Momente werden Patienten von der Vorstellung „Das Problem ist immer da“ zu „Es gibt bereits Situationen, in denen es besser ist“ geführt. Die Methode eignet sich bei jeder generalisierenden Problembeschreibung („immer“, „nie“, „überall“) und bildet die Grundlage für die bewusste Wiederholung gelingender Verhaltensweisen.
Anleitung:
Führen Sie die Erkundung in vier Schritten durch:
1. Identifizieren: „Gibt es Situationen, in denen das Problem weniger stark ist, kürzer dauert oder gar nicht auftritt? Wann war es schon einmal anders?“
2. Ausweiten: „Was genau haben Sie in diesen Momenten anders gemacht? Was haben andere anders gemacht? Woran haben andere gemerkt, dass es besser war?“
3. Bewusst hervorrufen: „Was könnten Sie tun, damit diese Ausnahmen öfter auftreten? Wer könnte wie dazu beitragen?“
4. Verknüpfen mit Ziel: „Möchten Sie, dass diese Ausnahmen häufiger vorkommen? Bringt Sie das Ihrem gewünschten Zustand näher?“
Notieren Sie alle Ausnahmen und die dazugehörigen Verhaltensweisen. Erarbeiten Sie mit dem Patienten konkrete Möglichkeiten, diese Ausnahmen gezielt zu verstärken.
• Bei „Es gibt keine Ausnahmen“ nach minimalen Unterschieden fragen
• Ausnahmen auch bei sehr schweren Störungen fast immer vorhanden
• Methode bildet die Grundlage für viele lösungsorientierte Interventionen
Copingkompetenzen würdigen
Störungen: chronische Erkrankungen · Trauer · familiäre Belastungen · Gewalterfahrungen
Symptome: Gefühl der Ohnmacht · „Ich schaffe das nicht mehr“
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Würdigung der bereits vorhandenen Bewältigungsleistungen von Patienten, die unter chronischen oder schweren Belastungen stehen. Ziel ist es, die täglichen Anstrengungen und Strategien sichtbar zu machen, die der Patient einsetzt, um trotz der Belastung weiterzumachen. Dies stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit und reduziert das Erleben von Hilflosigkeit. Die Methode eignet sich besonders bei chronischen Erkrankungen, Trauerprozessen oder langandauernden Belastungen.
Anleitung:
Stellen Sie dem Patienten nacheinander folgende Fragen:
• „Wie haben Sie das bisher alles ausgehalten?“
• „Woher nehmen Sie die Kraft, das jeden Tag zu schaffen?“
• „Was war bisher am hilfreichsten für Sie?“
• „Wer hat Ihnen am meisten geholfen?“
• „Was machen Sie konkret, damit es nicht noch schlimmer wird?“
• „Wie haben Sie es geschafft, dass es bisher so ‚gut‘ läuft?“
Hören Sie aufmerksam zu und spiegeln Sie die Antworten wertschätzend zurück. Fassen Sie am Ende zusammen: „Sie haben trotz dieser enormen Belastung bereits sehr viel geschafft und viele Strategien entwickelt, die Ihnen helfen weiterzumachen.“
Erarbeiten Sie gemeinsam, welche dieser Strategien weiter gestärkt werden können.
• Besonders wirksam bei Patienten, die sich als „Opfer“ erleben
• Wertschätzung der bisherigen Leistung ist zentral
• Methode kann auch mit Angehörigen gemeinsam durchgeführt werden
Die Skalierung ist ein zentrales lösungsorientiertes Instrument zur Sichtbarmachung von Fortschritt, Motivation und Zuversicht. Es wird ausschließlich die Skala 1–10 verwendet (10 = Ziel/Wunder erreicht, 1 = das Gegenteil). Die Methode ermöglicht Patienten, auch kleinste Veränderungen wahrzunehmen und diese zu verstärken. Durch gezielte Anschlussfragen werden die Unterschiede zwischen den Skalenwerten konkretisiert und Handlungsmöglichkeiten abgeleitet. Die Übung eignet sich bei jeder Fragestellung, bei der Fortschritt, Selbstwirksamkeit oder Motivation gestärkt werden sollen.
Anleitung:
Definieren Sie gemeinsam mit dem Patienten eine klare Skala (z. B. „10 = alles ist gut / der Tag nach dem Wunder / ich kann meine Situation gut beeinflussen / ich bin hochmotiviert / ich bin absolut zuversichtlich“).
Fragen Sie: „Auf einer Skala von 1 bis 10 – wo stehen Sie heute?“
Anschließend stellen Sie die folgenden Fragen, um die Zahl „zum Sprechen zu bringen“:
• „Was genau macht Ihre aktuelle Zahl (z. B. 6) aus? Was noch?“
• „Was unterscheidet die 6 von einer 5?“
• „Wie haben Sie es geschafft, schon bei 6 zu sein und nicht bei 3 oder 4?“
• „Was wäre das kleinste Zeichen dafür, dass Sie bei 7 wären?“
• „Was könnten Sie tun, um einen halben Punkt weiterzukommen?“
• „Was müsste passieren, damit Sie die 6 zumindest halten?“
• „Wer würde als Erster merken, dass Sie bei 7 sind – und woran?“
Notieren Sie alle Antworten und leiten daraus konkrete nächste Schritte ab.
• Immer Skala 1–10 verwenden (keine 0–10 oder Notenskala)
• Auch kleine Fortschritte (0,5 Punkte) ernst nehmen und würdigen
• Skalierung kann zu Beginn jeder Sitzung eingesetzt werden
„Was ist besser geworden?“
Störungen: alle Störungsbilder
Symptome: Fokus auf Defizite · „nichts verändert sich“
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Frage „Was ist besser geworden – seit dem letzten Mal?“ wird zum Standard-Einstieg jeder Folgesitzung. Sie lenkt die Aufmerksamkeit systematisch auf bereits eingetretene positive Veränderungen, auch wenn diese minimal erscheinen. Dadurch wird Veränderung zur Normalität und das Gefühl von Selbstwirksamkeit gestärkt. Die Methode verhindert die Wiederholung von Problemgeschichten und fördert die Wahrnehmung von Fortschritt.
Anleitung:
Beginnen Sie jede Folgesitzung mit der Frage: „Was ist besser geworden – seit unserem letzten Gespräch?“
Bei den Antworten unterscheiden Sie vier Typen und fragen entsprechend weiter:
• Konkrete Verbesserung („Ich habe eine 3 in Mathe gekriegt“) → verallgemeinern: „Was bedeutet das für zu Hause, für Freunde, für die Zukunft?“
• Allgemeine Verbesserung („War irgendwie ein guter Tag“) → konkretisieren: „Was genau haben Sie anders gemacht? Was ist passiert?“
• Handlungsverbesserung („Wir haben weniger gestritten“) → ausweiten: „Was haben Sie dazu beigetragen? Was hat die andere Person anders gemacht?“
• Antwort „Nichts“ → trotzdem suchen: „Gab es nicht wenigstens eine winzige Kleinigkeit, die ein bisschen besser war? Oder etwas, das nicht noch schlimmer geworden ist?“
Würdigen Sie jede Antwort und verstärken Sie die Wahrnehmung von Veränderung.
• Nie mit „Wie geht’s?“ beginnen
• Auch kleinste Verbesserungen ernst nehmen
• Methode trainiert Patienten, selbst nach Fortschritt zu suchen
Präludium – Kontaktaufnahme mit dem Kind
Störungen: alle Störungsbilder bei Kindern
Symptome: Schüchternheit · Misstrauen · Schweigen in der ersten Stunde
Zielgruppe: Kinder · Einzeltherapie
Die ersten 10–15 Minuten jeder Kindertherapie dienen ausschließlich dem Aufbau einer tragfähigen Beziehung. Probleme und Therapieziele bleiben bewusst im Hintergrund. Ziel ist es, das Kind als Mensch kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Alle gewonnenen Informationen (Interessen, Familie, Alltag) werden später für Metaphern, Spiele und Interventionen genutzt.
Anleitung:
Nutzen Sie die ersten Minuten für ein lockeres Gespräch über folgende Themen (in beliebiger Reihenfolge):
• Schule: Lieblingsfächer, beste Freunde, Pausenspiele
• Zuhause: Wer wohnt alles da? Geschwister? Haustiere?
• Freizeit: Sport, Hobbys, Vereine, Computer- oder Handyspiele
• Eltern: Was machen Mama und Papa beruflich machen
• Großeltern, Verwandte, Nachbarn
• Erfahrungen mit „fremder Hilfe“ (Arzt, Logopädie, frühere Therapie)
• Wohnort: Stadt, Dorf, Haus mit Garten?
Hören Sie interessiert zu, spiegeln Sie und machen Sie sich Notizen (später für Interventionen wichtig). Vermeiden Sie jede Problemerkundung in dieser Phase.
• Dauer: 10–15 Minuten
• Keine Fragen nach dem Problem in den ersten Minuten
• Informationen werden später therapeutisch genutzt (z. B. Lieblingstier als Helferfigur)
Safe Place – Physischer Rückzugsort im Therapieraum
Die Übung schafft einen physischen Rückzugsort im Therapieraum, der ausschließlich dem Kind gehört. Der Patient darf selbst bestimmen, wer und wann den Platz betreten darf. Dies vermittelt Kontrolle und Sicherheit und ermöglicht eine schrittweise Annäherung an die therapeutische Beziehung. Die Methode eignet sich besonders bei extrem ängstlichen, selektiv mutistischen oder hyperaktiven Kindern.
Anleitung:
Führen Sie die Übung wie folgt durch:
1. Idee einführen: „Wir bauen jetzt für dich (oder dein Tier/deine Puppe) eine eigene Hütte, wo niemand reinkommt, den du nicht willst.“
2. Gemeinsam bauen: Tisch umdrehen, Decken darüber, Kissen, Tücher, Lieblingsspielzeug, Lampe – alles in Absprache mit dem Kind (ggf. zunächst mit dem Kuscheltier sprechen).
3. Indirekt kommunizieren: „Braucht dein Bär noch ein Kissen?“ → Kind nickt/kopfschüttelt.
4. Grenzen respektieren: „Darf ich von außen gucken?“ – „Darf ich die Decke anheben?“ – „Wer darf rein?“
5. Spiel von außen beginnen: Therapeut als „Wächter“, „Besucher“, „Postbote“ vor der Hütte – das Kind bestimmt den Ablauf.
Der Safe Place bleibt während der gesamten Therapie erhalten.
• Kein „Strafeckchen“ – sondern eigenes Reich
• Kind darf jederzeit hinein – auch während der Stunde
• Übergang zur verbalen Kommunikation erfolgt meist von selbst
Die Übung ermöglicht Kindern, aggressive Impulse im geschützten „Als-ob“-Rahmen des Spiels auszudrücken und zu regulieren. Ziel ist es, Aggression weder zu unterdrücken noch unkontrolliert ausbrechen zu lassen, sondern sie symbolisch zu kanalisieren. Der Therapeut überlebt alle Angriffe „knapp“, zeigt dadurch, dass Aggression kontrolliert werden kann, und würdigt gleichzeitig die Stärke des Kindes. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit Wutanfällen oder unterdrückter Wut und fördert die Entwicklung von Frustrationstoleranz, Empathie und sozialer Kompetenz.
Anleitung:
Stellen Sie klare Spielregeln auf: „Niemand wird real verletzt.“ Nutzen Sie Rollen- oder Verkleidungsspiele (Ritter, Räuber, Superhelden, Tiere).
Der Patient darf angreifen (z. B. mit Schaumstoffschwert, Kissen, Wasserpistole). Sie überleben jeden Angriff „knapp“ (theatralisch stürzen, „fast“ getroffen sein). Zeigen Sie dabei: „Du bist richtig stark – aber ich bin noch da.“
Bieten Sie Rollenwechsel an: Das Kind wird zum „starken Räuber“ oder „listigen Fuchs“. Fördern Sie Verhandlungen und Kompromisse im Spiel.
Beenden Sie das Spiel mit einer gemeinsamen „Siegesrunde“ oder einem „Friedensvertrag“. Besprechen Sie anschließend: „Wie hat es sich angefühlt, stark zu sein und trotzdem niemanden zu verletzen?“
Übertragen Sie das Gelernte schrittweise in den Alltag (z. B. Fußball spielen mit klaren Regeln).
• Aggression wird nicht bestraft, sondern symbolisch kanalisiert
• Therapeut bleibt stets „unverletzlich“ – vermittelt Sicherheit
• Übung führt häufig zu besserer Frustrationstoleranz im Alltag
Lärmend kommunizieren – Geräusche als Brücke zum Sprechen
Die Übung dient dem schrittweisen Abbau der Geräuschgrenze bei mutistischen Kindern. Bevor das erste Wort kommt, wird zunächst gemeinsames Lärmmachen erlaubt und gefördert. Viele mutistische Kinder vermeiden nicht nur Sprache, sondern teilweise auch rhythmische oder mund-erzeugte Geräusche. Durch das gemeinsame Spielen mit Geräuschinstrumenten wird diese Grenze erweitert – ohne Sprechdruck. Die Methode eignet sich besonders für Patienten, die noch keinen Laut von sich geben.
Anleitung:
Halten Sie eine Auswahl an Geräuschinstrumenten bereit (Trommeln, Regenstab, Kazoo, Rasseln, Glocken, Topfdeckel etc.).
Stufe 1 – Instrumente „beschenken“: Legen Sie Instrumente vor die Hütte/das Kind und kommentieren Sie laut denkend („Das ist eine Zulu-Krieger-Trommel … die ist sehr mutig …“).
Stufe 2 – Gemeinsames „Orchester“: Sie spielen – der Patient darf mitmachen, wenn er will („Wir verscheuchen jetzt die doofen Räuber mit Lärm!“).
Stufe 3 – Geräusch-Dialog: Legen Sie Bedeutungen fest (kurzer Schlag = Ja, dumpfer Schlag = Nein) – wie Zulu-Krieger „sprechen“.
Stufe 4 – Provokatives Spiel: Sie spielen „verärgerte Glockenmutter“ – der Patient wird immer lauter und frecher mit den Instrumenten.
Fördern Sie bewusst lautes, fröhliches Lärmen – je lauter, desto besser.
• Lärm ist ausdrücklich erlaubt – reduziert Scham
• Kazoo (Sprechflöte) besonders hilfreich – Stimme wird verfremdet
• Übung oft erste Stufe vor verbaler Kommunikation
Das erste Wort – Hierarchien des Ortes, der Person und der Sprechweise
Störungen: selektiver Mutismus
Symptome: völliges Schweigen · hohe Sprechhemmung
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Einzeltherapie
Die Übung dient dem schrittweisen Abbau des Schweigens bei selektiv mutistischen Patienten. Das Schweigen wird nicht „geknackt“, sondern durch gemeinsame Auswahl von Ort, Person und Sprechweise systematisch reduziert. Der Patient bestimmt selbst, wo, mit wem und wie das erste Sprechen stattfinden soll. Die Methode eignet sich, wenn das Kind bereits bereit ist, das Schweigen zu durchbrechen, aber noch konkrete Unterstützung bei der Entscheidung benötigt.
Anleitung:
Erarbeiten Sie gemeinsam drei Hierarchien:
1. Ort: „Wo möchtest du als Erstes wieder sprechen – hier im Raum, in der Schule, auf dem Spielplatz?“ (Reifen-Methode, Karten sortieren, Münze werfen)
2. Person: „Mit wem wäre es am leichtesten – mit mir, einer Freundin, der Lehrerin?“ (Klassenliste in vier Spalten: spricht schon / selten / vielleicht / zuletzt)
3. Sprechweise: „Wie wäre es am leichtesten – flüsternd, mit Kazoo, hinter einem Vorhang, mit verzerrter Stimme?“
Nutzen Sie Entscheidungshilfen: Reifen auf den Boden legen (hineinstellen und „fühlen“), Karten sortieren, „Bei einem anderen Kind hat geholfen …“, „Lügen-Spiel“ (Kind legt falsch – Sie müssen erraten).
Das Kind wählt den ersten Schritt selbst aus. Dieser wird konkret geplant und umgesetzt.
• Das Kind bestimmt Tempo und Reihenfolge
• Erster Erfolg wird stark gewürdigt
• Hierarchie wird laufend aktualisiert
Tonband als Brücke zur Sprache
Störungen: selektiver Mutismus
Symptome: völliges Schweigen · hohe Sprechhemmung
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Einzeltherapie
Die Übung ermöglicht Patienten, die direktes Sprechen als zu bedrohlich erleben, zunächst in einer sicheren Umgebung (allein oder zu Hause) zu sprechen. Die Aufnahme wird in der Sitzung gemeinsam angehört. Dadurch wird die eigene Stimme hörbar, ohne dass der Patient in der Situation sprechen muss. Die Methode eignet sich besonders, wenn andere nonverbale Ansätze ausgeschöpft sind und ein Übergang zur verbalen Kommunikation vorbereitet werden soll.
Anleitung:
Führen Sie die Übung schrittweise durch:
1. Nur Geräusche aufnehmen (Trommeln, Rasseln, Klatschen).
2. Melodien pfeifen oder summen.
3. Kazoo-Sprache, Tierlaute oder Kunstsprachen verwenden.
4. Ansagen wie ein Radiomoderator („Jetzt kommt Stück Nr. 3“).
5. Gemeinsam mit einem Freund oder Geschwisterkind lustige Dialoge aufnehmen (Therapeut wartet draußen).
6. Aufnahme in der Schule vorspielen (Geräuscherätsel, kurzes Hörspiel).
Die Aufnahme wird in der nächsten Sitzung gemeinsam angehört. Besprechen Sie: „Wie hat sich Ihre Stimme angehört? Was haben Sie dabei gefühlt?“
Die Übung wird solange fortgeführt, bis der Patient bereit ist, direkt in der Sitzung zu sprechen.
• Aufnahme zunächst allein zu Hause – reduziert Druck
• Kazoo besonders hilfreich – Stimme wird verfremdet
• Patient erlebt: „Meine Stimme ist gar nicht so schlimm“
Schattensprechen & Sprech-Experimente
Störungen: selektiver Mutismus · Stottern · soziale Angst
Symptome: hohe Sprechhemmung · Angst vor der eigenen Stimme
Zielgruppe: Kinder · Jugendliche · Einzeltherapie
Die Übung dient dem schrittweisen Abbau der Sprechhemmung durch experimentelle Sprechsituationen mit reduziertem Druck. Ziel ist es, das Sprechen in kleinen, kontrollierten Schritten wieder einzuführen. Die Methode eignet sich als letzte Stufe vor dem normalen Sprechen, wenn der Patient bereits nonverbale oder indirekte Kommunikation akzeptiert hat.
Anleitung:
Wählen Sie eine der folgenden Techniken (je nach Patient):
• Gemeinsames Buch vorlesen – erst stumm mitlesen → Lippen bewegen → flüstern → halblaut → laut.
• Hintergrundmusik an – der Patient spricht „in“ die Musik.
• Abgewandt sitzen oder hinter einem Vorhang sprechen.
• Kniereiter-Spiele, Fingerspiele oder Abzählreime gemeinsam sprechen.
• „Stopp“ beim Stadt-Land-Fluss laut rufen.
• Kazoo benutzen und dabei normale Sätze sprechen.
Beginnen Sie mit der für den Patienten am leichtesten erscheinenden Variante. Erhöhen Sie schrittweise den Schwierigkeitsgrad. Würdigen Sie jeden Fortschritt.
• Patient bestimmt Tempo und Reihenfolge
• Kazoo reduziert Scham vor der eigenen Stimme
• Übung oft letzte Stufe vor freiem Sprechen
Arbeit mit Ego-States & inneren Stimmen
Störungen: selektiver Mutismus · Stottern · soziale Angst · Selbstwertprobleme
Symptome: innerer Machtkampf · „Kloß im Hals“ · Angst vor der eigenen Stimme
Zielgruppe: Kinder ab ca. 10–11 Jahren · Jugendliche · Einzeltherapie
Die Übung externalisiert problematische innere Anteile (z. B. „Schweigeteufel“, „Kloß im Hals“, „Angststimme“) und macht sie verhandelbar. Ziel ist es, die positive Absicht des Anteils zu verstehen und eine Kooperation zwischen den inneren Stimmen herzustellen. Die Methode eignet sich besonders für ältere Kinder und Jugendliche, die Handpuppen als „uncool“ ablehnen, aber dennoch eine Externalisierung benötigen.
Anleitung:
Führen Sie die Übung in sechs Schritten durch:
1. Anteil finden: „Was genau hindert Sie gerade am Sprechen? Wie fühlt sich das an? Wo im Körper?“
2. Anteil visualisieren: „Malen Sie ihn / setzen Sie ihn auf einen Stuhl / geben Sie ihm Farbe, Form, Größe.“
3. Anteil sprechen lassen: „Stellen Sie sich vor, Sie sind jetzt dieser Kloß / diese Angst. Was sagen Sie zu mir / zu Ihnen?“
4. Positive Absicht finden: „Wovor schützen Sie ihn? Was wäre ohne Sie schlimmer?“
5. Verhandlung führen: „Was brauchen Sie, damit Sie kleiner werden / sich auflösen / dem Patienten helfen können?“
6. Veränderung sichtbar machen: Wieder malen → Vergleich der Bilder → Veränderung feiern.
Der Anteil wird nie bekämpft, sondern verstanden und gewürdigt.
• Immer ressourcenorientiert arbeiten
• Mit Safe Place oder Krafttier kombinieren
Hypnosetherapie – Die vier Phasen einer Hypnosesitzung
Die hypnotherapeutische Sitzung folgt einem klaren vier Phasen: Einleitung/Induktion, Ruheszene, Therapiephase und Beendigung. Ziel ist es, einen kooperativen Trancezustand herzustellen, in dem Veränderungsarbeit möglich wird, ohne dass der Patient die Kontrolle verliert. Die Methode eignet sich bei Störungen mit hohem Leidensdruck und wenn kognitive Ansätze allein nicht ausreichen. Der Patient bleibt jederzeit Herr seiner Trance.
Anleitung:
Phase 1 – Einleitung/Induktion: Rapport aufbauen, Aufmerksamkeit nach innen lenken. Mögliche Techniken: Punktfixation, Armlevitation, Verwirrtechnik oder Double-Bind.
Phase 2 – Ruheszene: Vertiefung durch individuelle Wohlfühlszene (Strand, Wald, Berg). Alle Sinne (VAKOG) ansprechen, um bevorzugte Wahrnehmungskanäle zu erkennen.
Phase 4 – Beendigung: Rückwärtszählen von 3 bis 0, Patient ist hellwach und erfrischt. Posthypnotische Suggestionen geben (Selbsthypnose-Anker, positive Nachwirkung, konkrete Verhaltensaufträge).
Nachbesprechung: „Wie haben Sie sich gefühlt? Welche Bilder waren besonders stark?“ Selbsthypnose-Übung und Anker mitgeben.
• Rapport ist entscheidend – Patient muss sich jederzeit sicher fühlen
• Immer posthypnotische Suggestionen setzen
• Bei Jugendlichen kürzer und spielerischer formulieren
Verhaltensänderung & Kompetenzaufbau in der Hypnosetherapie
Die Übung dient dem gezielten Aufbau neuer Verhaltensweisen und Kompetenzen im Trancezustand. Durch Techniken wie Re-Framing, Behavior Rehearsal, Perspektivenwechsel, Modelllernen, Alternativverhalten und Shaping wird altes Verhalten abgebaut und neues, funktionaleres Verhalten aufgebaut. Die Methode eignet sich, wenn Patienten im Wachzustand blockiert sind, aber in Trance Zugang zu ihren Ressourcen haben.
Anleitung:
Nach Erreichen einer stabilen Ruheszene wählen Sie je nach Ziel eine Technik:
• Kognitive Umstrukturierung: Symptom neue Bedeutung geben („Der Kloß schützt mich“).
• Behavior Rehearsal: gewünschte Situation in Trance durchspielen und verstärken.
• Perspektivenwechsel: aus Sicht eines anderen oder von außen beobachten.
• Modelllernen: bewunderte Person „anziehen“ und deren Verhalten übernehmen.
• Alternativverhalten: neues, belohnenderes Verhalten aufbauen.
• Shaping & Chaining: kleine Schritte verstärken und später zusammensetzen.
Jede Technik wird intensiv erlebt und mit positiven Gefühlen verankert. Abschluss mit posthypnotischer Verstärkung.
• Immer mit starker positiver Verstärkung arbeiten
• Vorweggenommene Belohnung besonders wirksam
• Techniken je nach Störungsbild kombinieren
Die Übung dient der Aktivierung vorhandener Ressourcen durch verschiedene Verstärkerarten (materiell, sozial, emotional, symbolisch). Besonders wirksam ist die vorweggenommene Belohnung: Das Erleben eines früheren Erfolgs wird in Trance reaktiviert und mit der aktuellen Aufgabe verknüpft. Dies setzt starke Motivation frei und überwindet Prokrastination oder Antriebslosigkeit.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten in eine tiefe Ruheszene. Dann:
1. Erinnern Sie an ein früheres Erfolgserlebnis (z. B. bestandene Prüfung, sportlicher Erfolg).
2. Lassen Sie alle Gefühle wieder voll erleben: Stolz, Freude, Erleichterung, Jubel.
3. Verknüpfen Sie dieses Gefühl mit der aktuellen Aufgabe: „Sobald Sie morgen mit der Hausarbeit beginnen / mit dem Rauchen aufhören / die Prüfung angehen, spüren Sie genau dieses Erfolgsgefühl – als wäre es schon geschafft.“
Verstärken Sie mit allen Sinnen und geben Sie posthypnotische Suggestion: „Jedes Mal, wenn Sie an die Aufgabe denken, kommt dieses Gefühl automatisch.“
Abschluss mit Rückorientierung und konkreter Aufgabe für den nächsten Tag.
• Vorfreude setzt mehr Dopamin frei als reale Belohnung
• Besonders wirksam bei Prokrastination und Prüfungsangst
• Auch in Gruppen einsetzbar (gemeinsames Erfolgserlebnis erinnern)
Die Übung dient der Bearbeitung belastender Erinnerungen oder angstauslösender Situationen durch Veränderung der inneren Repräsentation. Der Patient stellt sich die belastende Szene als Film vor und verändert anschließend Tempo, Richtung, Farbe oder Perspektive. Dadurch wird die emotionale Intensität reduziert und die Kontrolle über die Erinnerung gestärkt. Die Methode eignet sich besonders bei Trauma, Phobien und unklaren belastenden Situationen.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten in eine stabile Ruheszene. Dann:
„Stellen Sie sich die belastende Situation als Film vor – Sie sitzen im Kino und schauen auf die Leinwand. Sie haben die Fernbedienung in der Hand.“
Lassen Sie den Film zunächst normal laufen, bis die stärkste Belastung erreicht ist. Dann:
• Rückwärts laufen lassen (schnell oder langsam)
• In Zeitlupe vorwärts/rückwärts
• Farbe entfernen → schwarz-weiß
• Ton ausstellen oder lustige Musik unterlegen
• Aus der Vogelperspektive oder von der Decke schauen
• Als alten Stummfilm mit Klaviermusik
Wiederholen Sie dies mehrmals, bis die Szene neutral oder belustigend wirkt. Abschluss: „Sie haben jetzt die volle Kontrolle über diesen Film.“
• Bei starkem Trauma erst mit Safe Place kombinieren
• Rückwärtslaufen besonders effektiv bei Flashbacks
• Patient darf jederzeit stoppen
Die Übung dient der Distanzierung von belastenden Gedanken und Grübelinhalten. Der Patient packt das Problem symbolisch in eine Kiste, bindet diese an einen roten Ballon und lässt sie davonfliegen. Dadurch wird das Gefühl von Kontrolle und Loslassen gestärkt. Die Methode eignet sich besonders bei hartnäckigem Grübeln und belastenden Gedankenschleifen.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten in eine Ruheszene. Dann:
„Stellen Sie sich vor, vor Ihnen steht eine kleine Kiste. In diese Kiste packen Sie jetzt alles, was Sie belastet – die Gedanken, die Sorgen, das Grübeln. Sie können es hineinschreiben oder einfach hineinlegen. Schließen Sie die Kiste und verschließen Sie sie gut.
Jetzt binden Sie einen großen roten Heliumballon daran. Sie spüren, wie die Kiste leichter wird … der Ballon zieht … Sie lassen los … und sehen zu, wie die Kiste immer kleiner wird … höher steigt … bis sie nur noch ein winziger Punkt ist … und schließlich ganz verschwindet.
Spüren Sie jetzt die Leichtigkeit in Ihrem Körper … die Ruhe … das Loslassen.“
• Bei Zwangsgedanken besonders wirksam
• Kann mit realem Ballon im Wachzustand ergänzt werden
• Posthypnotisch verankern: „Immer wenn Sie einen roten Punkt sehen …“
Die Übung macht kleine Fortschritte und Anstrengungen sichtbar und greifbar. Eine große Knetekugel repräsentiert das gesamte Ziel. Für jeden kleinen Erfolg wird ein Stück abgerissen und ins Glas gelegt. Dadurch entsteht ein fühlbarer Beweis für kontinuierliche Anstrengung – besonders hilfreich bei Patienten mit Perfektionismus oder Depression, die nur große Ziele anerkennen.
Anleitung:
Stellen Sie ein großes durchsichtiges Glas und eine große Knetekugel bereit.
„Diese große Kugel ist Ihr gesamtes Ziel – alles, was Sie erreichen wollen. Für jede Anstrengung, jeden kleinen Erfolg, den Sie sich heute erarbeiten, reißen wir ein Stück ab und legen es ins Glas.“
Am Ende jeder Stunde gemeinsam überlegen: „Was haben Sie heute geschafft – auch wenn es klein war?“ → Stück abreißen → ins Glas legen → Glas schütteln (hörbarer Erfolg).
Das Glas bleibt sichtbar im Therapieraum oder wird mitgenommen. Nach einigen Wochen ist es spürbar schwerer – ein konkreter Beweis für Fortschritt.
• Besonders motivierend bei „Alles-oder-Nichts“-Denken
• Auch für Gruppen geeignet (gemeinsames Glas)
• Patienten berichten oft spontan mehr Energie
Die Übung trainiert die Fähigkeit zur Abgrenzung durch ein gemeinsames Malen auf geteiltem Raum. Der Patient erlebt konkret, wie sich Grenzüberschreitungen anfühlen und wie er darauf reagieren kann. Die Methode eignet sich besonders für Patienten mit Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse zu wahren oder Nein zu sagen.
Anleitung:
Falten Sie ein DIN-A4-Blatt in der Mitte oder ziehen Sie einen Strich – jeder hat seine Hälfte.
„Jeder malt jetzt frei auf seiner Seite – mit Mustern, Bildern oder Kritzeleien.“
Sie beginnen langsam, die Mittellinie zu überschreiten. Beobachten Sie die Reaktion des Patienten genau.
Mögliche Reaktionen besprechen: „Wie hat sich das angefühlt? Was hätten Sie tun können? Was hätten Sie sagen können?“
Rollentausch: Der Patient darf jetzt Ihre Seite „übermalen“ – Erfahrung von aktiver Abgrenzung.
• Nonverbale Reaktionen sind oft sehr aufschlussreich
• Auch in Paar- oder Familientherapie einsetzbar
• Transfer in den Alltag gezielt besprechen
Die Situationsanalyse ist das Kernstück des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP). Ziel ist es, dysfunktionale interpersonelle Muster zu erkennen und durch gezielte Verhaltensänderung zu durchbrechen. Der Patient lernt, konkrete Situationen zu analysieren, Interpretationen zu revidieren und neues Verhalten einzuüben. Die Methode eignet sich besonders bei chronischer Depression mit ausgeprägten Beziehungsproblemen.
Anleitung:
Wählen Sie eine konkrete interpersonelle Situation der letzten Woche.
Exploration:
1. Situationsbeschreibung (was ist genau passiert?)
2. Gedanken und Interpretationen
3. Eigenes Verhalten
4. Tatsächliches Ergebnis (TE)
Lösung:
1. Erwünschtes Ergebnis (EE) formulieren
2. Interpretationen revidieren (sind sie verankert? hilfreich?)
3. Neues Verhalten formulieren und im Rollenspiel üben (Shaping!)
4. „Was habe ich gelernt?“ → Generalisierung auf andere Situationen
Die Analyse wird schriftlich festgehalten und in der nächsten Sitzung überprüft.
• Struktur strikt einhalten
• Rollenspiel mit Shaping ist entscheidend
• Regelmäßige SA in jeder Sitzung
Die Situationsanalyse ist das Kernstück des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP). Ziel ist es, konkrete interpersonelle Situationen systematisch zu analysieren, dysfunktionale Interpretationen zu revidieren und neues Verhalten einzuüben. Der Patient lernt, das tatsächliche Ergebnis (TE) mit dem erwünschten Ergebnis (EE) zu vergleichen und durch gezielte Verhaltensänderung interpersonelle Ziele zu erreichen. Die Methode eignet sich besonders bei chronischer Depression mit ausgeprägten Beziehungsproblemen.
Anleitung:
Explorationsphase:
1. Beschreibung der Situation: „Erzählen Sie mir genau, was passiert ist – von Anfang bis Ende, wie ein Kamerafilm.“
2. Interpretationen/Gedanken: „Was haben Sie sich in dem Moment gedacht? Maximal drei Gedanken.“
3. Verhalten: „Was haben Sie genau gesagt und wie? Körperhaltung? Blick? Tonfall?“ (Kiesler-Kreis einordnen)
4. Tatsächliches Ergebnis (TE): „Wie ist es ausgegangen?“
5. Erwünschtes Ergebnis (EE): „Was wollten Sie eigentlich erreichen?“
6. Vergleich TE vs. EE: „Haben Sie bekommen, was Sie wollten?“
7. Übergangsfrage: „Warum glauben Sie, ist es so gelaufen und nicht anders?“
Lösungsphase:
1. Interpretationen revidieren: Nicht hilfreiche Gedanken rot durchstreichen, neue hilfreiche Gedanken ergänzen.
2. Neues Verhalten entwickeln: „Mit den neuen Gedanken – wie würden Sie sich jetzt verhalten?“ Direkt ins Rollenspiel (Shaping: „Noch lauter!“, „Blickkontakt!“).
3. Take-Home-Message: „Was nehmen Sie heute mit?“
4. Generalisierung: „Wo könnten Sie das noch anwenden?“
Bei positivem Ausgang (EE erreicht) trotzdem analysieren und weiter, um hilfreiche Strategien zu verstärken.
• Struktur strikt einhalten
• Rollenspiel mit Shaping ist entscheidend
• Regelmäßige SA in jeder Sitzung durchführen
IRRT Phase 1 – Exposition & Erwachsenes Ich einbringen
Störungen: PTBS · komplexe Traumatisierung · schwere Depression mit frühen Bildern
Symptome: intrusive Erinnerungen · anhaltende Scham/Schuld
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie
Die Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) dient der Bearbeitung traumatischer oder stark belastender Erinnerungen durch aktives Umschreiben des inneren Bildes. In Phase 1 wird die belastende Szene zunächst in der Gegenwart wiedererlebt (Exposition), bis der Hotspot gefunden ist. Anschließend betritt das aktuelle Erwachsene Ich die Szene. Dies ermöglicht eine Korrektur der damaligen Hilflosigkeit und schafft eine neue, ressourcenreiche Erinnerung. Die Methode eignet sich bei PTBS, komplexer Traumatisierung und anhaltenden Scham- oder Schuldgefühlen.
Anleitung:
Phase 1a – Exposition:
„Schließen Sie die Augen. Stellen Sie sich die belastende Situation so vor, als würde sie jetzt passieren. Erzählen Sie in der Gegenwart – was sehen, hören, fühlen Sie?“
Sie spiegeln nur und fragen regelmäßig SUD (0–10). Finden Sie den Hotspot (höchste Belastung, meist in Anwesenheit des Täters).
Phase 1b – Erwachsenes Ich einbringen:
Am Hotspot: „Können Sie sich vorstellen, dass Sie – die Erwachsene von heute, stark und mit allen Ihren heutigen Fähigkeiten – jetzt in das Bild dazukommen?“
„Wo stehen Sie? Wie sehen Sie aus? Was tragen Sie?“
„Was passiert, wenn Sie die Szene betreten?“
Der Patient betritt die Szene als Erwachsene/r – die Arbeit geht in Phase 2 über.
• Audio-Aufnahme der gesamten Sitzung mitgeben
• Bei starker Dissoziation vorher Safe Place etablieren
• Phase 1 nur mit entsprechender Qualifikation durchführen
Nachdem das Erwachsene Ich die Szene betreten hat, wird in Phase 2 der Täter konfrontiert und entmachtet, in Phase 3 das Kind-Anteil getröstet und gerettet. Ziel ist die vollständige Umkehrung der damaligen Machtverhältnisse und die innere Versöhnung zwischen Erwachsenem und Kind-Ich. Die Methode ist hoch wirksam bei traumatischen Erinnerungen mit Täter und führt häufig zu einer deutlichen Reduktion der emotionalen Belastung.
Anleitung:
Phase 2 – Täterentmachtung:
„Was wollen Sie dem Täter jetzt sagen oder mit ihm machen?“
Wiederholen Sie immer wieder: „Und was wollen Sie ihm WEITER sagen/machen?“ bis der Täter eindeutig entmachtet ist (Angst, Scham, Flucht, Entschuldigung).
Nur wenn der Täter entmachtet ist, Phase 3:
„Wenden Sie sich jetzt dem Kind zu. Was sehen Sie in seinem Blick?“
„Was möchten Sie dem Kind jetzt sagen oder mit ihm tun?“
Das Erwachsene Ich nimmt das Kind in den Arm, tröstet es, erklärt: „Du warst nie schuld. Ich lasse dich nie mehr allein.“
Stellen Sie die sechs Abschlussfragen:
1. Gibt es noch etwas, was Sie dem Kind sagen/tun wollen?
2. Braucht das Kind noch etwas von Ihnen?
3. Wünschen Sie sich etwas vom Kind?
4. Möchte das Kind Ihnen etwas sagen/geben?
5. Gibt es noch etwas in diesem Bild zu verändern?
6. Mit welchem Abschlussbild möchten Sie diese Begegnung beenden?
Erst wenn alle Fragen positiv beantwortet sind, Sitzung beenden.
• Täter nie bekämpfen – nur entmachten
• Versöhnung nur, wenn sie aus Entmachtung folgt
• Audio-Aufnahme ist fast immer entscheidend für den Erfolg
Kognitiver Spaziergang – Zeitreise mit echten Gegenständen
Die Übung verlagert die Selbstreflexion aus dem Kopf in die reale Umwelt und den Körper. Der Patient sucht während eines 20-minütigen Spaziergangs drei kleine Gegenstände, die symbolisch für sein früheres Selbst, seinen aktuellen Zustand und sein Wunsch-Selbst in sechs Monaten stehen. Die gefundenen Gegenstände werden anschließend zu einer Collage verarbeitet. Dadurch wird die innere Entwicklung sichtbar, greifbar und emotional verankert. Die Methode eignet sich besonders bei Depression, Burnout, nach Klinikaufenthaltenchaft oder in der Rückfallprävention, da sie Achtsamkeit, Naturkontakt und kreatives Gestalten kombiniert.
Anleitung:
1. Einweisung (5 Min.): „Sie machen heute einen 20-minütigen Spaziergang allein in der näheren Umgebung. Ihre Aufgabe ist es, drei kleine Gegenstände zu finden: einen, der zeigt, wie Sie sich vor drei Monaten oder länger gefühlt haben; einen, der Ihren aktuellen Zustand symbolisiert; und einen, der zeigt, wie Sie sich in sechs Monaten fühlen möchten. Alles ist erlaubt – Steine, Blätter, Blumen, Müll. Merken Sie sich den Weg genau.“
2. Spaziergang (20 Min.): Der Patient geht ohne Begleitung und ohne Handy.
3. Wegbeschreibung (10–15 Min.): Jeder Patient berichtet: Welchen Weg er gegangen ist, welche markanten Punkte er gesehen hat und welche drei Gegenstände er gefunden hat – und warum sie zu den drei Zeitpunkten passen.
4. Collage bauen (20–40 Min.): Die drei Gegenstände werden auf ein großes Blatt oder Brett geklebt, bemalt und beschriftet. Es entsteht eine persönliche Zeitreise-Collage.
Reflexionsfragen: „Was hat der erste Gegenstand mit Ihnen gemacht? Wie fühlt sich der aktuelle anders an? Was am Zukunfts-Gegenstand gibt Ihnen Hoffnung? Welche konkreten Schritte können Sie diese Woche machen?“
• Auch bei „Ich finde nichts“ fast immer erfolgreich
• Collage als motivierender Anker im Therapieverlauf
• In Gruppen: gegenseitige Präsentation verstärkt Wirkung
Das Training kombiniert simultan körperliche Bewegung, Koordination, Kraft, Ausdauer und kognitive Aufgaben mit bilateraler Stimulation (abwechselnd rechts/links). Ziel ist die gleichzeitige Aktivierung beider Gehirnhälften sowie die Verbesserung von Konzentration, Stimmung und Körpergefühl. Die Methode eignet sich besonders bei ADHS, Depression, Post-COVID-Syndrom, neuropsychologischen Defiziten und zur Demenzprävention. Keine Geräte sind erforderlich.
Anleitung:
Jede Übung dauert 30–60 Sekunden, danach Seite wechseln. Immer mit Humor und Leichtigkeit durchführen:
• Rechte Hand vorwärts kreisen, linke Hand rückwärts kreisen (gegenläufig)
• Einbeinstand rechts + laut rückwärts von 100 zählen
• Kniebeugen + gleichzeitig ABC rückwärts buchstabieren
• Laufen auf der Stelle + mit Fingern die Zahlenfolge 1-2-3-4-5-4-3-klopfen
• Arme vorstrecken, Daumen hoch → nur mit den Augen den Daumen verfolgen, während ein Gedicht aufgesagt wird
• Seitliches Hüpfen + vom Therapeuten vorgegebene Zahlenreihe wiederholen
Gesamtdauer pro Einheit: 20–45 Minuten. Nach 10–15 Minuten zeigen sich meist bereits spürbare Verbesserungen von Konzentration und Stimmung.
• Immer mit Spaß durchführen – Lachen verstärkt den Effekt
• Schwierigkeitsgrad individuell anpassen
• Auch als tägliche Hausaufgabe einsetzbar
Die Übung dient der Herstellung eines inneren, absolut sicheren Ortes, zu dem der Patient jederzeit mental zurückkehren kann. Dieser Ort wird zur zentralen Ressource bei Angst, Panik, Flashbacks oder Überflutung. Die Methode bildet die Basis fast jeder Traumatherapie, Stabilisierungsphase und Hypnose und ermöglicht dem Patienten, in belastenden Situationen schnell Sicherheit und Kontrolle zurückzugewinnen.
Anleitung:
„Schließen Sie die Augen und atmen Sie dreimal tief ein und aus.
Stellen Sie sich einen Ort vor – real oder fantasiert – an dem Sie sich absolut sicher, ruhig und geborgen fühlen.
Was sehen Sie dort? Welche Farben? Welche Formen? Was hören Sie – Wind, Wellen, Vögel? Wie riecht es? Wie fühlt sich die Luft auf Ihrer Haut an? Wie ist die Temperatur? Gibt es einen bestimmten Geschmack?
Gehen Sie ein paar Schritte … suchen Sie sich einen Platz zum Hinsetzen oder Hinlegen … spüren Sie den Boden unter sich … wie fühlt sich Ihr Körper jetzt an? Ganz ruhig … sicher … geschützt.
Legen Sie jetzt eine Hand auf die Stelle am Körper, wo Sie die Geborgenheit am stärksten spüren – oder machen Sie eine kleine Fingerbewegung. Das wird Ihr Anker. Immer wenn Sie diesen Anker machen und drei tiefe Atemzüge nehmen, sind Sie sofort wieder an Ihrem sicheren Ort.“
• Bei schweren Traumata zunächst im Wachzustand üben
• Anker täglich trainieren
• Ort kann in späteren Sitzungen erweitert werden
Die Übung dient der Erschaffung einer inneren Schutz- und Ressourcenfigur, die dem Patienten jederzeit zur Verfügung steht. Diese Figur (Mensch, Tier, Lichtwesen, Superheld) beschützt, stärkt und tröstet. Die Methode eignet sich besonders bei Trauma, Scham, Selbstzweifeln und Suizidalität, da sie eine dauerhafte innere Unterstützung schafft, die auch außerhalb der Therapie aktiviert werden kann.
Anleitung:
„Stellen Sie sich vor, Sie brauchen jetzt Hilfe. Wer oder was könnte Ihnen helfen?
Lassen Sie eine Figur entstehen – wie sieht Ihr Helfer aus? Wie groß ist er? Welche Farben? Welche Stimme hat er? Wie riecht er? Wie fühlt sich seine Nähe an?
Gehen Sie auf Ihren Helfer zu … spüren Sie seine Präsenz … wo im Körper spüren Sie seine Kraft am stärksten?
Was sagt Ihr Helfer jetzt zu Ihnen? Was würde er in schwierigen Momenten tun?
Legen Sie eine Hand auf die Stelle, wo Sie Ihren Helfer spüren – oder machen Sie eine kleine Bewegung. Das wird Ihr Anker. Immer wenn Sie diesen Anker machen, ist Ihr Helfer sofort bei Ihnen.“
• Figur kann sich im Verlauf verändern
• Bei Kindern oft als Tier oder Superheld
• Anker täglich trainieren
Die Übung dient der Bewusstmachung und gezielten Stärkung der vier psychologischen Grundbedürfnisse nach Klaus Grawe (Bindung, Kontrolle/Orientierung, Selbstwerterhöhung, Lustgewinn/Unlustvermeidung). Viele psychische Probleme entstehen durch chronische Frustration eines oder mehrerer Bedürfnisse. Durch die bewusste Wahrnehmung und Stärkung dieser Bedürfnisse kann das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden.
Anleitung:
„Bewerten Sie auf einer Skala von 0–10, wie stark jedes der vier Grundbedürfnisse aktuell erfüllt ist:
Die Übung macht Patienten den Mechanismus dysfunktionaler Kreisläufe bewusst: Ein Gedanke löst ein Gefühl aus, das körperliche Reaktionen und schließlich ein Verhalten bewirkt, das den ursprünglichen Gedanken bestätigt. Ziel ist es, den Kreislauf an einer Stelle zu unterbrechen. Die Methode eignet sich bei Depression, Angststörungen und Zwängen mit generalisierenden negativen Gedanken.
Anleitung:
Zeichnen Sie gemeinsam auf einem Flipchart den Kreislauf:
Die Übung macht Patienten bewusst, dass bei Depression oder chronischem Stress das Gehirn kleine positive Momente automatisch abwertet („War ja nur Zufall“, „Dauert eh nicht“). Dieser Mechanismus – der Schwacher-Stern-Effekt – verstärkt die Anhedonie. Ziel ist es, diesen Reflex zu erkennen und durch den „Stopp-Danke“-Gedanken zu unterbrechen, damit positive Erlebnisse wieder wirksam werden können.
Anleitung:
Erklären Sie dem Patienten den Schwacher-Stern-Effekt: „Ihr Gehirn ist so auf Problemlösung eingestellt, dass es jeden kleinen positiven Moment sofort wegdiskutiert – das ist normal bei Depression, aber es verstärkt die Freudlosigkeit.“
Führen Sie die Gegenstrategie ein:
„Sobald Sie einen kleinen positiven Moment wahrnehmen – ein Lächeln, ein guter Geschmack, ein Erfolg – und der innere Kritiker ihn sofort kleinreden will, sagen Sie innerlich oder leise:
‚Stopp – das war echt. Danke.‘
Das ist alles. Kein langes Analysieren, kein Bewerten – nur dieser eine Satz. Er unterbricht den automatischen Zerstörreflex und lässt das zarte Gefühl der Freude wachsen.“
Üben Sie in der Sitzung: Patient berichtet von einem kleinen Moment der letzten Tage → gemeinsam „Stopp – das war echt. Danke.“ sagen → Gefühl wahrnehmen.
Hausaufgabe: Mindestens dreimal täglich anwenden und notieren.
• Keine Erwartung an starke Gefühle – nur Unterbrechung des Reflexes
• Nach 2–3 Wochen meist spürbare Zunahme von Freude
• Auch bei Grübeln sehr wirksam
Die Übung dient dem Wiedererlernen des Genießens durch bewusstes, langsames Ausführen alltäglicher Handlungen. Ziel ist es, das Gehirn wieder auf angenehme Sinneswahrnehmungen einzustellen, ohne Erwartung an starke Gefühle. Die Methode eignet sich besonders bei Anhedonie, Depression und Burnout, da sie ohne Leistungsdruck funktioniert und das Belohnungssystem schrittweise reaktiviert.
Anleitung:
„Wählen Sie jeden Tag eine alltägliche Handlung aus – Kaffee trinken, duschen, Treppe laufen, Blumen gießen, Zähne putzen – etwas, das Sie sowieso tun.
Führen Sie diese Handlung bewusst drei Minuten lang langsam und rhythmisch aus. Richten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit nur auf die Sinneswahrnehmungen: Was sehen, hören, riechen, schmecken, spüren Sie genau jetzt?
Wenn Gedanken kommen (‚Das bringt doch nichts‘), schieben Sie sie sanft beiseite – wie Wolken am Himmel.
Nach genau drei Minuten hören Sie auf – ohne zu bewerten, ob es ‚gut‘ war oder nicht. Sie machen einfach weiter mit Ihrem Tag.“
Wichtig: Es darf auch „nichts Besonderes“ passieren. Das Gehirn lernt trotzdem wieder, angenehme Reize wahrzunehmen.
• Keine Erwartung an Freude – nur Ausführen
• Nach 2–3 Wochen meist spürbare Verbesserung
• Auch bei starkem Grübeln sehr wirksam
Die Übung dient der Entwicklung einer erwartungslosen inneren Haltung gegenüber Aktivitäten und Gefühlen. Ziel ist es, Handlungen ohne Leistungs- oder Stimmungsdruck auszuführen. Dies steht im Gegensatz zum häufigen Gedanken „Ich muss mich jetzt besser fühlen“. Die Methode eignet sich besonders bei Depression, Anhedonie und Perfektionismus, da sie den Druck reduziert und das natürliche Entstehen von Freude ermöglicht.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten zu den drei Leitsätzen:
1. „Es muss nicht heute besser werden – es genügt zu wissen, dass es irgendwann besser wird.“
2. „Die Freude kommt, wenn ich gerade nicht darauf warte.“
3. „Ich tue es einfach – wie ein Tier, ohne darüber nachzudenken.“
Der Patient wiederholt diese Sätze täglich innerlich, besonders vor Aktivitäten.
Praktische Umsetzung: Bei allen Tätigkeiten (Staubsaugen, Spazierengehen, Kochen) bewusst langsam, harmonisch und energiesparend vorgehen – ohne Ziel, ohne Bewertung.
In der Sitzung reflektieren: „Wie hat sich diese Haltung angefühlt? Wo konnten Sie sie bereits anwenden?“
• Erwartungslosigkeit ist entscheidend für Genießen
• Druckreduktion führt oft paradox zu mehr Freude
• Leitsätze können als Anker visualisiert werden
Rhythmisches & achtsames Handeln – Die „Tier-Haltung“
Die Übung dient der Ausführung alltäglicher Bewegungen in bewusst rhythmischem, harmonischem und energiesparendem Tempo – ähnlich wie Tiere handeln. Ziel ist es, den Kopf auszuschalten und den Körper wieder wahrzunehmen. Die Methode eignet sich besonders bei Depression, Anhedonie und Burnout, da sie das natürliche Entstehen von Wohlbefinden fördert, ohne kognitive Anstrengung.
Anleitung:
„Führen Sie alle alltäglichen Bewegungen bewusst rhythmisch, harmonisch und energiesparend aus – wie ein Tier, das einfach handelt, ohne zu bewerten.
Beispiele:
• Staubsaugen in gleichmäßigem Tempo
• Gehen mit bewusst gleichmäßigen Schritten
• Zähneputzen langsam und kreisend
• Geschirr spülen mit Aufmerksamkeit auf Wassergeräusch und Wärme
• Treppe laufen im Wohlfühltempo
Machen Sie dies ohne Ziel und ohne Bewertung – der Appetit kommt beim Essen. Die Freude stellt sich ein, während Sie es tun.“
Der Patient wählt täglich eine Aktivität aus und berichtet in der nächsten Sitzung über seine Erfahrungen.
• Keine Erwartung an besondere Gefühle
• Rhythmus ist entscheidend
• Oft paradoxe Wirkung: mehr Energie durch Langsamkeit
Den inneren Kritiker („Quatschi“) schläfrig machen
Die Übung dient der Unterbrechung des automatischen Bewertungs- und Grübelstroms. Ziel ist es, den inneren Kritiker („Quatschi“) sanft, aber bestimmt beiseitezuschieben, um Raum für achtsame Wahrnehmung zu schaffen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit starkem Grübeln, Perfektionismus oder einem überaktiven inneren Kritiker, da sie ohne Konfrontation auskommt und stattdessen eine freundliche Distanzierung ermöglicht.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten in den Zweischritt ein:
1. Gedanken ordnen: Sobald ein kritischer oder grübelnder Gedanke auftaucht, kurz anerkennen mit innerlichem oder leisem Satz: „Ja, ich weiß, du hast recht … aber jetzt nicht.“ Oder einfach „Verstanden – später.“
2. Quatschi beiseiteschieben: Gleich anschließend bildlich vorstellen, wie der Kritiker in eine Kiste gesetzt, mit Decke zugedeckt, in den Keller getragen oder mit „Pssst“ zum Schweigen gebracht wird.
Sofort danach wieder zur aktuellen Sinneswahrnehmung zurückkehren („Was höre/spüre/rieche ich jetzt?“).
Üben Sie in der Sitzung mit einem aktuellen Gedanken des Patienten. Hausaufgabe: Mindestens fünfmal täglich anwenden und notieren.
• Keine Diskussion mit dem Kritiker – nur kurze Anerkennung
• Bild kann individuell angepasst werden
• Nach 1–2 Wochen meist deutlich weniger Grübeln
Die Übung dient der sanften Aktivierung positiver Wahrnehmung ohne Leistungsdruck. Anstelle einer umfangreichen Positiv-Liste wird täglich nur eine von drei Fragen beantwortet. Dadurch wird der Widerstand bei Patienten reduziert, die normale Positiv-Listen als Druck empfinden. Die Methode eignet sich besonders bei Anhedonie und Depression.
Anleitung:
„Jeden Abend vor dem Schlafengehen beantworten Sie bitte genau eine dieser drei Fragen – immer nur eine, die Sie gerade anspricht:
1. Was ist heute passiert, womit Sie zufrieden sind?
2. Was haben Sie heute getan, worauf Sie stolz sind?
3. Was hat jemand anderes getan, worüber Sie sich gefreut haben?
Der Eintrag darf ein einziger Satz sein. Es gibt kein ‚muss‘ und kein ‚richtig‘. Wenn Ihnen nichts einfällt, schreiben Sie einfach: ‚Heute fiel mir nichts ein.‘
Wechseln Sie die Frage täglich oder wöchentlich – ganz wie es Ihnen passt.“
Der Eintrag wird in ein kleines Heft oder aufs Handy geschrieben.
• Kein Perfektionsanspruch – ein Satz genügt
• Nach 4–6 Wochen meist spürbare Verbesserung der Tageswahrnehmung
• Auch bei starker Antriebslosigkeit durchführbar
Die Übung macht den psychischen Energiehaushalt bewusst und zeigt, dass Erschöpfung aus einem Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch entsteht. Ziel ist es, die drei Hauptwege zu mehr Energie zu identifizieren und gezielt zu stärken: innere Glücksquellen ausbauen, stressreduzierende Haltungen erarbeiten und objektive Stressoren reduzieren. Die Methode eignet sich besonders bei chronischer Erschöpfung und Burnout.
Anleitung:
Zeichnen Sie gemeinsam die Energieformel auf:
Energiezufuhr = körperlich-genetischer Ausgangslevel + äußerer Lohn (Geld, Status) + innerer Lohn (Achtsamkeit, Flow, Sinn, Beziehungen)
Energieverbrauch = alle objektiven und subjektiv bewerteten Stressoren
Die drei Hauptwege zu mehr Energie:
1. Innere Glücksquellen ausbauen (Achtsamkeit, Flow-Aktivitäten, Sinn finden)
2. Stressreduzierende Haltungen erarbeiten (Muss-Vorstellungen abbauen)
3. Objektive Stressoren reduzieren (Grenzen setzen, Nein sagen)
Der Patient bewertet seinen aktuellen Energiehaushalt und wählt einen konkreten kleinen Schritt in einem der drei Bereiche für die kommende Woche.
• 80 % des Wohlbefindens entstehen innerlich
• Fokus auf innere Glücksquellen besonders wirksam
• Formel kann als dauerhafter Anker dienen
Die 3 Prinzipien innerer Freiheit
Störungen: Depression · Perfektionismus · Existenzangst
Symptome: Leistungsdruck · „Ich bin nur wertvoll, wenn …“
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Verinnerlichung dreier Grundsätze, die gegen Leistungsdruck, Perfektionismus und Existenzangst wirken. Ziel ist die Entwicklung einer inneren Haltung, die den eigenen Wert unabhängig von äußeren Leistungen sieht. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit starkem Muss-Denken und geringem Selbstwert.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten zu den drei Prinzipien:
1. „Das Leben ist Selbstzweck. Ich bin ein Wunder der Evolution – allein dadurch absolut wertvoll. Mein Wert hängt nicht von Leistung, Geld oder Status ab.“
2. „Der Sinn meines Lebens ist Glück und Zufriedenheit. Ich bin nicht auf der Welt, um möglichst viel zu leisten, sondern um ein erfülltes Leben zu führen.“
3. „Fast alles, was ich für mein Glück brauche, trage ich in mir. 80 % meines Wohlbefindens entstehen durch innere Haltung.“
Der Patient schreibt die drei Sätze auf eine Karte, liest sie täglich morgens und abends, setzt sie als Handy-Hintergrund oder Spiegelzettel. Bei Stress sofort innerlich wiederholen.
• Tägliche Wiederholung entscheidend
• Prinzipien wirken gegen Muss-Vorstellungen
• Langfristig Reduktion von Leistungsdruck
Worst-Case-Szenario – Ängste entmachten durch Konfrontation
Die Übung dient der systematischen Konfrontation mit den tiefsten Ängsten. Der Patient malt das schlimmstmögliche Szenario bewusst aus, lässt die damit verbundenen Gefühle zu und sucht anschließend nach Ressourcen und Überlebensmöglichkeiten. Ziel ist die Erkenntnis, dass selbst im Worst Case Leben und Entwicklung möglich sind. Dadurch verliert die Angst ihre lähmende Macht. Die Methode eignet sich besonders bei Existenzangst, Verlustangst und Perfektionismus.
Anleitung:
Führen Sie die Übung in sechs Schritten durch:
1. Angst identifizieren: „Wovor haben Sie am meisten Angst? Was wäre das Allerschlimmste?“
2. Schlimmstes Szenario ausmalen: „Stellen Sie sich vor, alles geht schief – Job weg, Partner weg, krank, pleite, allein. Wie sieht Ihr Alltag dann aus?“
3. Gefühle zulassen: „Wie fühlen Sie sich jetzt, wenn Sie das sehen?“ Angst, Trauer, Panik bewusst spüren lassen.
4. Ressourcen suchen: „Was könnten Sie trotzdem noch tun? Welche Stärken haben Sie? Wer könnte helfen? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich?“
5. Beispiele finden: Bücher, Filme, reale Personen suchen, die Ähnliches durchgemacht und überlebt/neu angefangen haben.
6. Schriftlich fixieren: Das gesamte Szenario + Erkenntnisse aufschreiben. Bei Angstattacken wieder lesen.
Ergebnis: „Selbst wenn das Schlimmste passiert – ich würde überleben und weiterleben können.“
• Dauer: 90–120 Minuten, am besten mit Therapeut
• Bei starker Belastung vorher Safe Place etablieren
• Schriftliche Fixierung entscheidend für langfristige Wirkung
Die Übung dient der Entwicklung persönlicher Leitsätze, die gegen innere Zwänge und Muss-Vorstellungen wirken. Aus den Grundprinzipien und individuellen Erfahrungen werden zehn klare Sätze formuliert, die den eigenen Wert unabhängig von Leistung, Status oder äußerer Bestätigung definieren. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit starkem Perfektionismus, Leistungsdruck oder geringem Selbstwert.
Anleitung:
Erarbeiten Sie gemeinsam oder als Hausaufgabe zehn persönliche Lebensmaximen, z. B.:
1. Mein Wert ist unantastbar – unabhängig von Leistung.
2. Ich darf Fehler machen – sie sind Lernchancen.
3. Ich muss nicht von allen gemocht werden.
4. Geld und Status machen nicht glücklich – Beziehungen und Sinn schon.
5. Ich darf Nein sagen und Grenzen setzen.
6. Perfektion ist unmöglich – „gut genug“ reicht.
7. Ich bin nicht für das Glück anderer verantwortlich.
8. Ich darf Pausen machen und genießen – ohne schlechtes Gewissen.
9. Ich bin ein Wunder – allein dadurch gerechtfertigt.
10. Mein Lebenssinn ist Glück – nicht Leistung.
Der Patient schreibt die Maximen auf eine Karte, liest sie täglich morgens und abends, setzt sie als Handy-Hintergrund oder Spiegelzettel. Bei Stress sofort laut vorlesen.
Die Übung macht Patienten bewusst, dass bei Depression oder chronischem Stress das Gehirn kleine positive Momente automatisch abwertet („War ja nur Zufall“, „Dauert eh nicht“). Dieser Mechanismus – der Schwacher-Stern-Effekt – verstärkt die Anhedonie. Ziel ist es, diesen Reflex zu erkennen und durch den „Stopp-Danke“-Gedanken zu unterbrechen, damit positive Erlebnisse wieder wirksam werden können.
Anleitung:
Erklären Sie dem Patienten den Schwacher-Stern-Effekt: „Ihr Gehirn ist so auf Problemlösung eingestellt, dass es jeden kleinen positiven Moment sofort wegdiskutiert – das ist normal bei Depression, aber es verstärkt die Freudlosigkeit.“
Führen Sie die Gegenstrategie ein:
„Sobald Sie einen kleinen positiven Moment wahrnehmen – ein Lächeln, ein guter Geschmack, ein Erfolg – und der innere Kritiker ihn sofort kleinreden will, sagen Sie innerlich oder leise:
‚Stopp – das war echt. Danke.‘
Das ist alles. Kein langes Analysieren, kein Bewerten – nur dieser eine Satz. Er unterbricht den automatischen Zerstörreflex und lässt das zarte Gefühl der Freude wachsen.“
Üben Sie in der Sitzung mit einem aktuellen Gedanken des Patienten. Hausaufgabe: Mindestens dreimal täglich anwenden und notieren.
• Keine Erwartung an starke Gefühle – nur Unterbrechung des Reflexes
• Nach 2–3 Wochen meist spürbare Zunahme von Freude
• Auch bei Grübeln sehr wirksam
Die Übung dient dem Wiedererlernen des Genießens durch bewusstes, langsames Ausführen alltäglicher Handlungen. Ziel ist es, das Gehirn wieder auf angenehme Sinneswahrnehmungen einzustellen, ohne Erwartung an starke Gefühle. Die Methode eignet sich besonders bei Anhedonie, Depression und Burnout, da sie ohne Leistungsdruck funktioniert und das Belohnungssystem schrittweise reaktiviert.
Anleitung:
„Wählen Sie jeden Tag eine alltägliche Handlung aus – Kaffee trinken, duschen, Treppe laufen, Blumen gießen, Zähne putzen – etwas, das Sie sowieso tun.
Führen Sie diese Handlung bewusst drei Minuten lang langsam und rhythmisch aus. Richten Sie Ihre volle Aufmerksamkeit nur auf die Sinneswahrnehmungen: Was sehen, hören, riechen, schmecken, spüren Sie genau jetzt?
Wenn Gedanken kommen (‚Das bringt doch nichts‘), schieben Sie sie sanft beiseite – wie Wolken am Himmel.
Nach genau drei Minuten hören Sie auf – ohne zu bewerten, ob es ‚gut‘ war oder nicht. Sie machen einfach weiter mit Ihrem Tag.“
Wichtig: Es darf auch „nichts Besonderes“ passieren. Das Gehirn lernt trotzdem wieder, angenehme Reize wahrzunehmen.
• Keine Erwartung an Freude – nur Ausführen
• Nach 2–3 Wochen meist spürbare Verbesserung
• Auch bei starkem Grübeln sehr wirksam
Rhythmisches & achtsames Handeln – Die „Tier-Haltung“
Die Übung dient der Ausführung alltäglicher Bewegungen in bewusst rhythmischem, harmonischem und energiesparendem Tempo – ähnlich wie Tiere handeln. Ziel ist es, den Kopf auszuschalten und den Körper wieder wahrzunehmen. Die Methode eignet sich besonders bei Depression, Anhedonie und Burnout, da sie das natürliche Entstehen von Wohlbefinden fördert, ohne kognitive Anstrengung.
Anleitung:
„Führen Sie alle alltäglichen Bewegungen bewusst rhythmisch, harmonisch und energiesparend aus – wie ein Tier, das einfach handelt, ohne zu bewerten.
Beispiele:
• Staubsaugen in gleichmäßigem Tempo
• Gehen mit bewusst gleichmäßigen Schritten
• Zähneputzen langsam und kreisend
• Joggen oder Walken im Wohlfühltempo
• Geschirr spülen mit Aufmerksamkeit auf Wassergeräusch und Wärme
Machen Sie dies ohne Ziel und ohne Bewertung – der Appetit kommt beim Essen. Die Freude stellt sich ein, während Sie es tun.“
• Keine Erwartung an besondere Gefühle
• Rhythmus ist entscheidend
• Oft paradoxe Wirkung: mehr Energie durch Langsamkeit
Den inneren Kritiker („Quatschi“) schläfrig machen
Die Übung dient der Unterbrechung des automatischen Bewertungs- und Grübelstroms. Ziel ist es, den inneren Kritiker sanft, aber bestimmt beiseitezuschieben, um Raum für achtsame Wahrnehmung zu schaffen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit starkem Grübeln, Perfektionismus oder einem überaktiven inneren Kritiker, da sie ohne Konfrontation auskommt und stattdessen eine freundliche Distanzierung ermöglicht.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten in den Zweischritt ein:
1. Gedanken ordnen: Sobald ein kritischer oder grübelnder Gedanke auftaucht, kurz anerkennen mit innerlichem oder leisem Satz: „Ja, ich weiß, du hast recht … aber jetzt nicht.“ Oder einfach „Verstanden – später.“
2. Quatschi beiseiteschieben: Gleich anschließend bildlich vorstellen, wie der Kritiker in eine Kiste gesetzt, mit Decke zugedeckt, in den Keller getragen oder mit „Pssst“ zum Schweigen gebracht wird.
Sofort danach wieder zur aktuellen Sinneswahrnehmung zurückkehren („Was höre/spüre/rieche ich jetzt?“).
Üben Sie in der Sitzung mit einem aktuellen Gedanken des Patienten. Hausaufgabe: Mindestens fünfmal täglich anwenden und notieren.
• Keine Diskussion mit dem Kritiker – nur kurze Anerkennung
• Bild kann individuell angepasst werden
• Nach 1–2 Wochen meist deutlich weniger Grübeln
Die Übung dient der sanften Aktivierung positiver Wahrnehmung ohne Leistungsdruck. Anstelle einer umfangreichen Positiv-Liste wird täglich nur eine von drei Fragen beantwortet. Dadurch wird der Widerstand bei Patienten reduziert, die normale Positiv-Listen als Druck empfinden. Die Methode eignet sich besonders bei Anhedonie und Depression.
Anleitung:
„Jeden Abend vor dem Schlafengehen beantworten Sie bitte genau eine dieser drei Fragen – immer nur eine, die Sie gerade anspricht:
1. Was ist heute passiert, womit Sie zufrieden sind?
2. Was haben Sie heute getan, worauf Sie stolz sind?
3. Was hat jemand anderes getan, worüber Sie sich gefreut haben?
Der Eintrag darf ein einziger Satz sein. Es gibt kein ‚muss‘ und kein ‚richtig‘. Wenn Ihnen nichts einfällt, schreiben Sie einfach: ‚Heute fiel mir nichts ein.‘
Wechseln Sie die Frage täglich oder wöchentlich – ganz wie es Ihnen passt.“
Der Eintrag wird in ein kleines Heft oder aufs Handy geschrieben.
• Kein Perfektionsanspruch – ein Satz genügt
• Nach 4–6 Wochen meist spürbare Verbesserung der Tageswahrnehmung
• Auch bei starker Antriebslosigkeit durchführbar
Die Übung dient der Objektivierung von Angstepisoden und der Erkennung von Mustern. Durch das sofortige Ausfüllen eines strukturierten Protokolls nach jeder Attacke wird die Angst aus der subjektiven Bedrohung in ein beobachtbares Phänomen verwandelt. Ziel ist es, zu erkennen, dass Angst immer wieder von allein abklingt. Die Methode eignet sich besonders bei Panikstörung, Agoraphobie und generalisierter Angst.
Anleitung:
„Führen Sie ab sofort nach jeder Angstepisode – spätestens 5 Minuten danach – dieses Protokoll:
1. Datum & Uhrzeit
2. Dauer der Episode
3. Situation / Auslöser
4. Intensität 0–10
5. Körperliche Symptome
6. Negative Gedanken (wortwörtlich)
7. Was folgte danach?
Tragen Sie das Protokoll immer bei sich (Handy-App oder kleines Heft). Nach 2–3 Wochen gemeinsam auswerten: Wie hoch war die maximale Intensität? Wie lange dauerte sie? Ist sie immer wieder gesunken? Welche Gedanken waren unrealistisch?“
Ergebnis: Die Angst verliert ihre Unberechenbarkeit.
• Sofort ausfüllen – sonst Verzerrung
• Nach 2–3 Wochen meist erkennbar: Angst klingt ab
• Protokoll als Beweis für Kontrolle über die stärkste „Angst-Medizin“
Körperwissen aufbauen – Die eigene Stressreaktion erforschen
Störungen: Panikstörung · hypochondrische Ängste
Symptome: Angst vor körperlichen Symptomen · Katastrophendenken
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie
Die Übung dient der Entdramatisierung körperlicher Angstsymptome. Der Patient erzeugt bewusst typische Stresssymptome (Herzrasen, Schwindel, Kribbeln) und erlebt, dass diese harmlos und selbstbegrenzend sind. Ziel ist die Erkenntnis, dass alle Symptome normale Stressreaktionen sind. Die Methode eignet sich besonders bei Panikstörung und hypochondrischen Ängsten.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten schrittweise durch folgende Experimente:
• Puls vor und nach Treppensteigen messen → erkennen, dass Herzrasen normal ist.
• Eine Minute schnell und flach atmen (Hyperventilation) → Schwindel und Kribbeln bewusst erzeugen und abklingen lassen.
• Sport machen (Laufen, Liegestütze) → Herzklopfen und Atemnot bewusst genießen („Mein Körper funktioniert perfekt!“).
Besprechen Sie nach jedem Experiment: „Was haben Sie gespürt? Wie lange hat es gedauert, bis es wieder weg war?“
Kernsatz gemeinsam formulieren: „Alles, was ich bei Angst spüre, kann ich auch beim Sport erzeugen – und es ist harmlos.“
• Immer in therapeutischer Begleitung beginnen
• Bei starker Panik vorher Safe Place etablieren
• Erkenntnis stark verankern
Paradoxe Intention – Die Angst herbeiwünschen
Störungen: Panikstörung · Zwangsstörungen · Schlafstörungen · Stottern
Symptome: Angst vor der Angst · Vermeidung · Kontrollverlust
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie
Die Übung dient dem Durchbrechen des Teufelskreises „Angst vor der Angst“ durch bewusste paradoxe Haltung. Der Patient wünscht sich die Angst aktiv herbei. Da das Gehirn nicht gleichzeitig Angst haben und sie wollen kann, löst sich der Mechanismus auf. Die Methode eignet sich besonders bei Panikstörung, Zwängen und Schlafstörungen.
Anleitung:
Der Patient wählt einen der folgenden Sätze und sagt ihn laut oder innerlich, sobald Angst aufkommt:
• „Komm her, liebe Panik – zeig mal, was du heute drauf hast!“
• „Heute will ich mindestens 3 Panikattacken – am besten richtig stark!“
• „Mein Angstmotor macht gerade einen Testlauf – super, dass er noch so gut funktioniert!“
• „Ich bin heute mein eigener Herz-Kreislauf-Trainer – 140 Puls wäre toll!“
• „Ich wünsche mir, dass alle im Supermarkt sehen, wie verrückt ich bin – dann habe ich endlich Ruhe!“
Der Satz wird mit Humor und Übertreibung gesprochen. Die Angst wird dadurch entmachtet.
• Humor ist entscheidend
• Bei Zwängen besonders wirksam
• Patient darf selbst kreative Sätze entwickeln
Angst als Trainer akzeptieren
Störungen: Angststörungen · Panikstörung
Symptome: Angst vor der Angst · Katastrophendenken
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Umdeutung von Angst als hilfreichen Trainer statt als Feind. Ziel ist die Entwicklung einer neuen inneren Haltung, die Angst als Übung für Gelassenheit und Selbstbeherrschung begreift. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten, die unter der „Angst vor der Angst“ leiden.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten zu folgenden Sätzen:
• „Danke, Angst, dass du mir zeigst, wo ich noch wachsen kann.“
• „Jede Panikattacke macht mich stärker.“
• „Ich trainiere gerade die wichtigste Fähigkeit meines Lebens: ruhig bleiben, wenn alles in mir tobt.“
Der Patient wiederholt diese Sätze bei aufkommender Angst innerlich oder laut. Die Angst wird dadurch als Trainingspartner statt als Bedrohung erlebt.
• Umdeutung braucht Wiederholung
• Humorvolle Varianten möglich
• Langfristig starke Reduktion der Angst vor der Angst
Ignorieren, Ablenken, Abbauen – Die 3 Gegenstrategien
Die Übung vermittelt drei förderliche Gedanken und Verhaltensweisen im Umgang mit akuter Angst. Ziel ist es, die Angst nicht zu bekämpfen, sondern sie zu ignorieren, abzulenken oder aktiv abzubauen. Die Methode eignet sich bei Panikstörung und Zwängen.
Anleitung:
Der Patient lernt die drei förderlichen Gedanken auswendig:
1. „Alle meine Angstsymptome sind harmlos und selbstbegrenzend.“
2. „Alles, was ich normal tue, kann ich auch mit Angst tun.“
3. „Angst ist mein Trainer für Gelassenheit – ich lade sie ein, mitzukommen.“
Bei akuter Angst wählt der Patient eine der folgenden Strategien:
• Bauchatmung + Achtsamkeit auf äußere Tätigkeit
• Sport (Treppen laufen, Seilspringen)
• Progressive Muskelrelaxation
• Einfach weiterarbeiten – Angst ignorieren
Störungen: Agoraphobie · spezifische Phobien
Symptome: Vermeidung · Angst vor Kontrollverlust
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie
Die Übung dient der systematischen Konfrontation mit angstauslösenden Situationen nach dem Prinzip der Habituation. Ziel ist es, dass der Patient die Situation solange aushält, bis die Angst von allein sinkt. Die Methode eignet sich bei Agoraphobie und spezifischen Phobien.
Anleitung:
1. Angsthierarchie erstellen (schlimmste Situationen zuunterst).
2. Für jede Stufe Kernsätze schreiben (Paradox, Forscherbrille, Urvertrauen).
3. Klare Vorgabe machen: „30 Minuten im Kaufhaus bleiben“.
4. Durchhalten, bis Angst von allein sinkt (meist nach 10–30 Min).
5. Erfolg im Angstprotokoll festhalten.
Goldene Regel: Die Situation nie aus Angst verlassen – nur wenn das Ziel erreicht ist!
• Wiederholung führt zu Habituation
• Nach 5–20 Mal meist angstfrei
• Begleitung in den ersten Durchgängen empfehlenswert
Die Übung dient dem Abbau automatischer Fehlschlüsse, die aus der Annahme entstehen, andere müssten genauso denken, fühlen oder handeln wie man selbst. Ziel ist es, Verschiedenheit als Normalität zu akzeptieren und Konflikte durch Perspektivenwechsel zu reduzieren. Die Methode eignet sich besonders bei interpersonellen Konflikten und Selbstwertproblemen.
Anleitung:
Bei Konflikt oder Unverständnis wenden Sie die drei Schritte an:
1. Innerlich zurücktreten: „Stopp – das ist nur mein automatischer Fehlschluss.“
2. Fragen statt bewerten: „Wie sieht das aus deiner Perspektive aus?“
3. „Zweinigen“ statt „Einer muss recht haben“: Beide Sichtweisen als gleichberechtigt anerkennen.
Merksatz: „Nichtpassung ist keine Wertung – es passt einfach nicht.“
Üben Sie in der Sitzung an einem aktuellen Beispiel des Patienten.
• Automatischer Fehlschluss ist evolutionär bedingt
• Perspektivenwechsel reduziert Konflikte massiv
• Langfristig mehr innere Freiheit
Selbstverantwortung – Auch für die eigenen Gefühle
Die Übung dient der Übernahme voller Verantwortung für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ziel ist es, andere nicht mehr für das eigene Befinden verantwortlich zu machen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit abhängigem Verhalten, Schuldzuweisungen oder übermäßiger Verantwortungsübernahme für andere.
Anleitung:
Führen Sie den Patienten zu folgenden Haltungen:
• Hilfe nur annehmen, wenn sie wirklich gewünscht wird (keine Schuldkonten).
• Anderen nur helfen, wenn es aus eigenem Bedürfnis geschieht.
• „Gesunder Egoismus“: Erst für sich sorgen – dann kann man wirklich helfen.
Bei Ärger oder Enttäuschung fragen: „Was brauche ich jetzt wirklich? Was kann ich selbst tun?“
Üben Sie in der Sitzung an einer aktuellen Situation.
• 100 % Verantwortung für Gefühle übernehmen
• Reduziert zwischenmenschlichen Stress stark
• Fördert gesunde Abgrenzung
Authentisch sein – Wünsche äußern – Erwartungen loslassen
Die Übung dient der offenen Äußerung von Wünschen ohne Erwartung an die Erfüllung. Ziel ist es, authentisch zu sein und gleichzeitig unverletzlich zu werden, indem Erwartungen bewusst losgelassen werden. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten, die ihre Bedürfnisse unterdrücken oder bei Ablehnung stark verletzt sind.
Anleitung:
Die Formel:
• Authentisch sein → offen sagen, was man möchte.
• Wünsche äußern → „Ich hätte Lust, bei dir zu übernachten.“
• Erwartungen loslassen → „Wenn nein, ist auch okay – dann mache ich etwas anderes.“
Üben Sie in der Sitzung: Patient formuliert einen aktuellen Wunsch und übt das Loslassen der Erwartung.
Hausaufgabe: Mindestens einen Wunsch pro Woche so äußern.
Die Übung dient der Erkenntnis, dass niemand mit Worten verletzen kann – nur man selbst entscheidet, ob man sich verletzt fühlt. Ziel ist die Entwicklung innerer Unverletzlichkeit durch bewusste Reaktion auf Kritik oder Angriffe. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit hoher Verletzlichkeit und geringem Selbstwert.
Anleitung:
Bei Kritik oder Angriff wenden Sie folgendes an:
1. ASS aktivieren (aktiver Selektorschild): „Das prallt an mir ab.“
2. Eigene Werte als Maßstab nehmen: „Was ich von mir halte, ist wichtiger als das, was andere sagen.“
3. Drei mögliche Reaktionen:
→ Unsinn → ignorieren
→ Teilweise berechtigt → einräumen und lernen
→ Konstruktiv → dankbar annehmen
Üben Sie in der Sitzung mit einer aktuellen Kritik des Patienten.
• Verletztsein ist immer eigene Entscheidung
• Fördert souveräne Gelassenheit
• Besonders wirksam bei narzisstischer Verletzlichkeit
Reziprozität zugestehen – aber bewusst loslassen können
Störungen: Beziehungsprobleme · Perfektionismus · Depression
Symptome: Ärger über Ungerechtigkeit · „Der müsste doch …“
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der bewussten Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Reziprozitätsansprüchen. Ziel ist es, das natürliche Bedürfnis nach Fairness anzuerkennen, aber bei unwichtigen Dingen großzügig loszulassen. Dadurch wird unnötiger zwischenmenschlicher Stress reduziert. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten, die sich häufig über vermeintliche Ungerechtigkeiten ärgern.
Anleitung:
Bei Ärger über mangelnde Reziprozität fragen Sie sich:
• Ist das wirklich wichtig? (z. B. Gehalt, Vertrag) → dann bestimmt und freundlich durchsetzen.
• Ist das unwichtig? (z. B. Nachbar stellt Mülltonnen nicht raus) → großzügig loslassen.
• „Geben ist seliger denn Nehmen“ – oft kommt mehr zurück, wenn man nicht rechnet.
Beispiel: Nachbar stellt nie Mülltonnen raus → einfach selbst machen → Energie sparen statt ewig ärgern.
Üben Sie in der Sitzung an einer aktuellen Situation des Patienten.
Die Übung dient der Entwicklung einer Beziehungshaltung, die auf Resonanz, Autonomie und Selbstliebe basiert. Ziel ist es, Beziehungen als freiwillige Bereicherung statt als Pflicht oder Besitz zu verstehen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit abhängigen oder kontrollierenden Beziehungsmustern.
Anleitung:
Verinnerlichen Sie die drei Säulen gelingender Beziehungen:
1. Resonanz → gemeinsame Interessen, Werte, Visionen
2. Autonomie → jeder kann auch allein glücklich sein
3. Selbstliebe → nur wer sich mag, kann authentisch lieben
Regel: „Niemand gehört mir – und ich gehöre niemandem. Wir wählen uns jeden Tag neu.“
Bei Konflikten oder Unsicherheit diese Sätze innerlich wiederholen und danach handeln.
• Fördert gesunde Abgrenzung
• Reduziert Angst vor Verlust
• Macht Beziehungen freiwillig und bereichernd
Die Übung dient der Umwandlung von Druck und Konfrontation in kooperative Bewegung. Statt frontal zu fordern, wird indirekt gelenkt durch Fragen, Ich-Botschaften und Vorschläge. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten, die in Konflikten schnell Gegendruck erzeugen.
Anleitung:
Statt „Mach sofort …!“ sagen Sie:
• „Mir ist kalt – wäre nett, wenn das Fenster zu wäre.“
• „Ich hätte eine Idee, wie wir das besser lösen könnten …“
• „Wie siehst du das eigentlich?“
Merksatz: „Nicht blocken – annehmen und umlenken.“
Üben Sie in der Sitzung an einer aktuellen Konfliktsituation des Patienten.
• Reduziert Eskalation stark
• Fördert kooperative Lösungen
• Macht souveräner in Konflikten
Bewusstheit – Der zentrale funktionale Bewusstseinszustand
Die Übung dient dem bewussten Herstellen von Bewusstheit als Beobachter der eigenen Innen- und Außenwelt. Ziel ist es, aus dem automatischen, reaktiven Alltagsbewusstsein auszusteigen und dadurch Kontrolle über Gedanken, Gefühle und Reaktionen zurückzugewinnen. Die Methode eignet sich bei allen Störungen mit hohem Dysstress.
Anleitung:
Trainieren Sie täglich Bewusstheit durch:
• Immer wieder kurz innehalten und fragen: „Was denke ich gerade? Was fühle ich? Was passiert draußen?“
• Sich an die letzten 10 Sekunden erinnern: „Was ist gerade in meinem Kopf abgelaufen?“
• Bei jedem Piepton einer Uhr oder rotem Punkt (Monitor, Handy, Spiegel) sofort Bewusstheit herstellen.
Bewusstheit ist der „Reset-Knopf“ – sie verhindert das Abrutschen in Wut, Panik oder Grübeln.
• Tägliches Training entscheidend
• Auch als Mini-Meditation zwischendurch
Der SDR-Algorithmus – Stopp · Distanz · Rezentrierung
Die Übung dient der Unterbrechung automatischer Stressreaktionen. Sobald ein Stressor (Reiz, negatives Gefühl, Ablenkung) auftritt, wird bewusst ein Schritt zurückgetreten und eine förderliche Reaktion gewählt. Die Methode ermöglicht eine bewusste Entscheidung statt einer reaktiven Antwort.
Anleitung:
Durchlaufen Sie bei jedem Stressor die vier Fragen:
1. Stopp! – Wahrnehmen: „Da kommt etwas!“
2. Distanz – Zurücktreten: „Aha, wieder der alte Ärger / die alte Angst …“
3. Rezentrierung – Auf förderliche Prinzipien ausrichten:
• „Ist das wirklich wichtig?“
• „Kann ich etwas ändern? Will ich den Preis zahlen?“
4. Entscheiden & handeln:
• Ja → konsequent äußeres Ziel verfolgen
• Nein → sofort auf inneres Ziel umschalten (Gelassenheit, Achtsamkeit, Loslassen)
• Übung erfordert regelmäßiges Training
• Kann auch nachträglich bei Reflexion angewendet werden
• Fördert bewusste Handlungswahl
Innere Ziele – Wenn äußere Veränderung nicht möglich ist
Die Übung dient der Umdeutung nicht veränderbarer Situationen in Trainingsmöglichkeiten für innere Kompetenzen. Statt sich über äußere Umstände aufzuregen, wird die Frage gestellt: „Was kann ich hier für mich lernen?“ Dadurch wird die Situation als Übungsfeld für Gelassenheit, Konzentration oder andere Fähigkeiten genutzt.
Anleitung:
Bei nicht veränderbaren Belastungen wählen Sie ein inneres Ziel:
• Stau → Übung für Gelassenheit und Achtsamkeit
• Lärmender Nachbar → Training für Konzentration und Ignorieren-Können
• Langweilige Arbeit → Übung für Hingabe und Sinn-Konstruktion
• Beleidigung → Training für unverletzliches Selbstwertgefühl
Formulieren Sie bewusst: „Diese Situation ist meine Übung für …“ und richten Sie die Aufmerksamkeit darauf.
• Erfordert bewusste Umdeutung
• Kann auch nachträglich bei Reflexion angewendet werden
• Verändert die emotionale Bewertung der Situation
Die Übung dient der bewussten Herstellung funktionaler Bewusstseinszustände (Bewusstheit, konzentriertes Problemlösen, achtsames Sein, Flow) statt im chaotischen Alltagsmodus zu verharren. Ziel ist die gezielte Steuerung des Bewusstseins entsprechend der aktuellen Anforderung.
Anleitung:
Wählen Sie je nach Situation bewusst einen der vier Zustände:
• Bewusstheit – bei Störungen, Entscheidungen, Konflikten (klar, beobachtend)
• Konzentriertes Problemlösen – bei komplexen Aufgaben (fokussiert, zielgerichtet)
• Achtsames Sein / Muße – in Ruhephasen (entspannt, im Hier & Jetzt)
• Flow – bei anspruchsvollen, meisterlichen Tätigkeiten (Hingabe, Zeitvergessenheit)
Fragen Sie sich regelmäßig: „Welcher Zustand wäre jetzt förderlich?“ und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit entsprechend aus.
• Regelmäßiges Training erforderlich
• Unterstützt bewusste Lebensführung
• Kann mit Ankern oder Signalen kombiniert werden
Morgendlicher und abendlicher „Termin mit sich selbst“
Die Übung dient der täglichen bewussten Ausrichtung und Reflexion durch zwei feste Termine (morgens und abends). Ziel ist die Stärkung der Selbststeuerung und die Verankerung förderlicher Haltungen. Die Methode unterstützt eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben und Handeln.
Anleitung:
Morgens (10–20 Min):
• Staunen über das Bewusstsein
• Lebensmaximen / Prinzipien lesen
• Wochen-Veränderungsaufgabe festlegen
• Tag planen + mögliche Konflikte vorwegnehmen
• Entschluss fassen: „Heute bleibe ich gelassen, klar und proaktiv.“
Abends (10–20 Min):
• Tagesbilanz: Was lief gut? Wo abgewichen?
• Fehler analysieren – förderliche Reaktion üben
• Dankbarkeit für drei Dinge des Tages
• Nächsten Tag planen
Der innere Engelskreis – Positiven Emotionen aufschaukeln
Störungen: Depression · Selbstwertprobleme · chronischer Stress
Symptome: negative Grundstimmung · Undankbarkeitsautomatik · „nichts ist gut genug“
Zielgruppe: Jugendliche ab 14 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der bewussten Neuausrichtung der Wahrnehmung auf das Geschenkte im Alltag – auch und gerade bei scheinbar „kleinen“ Dingen oder Herausforderungen. Ziel ist die systematische Füllung des „Pools positiver Emotionen“ durch tägliche Dankbarkeitsrituale. Dadurch wird das Gehirn trainiert, automatisch nach Positivem zu scannen – selbst in Krisen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit negativer Grundstimmung, chronischer Undankbarkeit oder depressiver Verzerrung.
Anleitung (täglich, 3–5 Minuten):
1. Abends vor dem Schlafengehen 5 Dinge notieren, für die Sie heute dankbar sind – bewusst auch „kleine“ Dinge einbeziehen (z. B. warme Dusche, ein Lächeln, ein Atemzug).
2. Bei jedem Punkt kurz innehalten und das Gefühl aktivieren: „Das ist mir geschenkt worden – wow!“ – spüren Sie die Wärme im Brustraum.
3. Am nächsten Morgen die Liste noch einmal lesen, lächeln und die positive Emotion erneut fühlen.
Tipp: Führen Sie ein festes Dankbarkeitstagebuch – das Heft wird mit der Zeit zum emotionalen Schatz.
• Nach 3–4 Wochen automatisches Positiv-Scanning des Gehirns
• Effekt auch in Krisen: „Selbst hier gibt es Geschenke“
• Fördert Resilienz und emotionale Grundstabilität
Studien (Emmons & McCullough, 2003): Tägliche Dankbarkeitsliste → nach 21 Tagen messbar höheres Wohlbefinden, besserer Schlaf, weniger körperliche Beschwerden.
Der äußere Engelskreis – Dankbarkeit wird ansteckend
Die Übung dient der aktiven Verbreitung von Dankbarkeit durch direkte, authentische Wertschätzung. Durch das bewusste Aussprechen von Dank öffnet sich das Herz, der andere fühlt sich gesehen und gibt noch mehr – ein sich selbst verstärkender positiver Kreislauf entsteht. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten mit sozialer Zurückgezogenheit, mangelnder Anerkennung oder Beziehungsstagnation.
Anleitung (täglich, 1–3 Minuten):
1. Jeden Tag mindestens einer Person ganz bewusst und laut danken – mit direktem Blickkontakt, Lächeln und warmer Stimme.
2. Konkret benennen, was genau Sie wertschätzen: „Danke, dass du mir die Tür aufgehalten hast – das hat meinen Tag besser gemacht.“
3. Die Reaktion des anderen beobachten und das eigene positive Gefühl verstärken.
Üben Sie in der Sitzung mit einer aktuellen Alltagssituation des Patienten (z. B. Kassiererin, Kollege, Partner).
• Dankbarkeit öffnet Herzen – sowohl beim Geber als auch beim Empfänger
• Effekt nach 6 Wochen: messbar mehr Freunde und tiefere Beziehungen
• Fördert soziale Resonanz und Zugehörigkeitsgefühl
Meta-Analyse (Dickens, 2017): Regelmäßiges Aussprechen von Dankbarkeit → 15–20 % mehr soziale Unterstützung, 25 % weniger Einsamkeit.
Dankbarkeit auch in schweren Zeiten – „Es gibt keine Alternative“
Störungen: Schwere Depression · Trauer · chronische Krankheit · Trauma
Symptome: totale Hoffnungslosigkeit · „nichts ist gut“ · Verleugnung des Leids
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der bewussten Suche nach dem „Rest-Geschenk“ selbst in tiefsten Krisen – nicht als Verleugnung des Leids, sondern als aktive Entscheidung für das Leben. Ziel ist die Integration von Schmerz und Dankbarkeit, um emotionale Resilienz aufzubauen. Die Methode eignet sich besonders bei Patienten in existenziellen Krisen, mit Suizidalität oder chronischer Verzweiflung.
Anleitung (bei akuter Krise, 5–10 Minuten):
1. Das Schlimme voll anerkennen: „Ja, das tut weh. Das ist furchtbar.“ (keine Verdrängung!)
2. Frage stellen: „Was bleibt mir trotzdem? Was ist noch da?“
3. Konzentriert 3 Dinge finden, für die Sie jetzt dankbar sein können (z. B. ein Mensch, die Sonne, ein Atemzug, ein Bett).
4. Dafür laut oder innerlich „Danke“ sagen – und das Gefühl bewusst zulassen (auch wenn es klein ist).
Üben Sie in der Sitzung an einer aktuellen Belastung des Patienten.
• Keine Verleugnung – sondern bewusste Ergänzung
• Fördert posttraumatisches Wachstum
• Beispiel aus Praxis: Schwer kranke Patientin → nach 3 Monaten: „Ich bin glücklicher als vor der Diagnose.“
Viktor Frankl: „Die letzte der menschlichen Freiheiten ist die Wahl der Einstellung in jeder Lage.“
Die Übung dient der systematischen Neuprogrammierung des Gehirns auf Positives durch tägliches, strukturiertes Notieren von Dankbarkeitsmomenten. Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Glücksempfindens und die Reduktion negativer Grundstimmung. Die Methode ist die am besten wissenschaftlich belegte Dankbarkeitsintervention und eignet sich bei allen Störungen mit negativer Wahrnehmungsverzerrung.
Anleitung (täglich abends, 10 Minuten):
1. Immer dasselbe Heft benutzen – es wird zum emotionalen Schatz!
2. Jeden Abend 3–5 Punkte notieren – immer mit der Formulierung „Dafür bin ich dankbar, weil…“:
• Was hat mir heute Freude gemacht?
• Wer hat mir etwas Gutes getan?
• Was hat gut funktioniert (Körper, Technik, Wetter…)?
• Was wäre schlimmer gewesen, wenn…?
3. Einmal pro Woche die schönsten Einträge laut vorlesen – und das Gefühl erneut aktivieren.
Tipp: Heft mit Foto oder Symbol versehen – wird zum Ritualobjekt.
• 21 Tage → messbare Steigerung des Glücksempfindens um 10–25 %
• Wirkt auch bei schwer Depressiven
• Fördert neuroplastische Umstrukturierung des Belohnungssystems
Die Übung dient der tiefen emotionalen Heilung durch das bewusste Aussprechen von Dankbarkeit gegenüber einer wichtigen Person aus der Vergangenheit oder Gegenwart. Ziel ist die Auflösung alter emotionaler Schulden und die Schaffung intensiver positiver Resonanz. Die Methode ist die wirksamste Einzelintervention der positiven Psychologie und eignet sich besonders bei Patienten mit unverarbeiteten Beziehungen oder mangelnder Selbstwert-Anerkennung.
Anleitung (einmalig, besser wiederholt):
1. Person wählen, der Sie noch nie richtig gedankt haben (Eltern, Lehrer, Freund, Partner…).
2. 1–2 Seiten Brief schreiben: Was hat diese Person konkret für Sie getan? Wie hat sie Ihr Leben positiv beeinflusst?
3. Termin machen („Ich habe etwas Wichtiges mitzuteilen“) – nicht per Mail!
4. Persönlich vorbeibringen, vorlesen – ohne Unterbrechung.
5. Danach gemeinsam weinen, danken, lachen – Emotionen zulassen.
Üben Sie in der Sitzung das Schreiben und Vorlesen mit einem „Ersatz“ (Therapeut, Gruppenmitglied).
• Glückseffekt hält oft Monate an
• Fördert tiefe emotionale Heilung
• Kann auch nachträglich per Brief/Video bei Verstorbenen durchgeführt werden
Die Übung dient der tiefgreifenden Transformation der gesamten Lebenshaltung durch die bewusste Verankerung von Dankbarkeit als zentralem Lebensprinzip. Anstatt Dankbarkeit nur punktuell zu praktizieren, wird sie zur grundlegenden Wahrnehmungslinse, durch die alle Erfahrungen – positive wie negative – als Geschenk interpretiert werden. Dies verhindert die Entstehung von Verbitterung, löst Mangelgefühle auf und schafft ein dauerhaftes Empfinden von Fülle, Verbundenheit und innerem Frieden. Besonders wirksam bei Patienten mit chronischer Undankbarkeit, posttraumatischer Verbitterung oder existenzieller Leere.
Anleitung (täglich, 2–3 Minuten):
1. Wählen Sie einen festen Moment am Tag (z. B. morgens beim Aufwachen oder abends vor dem Einschlafen).
2. Wiederholen Sie laut oder innerlich die fünf zentralen Merksätze – mit voller Aufmerksamkeit und emotionaler Beteiligung:
• „Nichts ist selbstverständlich – alles ist Geschenk.“
• „Dankbarkeit ist die einzige angemessene Antwort auf das Geschenk des Lebens.“
• „Wer dankbar ist, kann nicht gleichzeitig verbittert sein.“
• „Dankbarkeit verwandelt das, was wir haben, in genug.“
• „Jeden Tag 1000 Gründe zum Danke sagen – und es werden immer mehr.“
3. Lassen Sie nach jedem Satz kurz das Gefühl von Dankbarkeit im Körper aufsteigen (z. B. Wärme im Brustraum).
Tipp: Schreiben Sie die Sätze auf eine Karte und tragen Sie sie bei sich – bei Bedarf erneut lesen.
• Verlässt den Teufelskreis der Bitterkeit – tritt ein in den Engelskreis der Fülle
• Fördert neuroplastische Umprogrammierung auf Positives
• Besonders wirksam als Morgen- oder Abendritual
Das B-MKT – Metakognitives Training bei Borderline-Persönlichkeitsstörung
Das B-MKT ist ein strukturiertes, offenes Gruppentraining in 8 Modulen, das spezifische kognitive Verzerrungen bei Borderline-Persönlichkeitsstörung direkt anspricht und praktische Gegenstrategien vermittelt. Es geht nicht darum, die Persönlichkeitsstruktur grundlegend zu verändern, sondern konkrete Alltags-Tools zu liefern, die impulsive Reaktionen unterbrechen, emotionale Eskalationen verhindern und zwischenmenschliche Beziehungen stabilisieren. Die Methode kombiniert kognitive Umstrukturierung mit metakognitivem Training und eignet sich ideal parallel zu DBT oder Skills-Training.
Anleitung (Gruppensetting, 8 Module à 45–60 Min, 2 pro Woche):
• Offene Gruppe: Jederzeit einstieg möglich
• Material: Folien, Handouts, gelbe/rote Karte
• Ziel: Reduktion von Impulsivität, Selbstverletzung und Beziehungskonflikten durch kognitive Flexibilität
Siehe detaillierten Sitzungsablauf und Module weiter unten.
• Bewährt in Klinik und Ambulanz
• Parallel zu DBT/Skills empfohlen
• Signifikante Reduktion von Symptomen nach 8 Wochen
Jede Sitzung folgt einem festen, ritualisierten Ablauf, der Sicherheit, Struktur und Lerntransfer gewährleistet. Der Fokus liegt auf aktiver Beteiligung, Alltagsbezug und unmittelbarem Üben. Durch die Einbindung persönlicher Beispiele wird das Gelernte direkt erlebbar und anwendbar.
Anleitung (pro Sitzung, 45–60 Min):
1. Begrüßung & Einstieg (5 Min)
Kurze Vorstellungsrunde · neue Teilnehmer erklären lassen, was das Training ist (durch erfahrene Teilnehmer).
2. Fragen zur letzten Sitzung (3–5 Min)
„Gab es Fragen? Was habt ihr mitgenommen? Was schon ausprobiert?“
3. Hauptteil (30–45 Min)
Folien durchgehen · immer eigene Beispiele der Teilnehmer einbauen · aktiv einbeziehen („???“-Folien).
4. Abschluss (5–10 Min)
Lernziele zusammenfassen · fragen: „Was nehmt ihr mit? Was wollt ihr ausprobieren?“
→ Gelbe & rote Karte aushändigen (nur bei erstem Mal).
• Struktur schafft Sicherheit
• Teilnehmerbeispiele = höchster Transfer
• Ritualisiertheit fördert Automatisierung
Die gelbe und rote Karte sind physische Notfallinstrumente, die in akuten Emotionshochphasen sofortigen kognitiven und verhaltensmäßigen Halt bieten. Die gelbe Karte unterbricht automatische Fehlinterpretationen durch metakognitive Fragen, die rote Karte aktiviert soziale Unterstützung statt destruktivem Handeln. Beide Karten werden im Portemonnaie mitgeführt und sind in Sekundenschnelle einsatzbereit.
Anleitung:
Gelbe Karte (immer im Portemonnaie!)
Bei Bedrohung, Beleidigung, Wut → sofort innehalten und die 3 Fragen stellen:
1. Was sind die Beweise?
2. Gibt es andere Sichtweisen?
3. Selbst wenn ich recht habe – reagiere ich vielleicht über?
Rote Karte (Krisenkarte)
Name + Telefonnummer von 3–5 Vertrauenspersonen + Krisendienst eintragen
→ In akuter Krise sofort anrufen statt impulsiv handeln.
• Viele Teilnehmer: „Die gelbe Karte hat mir schon x-mal eine Eskalation erspart“
• Physische Karte = starker Anker
• Regelmäßiges Üben in der Sitzung erforderlich
B-MKT Modul 1: Zuschreibungsstil – Alles persönlich nehmen
Dieses Modul trainiert die differenzierte Ursachenanalyse negativer Ereignisse. Statt automatischem „Ich bin schuld“ oder „Die anderen sind schuld“ werden drei Kategorien unterschieden: Ich, Andere, Umstände. Ziel ist die Reduktion von Schuldzuweisungen und die Förderung realistischer Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Anleitung:
1. Bei negativer Situation 3 Ursachen suchen: Ich · Andere · Umstände
2. Tortendiagramm zeichnen: „Wie viel Prozent ist wirklich meine Schuld?“
3. Diskussion in der Gruppe: „Was ändert sich, wenn ich die Anteile anders verteile?“
Hausaufgabe: Täglich ein Ereignis mit Tortendiagramm analysieren.
• Reduziert Schwarz-Weiß-Denken
• Fördert Verantwortung ohne Selbstzerstörung
• Visuelle Darstellung = hohe Merkfähigkeit
Prüfungsangst besiegen – Mein persönliches „ABC der Gefühle“
Die Übung basiert auf dem kognitiven ABC-Modell und hilft, automatische angstauslösende Bewertungen zu identifizieren und durch realistische, stärkende Gedanken zu ersetzen. Prüfungsangst entsteht nicht durch die Prüfung selbst, sondern durch die katastrophisierenden Interpretationen darüber. Durch wiederholtes Üben wird die emotionale Reaktion von Panik zu kontrollierter Nervosität umprogrammiert – mit sofort spürbarer Wirkung.
Anleitung (5–10 Min, wiederholt anwenden):
1. A = Auslöser
„Ich habe in 2 Wochen Klausur in …“
2. B = Bewertung (alt)
Alles aufschreiben, was automatisch durch den Kopf schießt („Ich werde durchfallen… alle lachen… ich bin ein Versager…“)
3. C = Gefühl (alt)
„Panik, Herzrasen, Blackout-Gefahr“
4. B = Bewertung (neu)
Realistische, konstruktive Alternative formulieren:
„Ich habe gelernt · nicht alles muss perfekt sein · ich darf auch mal durchfallen · ich bin trotzdem wertvoll · ich habe schon x Prüfungen bestanden“
5. C = Gefühl (neu)
„Leichte Nervosität, aber ich bleibe ruhig und konzentriert“
Tipp: Blatt sichtbar aufhängen oder mitführen – bei Angst laut vorlesen!
• Regelmäßiges Üben vor der Prüfung entscheidend
• Kann auf jede Angst situation übertragen werden
Die Übung dient der sofortigen Unterbrechung automatisierter katastrophisierender Gedankenketten durch ein klares, konditioniertes Stopp-Signal. Sobald der Patient bemerkt, dass er in negative Zukunftsszenarien abrutscht, wird durch ein lautes oder inneres „STOPP!“ in Kombination mit physiologischer Aktivierung (Atemtechnik) und kognitiver Neuausrichtung (hilfreicher Satz) die emotionale Eskalation unterbunden. Die Methode nutzt Prinzipien der klassischen Konditionierung und kognitiven Umstrukturierung und ist besonders effektiv in akuten Angstmomenten.
Sobald Sie merken, dass Sie ins „Kopfkino“ („Ich versaue alles“) abrutschen:
1. Laut oder innerlich „STOPP!“ rufen – mit klarer, bestimmter Stimme.
2. Tief ausatmen – bewusst langsam und vollständig.
3. Sofort einen vorbereiteten hilfreichen Satz sagen:
„Ich habe gelernt – jetzt lasse ich es einfach laufen.“
Extra-Tipp: Tragen Sie ein Gummiband um das Handgelenk – beim Katastrophengedanken leicht schnipsen → sofortiger sensorischer Stopp-Impuls.
• Effektiv durch Kombination aus verbalem, physiologischem und kognitivem Anker
• Täglich 5–10 Mal bewusst üben (auch ohne Angst)
• Nach 1–2 Wochen automatisierte Unterbrechung
Die Übung dient der systematischen Neuprogrammierung des emotionalen und kognitiven Erwartungssystems durch gezielte mentale Kontrastierung. Zunächst wird das Worst-Case-Szenario bewusst aktiviert und dann kontrolliert deaktiviert, um anschließend ein detailliertes Erfolgsszenario multisensorisch zu verankern. Dies reduziert die neuronale Aktivierung negativer Zukunftsbilder und stärkt die Selbstwirksamkeitserwartung. Besonders wirksam in der Vorbereitungsphase vor Prüfungen.
Anleitung (10 Min täglich, 1 Woche vor der Prüfung):
1. Setzen Sie sich entspannt hin, schließen Sie die Augen.
2. Spielen Sie bewusst das Worst-Case-Szenario durch (2 Min) – lassen Sie das Bild dann langsam verblassen („wie Nebel, der sich auflöst“).
3. Visualisieren Sie nun Ihr Traum-Szenario in allen Sinneskanälen:
→ Sie sind gut vorbereitet · ruhig und konzentriert · beantworten die Fragen souverän · der Prüfer lächelt · Sie erhalten eine sehr gute Note · gehen stolz und erleichtert hinaus.
4. Spüren Sie das positive Gefühl intensiv im Körper – verankern Sie es mit einem Anker (z. B. Daumen und Zeigefinger zusammendrücken).
Tipp: Abends vor dem Einschlafen wiederholen – nutzt die Konsolidierung im Schlaf.
Die Übung dient der kontinuierlichen kognitiven Selbstunterstützung durch visuell präsente, positive Affirmationen. Durch wiederholte Exposition mit ermutigenden, realistischen und stärkenden Botschaften wird das automatische negative Selbstgespräch unterbrochen und durch funktionale Überzeugungen ersetzt. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Umstrukturierung und der Selbstwirksamkeitserhöhung.
1. Schreiben Sie 5–10 ermutigende, persönlich relevante Sätze auf bunte Zettel (Post-its, Karten).
2. Beispiele:
• „Ich habe schon x Prüfungen bestanden – ich schaffe auch diese!“
• „Eine Prüfung sagt nichts über meinen Wert aus.“
• „Ich bin gut vorbereitet – jetzt lasse ich es einfach laufen.“
• „Selbst wenn es nicht perfekt wird – ich darf Fehler machen.“
3. Kleben Sie die Zettel an hochfrequente Orte: Spiegel, Laptop, Kühlschrank, Türrahmen, Handy-Hintergrund.
Tipp: Täglich mindestens einen Zettel laut vorlesen – mit Gefühl.
• Visuelle Dauerpräsenz = unbewusste Neuprogrammierung
• Regelmäßiges lautes Vorlesen verstärkt Effekt
• Ersetzen Sie verbrauchte Zettel durch neue
Die Übung kombiniert gezielte körperliche Aktivität mit Entspannungstechniken, um Stresshormone (Cortisol, Adrenalin) abzubauen, die vegetative Erregung zu senken und die kognitive Leistungsfähigkeit zu erhalten. Regelmäßige Bewegung fördert die neurobiologische Resilienz, Kurzentspannung stabilisiert akut, progressive Muskelentspannung trainiert die willentliche Regulation des vegetativen Nervensystems.
Anleitung:
• Täglich 20–30 Min moderate Bewegung: Joggen, Schwimmen, Tanzen, Yoga – baut Stresshormone ab.
• Kurz-Entspannung vor der Prüfung (1 Min):
3× tief einatmen · beim Ausatmen innerlich „Loooos“ sagen · Schultern bewusst locker lassen.
• Progressive Muskelentspannung (PMR): 15–20 Min abends – nach Anleitung (Apps, YouTube, Audio).
• Bewegung = schnellster Stressabbau
• PMR nach 14 Tagen automatische Entspannungsreaktion
• Kombination aus beidem = optimale Vorbereitung
Lern-Coach oder Lerngruppe – Soziale Unterstützung
Störungen: Prüfungsangst · soziale Isolation · Leistungsdruck
Symptome: „Ich bin allein damit“ · Scham · Vermeidung
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Gruppen- oder PeerSetting
Die Übung nutzt soziale Unterstützung und kollektive Problemlösung, um Isolation, Scham und Überforderung zu reduzieren. Durch regelmäßigen Austausch mit Gleichbetroffenen werden Ängste normalisiert, Wissen geteilt und Erfolge verstärkt. Das „Angst-Meeting“ dient der gezielten kognitiven Entkatastrophisierung in der Gruppe.
Anleitung:
1. Finden Sie 1–2 Personen mit ähnlicher Prüfungsangst (Kommilitonen, Mitschüler).
2. Treffen Sie sich wöchentlich → gegenseitig abfragen, motivieren, Erfolge feiern.
3. Führen Sie ein wöchentliches „Angst-Meeting“ durch (30 Min):
Jeder berichtet, was aktuell stresst → gemeinsam entkatastrophisieren → Lösungsideen sammeln.
• Soziale Unterstützung = stärkster Angstpuffer
• Gemeinsames Abfragen erhöht Wissen und Selbstvertrauen
• Gruppe verstärkt Commitment
Ericksonsche Hypnotherapie bei Prüfungspanik – Utilization-Prinzip
Die ericksonsche Hypnotherapie bei Prüfungspanik basiert auf dem zentralen Utilization-Prinzip: Die vermeintlichen „Problemlösungsstrategien“ des Patienten (Perfektionsdruck, Katastrophisieren, Kontrollzwang) werden nicht bekämpft, sondern als trancefördernde Phänomene genutzt und paradox umgelenkt. Die Symptome selbst werden zur Ressource – die Panik wird nicht eliminiert, sondern in funktionale Energie umgewandelt. Die Methode ist hoch effektiv, da sie unbewusste Prozesse direkt anspricht und in 1–3 Sitzungen nachhaltige Entlastung schafft.
Anleitung (Gesamtsitzung 60–90 Min):
Grundprinzip: „Das Problem ist die Lösung“ – Perfektionsangst und Katastrophendenken sind genau die Strategien, mit denen der Klient bisher versuchte, die Panik zu bekämpfen – und sie verstärken sie nur.
→ Arbeiten Sie ausschließlich mit Utilization: Symptome nicht bekämpfen, sondern umlenken.
• Erfolgsquote bei ca. 100 Fällen: nahezu 100 % bestanden – meist mit A/B
• Paradoxe Suggestion: „Du bestehst mit der schlechtesten Note“ → Perfektionsdruck weg
• Klienten berichten: „Es lief einfach – ich weiß nicht, wie.“
Die diagnostische Phase dient nicht nur der Informationssammlung, sondern ist bereits therapeutisch wirksam. Durch gezielte, paradoxe und übertreibende Fragen wird die Symptomstrategie des Patienten bewusst gemacht, gleichzeitig aber bereits entlastet und relativiert. Die „How-to-Fail-Fragen“ sind der zentrale Hebel: Der Patient beschreibt unbewusst seine eigene Symptomtrance – der Therapeut muss sie nur umdrehen.
Anleitung (Schritt-für-Schritt, 15–25 Min):
1. Zeitfokus klären
„Wo ist Ihre Angst am stärksten – beim Lernen, kurz vor der Prüfung, während der Prüfung oder bei den Konsequenzen danach?“
2. Exaggerated Information Gathering (Übertreibungsfragen)
„Was ist das Allerschlimmste, was passieren könnte – das eigentlich nie passieren wird, weil Sie übertreiben – aber übertreiben Sie mal richtig?“
→ Patient lacht oder relativiert selbst → erste Entlastung
3. How-to-Fail-Fragen (Goldstandard!)
„Wie könnten Sie sicherstellen, dass Sie durchfallen? Was machen Sie genau, damit die Panik schlimmer wird?“
→ Patient nennt exakt seine Symptomstrategie („Ich sage mir ständig ‚du versaust es‘“, „ich lerne bis 3 Uhr nachts“ usw.)
4. Zusammenfassen & paradox rahmen
„Also, wenn Sie wirklich durchfallen wollen – was wir beide ja nicht wollen – dann machen Sie weiter genau das, was Sie bisher gemacht haben…“
→ Patient erkennt selbst, dass sein „Kontrollverhalten“ das Problem ist → Musterunterbrechung
• How-to-Fail-Fragen = diagnostisch und therapeutisch in einem
• Übertreibung führt oft zu spontaner Relativierung
• Direkter Übergang in Hypnose möglich
Phase 2: Hypnose – Die 4 Standard-Utilizationen (20–40 Min)
In der hypnotischen Phase werden 2–3 Utilizationstechniken eingesetzt, die direkt an die Symptomstrategie des Patienten anknüpfen. Die Symptome werden nicht unterdrückt, sondern als trancefördernde Ressourcen genutzt und in funktionale Richtung umgelenkt. Jede Technik ist hochgradig individuell anpassbar und wirkt über unbewusste Neukonditionierung.
Anleitung (wählen Sie 2–3 Techniken):
1. Zeitprogression + Erfolgs-Zukunftsreise (meist wirksamste Intervention)
1. Patient Augen zu
2. „Stell dir vor, du bist schon durch – du hast bestanden – spüre dieses unglaubliche Gefühl der Erleichterung… wie fühlt sich das an?“
3. Lass das Gefühl intensiv werden
4. „Und jetzt geh in Gedanken nochmal zurück – wie hast du das geschafft? Welche kleinen Schritte hast du gemacht?“ → Patient erzählt sich selbst seine Erfolgsstrategie
5. „Und wenn du jetzt die Augen öffnest… nimm dieses Gefühl mit…“
2. Der „magische Stift“ (automatisches Schreiben)
1. Stift in die Hand geben
2. „Das ist ein ganz besonderer Stift – der weiß mehr als du bewusst weißt… wenn du unsicher bist, lässt du einfach den Stift die richtige Antwort ankreuzen…“
3. Üben mit Beispiel-Fragen → Stift „zieht“ wie von allein zur richtigen Antwort
3. Zeitdilatation + Mini-Entspannung
„Nach 40 Fragen machst du 3 tiefe Atemzüge – und diese 3 Sekunden werden sich anfühlen wie 10 erholsame Minuten…“
4. Regression der Prüfer (bei mündlichen Prüfungen)
1. „Stell dir vor, du kniest vor den Prüfern – wie groß und mächtig wirken sie?“
2. „Und jetzt lass die Prüfer immer kleiner werden – sie werden zu ängstlichen Studenten… zu Schulkindern… zu Babys… während du deine normale Größe behältst“
3. Patient lacht meist → Angst weg
• Utilization = Symptom wird zur Lösung
• Individuelle Anpassung entscheidend
• Wirkung oft unmittelbar spürbar
Erickson-Paradox-Intervention – „Bestehe mit der schlechtesten Note“
Störungen: Perfektionszwang · Leistungsangst · Kontrollillusion
Symptome: „Es muss perfekt sein“ · Blackout durch Druck · Selbstsabotage
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Hypnotherapie
Die paradoxe Intervention gibt dem Patienten die unbewusste Erlaubnis, „nur“ zu bestehen – wodurch der lähmende Perfektionsdruck schlagartig entfällt. Paradoxerweise führt diese Entlastung häufig zu überdurchschnittlichen Leistungen, da die natürliche Kompetenz ohne Blockade zum Tragen kommt.
Anleitung (in Trance):
„Du wirst diese Prüfung bestehen – aber mit der schlechtesten Note. Kein A, kein B – nur bestanden. Das ist alles, was du brauchst. Und genau das wirst du bekommen. Einverstanden?“
→ Patient nickt innerlich → Perfektionsdruck weg → meist beste Note
• Funktioniert, weil Erlaubnis zum „Nicht-Perfekt-Sein“ gegeben wird
• Paradoxon löst unbewusste Blockade
• Häufig: „Ich habe keine Ahnung, wie – es lief einfach“
Strukturierte Checkliste zur Sicherstellung der vollständigen Umsetzung der ericksonschen Methode in 1–3 Sitzungen. Gewährleistet hohe Effizienz und Nachhaltigkeit.
Checkliste (vor Sitzungsende abhaken):
• How-to-Fail-Fragen gestellt? → Symptomstrategie klar?
• Übertreibungsfragen → Patient hat selbst relativiert?
• Zeitprogression mit Erfolgsgefühl gemacht?
• Magischer Stift / Zeitdilatation / Prüfer-Regression eingesetzt?
• Paradoxe Note gegeben (bei Perfektionisten)?
• Hausaufgabe: Täglich 5 Min Erfolgs-Zukunftsreise
Skills-Arbeitsblatt: Nachdrücklichkeit beim Bitten (DEAR MAN – erweitert)
Störungen: Soziale Angst · Abhängigkeit · Aggressionsprobleme
Symptome: „Darf ich das verlangen?“ · Aufgeben · Eskalation
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie (DBT)
Das erweiterte DEAR MAN-Arbeitsblatt dient als Entscheidungshilfe vor jeder zwischenmenschlichen Bitte oder Forderung. Es verhindert unangemessene Unterwerfung, übermäßige Aggression oder vorzeitiges Aufgeben. Durch strukturierte Abwägung wird assertives Verhalten gefördert und emotionale Eskalation minimiert. Besonders wirksam bei Patienten mit unsicherer Grenzsetzung oder impulsiver Kommunikation.
Anleitung (vor jeder Bitte ausfüllen):
Wann einsetzen?
Immer, wenn Sie unsicher sind, ob Sie etwas verlangen/bitten sollen – oder wenn Sie zu schnell aufgeben bzw. zu aggressiv werden.
Schritt 1: Situationsanalyse
• Was genau will ich?
• Wie wichtig ist es mir (1–10)?
• Habe ich ein Recht darauf?
• Was sind die Konsequenzen, wenn ich es nicht anspreche?
Schritt 2: DEAR MAN vorbereiten
D – Describe (Beschreibe die Situation)
E – Express (Drücke Gefühle aus)
A – Assert (Fordere klar)
R – Reinforce (Belohnung andeuten)
M – Mindful (Bleib bei der Sache)
A – Appear confident (Wirke selbstsicher)
N – Negotiate (Verhandle bei Bedarf)
Schritt 3: Go / No-Go-Entscheidung
• Ist es wirklich wichtig? → Ja → bestimmt und freundlich durchsetzen
• Ist es unwichtig? → Nein → loslassen
• Verhindert Blamage, Unterwerfung und Eskalation
• Fördert souveräne Kommunikation
• Ideal als Taschenkarte oder App
Phase 1 – Die 3 Ja-Muss-Fragen (wenn eine Nein → Bitte zurückziehen oder Situation ändern!)
Die drei Ja-Muss-Fragen bilden die unverzichtbare Grundlage jeder assertiven Bitte. Sie prüfen, ob eine Bitte überhaupt sinnvoll, realistisch und machtpolitisch tragfähig ist. Nur wenn alle drei Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, ist eine Nachdrückliche Bitte angezeigt. Ein einziges „Nein“ signalisiert, dass die Bitte entweder zurückgezogen, umformuliert oder die Rahmenbedingungen verändert werden müssen. Die Methode verhindert frustrane, demütigende oder eskalierende Interaktionen und schützt die Selbstachtung.
Anleitung (vor jeder Bitte ausfüllen):
1. Vorbereitung
Weiß ich genau, was ich will? Habe ich alle nötigen Infos/Fakten? Nein → erst recherchieren!
2. Fähigkeiten der anderen Person
Kann die Person mir überhaupt geben, worum ich bitte? (Geld, Zeit, Kompetenz vorhanden?) Nein → falsche Person oder falscher Wunsch
3. Freie Entscheidungsmöglichkeit
Darf die Person frei entscheiden oder steht jemand „höher“ drüber? Nein → erst die Machtverhältnisse klären
Wenn alle 3 Ja → weiter zu Phase 2
• Ein Nein = sofortiger Stopp oder Umplanung
• Schützt vor Blamage und Frustration
• Fördert strategische Kommunikation
Phase 2 – Die 6 Nachdrücklichkeits-Fragen
Störungen: Soziale Angst · Aggressionsprobleme · Borderline · Abhängigkeit
Symptome: zu zaghaft · zu aggressiv · unpassende Intensität
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die sechs Nachdrücklichkeits-Fragen bestimmen die angemessene Intensität und Tonalität einer Bitte. Jede „Ja“-Antwort erhöht die Legitimität und Dringlichkeit der Forderung. Die Summe der Ja-Antworten ergibt eine klare Handlungsempfehlung: von zurückhaltend bis hoch bestimmt. Die Methode kalibriert die zwischenmenschliche Wucht exakt auf die Situation und verhindert sowohl Unterwerfung als auch Übergriffigkeit.
Anleitung:
Jede Ja-Antwort = +1 Punkt → Summe bestimmt die Nachdrücklichkeit
Frage
Ja = +1
4. Zeitpunkt – Ist jetzt ein guter Moment? (Person entspannt, gute Laune, genug Zeit?)
□
5. Zuständigkeit – Ist genau diese Person dafür zuständig?
□
6. Rechte – Habe ich ein Recht darauf? (Vertraglich, moralisch, fair?)
□
7. Beziehung – Passt meine Bitte zur Art unserer Beziehung? (Chef ≠ bester Freund)
□
8. Langfristige Ziele – Hilft ein Ja meiner Bitte meinen großen Zielen?
□
9. Selbstachtung – Wäre ich stolz auf mich, wenn ich so bitte?
□
Auswertung der Summe → Nachdrücklichkeit
0–2 Ja: Bitte höflich, zurückhaltend oder gar nicht stellen
3–4 Ja: Normal nachdrücklich (DEAR MAN)
5–6 Ja: Sehr bestimmt und klar (DEAR MAN mit hoher Intensität)
• 6 Ja = „Du hast jedes Recht der Welt – jetzt klar und deutlich bitten!“
• Kalibrierung verhindert Eskalation
• Ideal als Taschenkarte
Direkt anwendbar als Therapeut – So machst du es in der Sitzung (15–20 Min)
Strukturierte Anleitung zur direkten Umsetzung des erweiterten DEAR MAN-Arbeitsblatts in der therapeutischen Sitzung. Durch gemeinsame Analyse, Rollenspiel und Hausaufgabe wird assertives Verhalten trainiert und im Alltag verankert.
Anleitung (15–20 Min):
1. Klient beschreibt konkrete Situation („Ich will meinen Chef um Home-Office bitten“)
2. Ihr geht gemeinsam das Blatt durch – Klient beantwortet jede Frage laut
3. Ihr zählt die Ja-Antworten → gebt die Empfehlung
4. Rollenspiel: Genau mit der ermittelten Nachdrücklichkeit üben (DEAR MAN-Skript)
5. Hausaufgabe: Situation in den nächsten 3 Tagen angehen + Ergebnis notieren
Typische Erkenntnisse der Klienten:
„Ich habe gemerkt, dass ich gar kein Recht hatte – deshalb wurde immer abgelehnt.“
„Ich war viel zu zaghaft – jetzt mit 5 Ja´s habe ich einfach klar gesagt, was ich will – und es geklappt!“
„Ich habe immer im falschen Moment gebettelt – kein Wunder, dass es nicht funktioniert hat.“
• Hoher Transfer durch Rollenspiel
• Hausaufgabe = Verhaltensaktivierung
• Klienten lernen selbstkalibrierend zu kommunizieren
Fertiges Handout – „Soll ich bitten? Und wie stark?“
Kompaktes, direkt einsetzbares Arbeitsblatt zur strukturierten Vorbereitung assertiver Bitten. Fördert Selbstreflexion, strategisches Denken und angemessene Kalibrierung der Kommunikationsintensität.
Sammlung aller Hausaufgaben aus dem B-MKT (Metakognitives Training bei Borderline). Die Übungen dienen der Festigung des Gelernten zwischen den Sitzungen und der Verankerung neuer Denk- und Verhaltensmuster im Alltag. Regelmäßige Anwendung führt zu messbarer Reduktion von Impulsivität, Selbstverletzung und zwischenmenschlichen Konflikten.
Für wen? Borderline-Klienten im Skills-Training oder Einzeltherapie Wirkung: Die Übungen sind Hausaufgaben zwischen den Sitzungen – sie festigen das Gelernte und verankern neue Denk-/Verhaltensmuster im Alltag.
• Wöchentliche Reflexion in der Gruppe
• Erfolgstagebuch empfohlen
• Kombination mit DBT optimal
Modul 1 – Zuschreibungsstil: Die Torte teilen
Störungen: Borderline · Selbstwertkrisen · paranoide Tendenzen
Symptome: „Alles ist meine Schuld“ · „Immer sind die anderen schuld“
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Gruppen- und Einzeltherapie
Die Übung trainiert die differenzierte Ursachenanalyse negativer Ereignisse durch visuelle Aufteilung in drei Kategorien: Ich, Andere, Umstände. Sie reduziert extremistische Schuldzuweisungen und fördert eine realistische, entlastende Perspektive.
Übung: Die Torte teilen
1. Negatives Ereignis der letzten Woche notieren
2. Erste automatische Erklärung aufschreiben (meist einseitig)
3. Alternative Erklärungen suchen – immer mit „Umstände“ beginnen!
4. Torte zeichnen und Prozente aufteilen: Ich – Andere – Umstände
Beispiel: „Freundin kam nicht zur Verabredung“
→ Alte Erklärung: „Sie findet mich langweilig“ (100 % Ich)
→ Neue Torte: Umstände 60 % (Zug ausgefallen), Andere 30 % (Stress), Ich 10 % (vielleicht mal zu spät gewesen)
• Visuelle Darstellung = hohe Merkfähigkeit
• Täglich ein Ereignis analysieren
• Reduziert Schwarz-Weiß-Denken
Modul 2 – Grübeln & Katastrophisieren: Anti-Grübel-Übungen
Das Modul zielt auf die gezielte Unterbrechung repetitiver Grübelprozesse und katastrophisierender Gedankenketten ab, die bei Borderline-Patienten häufig zu einer massiven emotionalen Destabilisierung, Impulsivität und Selbstverletzung führen. Grübeln und Katastrophisieren stellen dysfunktionale Bewältigungsstrategien dar, die kurzfristig als Versuch der Kontrolle über unangenehme Gefühle dienen, langfristig jedoch die Symptomatik verstärken. Durch die vier Anti-Grübel-Techniken wird der automatische Kreislauf kognitiv und verhaltensbezogen unterbrochen. Die Übungen nutzen unterschiedliche Zugänge – verbal, kognitiv, körperlich und zeitlich – um dem Patienten ein breites Repertoire an sofort einsetzbaren Strategien zu vermitteln. Das Stopp-Signal aktiviert eine klassische Konditionierung, das 7er-Rückwärtszählen fordert das Arbeitsgedächtnis, die Körperübung nutzt die Inkompatibilität von Grübeln und komplexer Motorik, und der „Termin mit dem Grübeln“ externalisiert und begrenzt das Verhalten. Regelmäßige Anwendung führt zu einer signifikanten Reduktion der Grübeldauer, einer Entlastung des emotionalen Systems und einer erhöhten Selbstwirksamkeit. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit hoher Reaktivität, negativer kognitiver Bias und nächtlichem Grübeln, da sie direkt in akuten Momenten eingreift und keine komplexe Vorbereitung erfordert. In der Gruppentherapie können die Techniken durch Rollenspiele und Erfahrungsaustausch zusätzlich verstärkt werden, wodurch soziale Validierung und Modelllernen hinzukommen. Langfristig fördert das Modul die Entwicklung metakognitiver Kontrolle und die Fähigkeit, dysfunktionale Gedanken als vorübergehende Phänomene zu erkennen.
Anleitung (jede Woche eine testen):
Stopp-Signal: Laut „STOPP!“ rufen + Hand zur Faust ballen
7er-Rückwärtszählen: Ab 1084 in 7er-Schritten rückwärts zählen
Termin mit dem Grübeln: Gedanken aufschreiben → feste Uhrzeit vereinbaren („heute 20:00–20:15 Uhr darf ich grübeln“)
• Wöchentliche Rotation für Abwechslung
• Protokoll: „Welche Übung half wann?“
• Mit SDR-Algorithmus kombinieren
Modul 3 – Einfühlung I: Falschdeutungs-Tagebuch
Störungen: Borderline-Persönlichkeitsstörung · soziale Angst · Paranoia-Tendenzen · narzisstische Verletzlichkeit
Symptome: negative Interpretation von Mimik/Gesten · Kontextblindheit · Eskalation in Beziehungen · Misstrauen
Zielgruppe: Jugendliche ab 16 · Erwachsene · Gruppen- und Einzeltherapie
Das Modul fördert die Fähigkeit, nonverbale Signale realistischer zu deuten und Kontextfaktoren systematisch zu berücksichtigen, um Fehlinterpretationen zu reduzieren. Borderline-Patienten zeigen häufig einen starken negativen Bias in der Wahrnehmung sozialer Signale – ein Stirnrunzeln wird als Ablehnung, ein Schweigen als Kritik interpretiert. Dies führt zu übermäßiger emotionaler Reaktivität, Konflikten und sozialer Isolation. Das Falschdeutungs-Tagebuch dient als metakognitives Training: Durch tägliche Dokumentation und nachträgliche Überprüfung wird der Patient sensibilisiert für die Diskrepanz zwischen subjektiver Deutung und objektiver Realität. Die vier Spalten – Situation, Meine Deutung, Was war wirklich?, Was hätte ich noch bedenken können? – fördern eine strukturierte Reflexion und erweitern das Repertoire an alternativen Erklärungen. Die Übung trainiert nicht nur die Wahrnehmungsgenauigkeit, sondern auch die Fähigkeit zur Selbstkorrektur und zur Integration von Kontextinformationen (z. B. Stress des Gegenübers, Tagesform). In der Gruppentherapie können die Einträge anonym geteilt werden, um kollektive Lernprozesse zu initiieren und die Erkenntnis zu verstärken, dass Fehlinterpretationen ein gemeinsames Phänomen sind. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion paranoider Tendenzen, einer Verbesserung der Beziehungsqualität und einer erhöhten Frustrationstoleranz in sozialen Interaktionen. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit hoher interpersoneller Sensitivität und wiederkehrenden Missverständnissen.
Anleitung:
Jeden Abend 1 Situation notieren, in der du ein Gesicht/Geste negativ gedeutet hast → am nächsten Tag prüfen, ob du recht hattest.
Spalten: Situation – Meine Deutung – Was war wirklich? – Was hätte ich noch bedenken können?
• Täglich ein Eintrag
• In Gruppe: Einträge teilen
• Auf neutrale Deutungen erweitern
Modul 4 – Positives entdecken: Stärken-Regal & Umdeutung
Das Modul trainiert die bewusste Wahrnehmung und Akzeptanz positiver Aspekte im Alltag, um den bei Borderline-Patienten dominanten negativen Wahrnehmungsbias auszugleichen. Viele Betroffene fokussieren sich ausschließlich auf Misserfolge, Kritik und Defizite, während Stärken und positive Ereignisse systematisch übersehen oder abgewertet werden. Die Übungen „Stärken-Regal füllen“ und „Positives entdecken in schwierigen Situationen“ nutzen visuelle und kognitive Strategien, um das Belohnungssystem zu aktivieren und eine ausgewogenere Selbst- und Weltwahrnehmung zu etablieren. Das Stärken-Regal dient als langfristiges Selbstwert-Archiv: Durch tägliches Hinzufügen auch kleiner Kompetenzen (z. B. „Ich habe pünktlich gearbeitet“) wird ein kumulativer positiver Selbstwert aufgebaut. Die zweite Übung fördert die kognitive Umdeutung: Statt in negativen Situationen zu verharren, wird aktiv nach Lernpotenzialen und verbleibenden positiven Aspekten gesucht – eine Technik, die direkt an die Prinzipien der inneren Ziele anknüpft. Beide Übungen reduzieren depressive Symptome, stärken die Resilienz und verbessern die Fähigkeit, Lob und Anerkennung anzunehmen. In der Gruppentherapie können die Regal-Inhalte geteilt werden, wodurch soziale Validierung und Modelllernen hinzukommen. Langfristig führt das Modul zu einer nachhaltigen Verbesserung der Grundstimmung, einer Reduktion von Selbstabwertung und einer erhöhten Lebenszufriedenheit.
Übung 1: Stärken-Regal füllen
3 leere Fächer zeichnen → jeden Tag ein Fach mit einer Stärke füllen (auch kleine Dinge!)
Übung 2: Positives entdecken in schwierigen Situationen
Bei jeder negativen Situation fragen: „Was kann ich daraus lernen? Was ist trotzdem gut?“
• Wöchentliches Teilen in der Gruppe
• Visuelle Darstellung (Zeichnung)
• Mit Dankbarkeitstagebuch kombinieren
Modul 5 – Einfühlung II: Perspektivwechsel-Tabelle
Das Modul vertieft die Empathiefähigkeit durch systematischen Perspektivwechsel und reflexive Analyse sozialer Interaktionen. Nach Modul 3, das sich auf nonverbale Fehlinterpretationen konzentriert, erweitert Modul 5 die Perspektive auf komplexere emotionale und kognitive Zustände des Gegenübers. Borderline-Patienten neigen dazu, eigene Gefühle und Gedanken auf andere zu projizieren oder deren Verhalten ausschließlich aus der eigenen Betroffenheit heraus zu bewerten. Die Perspektivwechsel-Tabelle mit den drei Spalten – Was habe ich gedacht/gefühlt?, Was könnte der/die Andere gedacht/gefühlt haben?, Was hätte mir geholfen, mich hineinzuversetzen? – fördert eine strukturierte, metakognitive Auseinandersetzung mit zwischenmenschlichen Dynamiken. Die Übung trainiert nicht nur die Theorie of Mind, sondern auch die Fähigkeit zur Selbstregulation in Konfliktsituationen. Durch regelmäßige Anwendung wird die automatische Urteilsbildung verzögert, alternative Erklärungsmuster etabliert und die Frustrationstoleranz erhöht. In der Gruppentherapie können Rollenspiele basierend auf den Tabelleneinträgen durchgeführt werden, um die Perspektivübernahme erfahrbar zu machen. Langfristig führt das Modul zu stabileren Beziehungen, einer Reduktion impulsiver Reaktionen und einer erhöhten sozialen Kompetenz. Besonders wirksam bei Patienten mit wiederkehrenden Beziehungskonflikten und mangelnder Fähigkeit zur Deeskalation.
Anleitung:
Spalten: Was habe ich gedacht/gefühlt? – Was könnte der/die Andere gedacht/gefühlt haben? – Was hätte mir geholfen, mich hineinzuversetzen?
• Täglicher Eintrag bei Konflikten
• In Gruppe: Rollenspiele aus Tabelle
• Fördert emotionale Intelligenz
Das Modul zielt auf die Entmachtung des inneren Kritikers und die Etablierung eines stabilen, realistischen Selbstwerts ab. Der innere Kritiker ist bei Borderline-Patienten oft eine dominante, destruktive Instanz, die durch ständige Selbstabwertung, Perfektionismus und Alles-oder-Nichts-Denken die emotionale Stabilität untergräbt. Die Übung „Inneren Kritiker rauswerfen“ kombiniert verbale Konfrontation mit kognitiver Umstrukturierung: Durch lautes Aussprechen, abrupte Unterbrechung („Halt die Klappe!“) und Gegenformulierung wird die automatische Selbstabwertung unterbrochen und durch funktionale Überzeugungen ersetzt. Die zusätzliche Abendübung – drei positive Tagesereignisse notieren – nutzt das Prinzip der positiven Verstärkung, um das Belohnungssystem zu aktivieren und eine kumulative Selbstwertstärkung zu erreichen. Beide Techniken sind sofort einsetzbar, erfordern keine komplexe Vorbereitung und wirken direkt in akuten Momenten der Selbstabwertung. In der Gruppentherapie können die Gegenformulierungen gemeinsam entwickelt und geübt werden, wodurch soziale Unterstützung und Normalisierung hinzukommen. Langfristig führt das Modul zu einer signifikanten Reduktion selbstverletzender Gedanken, einer Verbesserung der Grundstimmung und einer erhöhten Resilienz gegenüber Kritik. Besonders wirksam bei Patienten mit chronischer Selbstabwertung, Perfektionismus und suizidalen Tendenzen.
Anleitung:
1. Kritischen Satz laut aussprechen
2. „Halt die Klappe!“ oder „Ist mir egal!“ sagen
3. Gegenteil formulieren („Ich darf Fehler machen“)
Extra: Jeden Abend 3 Dinge notieren, die gut gelaufen sind
• Lautes Aussprechen verstärkt Effekt
• Abendritual mit Dankbarkeit kombinieren
• Bei starkem Kritiker: Mit Therapeut üben
Das Modul trainiert die metakognitive Überprüfung von Schlussfolgerungen, um impulsive Urteile und Handlungen zu verhindern. Borderline-Patienten neigen aufgrund emotionaler Überflutung und kognitiver Verzerrungen dazu, aus unvollständigen Informationen weitreichende, oft negative Schlüsse zu ziehen, die zu destruktiven Reaktionen führen. Die einfache, aber hoch wirksame „Mehr-Info“-Frage – „Habe ich wirklich alle Infos oder könnte noch etwas fehlen?“ – dient als kognitiver Bremsmechanismus, der die automatische Urteilsbildung verzögert und eine bewusste Informationssammlung einleitet. Die Übung ist bewusst minimalistisch gehalten, um sie in akuten Emotionshochphasen einsetzbar zu machen. Sie kann als Anker auf einer Karte mitgeführt oder mit der gelben Karte aus dem B-MKT kombiniert werden. In der Gruppentherapie können typische Fehlschlüsse gemeinsam analysiert und alternative Informationsquellen erarbeitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion impulsiver Reaktionen, einer Verbesserung der Entscheidungsqualität und einer erhöhten Frustrationstoleranz. Besonders wirksam bei Patienten mit wiederkehrenden Beziehungskonflikten, paranoiden Tendenzen und impulsiven Handlungen.
Anleitung:
Bei jeder starken Emotion fragen: „Habe ich wirklich alle Infos oder könnte noch etwas fehlen?“
• Als Anker: Auf Karte schreiben
• Täglich 3x anwenden
• Mit Gelber Karte kombinieren
Modul 8 – Stimmung: Depressive Denkmuster & Vorbilder hinterfragen
Das Modul identifiziert und umstrukturiert depressive Denkmuster, um eine ausgewogenere Selbst- und Weltwahrnehmung zu fördern. Borderline-Patienten zeigen häufig kognitive Verzerrungen wie Überverallgemeinerung, selektive Abstraktion und dichotomes Denken, die die Stimmung nachhaltig belasten. Die Depressive Denkmuster-Tabelle mit den Spalten Ereignis, Depressive Bewertung, Hilfreichere Bewertung dient als strukturiertes Instrument zur kognitiven Umdeutung: Durch systematische Analyse wird der negative Bias sichtbar gemacht und durch funktionale Alternativen ersetzt. Die Übung „Vorbilder hinterfragen“ dekonstruiert den Perfektionismus, indem idealisierte Vergleichspersonen auf Schwächen und Nachteile untersucht werden – dies reduziert Selbstabwertung durch unrealistische Standards. Beide Techniken fördern eine realistischere Selbstwahrnehmung, erhöhen die Motivation und verbessern die Fähigkeit zur Freude. In der Gruppentherapie können die Tabelleneinträge geteilt und gemeinsam optimiert werden, wodurch kollektives Lernen und Normalisierung stattfinden. Langfristig führt das Modul zu einer signifikanten Reduktion depressiver Episoden, einer Verbesserung der Grundstimmung und einer erhöhten Lebenszufriedenheit. Besonders wirksam bei Patienten mit chronischer Hoffnungslosigkeit, Perfektionismus und sozialem Vergleichsdruck.
Die Tresor-Übung dient der bewussten Externalisierung und zeitlichen Begrenzung von Sorgen, die den Alltag dominieren und nicht sofort lösbar sind. Durch die Visualisierung eines absolut sicheren Tresors wird ein mentaler Container geschaffen, in dem belastende Gedanken sicher „eingesperrt“ werden können, ohne dass sie weiter im Bewusstsein kreisen. Die Übung nutzt Prinzipien der kognitiven Distanzierung und der mentalen Kontrolle: Sorgen werden als externe Objekte wahrgenommen, die man aktiv handhaben kann. Die konkrete Visualisierung – Ort des Tresors, Schlüsselversteck, Verschlussmechanismus – verstärkt die neuronale Verankerung und schafft ein starkes inneres Bild, das jederzeit abrufbar ist. Bei erneut auftauchenden Sorgen wird der Gedanke sofort zurück in den Tresor verwiesen, wodurch das Grübeln unterbrochen und die kognitive Kapazität für den aktuellen Moment freigesetzt wird. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit diffusem, nicht lösbarem Sorgenkreis, da sie keine Problemlösung erfordert, sondern lediglich die mentale Trennung von „jetzt“ und „später“. In der Gruppentherapie können die individuellen Tresor-Bilder geteilt werden, um Normalisierung und kreative Variationen zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer spürbaren Reduktion der Sorgenfrequenz, einer Verbesserung der Konzentration und einer erhöhten Selbstwirksamkeit im Umgang mit belastenden Gedanken.
Anleitung (5–10 Min, täglich wiederholen):
1. Augen schließen – sich einen absolut sicheren Tresor vorstellen (Banktresor, Truhe mit Schloss, Safe mit Zahlencode…)
2. Wo steht der Tresor? Wo ist der Schlüssel/Zahlenkode versteckt? → ganz konkret visualisieren
3. Alle aktuellen Sorgen, Ängste, Gedanken als Gegenstände/Bilder in den Tresor packen
4. Tresor zuschließen – Schlüssel verstecken – tief ausatmen
5. Bei neu auftauchenden Sorgen: „Zurück in den Tresor!“
Extra: Tresor aufmalen und an die Wand hängen
• Täglich morgens und abends anwenden
• Tresor-Bild als Anker nutzen
• Mit SDR-Algorithmus kombinieren
Die Übung fördert die Disidentifikation von Sorgen durch achtsame Beobachtung, wodurch die emotionale Intensität und die subjektive Bedrohung reduziert werden. Sorgen werden nicht bekämpft oder gelöst, sondern als vorübergehende mentale Ereignisse wahrgenommen – ähnlich wie Wolken am Himmel oder Szenen in einem Film. Die Metapher des Beobachters schafft kognitive Distanz: Der Patient erkennt, dass er nicht identisch mit seinen Gedanken ist, sondern diese lediglich beobachten kann. Die Übung nutzt Prinzipien der Achtsamkeit (MBSR) und der kognitiven Defusion (ACT): Durch neutrale Beobachtung – Größe, Geschwindigkeit, Veränderung der „Wolke“ – wird die automatische emotionale Reaktion unterbrochen. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten, die sich vollständig in ihren Sorgen verlieren und keine Trennung zwischen Selbst und Gedanken herstellen können. In der Gruppentherapie kann die Übung gemeinsam durchgeführt werden, wobei die individuellen Bilder (Kino, Himmel, Fluss) geteilt werden, um die Vielfalt der Wahrnehmung zu verdeutlichen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Reduktion der emotionalen Belastung durch Sorgen, einer Verbesserung der mentalen Klarheit und einer erhöhten Fähigkeit zur Selbstregulation in stressbeladenen Momenten.
Anleitung:
1. Bequem hinsetzen
2. Sich vorstellen, im Kino zu sitzen oder in den Himmel zu schauen
3. Jede Sorge als Szene oder Wolke vorbeiziehen lassen – ohne einzugreifen
4. Nur beobachten: Wie groß ist die Wolke? Wie schnell zieht sie vorbei? Verändert sie sich?
• Täglich 5–10 Min üben
• Bei akuten Sorgen sofort anwenden
• Mit Atemtechnik kombinieren
Die Übung dient der Strukturierung und Externalisierung diffuser Sorgen, um aus dem emotionalen Chaos heraus eine konkrete, handlungsorientierte Perspektive zu gewinnen. Durch das Aufschreiben in klaren Stichpunkten wird das diffuse Angstgefühl in manageable Einheiten zerlegt, wodurch die kognitive Überforderung reduziert wird. Die vier Fragen – Problem, Schlimmstmöglicher Fall, Wahrscheinlichkeit, Handlungsmöglichkeiten – folgen einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz: Sie aktivieren die Problemlösekompetenz, relativieren katastrophisierende Tendenzen und fördern die Selbstwirksamkeit. Bereits das Schreiben aktiviert den präfrontalen Kortex und dämpft die Amygdala-Aktivität, was zu einer sofortigen emotionalen Entlastung führt. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit überwältigenden, nicht greifbaren Sorgen, da sie keine sofortige Lösung erfordert, sondern lediglich die Strukturierung. In der Gruppentherapie können die Stichpunkte anonym geteilt werden, um gemeinsame Muster zu erkennen und kollektive Lösungsstrategien zu entwickeln. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Problemlösefähigkeit, einer Reduktion der Grübeldauer und einer erhöhten Handlungskontrolle in belastenden Situationen.
Anleitung:
Zettel + Stift nehmen → in Stichpunkten schreiben:
• Was genau ist das Problem?
• Was ist das Schlimmste, das passieren könnte?
• Wie wahrscheinlich ist das wirklich?
• Was könnte ich tun?
→ Schon das Aufschreiben reduziert die Angst oft dramatisch
• Bei akuten Sorgen sofort anwenden
• Stichpunkte laut vorlesen
• Mit inneren Zielen kombinieren
Der Sorgenstuhl schafft einen klar definierten zeitlichen und räumlichen Rahmen für Grübeln, wodurch der Rest des Tages von Sorgen freigehalten wird. Die Übung nutzt Prinzipien der Reizkontrolle und der zeitlichen Begrenzung: Ein physischer Ort (Stuhl) wird mit dem Verhalten „Grübeln“ verknüpft, wodurch das Gehirn lernt, dieses Verhalten nur in diesem Kontext auszuführen. Die feste Zeit (5–15 Min täglich) gibt den Sorgen Raum, ohne dass sie den Alltag dominieren. Außerhalb dieser Zeit wird jede Sorge mit dem Satz „Das mache ich später auf dem Sorgenstuhl“ zurückverwiesen, wodurch die kognitive Kontrolle gestärkt wird. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten, die sich tagsüber und nachts von Sorgen überflutet fühlen, da sie eine klare Trennung zwischen „Grübelzeit“ und „Lebenszeit“ schafft. In der Gruppentherapie können die Erfahrungen mit dem Sorgenstuhl geteilt werden, um Normalisierung und gegenseitige Unterstützung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer spürbaren Entlastung des Alltags, einer Verbesserung der Konzentration und einer Reduktion nächtlichen Grübelns.
Anleitung:
1. Einen bestimmten Stuhl/Sessel in der Wohnung auswählen = Sorgenstuhl
2. Jeden Tag zur gleichen Zeit 5–15 Min darauf setzen und bewusst sorgen/grübeln
3. Rest des Tages: Wenn Sorgen kommen → „Das mache ich später auf dem Sorgenstuhl“
• Feste Zeit einhalten (z. B. 20:00 Uhr)
• Stuhl nicht für andere Zwecke nutzen
• Mit Tresor-Übung kombinieren
Die Übung dient der systematischen Überprüfung und Umformulierung dysfunktionaler Glaubenssätze, die Sorgen und Grübeln aufrechterhalten. Alte, automatisierte Überzeugungen wie „Ich schaffe das nie“ oder „Alles wird schiefgehen“ werden durch ein sechsstufiges Frage-Schema auf Belege, Fakten und Realitätsgehalt geprüft. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Umstrukturierung (KVT): Durch die Unterscheidung zwischen Gefühl und Fakt, Gewohnheit und Tatsache wird die kognitive Verzerrung sichtbar gemacht. Am Ende wird ein neuer, stärkender Glaubenssatz formuliert, der realistisch, handlungsorientiert und selbstwertschützend ist. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit tief verwurzelten negativen Grundüberzeugungen, da sie nicht nur die Oberfläche der Sorgen bearbeitet, sondern die darunterliegende kognitive Struktur. In der Gruppentherapie können die Glaubenssätze anonym geteilt und gemeinsam umformuliert werden, wodurch kollektive Weisheit und Normalisierung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Veränderung der Denkmuster, einer Reduktion automatischer Sorgen und einer erhöhten Resilienz gegenüber Rückschlägen.
Anleitung (für jeden Glaubenssatz):
6-Fragen-Schema:
1. Was sind die Belege dafür?
2. Was sind die Belege dagegen?
3. Basieren meine Bewertungen auf Gefühlen oder Fakten?
4. Ist es Gewohnheit oder Tatsache?
5. Sind meine Interpretationen realistisch?
6. Wie wahrscheinlich ist es wirklich?
→ Am Ende neuen, stärkenden Glaubenssatz formulieren („Ich habe schon viel geschafft – ich finde auch hier einen Weg“)
• Jeden belastenden Gedanken prüfen
• Neuen Satz laut wiederholen
• Mit Motivationszetteln kombinieren
Die Übung dient dem bewussten Austausch dysfunktionaler, kurzfristig entlastender Bewältigungsstrategien gegen langfristig gesunde und funktionale Alternativen. Viele Patienten greifen in belastenden Momenten automatisch zu Vermeidungsverhalten wie übermäßigem Essen, Alkohol oder exzessivem Medienkonsum, die zwar kurzfristig die Anspannung reduzieren, langfristig jedoch die Symptomatik verstärken und zu zusätzlichen Problemen führen. Die Tabelle kontrastiert diese ungünstigen Strategien mit aktiven, sozialen und körperlichen Alternativen, die das Belohnungssystem nachhaltig aktivieren und die emotionale Regulation fördern. Durch die klare Gegenüberstellung wird die Wahl der Bewältigung bewusst gemacht und der Patient befähigt, in akuten Stressmomenten eine funktionale Alternative zu wählen. Die Übung nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung und der Reiz-Reaktions-Umprogrammierung: Statt automatischer Vermeidung wird eine aktive, ressourcenorientierte Handlung etabliert. In der Gruppentherapie kann die Tabelle gemeinsam erweitert werden, wodurch kollektive Weisheit und soziale Unterstützung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens, einer Verbesserung der Stimmung und einer erhöhten Resilienz in belastenden Situationen.
Anleitung:
Ungünstig (kurzfristig)
Gesund (langfristig)
Alkohol, Essen, Netflix-Marathon
Spaziergang, Sport, Freunde anrufen
Grübeln, Sorgen wälzen
Sorgenstuhl, Tresor, Stichpunkte
Sich verkriechen
Termin mit lieben Menschen machen
• Tabelle sichtbar aufhängen
• Bei jedem Impuls bewusst wählen
• Mit Verhaltensaktivierung kombinieren
Das Handout bündelt die fünf wirksamsten Anti-Sorgen-Techniken in einer kompakten, sofort einsetzbaren Übersicht. Es dient als praktisches Selbstmanagement-Tool, das dem Patienten ermöglicht, in akuten Belastungsmomenten schnell die passende Übung auszuwählen und anzuwenden. Die Checkboxen fördern die Verhaltensaktivierung und das Selbstmonitoring: Durch tägliches Abhaken wird die Anwendung bewusst gemacht und die Selbstwirksamkeit gestärkt. Die Reflexionsfrage „hat geholfen?“ unterstützt die metakognitive Evaluation und die individuelle Anpassung der Techniken. Das Handout ist besonders wirksam als Ergänzung zu therapeutischen Sitzungen, da es den Transfer in den Alltag sichert und die Eigenverantwortung fördert. In der Gruppentherapie kann das Handout gemeinsam besprochen und individuell angepasst werden. Langfristig führt die regelmäßige Nutzung zu einer nachhaltigen Reduktion von Grübeln und Sorgen, einer Verbesserung der emotionalen Regulation und einer erhöhten Kontrolle über belastende Gedanken.
Handout (zum Ausdrucken):
☐ Tresor-Übung – Sorgen einsperren
☐ Sorgen als Wolken/Film beobachten
☐ Sorgen in Stichpunkten notieren
☐ Sorgenstuhl (täglich 10 Min)
☐ Glaubenssätze mit 6-Fragen-Schema prüfen
„Heute benutzt: ___________ – hat geholfen? Ja / Nein / teilweise“
• Täglich eine Technik anwenden
• Handout sichtbar platzieren
• Wöchentliche Reflexion in Therapie
Glaubenssätze finden (Satzanfänge)
Störungen: Depression · Selbstwertprobleme · Perfektionismus · chronische Verbitterung
Symptome: behindernde Überzeugungen · „Ich bin nicht gut genug“ · automatische Selbstabwertung
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Aufdeckung tief verwurzelter, oft unbewusster Glaubenssätze aus der Kindheit oder prägenden Erfahrungen, die aktuelle Belastungen aufrechterhalten. Durch das Vervollständigen vorgegebener Satzanfänge werden automatische Assoziationen aktiviert, die sonst im Verborgenen bleiben. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Tiefenstrukturanalyse: Die spontanen Antworten spiegeln Kernüberzeugungen wider, die dann weiter bearbeitet werden können (z. B. mit dem 6-Fragen-Schema). Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit diffusen Selbstwertproblemen oder wiederkehrenden depressiven Episoden, da sie die ursächlichen kognitiven Muster sichtbar macht. In der Gruppentherapie können die Sätze anonym geteilt werden, um Normalisierung und kollektives Verständnis zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer bewussten Auseinandersetzung mit limitierenden Überzeugungen, einer Reduktion automatischer Selbstabwertung und einer erhöhten Fähigkeit zur kognitiven Umstrukturierung.
Anleitung:
Vervollständige laut oder schriftlich:
Eine Lehre, die ich nie vergessen werde: …
Mein Vater/meine Mutter sagte häufig: …
Von Oma/Opa hörte ich immer: …
Etwas, das ich nie wahrhaben wollte: …
→ Daraus die Kern-Glaubenssätze ableiten („Ich bin nicht gut genug“, „Ich muss perfekt sein“ usw.)
• Spontan antworten – ohne Zensur
• Glaubenssätze laut vorlesen
• Mit 6-Fragen-Schema weiterbearbeiten
Die Übung dient der systematischen Beweisprüfung und Entmachtung dysfunktionaler Glaubenssätze, die emotionale Belastungen und Grübeln aufrechterhalten. Durch das sechsteilige Frage-Schema wird jeder Glaubenssatz auf seine faktische Grundlage, Realitätsnähe und Wahrscheinlichkeit hin untersucht. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Umstrukturierung: Die Trennung zwischen Gefühl und Fakt, Gewohnheit und Tatsache macht kognitive Verzerrungen sichtbar und ermöglicht die bewusste Neukonstruktion einer funktionalen Überzeugung. Jede Frage zwingt zu einer differenzierten Betrachtung, wodurch automatische negative Denkmuster unterbrochen werden. Die abschließende Formulierung eines neuen, stärkenden Satzes verankert die kognitive Veränderung und fördert die Selbstwirksamkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit tief verwurzelten negativen Kernüberzeugungen, da sie nicht nur die Oberfläche bearbeitet, sondern die zugrundeliegende kognitive Architektur. In der Gruppentherapie können die Antworten anonym geteilt und gemeinsam optimiert werden, wodurch kollektive Validierung und Normalisierung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Reduktion automatischer Selbstabwertung, einer Verbesserung der emotionalen Stabilität und einer erh erhöhten Resilienz gegenüber belastenden Gedanken.
Anleitung (für jeden Glaubenssatz schriftlich beantworten):
1. Was sind die Belege dafür?
2. Was sind die Belege dagegen?
3. Basieren meine Bewertungen auf Gefühlen oder Fakten?
4. Ist es Gewohnheit oder Tatsache?
5. Sind meine Interpretationen realistisch?
6. Wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass der Glaubenssatz stimmt?
→ Am Ende neuen, stärkenden Satz formulieren
• Jeden belastenden Gedanken prüfen
• Neuen Satz laut wiederholen
• Mit Glaubenssätze finden kombinieren
Die Übung dient dem bewussten Austausch dysfunktionaler, kurzfristig entlastender Bewältigungsstrategien gegen langfristig gesunde und funktionale Alternativen. Patienten greifen in belastenden Momenten häufig zu Vermeidungsverhalten wie übermäßigem Essen, Alkohol oder exzessivem Medienkonsum, die zwar kurzfristig die Anspannung reduzieren, langfristig jedoch die Symptomatik verstärken und zu zusätzlichen Problemen führen. Durch die systematische Erstellung einer Liste aktueller Bewältigungsstrategien und die gezielte Suche nach gesunden Alternativen wird die automatische Reaktion unterbrochen und eine aktive, ressourcenorientierte Handlung etabliert. Die Rückbesinnung auf frühere erfolgreiche Bewältigungsmomente aktiviert vorhandene Kompetenzen und fördert die Selbstwirksamkeit. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung und der Reiz-Reaktions-Umprogrammierung. In der Gruppentherapie kann die Liste gemeinsam erweitert werden, wodurch kollektive Weisheit und soziale Unterstützung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens, einer Verbesserung der Stimmung und einer erhöhten Resilienz in belastenden Situationen.
Anleitung:
1. Liste führen: Was mache ich bei Stress/Schlechtfühlen? (z. B. Schokolade, 3 Stunden Netflix)
2. Für jedes dysfunktionale Verhalten eine gesunde Alternative finden
3. Frage stellen: „Welche Krise habe ich früher gut bewältigt – was hat mir damals geholfen?“ → daraus neue Strategien ableiten
• Liste sichtbar aufhängen
• Bei jedem Impuls bewusst wählen
• Mit Verhaltensaktivierung kombinieren
Die Tresor-Übung dient der bewussten Externalisierung und zeitlichen Begrenzung von Sorgen, die den Alltag dominieren und nicht sofort lösbar sind. Durch die Visualisierung eines absolut sicheren Tresors wird ein mentaler Container geschaffen, in dem belastende Gedanken sicher „eingesperrt“ werden können, ohne dass sie weiter im Bewusstsein kreisen. Die Übung nutzt Prinzipien der kognitiven Distanzierung und der mentalen Kontrolle: Sorgen werden als externe Objekte wahrgenommen, die man aktiv handhaben kann. Die konkrete Visualisierung – Ort des Tresors, Schlüsselversteck, Verschlussmechanismus – verstärkt die neuronale Verankerung und schafft ein starkes inneres Bild, das jederzeit abrufbar ist. Bei erneut auftauchenden Sorgen wird der Gedanke sofort zurück in den Tresor verwiesen, wodurch das Grübeln unterbrochen und die kognitive Kapazität für den aktuellen Moment freigesetzt wird. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit diffusem, nicht lösbarem Sorgenkreis, da sie keine Problemlösung erfordert, sondern lediglich die mentale Trennung von „jetzt“ und „später“. In der Gruppentherapie können die individuellen Tresor-Bilder geteilt werden, um Normalisierung und kreative Variationen zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer spürbaren Reduktion der Sorgenfrequenz, einer Verbesserung der Konzentration und einer erhöhten Selbstwirksamkeit im Umgang mit belastenden Gedanken.
Anleitung:
Setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen.
Stellen Sie sich einen absolut sicheren Tresor vor (Banktresor, alte Truhe mit Vorhängeschloss, Safe mit Zahlencode – ganz nach Ihrem Geschmack).
Wo steht der Tresor? Wo ist der Schlüssel/Code versteckt? → ganz konkret visualisieren.
Nehmen Sie alle aktuellen Sorgen als Päckchen, Bilder oder Sätze und packen Sie sie in den Tresor.
Schließen Sie den Tresor zu, verstecken Sie den Schlüssel, atmen Sie tief aus.
Jedes Mal, wenn eine Sorge wieder hochkommt: „Zurück in den Tresor!“ und innerlich zuschließen.
Tipp: Zeichnen Sie den Tresor auf und hängen Sie ihn sichtbar auf.
• 3–5× täglich in der ersten Woche üben
• Tresor-Bild als Anker nutzen
• Mit SDR-Algorithmus kombinieren
Die Übung fördert die Disidentifikation von Sorgen durch achtsame Beobachtung, wodurch die emotionale Intensität und die subjektive Bedrohung reduziert werden. Sorgen werden nicht bekämpft oder gelöst, sondern als vorübergehende mentale Ereignisse wahrgenommen – ähnlich wie Wolken am Himmel oder Szenen in einem Film. Die Metapher des Beobachters schafft kognitive Distanz: Der Patient erkennt, dass er nicht identisch mit seinen Gedanken ist, sondern diese lediglich beobachten kann. Die Übung nutzt Prinzipien der Achtsamkeit (MBSR) und der kognitiven Defusion (ACT): Durch neutrale Beobachtung – Größe, Geschwindigkeit, Veränderung der „Wolke“ – wird die automatische emotionale Reaktion unterbrochen. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten, die sich vollständig in ihren Sorgen verlieren und keine Trennung zwischen Selbst und Gedanken herstellen können. In der Gruppentherapie kann die Übung gemeinsam durchgeführt werden, wobei die individuellen Bilder (Kino, Himmel, Fluss) geteilt werden, um die Vielfalt der Wahrnehmung zu verdeutlichen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Reduktion der emotionalen Belastung durch Sorgen, einer Verbesserung der mentalen Klarheit und einer erhöhten Fähigkeit zur Selbstregulation in stressbeladenen Momenten.
Anleitung:
Setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen halb oder ganz.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Kino oder schauen in den Himmel.
Jede Sorge wird zur Wolke oder Filmszene.
Nur beobachten: Wie groß ist sie? Wie schnell zieht sie vorbei? Verändert sie sich?
Sie können die Leinwand kleiner machen oder sich weiter wegsetzen.
• 5–10 Minuten täglich üben
• Bei akuten Grübelattacken sofort anwenden
• Mit Atemtechnik kombinieren
Die Übung dient der Strukturierung und Externalisierung diffuser Sorgen, um aus dem emotionalen Chaos heraus eine konkrete, handlungsorientierte Perspektive zu gewinnen. Durch das Aufschreiben in klaren Stichpunkten wird das diffuse Angstgefühl in manageable Einheiten zerlegt, wodurch die kognitive Überforderung reduziert wird. Die vier Fragen – Problem, Schlimmstmöglicher Fall, Wahrscheinlichkeit, Handlungsmöglichkeiten – folgen einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz: Sie aktivieren die Problemlösekompetenz, relativieren katastrophisierende Tendenzen und fördern die Selbstwirksamkeit. Bereits das Schreiben aktiviert den präfrontalen Kortex und dämpft die Amygdala-Aktivität, was zu einer sofortigen emotionalen Entlastung führt. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten mit überwältigenden, nicht greifbaren Sorgen, da sie keine sofortige Lösung erfordert, sondern lediglich die Strukturierung. In der Gruppentherapie können die Stichpunkte anonym geteilt werden, um gemeinsame Muster zu erkennen und kollektive Lösungsstrategien zu entwickeln. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Problemlösefähigkeit, einer Reduktion der Grübeldauer und einer erhöhten Handlungskontrolle in belastenden Situationen.
Anleitung:
Zettel + Stift nehmen.
Alles in Stichpunkten aufschreiben – so ehrlich und konkret wie möglich.
Weiterfragen: Was ist das Schlimmste? Wie wahrscheinlich ist es wirklich? Was könnte ich tun?
Beispiel: Magenbrennen → Probezeit → Kündigung → Straße → Familie → dann Lösungsideen.
• Bei akuten Sorgen sofort anwenden
• Stichpunkte laut vorlesen
• Mit inneren Zielen kombinieren
Der Sorgenstuhl schafft einen klar definierten zeitlichen und räumlichen Rahmen für Grübeln, wodurch der Rest des Tages von Sorgen freigehalten wird. Die Übung nutzt Prinzipien der Reizkontrolle und der zeitlichen Begrenzung: Ein physischer Ort (Stuhl) wird mit dem Verhalten „Grübeln“ verknüpft, wodurch das Gehirn lernt, dieses Verhalten nur in diesem Kontext auszuführen. Die feste Zeit (5–15 Min täglich) gibt den Sorgen Raum, ohne dass sie den Alltag dominieren. Außerhalb dieser Zeit wird jede Sorge mit dem Satz „Das mache ich später auf dem Sorgenstuhl“ zurückverwiesen, wodurch die kognitive Kontrolle gestärkt wird. Die Methode ist besonders wirksam bei Patienten, die sich tagsüber und nachts von Sorgen überflutet fühlen, da sie eine klare Trennung zwischen „Grübelzeit“ und „Lebenszeit“ schafft. In der Gruppentherapie können die Erfahrungen mit dem Sorgenstuhl geteilt werden, um Normalisierung und gegenseitige Unterstützung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer spürbaren Entlastung des Alltags, einer Verbesserung der Konzentration und einer Reduktion nächtlichen Grübelns.
Anleitung:
Wählen Sie einen bestimmten Stuhl/Sessel = Ihren Sorgenstuhl.
Setzen Sie sich jeden Tag zur gleichen Zeit (z. B. 19:30–19:45) darauf und sorgen/grübeln Sie bewusst 15 Minuten.
Rest des Tages: Sobald eine Sorge kommt → „Das mache ich später auf dem Sorgenstuhl“.
• Feste Zeit einhalten
• Stuhl nicht für andere Zwecke nutzen
• Mit Tresor-Übung kombinieren
Glaubenssätze finden – Satzanfänge
Störungen: Depression · Selbstwertprobleme · Perfektionismus · chronische Verbitterung
Symptome: behindernde Überzeugungen · „Ich bin nicht gut genug“ · automatische Selbstabwertung
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der Aufdeckung tief verwurzelter, oft unbewusster Glaubenssätze aus der Kindheit oder prägenden Erfahrungen, die aktuelle Belastungen aufrechterhalten. Durch das Vervollständigen vorgegebener Satzanfänge werden automatische Assoziationen aktiviert, die sonst im Verborgenen bleiben. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Tiefenstrukturanalyse: Die spontanen Antworten spiegeln Kernüberzeugungen wider, die dann weiter bearbeitet werden können (z. B. mit dem 6-Fragen-Schema). Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit diffusen Selbstwertproblemen oder wiederkehrenden depressiven Episoden, da sie die ursächlichen kognitiven Muster sichtbar macht. In der Gruppentherapie können die Sätze anonym geteilt werden, um Normalisierung und kollektives Verständnis zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer bewussten Auseinandersetzung mit limitierenden Überzeugungen, einer Reduktion automatischer Selbstabwertung und einer erhöhten Fähigkeit zur kognitiven Umstrukturierung.
Anleitung:
Vervollständigen Sie laut oder schriftlich:
Eine Lehre, die ich nie vergessen werde: …
Mein Vater/meine Mutter sagte häufig: …
Von Oma/Opa hörte ich immer: …
Etwas, das ich nie wahrhaben wollte: …
Daraus Kern-Glaubenssätze ableiten (z. B. „Ich bin nicht gut genug“).
• Spontan antworten – ohne Zensur
• Glaubenssätze laut vorlesen
• Mit 6-Fragen-Schema weiterbearbeiten
Die Übung dient der systematischen Beweisprüfung und Entmachtung dysfunktionaler Glaubenssätze, die emotionale Belastungen und Grübeln aufrechterhalten. Durch das sechsteilige Frage-Schema wird jeder Glaubenssatz auf seine faktische Grundlage, Realitätsnähe und Wahrscheinlichkeit hin untersucht. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Umstrukturierung: Die Trennung zwischen Gefühl und Fakt, Gewohnheit und Tatsache macht kognitive Verzerrungen sichtbar und ermöglicht die bewusste Neukonstruktion einer funktionalen Überzeugung. Jede Frage zwingt zu einer differenzierten Betrachtung, wodurch automatische negative Denkmuster unterbrochen werden. Die abschließende Formulierung eines neuen, stärkenden Satzes verankert die kognitive Veränderung und fördert die Selbstwirksamkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit tief verwurzelten negativen Kernüberzeugungen, da sie nicht nur die Oberfläche bearbeitet, sondern die zugrundeliegende kognitive Architektur. In der Gruppentherapie können die Antworten anonym geteilt und gemeinsam optimiert werden, wodurch kollektive Validierung und Normalisierung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Reduktion automatischer Selbstabwertung, einer Verbesserung der emotionalen Stabilität und einer erhöhten Resilienz gegenüber belastenden Gedanken.
Anleitung (für jeden Glaubenssatz schriftlich beantworten):
1. Was sind die Belege dafür?
2. Was sind die Belege dagegen?
3. Basieren meine Bewertungen auf Gefühlen oder Fakten?
4. Ist es Gewohnheit oder Tatsache?
5. Sind meine Interpretationen realistisch?
6. Wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass der Glaubenssatz stimmt?
Abschluss: Neuen, stärkenden Satz formulieren.
• Jeden belastenden Gedanken prüfen
• Neuen Satz laut wiederholen
• Mit Glaubenssätze finden kombinieren
Die Übung dient dem bewussten Austausch dysfunktionaler, kurzfristig entlastender Bewältigungsstrategien gegen langfristig gesunde und funktionale Alternativen. Patienten greifen in belastenden Momenten häufig zu Vermeidungsverhalten wie übermäßigem Essen, Alkohol oder exzessivem Medienkonsum, die zwar kurzfristig die Anspannung reduzieren, langfristig jedoch die Symptomatik verstärken und zu zusätzlichen Problemen führen. Durch die systematische Erstellung einer Liste aktueller Bewältigungsstrategien und die gezielte Suche nach gesunden Alternativen wird die automatische Reaktion unterbrochen und eine aktive, ressourcenorientierte Handlung etabliert. Die Rückbesinnung auf frühere erfolgreiche Bewältigungsmomente aktiviert vorhandene Kompetenzen und fördert die Selbstwirksamkeit. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung und der Reiz-Reaktions-Umprogrammierung. In der Gruppentherapie kann die Liste gemeinsam erweitert werden, wodurch kollektive Weisheit und soziale Unterstützung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens, einer Verbesserung der Stimmung und einer erhöhten Resilienz in belastenden Situationen.
Anleitung:
1. Liste: Was mache ich aktuell bei Stress/Schlechtfühlen?
2. Für jedes dysfunktionale Verhalten eine gesunde Alternative finden.
3. Frage: „Welche Krise habe ich früher gut bewältigt – was hat mir damals geholfen?“ → neue Strategien daraus ableiten.
• Liste sichtbar aufhängen
• Bei jedem Impuls bewusst wählen
• Mit Verhaltensaktivierung kombinieren
Die Übung dient der grundlegenden Sensibilisierung für die drei zentralen Wahrnehmungshaltungen – unachtsam, bewertend und achtsam – als Basis für alle weiteren achtsamkeitsbasierten Interventionen. Patienten lernen, ihre alltägliche Wahrnehmung zu reflektieren und zwischen automatischen, dysfunktionalen Haltungen (unachtsam oder überbewertend) und der funktionalen achtsamen Haltung zu unterscheiden. Durch die Analyse von Beispielszenarien (z. B. „Achtsam im Park“) wird die metakognitive Kompetenz gestärkt: Der Patient erkennt, wie unachtsame oder bewertende Wahrnehmung emotionale Eskalation fördert, während achtsame Wahrnehmung Distanz und Regulation ermöglicht. Die Übung bildet die konzeptionelle Grundlage für innere und äußere Achtsamkeit und schafft die Voraussetzung für Akzeptanz und Emotionsregulation. In der Gruppentherapie kann die Aufgabe gemeinsam gelöst werden, wodurch kollektives Lernen und Normalisierung hinzukommen. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Achtsamkeit im Alltag, einer Reduktion automatischer Reaktionen und einer Verbesserung der emotionalen Selbstregulation.
Anleitung (in der Sitzung):
Lassen Sie die Patienteninformation (AB 54) vorlesen oder gemeinsam lesen.
Lösen Sie gemeinsam die Aufgabe „Achtsam im Park“ (AB 55):
Frau Schmidt → unachtsam
Herr Kunz → aufmerksam-bewertend
Frau Meier → achtsam
Frage: „Wo sind Sie meistens im Alltag?“
• Als Einstieg in Achtsamkeit
• Mit Protokoll kombinieren
• Täglich reflektieren
Die Übung dient dem Einstieg in die Achtsamkeitspraxis durch die fokussierte Wahrnehmung äußerer Reize über die fünf Sinne, was besonders für Patienten mit starker innerer Unruhe oder Grübelneigung geeignet ist. Im Gegensatz zur inneren Achtsamkeit, die Emotionen direkt anspricht, bietet die äußere Achtsamkeit einen sicheren, weniger bedrohlichen Zugang, da sie weniger Bewertung und emotionale Aktivierung auslöst. Durch die neutrale Wahrnehmung – „Da ist …“ – wird das Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment gelenkt, automatische Bewertungen unterbrochen und die kognitive Kontrolle gestärkt. Die Übung nutzt Prinzipien der Achtsamkeit (MBSR) und der sensorischen Grounding-Techniken: Sie verankert den Patienten im Hier und Jetzt, reduziert die Amygdala-Aktivität und schafft Raum für emotionale Regulation. In der Gruppentherapie kann die Übung gemeinsam durchgeführt werden, wobei unterschiedliche Sinne (Hören, Sehen, Fühlen) erprobt werden. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Präsenz im Alltag, einer Reduktion von Grübeln und einer Verbesserung der emotionalen Stabilität.
Anleitung (10–15 Min):
Nehmen Sie eine bequeme Sitzposition ein (Rücken gestützt, Füße auf dem Boden).
Wählen Sie einen Sinn (meist Hören oder Sehen).
Nur wahrnehmen: „Da ist …“ (z. B. „Da ist das Ticken der Uhr … da ist ein Auto …“).
Keine Bewertung, kein Nachdenken, kein Wünschen.
Bei Abschweifen sanft zurück zum Sinn kommen.
Hausaufgabe: 3× täglich 5 Min einen Sinn achtsam wahrnehmen + ins Protokoll (AB 60) eintragen.
• Mit Hören beginnen
• Protokoll führt zur Routine
• Mit innerer Achtsamkeit kombinieren
Die Übung dient der achtsamen Akzeptanz und Integration problematischer Emotionen (Wut, Angst, Scham) durch eine strukturierte fünfstufige Wahrnehmung: Wahrnehmen, Akzeptieren, Beschreiben, Teilnehmen. Statt Emotionen zu bekämpfen oder zu unterdrücken, werden sie bewusst zugelassen und als vorübergehende Phänomene erlebt. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit und Akzeptanz (ACT): Durch neutrale Beschreibung („Da ist Druck im Magen“) wird die emotionale Fusion unterbrochen, die Intensität reduziert und die Regulation gefördert. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit starker Emotionsvermeidung oder Überflutung, da sie eine sichere, strukturierte Annäherung ermöglicht. In der Gruppentherapie kann die Übung mit leichteren Emotionen begonnen und schrittweise intensiviert werden. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Emotionstoleranz, einer Reduktion von Vermeidungsverhalten und einer Verbesserung der emotionalen Selbstregulation.
Anleitung (in der Sitzung):
1. Erklären: Wahrnehmen – Akzeptieren – Beschreiben – Teilnehmen.
2. Setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen.
3. Aktivieren Sie die Emotion (z. B. „Stellen Sie sich vor, Sie sind wieder in der Situation mit …“).
4. Beschreiben Sie laut: „Da ist Druck im Magen … da ist Hitze im Gesicht … da ist der Gedanke ‚ich bin wertlos‘ …“
5. Der Therapeut unterstützt: „Und das ist jetzt da … und es ist okay …“
6. Nach 3–5 Min auswerten: Wie intensiv war die Emotion danach?
Hausaufgabe: Kurzanleitung (AB 59) ausschneiden und immer dabei haben – bei starker Emotion sofort anwenden.
• Mit leichter Emotion beginnen
• Beschreibung laut fördert Distanz
• Mit Protokoll kombinieren
Die Übung dient der funktionalen Akzeptanz adaptiver Emotionen wie Einsamkeit, Traurigkeit oder Angst, die ein berechtigtes Bedürfnis signalisieren. Statt diese Emotionen zu unterdrücken oder dysfunktional zu bewältigen, werden sie achtsam zugelassen, analysiert und in handlungsorientierte Bedürfnisbefriedigung umgewandelt. Die Methode nutzt Prinzipien der funktionalen Emotionsanalyse und der Verhaltensaktivierung: Die Emotion wird als Signalgeber verstanden, dessen zugrundeliegendes Bedürfnis (z. B. Kontakt, Trost) identifiziert und befriedigt wird. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit chronischer Emotionsunterdrückung oder dysfunktionalem Bewältigungsverhalten, da sie eine Brücke zwischen Fühlen und Handeln schlägt. In der Gruppentherapie können Beispiele gemeinsam analysiert werden, um kollektive Lösungsstrategien zu entwickeln. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Emotionstoleranz, einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens und einer Verbesserung der Bedürfnisbefriedigung.
Anleitung:
Identifizieren Sie die Emotion → Emotionsanalyse („Welches Bedürfnis steckt dahinter?“).
Lassen Sie die Emotion bewusst zu (innere Achtsamkeit).
Frage: „Was wäre ein hilfreiches Verhalten, um dieses Bedürfnis zu erfüllen?“
Beispiel: Frau N. fühlt Einsamkeit → erkennt Bedürfnis nach Kontakt → ruft Freundin an.
• Mit Emotionsprotokoll kombinieren
• Handlung sofort umsetzen
• Mit Verhaltensaktivierung verbinden
Die Übung dient der vollständigen Akzeptanz maladaptiver Emotionen, die aus unerfüllbaren Bedürfnissen entstehen, wie nach einem schweren Verlust, Unfall oder Trennung. Statt die Realität zu bekämpfen oder zu leugnen, was das Leid verlängert, wird die Situation zu 100 % angenommen – „Es ist, wie es ist“. Dies reduziert den sekundären emotionalen Schmerz (z. B. Wut über den Verlust) und schafft Raum für Heilung. Die Methode basiert auf Prinzipien der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) und der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT): Die Emotion wird achtsam zugelassen, ohne Veränderungsversuch, wodurch ihre Intensität oft in Minuten abnimmt. Beispielsweise bei einem Patienten, der nach dem Tod eines Angehörigen in ständiger Trauer und Wut gefangen ist: Durch radikale Akzeptanz erkennt er, dass der Verlust unveränderbar ist, lässt die Emotion zu und spürt eine Entlastung, die neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet (z. B. Trauerarbeit statt Kampf). Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit chronischem Leid durch Unveränderliches, da sie den Fokus von Widerstand auf Akzeptanz verlagert. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden, um Normalisierung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion emotionaler Erschöpfung, einer Verbesserung der Lebensqualität und einer erhöhten Fähigkeit zur emotionalen Regulation.
Anleitung:
Erkennen Sie: „Das kann ich nie ändern“ (z. B. Unfall, Trennung, Tod).
Der Therapeut leitet an: „Sagen Sie innerlich 100 % ernst: ‚Es ist, wie es ist. Ich akzeptiere die Realität vollständig.‘“
Spüren Sie die Emotion voll (ohne Abwehr) → meist sinkt die Intensität in Minuten stark ab.
Frage: „Was wird jetzt möglich, wenn Sie nicht mehr kämpfen?“
• Bei starkem Widerstand schrittweise akzeptieren
• Mit Bauchatmung kombinieren
• Protokoll führen
Die Übung kombiniert die bewusste Akzeptanz von Emotionen mit einer regulierenden Bauchatmung, um schnelle Entspannung ohne Unterdrückung zu erreichen. Emotionen werden benannt, ihr Grund erkannt und als okay akzeptiert, während die tiefe Atmung das vegetative Nervensystem beruhigt. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit und der physiologischen Regulation: Die Akzeptanzsätze („Ich fühle … weil … und das ist okay“) schaffen kognitive Distanz, die Atmung (4 sec ein – 6 sec aus) aktiviert den Parasympathikus und reduziert Cortisol. Beispielsweise bei einem Patienten mit Angst vor Kritik: „Ich fühle Angst, weil ich kritisiert wurde – und das ist okay“ – wiederholt mit Bauchatmung führt zu einer spürbaren Entspannung der Brust. Die Übung ist besonders wirksam bei akuter emotionaler Erregung, da sie einfach, mobil und sofort einsetzbar ist. In der Gruppentherapie können Sätze geteilt werden, um Normalisierung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Emotionstoleranz, einer Reduktion von Vermeidungsverhalten und einer Verbesserung der Selbstregulation.
Anleitung:
Benennen Sie die Emotion: „Ich fühle …“
Benennen Sie den Grund: „… weil …“
Akzeptanzsatz: „… und das ist okay.“
Diesen Satz 10–20× langsam wiederholen, dabei tief in den Bauch atmen (4 sec ein – 6 sec aus)
Beispiel: „Ich fühle mich traurig, weil ich kritisiert wurde – und das ist okay.“
• Bei starker Erregung beginnen
• Atmung zählen
• Mit Protokoll kombinieren
Das Gedankenexperiment macht den Patienten bewusst, dass er sich selbst viel härter kritisiert als andere, und dient als Einstieg in das Selbstmitgefühl. Durch den Vergleich zweier Szenarien – eigenes Versagen vs. Versagen eines Freundes – wird die Ungleichbehandlung sichtbar und motiviert zur Entwicklung einer mitfühlenden Selbsthaltung. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Dissonanz und der Perspektivübernahme: Der Patient erlebt die Diskrepanz zwischen Fremd- und Selbstbehandlung, was zu einer kognitiven Umstrukturierung führt. Beispielsweise bei einem Patienten mit Perfektionismus: In Situation 1 (selbst vergessen) denkt er „Ich Idiot!“, in Situation 2 (Freund vergessen) sagt er „Kein Problem, das passiert“. Die Frage „Warum sind Sie zu sich so viel strenger?“ löst Reflexion aus und öffnet für Selbstmitgefühl. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Selbstabwertung, da sie einfach und erlebnisorientiert ist. In der Gruppentherapie können Szenarien geteilt werden, um Normalisierung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Selbstkritik, einer Verbesserung des Selbstwerts und einer erhöhten emotionalen Ausgeglichenheit.
Anleitung:
Lesen Sie Situation 1: Sie vergessen die Grillsoßen → Was denken Sie über sich?
Lesen Sie Situation 2: Freund vergisst die Grillsoßen → Was sagen Sie zu ihm?
Frage: „Warum sind Sie zu sich so viel strenger als zu anderen?“
• Szenarien laut vorlesen
• Mit Selbstmitgefühl-Brief kombinieren
• In Gruppe diskutieren
Das Protokoll macht automatische Selbstbeschimpfungen bewusst und dokumentiert ihren emotionalen Impact, um die Basis für Veränderung zu schaffen. Viele Patienten sind sich ihrer inneren Selbstkritik nicht bewusst, da sie habitualisiert ist. Die vier Spalten – Tag/Datum, Situation, Selbstbeschimpfung, Ausgelöste Emotion – fördern die metakognitive Reflexion und machen den Zusammenhang zwischen Kritik und Leid sichtbar. Beispielsweise bei einem Patienten mit Depression: Situation „Verspätung“, Selbstbeschimpfung „Du Idiot!“, Emotion „Scham“ – das Protokoll zeigt die Häufigkeit und Intensität. Die Übung ist besonders wirksam als Einstieg in Selbstmitgefühl, da sie die Dysfunktionalität der Kritik evidenzbasiert aufzeigt. In der Gruppentherapie können Protokolle anonym geteilt werden, um Normalisierung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Selbstkritik, einer Verbesserung des Selbstwerts und einer erhöhten emotionalen Stabilität.
Anleitung:
Spalten:
Tag/Datum
Situation
Selbstbeschimpfung („Du Idiot!“)
Ausgelöste Emotion
Führen Sie es eine Woche lang täglich – dann in der nächsten Stunde bearbeiten.
• Täglich ausfüllen
• Mit Veränderungsprotokoll kombinieren
• In Therapie besprechen
Die Übung dient der Umstrukturierung abwertender Selbstkritik durch drei selbstmitfühlende Perspektiven: freundlich, menschlich, fürsorglich. Jeder Selbstbeschimpfung wird ein mitfühlender Gegenentwurf entgegengesetzt, um die dysfunktionale Kritik zu ersetzen. Die Methode nutzt Prinzipien der Selbstmitgefühls-Therapie (Neff): Freundlichkeit reduziert Härte, Menschlichkeit normalisiert Fehler, Fürsorge adressiert Bedürfnisse. Beispielsweise bei Situation „Fehler gemacht“, Selbstbeschimpfung „Du Versager!“, Emotion „Scham“ – Gegen: freundlich „Das kann jedem passieren“, menschlich „Ich bin nicht allein damit“, fürsorglich „Was brauche ich jetzt wirklich?“. Die Übung ist besonders wirksam nach dem Protokoll, da sie auf realen Einträgen aufbaut. In der Gruppentherapie können Gegenentwürfe gemeinsam entwickelt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Selbstkritik, einer Verbesserung des Selbstwerts und einer erhöhten emotionalen Ausgeglichenheit.
Anleitung:
Spalten:
Situation + Selbstbeschimpfung
Emotion
freundlich zu sich selbst („Das kann jedem passieren“)
Fehler sind menschlich („Ich bin nicht allein damit“)
selbstfürsorglich („Was brauche ich jetzt wirklich?“)
• Auf Protokoll aufbauen
• Sätze laut wiederholen
• Täglich üben
Die Übung aktiviert tiefes Selbstmitgefühl durch Perspektivwechsel: Der Patient schreibt einen Brief an sich selbst, als wäre er sein bester Freund. Dies löst die harte Selbstkritik auf und ersetzt sie durch Wärme, Verständnis und Unterstützung. Die Methode nutzt Prinzipien der Selbstmitgefühls-Therapie: Die Vorlagen – „[Name] ist ein Mensch, der …“, „Seine Situation ist schwer, weil …“, „Was ich an ihm mag …“, „Was ich ihm von Herzen wünsche …“ – strukturieren den Brief und fördern eine mitfühlende Haltung. Beispielsweise bei einem Patienten mit Scham nach Fehler: Der Brief betont Stärken, normalisiert die Situation und wünscht Heilung – beim Vorlesen kommen oft Tränen der Erleichterung. Die Übung ist besonders wirksam bei starker Scham oder Selbsthass, da sie emotional tief wirkt. In der Gruppentherapie können Briefe anonym geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung des Selbstwerts, einer Reduktion von Selbstabwertung und einer erhöhten emotionalen Resilienz.
Anleitung:
Schreiben Sie einen Brief an sich selbst – als wären Sie Ihr bester Freund.
Verwenden Sie Vorlagen: „[Name] ist ein Mensch, der …“, „Seine Situation ist schwer, weil …“, „Was ich an ihm mag …“, „Was ich ihm von Herzen wünsche …“
Lesen Sie den Brief laut vor (in der Sitzung oder zu Hause).
Das Tagebuch trainiert eine tägliche wohlwollende, mitfühlende Sicht auf sich selbst, um chronische Selbstabwertung zu überwinden. Durch die Reflexion emotional bedeutsamer Situationen wird Selbstmitgefühl habitualisiert. Die vier Spalten – Datum, Situation, Emotion(en), Selbstmitfühlende Beschreibung – fördern eine strukturierte, positive Umdeutung. Beispielsweise bei Situation „Fehler bei Arbeit“, Emotion „Scham“ – Beschreibung „Das war schwer, weil …, aber ich habe mein Bestes gegeben“. Die Übung ist besonders wirksam als langfristiges Training, da sie auf Alltagserfahrungen aufbaut. In der Gruppentherapie können Einträge geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung des Selbstwerts, einer Reduktion von Selbstkritik und einer erhöhten emotionalen Ausgeglichenheit.
Anleitung:
Spalten:
Datum
Emotional bedeutsame Situation (positiv oder negativ)
Emotion(en)
Selbstmitfühlende Beschreibung (mit Bildern, Fragen aus AB 71)
Führen Sie es mindestens 4 Wochen täglich.
• Täglich ausfüllen
• Mit Brief kombinieren
• In Therapie besprechen
Die Übung befähigt den Patienten, eine personalisierte Achtsamkeitsübung zu entwickeln, um die Motivation zu steigern und die Integration in den Alltag zu erleichtern. Durch den Baukasten-Ansatz wird Kreativität aktiviert: Ein alltägliches Objekt oder Aktivität wird achtsam wahrgenommen. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit und der Selbstwirksamkeit: Der Patient wählt, beschreibt und übt selbst, was die Adhärenz erhöht. Beispielsweise „Achtsames Barfußgehen auf Rasen“: Wahrnehmungen „Da ist Kühle unter den Füßen … da ist das Kitzeln der Grashalme …“. Die Übung ist besonders wirksam bei mangelnder Motivation, da sie individuell und alltagsnah ist. In der Gruppentherapie können Übungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer erhöhten Achtsamkeitspraxis, einer Reduktion von Grübeln und einer Verbesserung der emotionalen Regulation.
Anleitung:
Wählen Sie ein Objekt (z. B. Kaffee trinken, Duschen, Rasen spüren).
Notieren Sie 5 mögliche Wahrnehmungen.
Beschreiben Sie jede mit „Da ist …“.
Führen Sie die Übung im Alltag durch + ins Protokoll eintragen.
Beispiel: Achtsames Barfußgehen auf Rasen.
• Alltagsobjekte wählen
• In Gruppe teilen
• Täglich üben
Das Protokoll macht Fortschritte in der äußeren Achtsamkeit sichtbar, indem Störungen und positive Erfahrungen dokumentiert werden. Die vier Spalten – Datum, Sinn, Störungen, positive Erfahrungen – fördern die metakognitive Reflexion und die Anpassung der Praxis. Beispielsweise Datum „01.12.“, Sinn „Hören“, Störungen „Gedanken an Arbeit“, positive Erfahrungen „Entspannung nach 2 Min“. Die Übung ist besonders wirksam als Monitoring-Tool, da sie Motivation steigert und Störungen adressiert. In der Gruppentherapie können Protokolle besprochen werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Achtsamkeit, einer Reduktion von Ablenkung und einer erhöhten emotionalen Stabilität.
Anleitung:
Tabelle mit Spalten: Datum – Sinn – Störungen – positive Erfahrungen
Fühlen Sie es täglich aus nach jeder Übung.
• Täglich ausfüllen
• Störungen analysieren
• In Therapie besprechen
Das Protokoll dokumentiert die Beobachtung innerer Emotionen und macht die Entlastung durch Achtsamkeit messbar. Die fünf Spalten – Datum, Emotion, Körperempfindungen, Störungen, positive Erfahrungen – fördern die reflexive Analyse und die Erkenntnis von Mustern. Beispielsweise Datum „02.12.“, Emotion „Angst“, Körperempfindungen „Herzrasen“, Störungen „Gedankenflut“, positive Erfahrungen „Intensität sank“. Die Übung ist besonders wirksam als Monitoring-Tool für innere Achtsamkeit, da sie Fortschritte sichtbar macht. In der Gruppentherapie können Protokolle geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Emotionsregulation, einer Reduktion von Störungen und einer erhöhten Selbstwirksamkeit.
Anleitung:
Spalten: Datum – Emotion – Körperempfindungen – Störungen – positive Erfahrungen
Fühlen Sie es nach jeder inneren Achtsamkeit aus.
• Täglich ausfüllen
• Körperempfindungen detaillieren
• In Therapie besprechen
Die Übung dient der systematischen Sensibilisierung für die häufigsten kognitiven Verzerrungen, die emotionale Belastungen aufrechterhalten. Durch die Übersicht über typische Denkfehler wie Schwarz-Weiß-Denken, Katastrophisieren oder Personalisierung mit konkreten Beispielen wird die metakognitive Kompetenz gestärkt: Der Patient erkennt, wie verzerrte Wahrnehmung Emotionen und Verhalten beeinflusst. Die Markierung der drei bis fünf häufigsten Denkfehler schafft eine individuelle Priorisierung und bildet die Grundlage für alle weiteren kognitiven Interventionen. Beispielsweise bei einem Patienten mit Depression: Denkfehler „Überverallgemeinerung“ („Ein Fehler = ich bin immer unfähig“) wird markiert und in der Folgewoche protokolliert. Die Übung ist besonders wirksam als Einstieg in die kognitive Therapie, da sie die Dysfunktionalität der Denkmuster evidenzbasiert aufzeigt. In der Gruppentherapie können markierte Fehler geteilt werden, um Normalisierung zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion automatischer Verzerrungen, einer Verbesserung der emotionalen Regulation und einer erhöhten Selbstwirksamkeit im Umgang mit belastenden Gedanken.
Anleitung:
Gehen Sie die Übersicht über die häufigsten Denkfehler mit Beispielen gemeinsam durch.
Lassen Sie den Patienten seine 3–5 häufigsten Denkfehler markieren.
Hausaufgabe: In der kommenden Woche jeden Denkfehler im Alltag notieren.
• Mit Beispielen aus dem Alltag arbeiten
• In der Gruppe die markierten Fehler besprechen
• Als Grundlage für weitere kognitive Techniken nutzen
Prüfung auf automatische Gedanken (7-Fragen-Schema)
Die Übung dient der sofortigen Identifikation automatischer Gedanken, die plötzliche emotionale Veränderungen auslösen. Durch das siebenstufige Schema wird der Patient sensibilisiert, körperliche und emotionale Signale als Hinweis auf zugrundeliegende Kognitionen zu nutzen. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie: Die Fragen aktivieren die metakognitive Reflexion und unterbrechen die automatische Reaktionskette. Beispielsweise bei einem Patienten mit Angst: Plötzliche Anspannung → Frage 2 → Gedanke „Ich werde versagen“ → Frage 7 → Denkfehler „Katastrophisieren“. Die Übung ist besonders wirksam in akuten Momenten, da sie mobil und strukturiert ist. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion impulsiver Reaktionen, einer Verbesserung der Selbstbeobachtung und einer erhöhten emotionalen Kontrolle.
Die Übung dient der systematischen Entschärfung einzelner negativer Gedanken durch Beweisprüfung, Denkfehler-Identifikation und Neubewertung. Der Prozess umfasst die Schritte: Gedanke mit Emotion und Überzeugungsgrad, Beweise dafür und dagegen, Benennung des Denkfehlers, neue Überzeugung und realistischer Gedanke. Dies folgt einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz: Sie macht die Dysfunktionalität sichtbar und ersetzt sie durch eine funktionale Alternative. Beispielsweise Gedanke „Ich bin ein Versager“ (Emotion: Scham, Überzeugung 90 %) → Beweise dagegen „Erfolge in …“ → Denkfehler „Überverallgemeinerung“ → Neue Überzeugung 30 % → Realistischer Gedanke „Ich habe Fehler gemacht, aber auch Stärken“. Die Übung ist besonders wirksam bei hartnäckigen Gedanken, da sie evidenzbasiert arbeitet. In der Gruppentherapie können Analysen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion negativer Überzeugungen, einer Verbesserung der Stimmung und einer erhöhten Resilienz.
Anleitung:
Gedanke + Emotion + Überzeugung 0–100 %
Beweise dafür / dagegen
Denkfehler benennen
Neue Überzeugung 0–100 %
Realistischer Gedanke formulieren
• Täglich einen Gedanken analysieren
• Überzeugungsskala nutzen
• Mit weiteren kognitiven Techniken kombinieren
Das Tagebuch dient der Erkennung von Mustern automatischer Gedanken, die wiederholt bestimmte Emotionen und Verhaltensimpulse auslösen. Die Schritte umfassen Datum, Situation, Gedanke, Emotion und Verhalten/Impuls – dies fördert die metakognitive Reflexion und macht die Reiz-Reaktions-Kette sichtbar. Beispielsweise Situation „Kritik vom Chef“, Gedanke „Ich bin unfähig“, Emotion „Scham“, Verhalten „Rückzug“. Die Übung ist besonders wirksam als Monitoring-Tool, da sie wiederkehrende Trigger identifiziert. In der Gruppentherapie können Muster geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionaler Reaktionen, einer Verbesserung der Selbstbeobachtung und einer erhöhten Handlungskontrolle.
Anleitung:
Datum
Situation
Gedanke
Emotion
Verhalten/Impuls
Führen Sie es täglich → in der Sitzung gemeinsam bearbeiten.
Die Übung veranschaulicht eindrucksvoll, wie derselbe Stimulus durch unterschiedliche Gedanken zu völlig unterschiedlichen Emotionen und Verhalten führt. Durch die zwei Varianten der Geschichte wird die kognitive Mediation sichtbar: Der Patient füllt für jede Variante Gedanke, Emotion, Verhalten und Beziehungsauswirkung aus. Beispielsweise Variante 1: Gedanke „Ich bin beliebt“ → Emotion „Freude“ → Verhalten „Teilen“; Variante 2: Gedanke „Man will mich loswerden“ → Emotion „Wut“ → Verhalten „Wegwerfen“. Die Frage „Was passiert, wenn Sie Ihre Gedanken ändern?“ motiviert zur Umstrukturierung. Die Übung ist besonders wirksam als erlebnisorientierter Einstieg, da sie die Macht der Kognition erfahrbar macht. In der Gruppentherapie können Varianten diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion automatischer Reaktionen, einer Verbesserung der Flexibilität und einer erhöhten emotionalen Regulation.
Anleitung:
Lesen Sie beide Varianten der Geschichte vor.
Lassen Sie für jede Variante ausfüllen: Gedanke → Emotion → Verhalten → Beziehungsauswirkung.
Frage: „Was passiert, wenn Sie Ihre Gedanken ändern?“
• Laut vorlesen
• Mit Alltagssituationen verbinden
• In der Gruppe diskutieren
Die Übung dient der konkreten Neubewertung einer belastenden Situation, um eine alternative Emotion und ein besseres Ergebnis zu erzielen. Der Prozess kontrastiert reales Geschehen mit einer funktionalen Variante: Gedanke, Emotion, Verhalten, Ausgang. Beispielsweise linke Variante: Gedanke „Kritik = ich bin wertlos“ → Emotion „Scham“ → Verhalten „Rückzug“ → Ausgang „Isolation“; rechte Variante: Gedanke „Kritik = Chance zu lernen“ → Emotion „Motivation“ → Verhalten „Nachfragen“ → Ausgang „Verbesserung“. Die Übung ist besonders wirksam bei wiederkehrenden Konflikten, da sie die kognitive Flexibilität trainiert. In der Gruppentherapie können Varianten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionaler Reaktionen, einer Verbesserung der Beziehungen und einer erhöhten emotionalen Resilienz.
Anleitung:
Linke Variante: Wie es wirklich lief (Gedanke → Emotion → Verhalten → Ausgang)
Die Übung kombiniert Realitäts- und Nutzenprüfung, um hartnäckige negative Gedanken zu entschärfen. Die Fragen umfassen Beweise, Nutzen, Gefühl, Freundesrat und neuen Gedanken – dies fördert eine differenzierte Betrachtung und motiviert zur Ablösung. Beispielsweise Gedanke „Ich muss perfekt sein“ → Nutzen „Vermeide Kritik“ → Gefühl „Angst“ → Freundesrat „Fehler sind okay“ → Neuer Gedanke „Gut genug ist ausreichend“. Die Übung ist besonders wirksam bei Gedanken mit scheinbarer Schutzfunktion. In der Gruppentherapie können Fragen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion belastender Gedanken, einer Verbesserung der Stimmung und einer erhöhten Flexibilität.
Anleitung:
Beweise dafür / dagegen?
Welchen Nutzen habe ich, wenn ich den Gedanken behalte?
Hilft er mir, mich gut zu fühlen?
Was würde ich einem Freund raten?
Neuer realistischer Gedanke
• Bei hartnäckigen Gedanken anwenden
• Nutzenfrage betonen
• Mit kognitiven Analysen kombinieren
Das ABCDE-Schema dient der standardisierten Analyse emotionaler Episoden: Auslöser, Bewertung, Emotion, Reaktion, Konsequenz. Die fünf Fragen machen die kognitive Mediation sichtbar und fördern die Selbstbeobachtung. Beispielsweise A „Kritik“, B „Ich bin unfähig“, C „Scham“, D „Rückzug“, E „Isolation“. Die Übung ist besonders wirksam als Grundschema für alle kognitiven Techniken. In der Gruppentherapie können Schemata geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion dysfunktionaler Reaktionen, einer Verbesserung der Selbstregulation und einer erhöhten Problemlösefähigkeit.
Anleitung:
A = Auslöser
B = Bewertung/Gedanke
C = Emotion (primär/sekundär)
D = Reaktion (Gedanke + Verhalten)
E = Konsequenz (kurz- + langfristig)
• Bei jeder Episode anwenden
• Konsequenzen differenzieren
• Mit Neubewertung kombinieren
Die Kettenanalyse dient der Entschlüsselung emotionaler Eskalationen, indem gezeigt wird, wie eine Emotion die nächste auslöst. Die Kette A → B1 → C1 → B2 → C2 … macht sichtbar, wie eine Bewertung zur neuen Situation wird. Beispielsweise A „Kritik“, B1 „Ich bin unfähig“, C1 „Scham“, B2 „Sie hassen mich“, C2 „Wut“. Einzelne Glieder werden mit kognitiven Techniken bearbeitet. Die Übung ist besonders wirksam bei komplexen emotionalen Ketten. In der Gruppentherapie können Ketten visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Eskalationen, einer Verbesserung der Regulation und einer erhöhten Selbstkontrolle.
Anleitung:
A → B1 → C1 → B2 → C2 → B3 → C3 …
Jede Bewertung wird zur neuen Situation für die nächste Emotion
Danach einzelne Glieder mit kognitiven Techniken bearbeiten
Die Übung dient der Aufdeckung und Hinterfragung tief liegender Grundannahmen und Lebensregeln, die aktuelle Belastungen steuern. Durch Sammeln von Regeln („Ich muss immer …“, „Ich darf nie …“) und Analyse von Beispielen sowie nicht erfüllten Bedürfnissen werden rigide Muster sichtbar. Beispielsweise Regel „Ich muss immer perfekt sein“ → Bedürfnis „Anerkennung“ → Prüfung „Ist das realistisch?“. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischen Selbstwertproblemen. In der Gruppentherapie können Regeln geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Flexibilisierung von Überzeugungen, einer Reduktion von Leid und einer erhöhten Lebensqualität.
Anleitung:
Sammeln Sie Lebensregeln („Ich muss immer …“, „Ich darf nie …“).
Analysieren Sie Beispiele und nicht erfüllte Bedürfnisse.
Hinterfragen Sie jede Regel mit gezielten Fragen.
• Mit Beispielen aus dem Alltag arbeiten
• Bedürfnisse priorisieren
• Mit kognitiven Techniken kombinieren
Meine problematischen Grundannahmen und Lebensregeln
Störungen: Depression · Selbstwertprobleme · Perfektionismus · Borderline
Symptome: starre Regeln · „Ich muss immer …“ · emotionale Blockade · chronisches Leid
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung dient der systematischen Erfassung und Visualisierung tief liegender Grundannahmen und Lebensregeln, die aktuelle emotionale Belastungen steuern und aufrechterhalten. Durch die strukturierte Dokumentation in fünf Spalten – Grundannahme, Lebensregel, konkretes Alltagsbeispiel, nicht befriedigtes Bedürfnis, ausgelöste Problem-Emotion – wird die kausale Kette vom inneren Glaubenssystem bis zur emotionalen Konsequenz sichtbar gemacht. Beispielsweise Grundannahme „Ich bin nicht liebenswert“ → Lebensregel „Ich muss immer perfekt sein“ → Alltagsbeispiel „Ich arbeite bis Mitternacht“ → Bedürfnis „Ruhe & Anerkennung nicht erfüllt“ → Emotion „Scham + Erschöpfung“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Tiefenstrukturanalyse: Die explizite Verbindung zwischen Überzeugung und Leid schafft die motivationale Grundlage für Veränderung. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit chronischen Selbstwertproblemen oder wiederkehrenden emotionalen Krisen, da sie die verborgenen Steuerungsmechanismen offenlegt. In der Gruppentherapie können Einträge anonym geteilt werden, um Normalisierung und kollektives Verständnis zu fördern. Langfristig führt die Übung zu einer bewussten Distanzierung von dysfunktionalen Mustern, einer Reduktion automatischer emotionaler Reaktionen und einer erhöhten Bereitschaft zur kognitiven Umstrukturierung.
Beispiel: „Ich bin nicht liebenswert“ → „Ich muss immer perfekt sein“ → „Ich arbeite bis Mitternacht“ → Bedürfnis nach Ruhe & Anerkennung nicht erfüllt → Scham + Erschöpfung
Mindestens 5–8 Zeilen ausfüllen
• Ehrlich und konkret formulieren
• Mit Alltagssituationen arbeiten
• Als Basis für weitere kognitive Arbeit nutzen
Grundannahmen und Lebensregeln hinterfragen (11 Fragen)
Die Übung dient der systematischen Beweisprüfung und Entmachtung tief liegender Grundannahmen und Lebensregeln durch ein elfteiliges sokratisches Frage-Schema. Jede Frage zielt darauf ab, die Herkunft, den Nutzen, die Nachteile und die Alternativen der Überzeugung zu beleuchten, wodurch die Dysfunktionalität sichtbar wird. Beispielsweise Grundannahme „Ich bin nicht liebenswert“ → Frage 3 „Aus welchen Kindheitserfahrungen stammt sie?“ → Antwort „Kritik der Eltern“ → Frage 7 „Welche Nachteile hat sie heute?“ → Antwort „Isolation“. Die Methode nutzt Prinzipien der sokratischen Dialogführung: Durch schrittweise Reflexion bricht die alte Regel oft zusammen und eine neue, hilfreichere Regel („Ich darf …“) wird formuliert. Die Übung ist besonders wirksam bei hartnäckigen Überzeugungen, da sie historisch, funktional und zukunftsorientiert arbeitet. In der Gruppentherapie können Antworten geteilt werden, um kollektive Weisheit zu nutzen. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Flexibilisierung von Glaubenssystemen, einer Reduktion emotionalen Leids und einer erhöhten Lebensqualität.
Anleitung (nacheinander schriftlich beantworten):
Wie lautet meine Grundannahme über mich selbst?
Wie lautet meine Grundannahme über andere?
Aus welchen Kindheitserfahrungen stammt sie?
Wie lautet meine Lebensregel?
Welchen Nutzen hatte sie damals?
Welchen Nutzen hat sie heute noch?
Welche Nachteile hat sie heute?
Was würde ich einem guten Freund sagen?
Was würde ich einem Freund raten, der nach dieser Regel lebt?
Neue, hilfreichere Regel formulieren („Ich darf …“)
Wie sieht konkretes neues Verhalten aus?
• Schriftlich ausführlich beantworten
• Bei Widerstand schrittweise vorgehen
• Neue Regel laut wiederholen
Die Übung dient der Überwindung letzter innerer Widerstände gegen das Loslassen alter Regeln durch eine quantifizierte Kosten-Nutzen-Analyse. Durch die Verteilung von 100 Punkten zwischen „Regel behalten“ und „Regel aufgeben“ wird die Dysfunktionalität objektiviert und die Entscheidung rationalisiert. Beispielsweise Regel „Ich muss immer perfekt sein“ → Nutzen 30 Punkte („Vermeide Kritik“), Kosten 70 Punkte („Erschöpfung, Isolation“) → Entscheidung „aufgeben“ → Neuer Gedanke „Ich darf Fehler machen wie jeder Mensch“. Die Methode nutzt Prinzipien der Entscheidungstheorie: Die Visualisierung der Konsequenzen reduziert emotionale Ambivalenz und fördert die Veränderungsbereitschaft. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit starkem Festhalten an dysfunktionalen Regeln. In der Gruppentherapie können Rechnungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer beschleunigten Loslösung von alten Mustern, einer Reduktion von Leid und einer erhöhten Handlungsfähigkeit.
Die Übung dient der Umwandlung starrer, lebenseinschränkender Regeln in flexible, lebensförderliche Richtlinien. Durch die Analyse von Strenge, Emotion bei Verstoß und Neufassung wird die Rigidität aufgebrochen. Beispielsweise alte Regel „Ich darf keine Schwäche zeigen“ → Emotion „Scham“ → Strenge „extrem“ → neue Regel „Ich darf Schwäche zeigen – das macht mich menschlich und nahbar“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Flexibilisierung: Die Umformulierung von „muss“ zu „darf“ reduziert Druck und fördert Selbstmitgefühl. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit extremen Anforderungen an sich selbst. In der Gruppentherapie können Umformulierungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Selbstkritik, einer Verbesserung der Lebensqualität und einer erhöhten emotionalen Freiheit.
Anleitung:
Alte Regel
Emotion bei Verstoß
Strenge (mild – extrem)
Neue angemessenere Regel
Beispiel: „Ich darf keine Schwäche zeigen“ → Scham → extrem → „Ich darf Schwäche zeigen – das macht mich menschlich und nahbar“
• „Muss“ in „darf“ umwandeln
• Neue Regel laut wiederholen
• Täglich anwenden
Die Übung dient der gezielten Aktivierung positiver Emotionen durch die Formulierung hilfreicher positiver Gedanken in belastenden Situationen. Durch die drei Spalten – Problemsituation, hilfreicher positiver Gedanke, positive Emotion – wird der negative Bias aktiv ausgeglichen. Beispielsweise Situation „Kritik erhalten“ → Gedanke „Ich habe viel gelernt und kann mich verbessern“ → Emotion „Motivation“. Die Methode nutzt Prinzipien der positiven Psychologie: Die bewusste Lenkung auf Stärken und Möglichkeiten aktiviert das Belohnungssystem und reduziert depressive Tendenzen. Die Übung ist besonders wirksam bei Patienten mit automatischer Negativ-Fokussierung. In der Gruppentherapie können Gedanken geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Stimmung, einer Reduktion von Grübeln und einer erhöhten Resilienz.
Anleitung:
Problemsituation
Hilfreicher positiver Gedanke
Positive Emotion, die dadurch entsteht
Täglich 5–10 Minuten üben.
• Realistisch und persönlich formulieren
• Gedanken laut vorlesen
• Täglich anwenden
Das Tagebuch dient der langfristigen Umprogrammierung des Wahrnehmungsfokus vom Negativen auf kleine Alltagsfreuden und Erfolge, um eine antidepressive Wirkung zu erzielen. Durch die tägliche Dokumentation eines positiven Ereignisses und der damit verbundenen Emotion wird das Belohnungssystem aktiviert und der negative Bias abgebaut. Beispielsweise Ereignis „Gutes Gespräch mit Kollege“ → Emotion „Freude, Verbundenheit“. Die Methode nutzt Prinzipien der positiven Psychologie: Regelmäßige positive Verstärkung restrukturiert neuronale Bahnen und verbessert die Grundstimmung. Die Übung ist besonders wirksam als langfristiges Training gegen chronische Negativität. In der Gruppentherapie können Einträge geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer spürbaren Stimmungsaufhellung, einer Reduktion depressiver Symptome und einer erhöhten Lebensfreude.
Anleitung (täglich abends):
Ein positives Ereignis / etwas, das gut gelaufen ist
Welche positive Emotion löst das aus?
Mindestens 30–60 Tage durchziehen.
• Auch kleine Dinge notieren
• Emotionen benennen
• Täglich einhalten
Grundbedürfnisse, spezifische Bedürfnisse und adaptives Verhalten
Die Übung dient dem Verständnis, dass hinter jeder Emotion ein Bedürfnis steckt und dass nur durch passendes Verhalten dieses Bedürfnis befriedigt werden kann. Durch die Zuordnung von Grundbedürfnissen zu spezifischen Bedürfnissen und adaptiven Verhaltensweisen wird eine funktionale Emotions-Handlungs-Kette etabliert. Beispielsweise Grundbedürfnis „Bindung“ → spezifisches Bedürfnis „Gespräch mit Freund“ → Verhalten „Anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Bedürfnisanalyse und Verhaltensaktivierung: Die bewusste Bedürfnisbefriedigung reduziert dysfunktionales Verhalten und verbessert die emotionale Regulation. Die Übung ist besonders wirksam als Grundlage für Verhaltensänderung. In der Gruppentherapie können Bedürfnisse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Bedürfnisbefriedigung, einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens und einer erhöhten Lebenszufriedenheit.
Anleitung:
Zu jedem Grundbedürfnis 2–3 eigene spezifische Bedürfnisse + konkretes adaptives Verhalten notieren.
Frage: „Welches Bedürfnis wird bei Ihrer Problem-Emotion gerade nicht erfüllt?“
• Ehrlich identifizieren
• Verhalten konkret formulieren
• Täglich anwenden
Die Übung dient der direkten Umsetzung von Emotionen in bedürfnisorientiertes Verhalten durch einen konkreten Plan. Die fünf Spalten – adaptive Emotion, adaptives Bedürfnis, altes dysfunktionales Verhalten, neues adaptives Verhalten, positive Emotion, Erfolgskriterien – schaffen eine klare Handlungsanleitung. Beispielsweise Emotion „Einsamkeit“ → Bedürfnis „Bindung“ → altes Verhalten „Rückzug“ → neues Verhalten „Freundin anrufen“ → positive Emotion „Freude + Zugehörigkeit“ → Erfolgskriterium „Mindestens 1 Treffen pro Monat“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Die bewusste Bedürfnisbefriedigung ersetzt dysfunktionales Verhalten. Die Übung ist besonders wirksam als konkreter Plan. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Bedürfnisbefriedigung, einer Reduktion dysfunktionalen Verhaltens und einer erhöhten Lebensqualität.
Anleitung:
Adaptive Emotion → adaptives Bedürfnis
Altes dysfunktionales Verhalten (aufgeben)
Neues adaptives Verhalten (aufbauen)
Positive Emotion, die dadurch entstehen soll
Erfolgskriterien (messbare Veränderungen)
Beispiel: Einsamkeit → Bedürfnis nach Bindung → „Ich rufe jede Woche eine Freundin an“ → Freude + Zugehörigkeit → „Mindestens 1 Treffen pro Monat“
• Verhalten konkret und machbar
• Erfolgskriterien messbar
• Wöchentlich überprüfen
Die Übung dient der kognitiven Vorbereitung und Absicherung des neuen, bedürfnisorientierten Verhaltens, bevor es im Alltag umgesetzt wird. Durch die systematische Antizipation möglicher Schwierigkeiten und die Entwicklung von Lösungsansätzen wird die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht und Rückfälle minimiert. Die sechs Spalten – adaptive Emotion + Bedürfnis, neues Verhalten, positive Ziel-Emotion, mögliche Schwierigkeiten, Lösungsansätze, Erfolgskriterien – schaffen einen detaillierten „Fahrplan“, der sowohl motivierend als auch realistisch ist. Beispielsweise Emotion „Einsamkeit“ + Bedürfnis „Kontakt“ → neues Verhalten „Freundin anrufen“ → Ziel-Emotion „Freude“ → Schwierigkeit „keine Zeit“ → Lösung „kurze Nachricht schicken“ → Erfolgskriterium „mindestens 1 Kontakt pro Woche“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensplanung und der Problemlösekompetenz: Die vorausschauende Bearbeitung von Hindernissen reduziert Angst vor Scheitern und stärkt die Selbstwirksamkeit. Die Übung ist besonders wirksam als Brücke zwischen Analyse und Umsetzung. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt und optimiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer erfolgreichen Verhaltensänderung, einer nachhaltigen Bedürfnisbefriedigung und einer Reduktion dysfunktionaler Muster.
Anleitung:
Adaptive Emotion + Bedürfnis
Neues Verhalten
Positive Ziel-Emotion
Mögliche Schwierigkeiten
Lösungsansätze
Erfolgskriterien
• Schwierigkeiten realistisch einschätzen
• Lösungen konkret formulieren
• Plan sichtbar aufhängen
Die Übung dient der praktischen Umsetzung und iterativen Verbesserung bedürfnisorientierten Verhaltens im Alltag durch ein strukturiertes Verhaltensexperiment. Die Planung definiert Ziel, Verhalten und Kriterien, die Auswertung analysiert Erfolg, Emotionen und Verbesserungspotenzial. Beispielsweise Planung: Projekt „Kontakt“ → Bedürfnis „Bindung“ → Verhalten „Freundin anrufen“ → Kriterien „mindestens 1 Gespräch“; Auswertung: Erfüllt → Bedürfnisbefriedigung 80 % → Emotion „Freude“ → Erfolg 90 % → Verbesserung „nächstes Mal länger sprechen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung und des Lernens durch Erfahrung: Jede Wiederholung verfeinert das Verhalten, bis es automatisiert ist. Die Übung ist besonders wirksam als Goldstandard für Verhaltensänderung. In der Gruppentherapie können Projekte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Integration funktionalen Verhaltens, einer Reduktion dysfunktionaler Muster und einer erhöhten Lebensqualität.
Planung:
Projektname + Datum
Bedürfnis + Ziel-Emotion
Konkretes neues Verhalten + Situation
3 Punkte, die beachtet werden sollen
Erfolgskriterien
Auswertung:
Erfüllte Kriterien
Bedürfnisbefriedigung 0–100 %
Ausgelöste Emotionen + Emotionsanalyse
Erfolg 0–100 %
3 Verbesserungspunkte fürs nächste Mal
Neue Erfolgskriterien
• Projekt konkret benennen
• Auswertung ehrlich führen
• Wiederholen bis Automatisierung
Die Übung dient der sofortigen Veränderung der emotionalen Verfassung durch bewusste Mimik, Haltung und Verhalten – ohne kognitive Umstrukturierung. Durch die aktive Einnahme der Körpersprache einer gegenteiligen Emotion wird die physiologische Erregung verändert und die Emotion mitbeeinflusst. Beispielsweise Problem-Emotion „Traurigkeit“ → Mimik „gesenkte Mundwinkel“, Haltung „eingefallene Schultern“ → Gegenteil „leichtes Lächeln, aufrechte Haltung“ → täglich 5–10× einnehmen → Reaktion „andere lächeln zurück, eigene Stimmung hebt sich“. Die Methode nutzt Prinzipien der embodied cognition: Körperliche Veränderung beeinflusst das Gehirn direkt. Die Übung ist besonders wirksam bei emotionaler Starre oder Unterdrückung. In der Gruppentherapie können Ausdrücke geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Stimmung, einer Reduktion von Unterdrückung und einer erhöhten emotionalen Flexibilität.
Anleitung:
Problem-Emotion: Wie sieht sie aus? (Stimme, Mimik, Haltung, Verhalten)
Gegenteilige Emotion: Wie würde sie aussehen?
Täglich 5–10× bewusst die positive Haltung einnehmen (z. B. leichtes Lächeln im Supermarkt)
Ins Tagebuch eintragen: Reaktionen der anderen + eigene Stimmungsänderung
• Kleine Veränderungen beginnen
• Reaktionen beobachten
• Täglich dokumentieren
Aktivierung positiver Emotionen durch angenehme Aktivitäten
Die Übung dient der gezielten Aktivierung positiver Emotionen durch die tägliche Planung und Durchführung angenehmer Aktivitäten, um gegen Inaktivität und Lustlosigkeit vorzugehen. Durch den Wochenplan wird Verhaltensaktivierung strukturiert: Mindestens eine Aktivität pro Tag mit Vorher-Nachher-Emotion. Beispielsweise Montag „Spaziergang“ → vor „müde“, nach „entspannt“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Regelmäßige positive Erfahrungen restrukturieren das Belohnungssystem und durchbrechen den Teufelskreis der Inaktivität. Die Übung ist besonders wirksam bei Anhedonie. In der Gruppentherapie können Aktivitäten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Stimmung, einer Reduktion von Rückzug und einer erhöhten Lebensfreude.
Anleitung:
Mindestens 1 angenehme Aktivität pro Tag eintragen
Emotion vor/nachher notieren
Tipp: Liste mit 20–30 Aktivitäten anlegen (Spaziergang, Lieblingsserie, Telefonat mit Freund…)
• Kleine Aktivitäten wählen
• Emotionen ehrlich bewerten
• Plan sichtbar aufhängen
AB 1 – Was ist los mit mir? (Seins- vs. Tuns-Ursachen)
Die Übung dient der Entstigmatisierung und der Verschiebung vom „Sein“ („Ich bin krank“) zum „Tun“ („Meine Strategien funktionieren nicht“). Durch den Text und die Reflexion wird die fixe Zuschreibung aufgehoben und Neugier auf funktionale Alternativen geweckt. Beispielsweise Patient mit Scham: „Ich bin gestört“ → Reflexion „Was passiert, wenn ich glaube, ich bin so?“ → Antwort „Hoffnungslosigkeit“ → „Und wenn es daran liegt, was ich tue?“ → Neugier. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Die Akzeptanz von Strategien statt Identität schafft Offenheit für Veränderung. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Scham. In der Gruppentherapie kann der Text gemeinsam gelesen werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Scham, einer Erhöhung der Veränderungsbereitschaft und einer Verbesserung der Therapiemotivation.
Anleitung:
„Es gibt sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, aus welchen Gründen Menschen in eine Situation geraten, in der sie professionelle Hilfe benötigen. Sowohl viele Laien als auch manche Experten sehen die Ursache in unveränderlichen oder schicksalshaften Merkmalen der Betroffenen. Demzufolge hätten Sie die Probleme, die Sie haben, weil Sie so sind, wie Sie sind. Sind unter den Ursachen, die Sie genannt haben, solche, die dieser Kategorie zuzuordnen sind? Vielleicht haben Sie z. B. Dinge geschrieben wie: weil ich krank bin, weil ich gestört bin, weil man mich kaputt gemacht hat, weil mit meinem Gehirn was nicht stimmt, weil ich schwach bin, weil ich nicht normal bin, weil ich so und so »strukturiert« bin usw. Stehen solche »Seins-Ursachen« auf Ihrer Liste? Und sind Sie manchmal oder immer von der Richtigkeit einer solchen Ursache überzeugt? Glauben Sie, dass Sie krank / gestört / verrückt / unnormal / kaputt usw. sind? Und wenn ja, welche Auswirkungen hat der Glaube an eine solche Ursache auf Sie und die Art und Weise, wie Sie mit Ihren Problemen umgehen oder darauf, wie Sie sonst Ihr Leben leben?
Wenn ich an solche Seins-Ursachen glaube, dann ...
Der Glaube daran, kaputt, krank, verrückt, unnormal usw. zu sein, kann unterschiedliche Auswirkungen haben, manche davon sind ziemlich negativ. Angenommen, nur einmal angenommen, Ihre Probleme und die Tatsache, dass Sie Hilfe in Anspruch nehmen, hätten nichts damit zu tun, dass Sie so sind, wie Sie sind. Was wäre, wenn es vielmehr daran läge, was Sie tun? Und wenn das, was Sie tun, alles andere als krank, verrückt oder unnormal wäre, sondern in gewisser Weise durchaus logisch, naheliegend und allgemeinen Vorstellungen entsprechend, wie sie in unserer Kultur vorherrschen? Trotzdem funktioniert es irgendwie nicht. Angenommen, nur einmal angenommen, dies wäre der Fall, wären Sie dann neugierig zu erfahren, wieso es nicht funktioniert, was Sie tun, und was die Alternative dazu wäre?“
Lassen Sie den Patienten den Text leise oder laut lesen (oder lesen Sie vor).
Fragen Sie: „Gibt es auf Ihrer Liste ‚Seins-Ursachen‘ wie krank, kaputt, gestört…?“
„Was passiert, wenn Sie glauben, Sie sind so?“
„Und wenn es gar nicht daran liegt, dass Sie so sind, sondern daran, was Sie tun – und das total logisch ist, aber nicht mehr funktioniert?“
Die Übung dient dem Aha-Erlebnis, dass vermeintliche Lösungsstrategien das Problem verschlimmern – „Ich grabe nur tiefer“. Durch die Metapher wird der Kampf gegen innere Erfahrungen sichtbar und die Bereitschaft zur Akzeptanz geweckt. Beispielsweise Patient mit Zwang: Grube „Zwangsgedanken“, Schaufel „Kontrolle“ → Erkenntnis „Je mehr ich kontrolliere, desto stärker werden sie“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Die Metapher macht die Dysfunktionalität erfahrbar. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischem Kampf. In der Gruppentherapie können Gruben geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Kampfes, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
„Mir ist vielleicht etwas passiert! Ich bin auf diesem Feld herumgelaufen, wie ich es immer tue. Mit verbundenen Augen. Das ist mein Leben, so soll ich es machen, hat man mir irgendwann gesagt. Und mir eine Tasche mitgegeben. Für den Fall der Fälle, hieß es. Was es damit auf sich hatte, hab ich nicht gewusst, war mir auch egal. Es hat ja alles ganz gut geklappt. Aber auf einmal bin ich in eine Grube gefallen. Aua, das tat weh! Dass es auf meinem Feld eine Grube gibt – oder vielleicht sogar mehrere – das hatte mir niemand gesagt! Da sitz ich jetzt in diesem kalten Loch. Verdammt ungemütlich. Ob ich hier jemals wieder herauskomme? Zuerst hab ich gedacht, das ist jetzt wohl der Fall der Fälle, und in die Tasche gegriffen. Und wisst ihr, was da drin war? Hab’s kaum glauben können: Eine Schaufel! Na ja, hab ich mir gedacht, wenn die mir eine Schaufel mitgeben, dann haben sie sich wohl was dabei gedacht. Und habe angefangen zu graben. Und jetzt? Ich grabe und grabe, aber irgendwie bringt das nichts. Hab eher das Gefühl, dass das Loch immer größer und tiefer wird, je mehr ich grabe, auch wenn ich’s nicht sehen kann, weil ich ja die Augen verbunden habe. Aber was soll ich denn sonst machen außer zu graben? Die Schaufel ist doch das Einzige, was ich habe, und etwas anderes als graben kann man damit nicht machen. Und irgendetwas muss ich doch machen!“
Lesen Sie die Geschichte langsam und mit Betonung vor.
2 Minuten Stille.
Fragen Sie: „Was ist Ihre Grube? Was ist Ihre Schaufel? Was passiert durch das Graben?“
• Betonung auf „grabe und grabe“
• Stille wirken lassen
• Persönliche Metaphern fördern
Die Übung veranschaulicht, wie kurzfristige Erleichterungsstrategien das Problem langfristig verstärken – „Füttern macht den Löwen größer“. Durch die Metapher wird die Dynamik von Vermeidung sichtbar. Beispielsweise Patient mit Selbstverletzung: Löwe „Scham“, Futter „Schnitt“ → Erkenntnis „Je öfter ich schneide, desto stärker wird die Scham“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Die Metapher macht die Dysfunktionalität erfahrbar. Die Übung ist besonders wirksam bei suchtartigem Verhalten. In der Gruppentherapie können Löwen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion kurzfristiger Strategien, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
„Stellen Sie sich vor, zu Ihnen kommt ein kleiner Babylöwe, der offensichtlich Hunger hat und von Ihnen gefüttert werden möchte. Eigentlich haben Sie gar kein Futter für ihn übrig (das Steak in Ihrem Kühlschrank wollten Sie sich selbst braten), aber der Löwe faucht ein wenig und zeigt – noch etwas unbeholfen zwar, aber deutlich – seine Krallen. Da wird Ihnen ein wenig mulmig und Sie rücken das Steak heraus. Mit der Konsequenz, dass der Löwe zufrieden seines Weges zieht und Sie Ihre Ruhe haben. Zunächst. Denn nur wenige Zeit später schaut er erneut bei Ihnen vorbei. Er will schließlich groß und stark werden und dafür muss er noch eine Menge fressen. Diesmal wollen Sie eigentlich hart bleiben. Nein, die Filets im Kühlschrank sind für die Gäste, die heute Abend zum Essen kommen. Aber besonders angenehm ist es nicht, den Löwen fauchen zu hören und seine Krallen zu sehen. Also geben Sie noch einmal nach.“
Lesen Sie vor.
Frage: „Was passiert, wenn das so weitergeht?“
„Wer ist Ihr Babylöwe? Was ist sein Futter? Was passiert langfristig?“
Die Übung demonstriert die Unmöglichkeit direkter Gedanken- und Emotionskontrolle durch zwei Experimente. Der Million-Euro-Test zeigt den Rebound-Effekt, der Schlangenkäfig die Paradoxie der Unterdrückung. Beispielsweise „Nicht an Dinosaurier denken“ → Gedanke verstärkt sich; „Keine Angst vor Schlangen“ → Angst steigt. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Die Kontrollillusion wird entlarvt, Akzeptanz gefördert. Die Übung ist besonders wirksam bei Kontrollzwängen. In der Gruppentherapie können Experimente erlebt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Kontrollversuchen, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
„Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Million Euro, wenn Sie es schaffen, fünf Minuten lang nicht an einen Dinosaurier zu denken. Könnten Sie das?“
[Kurze Pause – meist lachen oder Kopfschütteln]
„Und jetzt: Sie sitzen gefesselt vor einem Käfig mit zehn hochgiftigen Schlangen. Der Biss einer einzigen kann einen Elefanten töten – und sie sind hungrig und gereizt. Sie sind an einen Lügendetektor angeschlossen. Wenn das Gerät auch nur die kleinste Nervosität misst, öffnet sich der Käfig. Also: Reg dich auf keinen Fall auf. Keine Angst bekommen. Ganz ruhig bleiben…“
Lesen Sie beide Teile vor.
Frage: „Was sagt das über unsere Fähigkeit, Gedanken und Gefühle zu kontrollieren?“
• Mit Humor vorlesen
• Reaktionen beobachten
• Kontrollillusion diskutieren
Die Übung demonstriert den paradoxen Effekt der Gedankenunterdrückung: Je stärker ein Gedanke unterdrückt wird, desto präsenter wird er. Durch das Beispiel von Barbra Streisand wird die Dynamik veranschaulicht – der Versuch der Verheimlichung führt zur massiven Verbreitung. Beispielsweise Patient mit Zwangsgedanken: „Nicht an das Verbotene denken“ → Gedanke wird dominanter. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Unterdrückung verstärkt, Akzeptanz entmachtet. Die Übung ist besonders wirksam bei Gedankenkontrollzwängen. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Unterdrückungsversuchen, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der mentalen Klarheit.
Anleitung:
„Barbra Streisand verklagte 2003 einen Fotografen, weil er ein Foto ihres Hauses ins Netz gestellt hatte. Sie wollte verhindern, dass jemand sieht, wo sie wohnt. Ergebnis: Durch die Klage wurde erst recht Aufsehen erregt – das Foto war plötzlich überall. Der Versuch, etwas zu unterdrücken, führte zur massiven Verbreitung.
Genau das passiert auch in unserem Kopf: Der Versuch, einen Gedanken nicht zu haben, führt dazu, dass er erst recht auftaucht – sofort und später (Gedankenunterdrückungsexperimente). Beschossene Gedanken schießen zurück.“
• Mit Alltagsbeispielen verbinden
• Rebound-Effekt diskutieren
• Akzeptanz fördern
Die Übung vermittelt die paradoxe Wahrheit der Akzeptanz: Je weniger Bereitschaft, ein Gefühl zu haben, desto sicherer tritt es ein. Die Regel von Steven Hayes macht die Dynamik des Widerstands klar. Beispielsweise Patient mit Angst: „Ich will keine Angst“ → Angst verstärkt sich. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Bereitschaft reduziert die Macht des Gefühls. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischem Kampf. In der Gruppentherapie kann die Regel diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Widerstands, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
„In einem Buch des bekannten Psychologie-Professors Steven Hayes steht eine Regel, dick hervorgehoben: Wenn du nicht bereit bist, es zu haben, bekommst du es.
Das gilt für unser Innenleben. Je weniger ich bereit bin, Angst, Traurigkeit, Schmerz, unangenehme Gedanken zu haben – desto sicherer bekomme ich sie.“
• Regel laut wiederholen
• Mit persönlichen Gefühlen verbinden
• Bereitschaft fördern
Die Übung ist die zentrale Akzeptanz-Metapher der ACT: Der Kampf gegen innere Monster (Angst, Schmerz, Zwangsgedanken) blockiert den Weg zum gewünschten Leben – nur das Mitnehmen des Monsters ermöglicht Fortschritt. Durch die Visualisierung (Bild 1: Monster versperrt Weg; Bild 2: Monster mit auf weicher Unterlage) wird die Dysfunktionalität des Kampfes und die Freiheit durch Akzeptanz erfahrbar. Beispielsweise Patient mit Scham: Monster „Scham“ → Kampf „Vermeidung“ → Blockade; Mitnehmen „Scham akzeptieren“ → Weg frei. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Akzeptanz mit Mitgefühl ermöglicht werteorientiertes Handeln. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischem innerem Kampf. In der Gruppentherapie können Monster geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Kampfes, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Lebensrichtung.
Anleitung (15–20 Min):
„Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem Weg unterwegs zu einem Ort, der Ihnen sehr wichtig ist – zu dem Leben, das Sie wirklich leben wollen. Plötzlich steht ein riesiges, grimmiges Monster vor Ihnen und versperrt Ihnen den Weg. Es faucht, zeigt die Zähne, lässt Sie nicht vorbei. Was können Sie tun?
Sie könnten kämpfen – aber das Monster wird nur noch wütender und größer.
Sie könnten versuchen, sich heimlich vorbeizuschleichen – aber das Monster hat Sie sofort im Blick.
Sie könnten umdrehen und einen großen Bogen machen – aber dann kommen Sie so an Ihr Ziel?
Die einzige Möglichkeit, weiterzugehen, ist: Sie nehmen das Monster mit. Es darf mitkommen, auf einer weichen Unterlage, damit es Ihnen nicht weh tut. Sie gehen weiter in Ihre Richtung – und das Monster ist dabei. Vielleicht steigt es irgendwann von selbst aus. Vielleicht kommt später ein neues Monster. Aber Sie sind frei, Ihren Weg zu gehen.“
Zeigen Sie nur das Bild des Monsters, das den Weg versperrt.
Lesen Sie den Text langsam vor oder lassen Sie den Patienten lesen.
Fragen Sie: „Was ist Ihr Monster? (Angst? Scham? Schmerz? Zwangsgedanken?) Was haben Sie bisher dagegen getan? Was ist passiert?“
Zeigen Sie das Bild des Monsters auf weicher Unterlage mit auf dem Weg.
Fragen Sie: „Was würde es für Sie bedeuten, Ihr Monster mitzunehmen – mit Mitgefühl, auf weicher Unterlage?“
Abschlussfrage: „In welche Richtung könnten Sie sich bewegen, wenn das Monster Sie nicht mehr aufhält?“
Die Übung vermittelt die zentrale ACT-Botschaft: Die Lautstärke der Gefühle ist nicht steuerbar, aber die Bereitschaft, sie zu haben, schon. Durch die Metapher der zwei Regler wird die Kontrollillusion entlarvt und die Macht der Bereitschaft gezeigt. Beispielsweise Patient mit Angst: Gefühlsregler „hoch“ → Versuch runterzudrehen scheitert → Bereitschaftsregler hoch → Gefühl schwankt frei, aber Handlungsfähigkeit bleibt. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Bereitschaft ermöglicht werteorientiertes Leben trotz Gefühlen. Die Übung ist besonders wirksam bei „Gefühle kontrollieren müssen“. In der Gruppentherapie können Regler visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Kontrollversuchen, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
„Stell dir vor, du hättest zwei Regler in dir:
▸ Einen Gefühlsregler – der bestimmt, wie laut ein Gefühl ist.
▸ Einen Bereitschaftsregler – der bestimmt, wie bereit du bist, das Gefühl zu haben.
An welchem Regler drehst du normalerweise? Am Gefühlsregler – und merkst, dass er sich oft von selbst wieder hochdreht.
Die paradoxe Wahrheit: Wenn du den Bereitschaftsregler ganz hoch drehst („Ich bin 100 % bereit, dieses Gefühl zu haben“), dann dreht sich der Gefühlsregler ganz von allein – mal hoch, mal niedrig, mal leise, mal laut – aber du hast die Kontrolle darüber, ob du weiterlebst oder nicht.“
Zeichnen Sie die zwei Regler.
Lassen Sie den Patienten ein Problemgefühl nennen → „Auf welcher Lautstärke steht Ihr Gefühlsregler gerade?“
Fragen Sie: „Was haben Sie bisher gemacht, um ihn runterzudrehen? Hat es langfristig funktioniert?“
Experiment: „Stellen Sie sich vor, Sie drehen den Bereitschaftsregler auf Maximum – was passiert dann mit dem Gefühlsregler?“
Die Übung klärt Missverständnisse über Bereitschaft und definiert sie poetisch durch Bilder des mitfühlenden Umgangs. Sie grenzt Bereitschaft von Unterdrückung, Identifikation oder Gehorsam ab. Beispielsweise Bild „Gefühl wie zarte Blume halten“ → Patient mit Trauer: Bereitschaft = Trauer zulassen ohne Kampf. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Mitfühlende Bilder fördern Akzeptanz. Die Übung ist besonders wirksam bei Verwechslung mit Resignation. In der Gruppentherapie können Bilder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Akzeptanz, einer Reduktion von Missverständnissen und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
„Bereitschaft bedeutet:
– seine schmerzhaften Gefühle in der Hand halten wie eine zarte Blume
– sie umarmen wie ein weinendes Kind
– bei ihnen sitzen wie bei einem kranken Freund
– sie betrachten wie ein faszinierendes Gemälde
– sie auf dem Arm tragen wie ein erschöpftes Kind
– ihnen mit Respekt zuhören wie einem guten Freund
– sie in sich aufnehmen wie einen tiefen Atemzug
– den Kampf einstellen wie ein Soldat, der die Waffe niederlegt und nach Hause geht.
Bereitschaft bedeutet NICHT:
sie unterdrücken, ignorieren, vergessen, sich mit ihnen identifizieren, tun was sie sagen, nicht tun was sie sagen, ihnen glauben oder nicht glauben.“
Lassen Sie den Patienten die Liste leise oder laut lesen.
Lassen Sie 2–3 Bilder markieren, die am meisten ansprechen.
Fragen Sie: „Welches Bild passt heute zu Ihrem Schmerz?“
Die Übung entkräftet die häufigsten Einwände gegen Akzeptanz und klärt Missverständnisse. Durch Fragen und Antworten wird die Funktionalität der Akzeptanz verdeutlicht. Beispielsweise Einwand „Akzeptanz = Trick, um loszuwerden“ → Antwort „Nein, Akzeptanz ist kein Trick“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Klärung fördert Bereitschaft. Die Übung ist besonders wirksam bei Zweifeln. In der Gruppentherapie können FAQs diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Einwänden, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Therapieadhärenz.
Anleitung:
Die wichtigsten Fragen & Antworten:
„Ist Akzeptanz ein Trick, um Gefühle loszuwerden?“ → Nein, Akzeptanz ist kein Trick.
„Das Gefühl kam wieder – habe ich was falsch gemacht?“ → Nein, Gefühle kommen und gehen immer wieder.
„Ich akzeptiere – und nichts ändert sich.“ → Gefühle haben ihr eigenes Timing.
„Dann habe ich doch keine Orientierung mehr.“ → Ihre Werte geben Orientierung, nicht Ihre Gefühle.
„Darf man dann nicht mehr nach Glück streben?“ → Doch – aber nicht um jeden Preis.
Lassen Sie den Patienten die FAQs lesen.
Fragen Sie: „Welche Frage hatten Sie selbst? Welche Antwort spricht Sie am meisten an?“
Die Übung transformiert blockierende „Aber“-Sätze in handlungsfähige „Und“-Sätze, um trotz unangenehmer Gefühle voranzugehen. Die Umformulierung macht die emotionale Barriere bewusst und überwindbar. Beispielsweise „Ich würde Sport machen, aber ich habe keine Lust“ → „Ich habe keine Lust und ich gehe trotzdem joggen“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: „Und“ integriert Gefühl und Handlung. Die Übung ist besonders wirksam bei Prokrastination. In der Gruppentherapie können Sätze geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Handlungsfähigkeit, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Zielerreichung.
Anleitung:
„Unser Verstand sagt oft: ‚Ich würde ja…, aber ich habe Angst / fühle / bin…‘
Das Aber ist keine reale Mauer – es ist nur die Nicht-Bereitschaft, ein Gefühl zu haben.
Beispiel:
„Ich würde gern Sport machen, aber ich habe keine Lust.“
→ „Ich habe keine Lust und ich gehe trotzdem sportlich joggen.“
Schreiben Sie 5 eigene „Aber-Sätze“ auf.
Formulieren Sie jeden in „Und-Satz“ um.
Sprechen Sie den Und-Satz laut aus – was fühlen Sie?
• Sätze konkret wählen
• Laut aussprechen
• Handlung umsetzen
Die Ich-kann-nicht-Mauer und das Tor der Bereitschaft
Die Übung verwandelt „Ich kann nicht“ in eine bewusste Wahl der Nicht-Bereitschaft und öffnet durch Bereitschaft ein Tor zur Handlungsfähigkeit. Die Metapher der Mauer macht die emotionale Barriere sichtbar. Beispielsweise „Ich kann nicht aufhören zu rauchen“ → „Ich rauche weiter, weil ich nicht bereit bin, die Gefühle ohne Zigarette zu haben“ → Bereitschaft hoch → Tor öffnet sich. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Wahl statt Hilflosigkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei suchtartigem Verhalten. In der Gruppentherapie können Mauern visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Hilflosigkeit, einer Erhöhung der Bereitschaft und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
„Hinter jedem ‚Ich kann nicht‘ steckt meist: ‚Ich bin nicht bereit, X zu fühlen, wenn ich es tue.‘
Beispiel:
„Ich kann nicht aufhören zu rauchen.“
→ „Ich rauche weiter, weil ich nicht bereit bin, die unangenehmen Gefühle ohne Zigarette zu haben.“
Wenn ich den Bereitschaftsregler hochdrehe, öffnet sich ein Tor in der Mauer.“
Schreiben Sie 3 „Ich kann nicht“-Sätze.
Formulieren Sie jeden um: „Ich bin nicht bereit, X zu fühlen…“
Fragen Sie: „Was wäre möglich, wenn Sie bereit wären?“
Schmerzhafte Erlebnisse – mit und ohne Bereitschaft
Störungen: Trauer · Verlust · Trauma · chronischer Schmerz
Symptome: sauberes vs. schmutziges Leid · Kampf · zusätzliches Leid
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung unterscheidet „sauberes Leid“ (unvermeidbarer Schmerz) von „schmutzigem Leid“ (durch Kampf erzeugt) und zeigt die Zukunft mit/ohne Bereitschaft. Durch die Projektion in zwei Jahre wird die Langzeitwirkung des Kampfes vs. Akzeptanz sichtbar. Beispielsweise Verlust: Mit niedriger Bereitschaft → Isolation; mit hoher Bereitschaft → Trauerarbeit, neue Beziehungen. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Akzeptanz reduziert zusätzliches Leid. Die Übung ist besonders wirksam bei schweren Lebensereignissen. In der Gruppentherapie können Zukünfte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von schmutzigem Leid, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Lesen Sie die Beispiele (Prüfung, Rollstuhl).
Fragen Sie: „Wie könnte Ihr Leben in 2 Jahren aussehen – mit niedriger Bereitschaft? Mit hoher Bereitschaft?“
Die Übung visualisiert, wie Vermeidung eines Gefühls neue Probleme erzeugt – „Leid zieht Kreise“. Durch das Zeichnen eigener Kreise wird die Kaskade sichtbar. Beispielsweise Ausgang „Unlust“ → Vermeidung „zu Hause bleiben“ → neues Gefühl „schlechtes Gewissen“ → Vermeidung „Bier“ → weitere Kreise. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Vermeidung verstärkt, Akzeptanz stoppt die Kreise. Die Übung ist besonders wirksam bei komplizierten Lebenssituationen. In der Gruppentherapie können Diagramme geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
„Beispiel Herr M.: Mittwoch, Fitness-Studio-Tag. Er hat keine Lust → bleibt zu Hause (Vermeidung). → schlechtes Gewissen → Bier → SMS vom Freund („Die Blonde war da“) → schlechte Laune → Schokolade → kein Schlaf → Schlaftablette → verschläft → Chef guckt komisch → Scham.
Ein einziger Vermeidungsakt (Unlust vermeiden) → 8 neue unangenehme Gefühle.
Beispiel Frau G.: Wird in der Schule gemobbt → zieht sich zurück → wird einsam → Selbstverletzung → Klinik → geschlossene Station → elendig.
Das ist der Mechanismus: Der Versuch, ein unangenehmes Gefühl loszuwerden, erzeugt neues, größeres Leid – das Leid zieht Kreise.“
Lesen Sie beide Beispiele vor oder lassen Sie den Patienten leise lesen.
Lassen Sie den Patienten sein eigenes „Leid-Kreise-Diagramm“ zeichnen: Ausgangsgefühl → Vermeidung → neues Gefühl → neue Vermeidung → …
Frage: „Was wäre passiert, wenn Sie das erste Gefühl einfach hingenommen hätten?“
• Diagramm visualisieren
• Kreise detaillieren
• Akzeptanz als Alternative
Natürliches Leid vs. Vermeidungsleid (Marie und der Kokon)
Die Übung unterscheidet unvermeidbares „natürliches Leid“ von selbst erzeugtem „Vermeidungsleid“ durch die Metapher des Falters im Kokon. Der Kampf des Falters (natürliches Leid) ist notwendig für die Entwicklung – das „Ersparen“ durch Marie führt zu bleibender Behinderung (Vermeidungsleid). Beispielsweise Patient, der Kritik vermeidet: Natürliches Leid „Unbehagen“ → Vermeidung „Rückzug“ → Vermeidungsleid „Isolation“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Vermeidung schadet langfristig, Akzeptanz ermöglicht Wachstum. Die Übung ist besonders wirksam bei „Leid ersparen“-Strategien. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Entwicklung.
Anleitung:
„Marie findet einen Kokon. Der Falter kämpft stundenlang, sich herauszuarbeiten. Marie hat Mitleid, macht das Loch größer – der Falter kommt leicht heraus, hat aber knittrige Flügel und kann nie fliegen. Der Kampf (natürliches Leid) war nötig, damit die Flüssigkeit aus dem Körper in die Flügel gepresst wird. Marie hat ihm das natürliche Leid erspart – und ihm dadurch die Fähigkeit zu fliegen genommen (Vermeidungsleid).“
Lesen Sie die Geschichte vor.
Lassen Sie den Patienten ausfüllen: „Wo habe ich mir oder anderen natürliches Leid erspart – und dadurch Vermeidungsleid erzeugt?“
• Metapher visualisieren
• Persönliche Beispiele finden
• Akzeptanz fördern
Die Übung macht die Kosten der Nicht-Bereitschaft in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sichtbar und motiviert zur Bereitschaft. Durch die Reflexion „Wozu war/ist/bin ich nicht bereit → welche Folgen?“ wird die Dysfunktionalität des Widerstands konkret. Beispielsweise Vergangenheit „Nicht bereit, Hilfe anzunehmen“ → Folge „Isolation“; Zukunft „Weiter nicht bereit“ → Folge „Depression“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Kostenanalyse schafft Motivation. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich schaffe es nicht“. In der Gruppentherapie können Folgen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Bereitschaft, einer Reduktion von Stillstand und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
Füllen Sie Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft aus: „Wozu war/ist/bin ich nicht bereit → welche Folgen?“
Fragen Sie: „Was wäre möglich, wenn Sie bereit wären?“
Die Übung trennt Kontrollierbares (Verhalten) von Unkontrollierbarem (Gefühle, Gedanken, andere), um Energie richtig zu lenken. Durch Ja/Nein bei 20 Punkten wird die Illusion der Kontrolle entlarvt. Beispielsweise „Gefühle kontrollieren“ → Nein; „Verhalten wählen“ → Ja. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Fokus auf Kontrollierbares fördert Handlungsfähigkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln. In der Gruppentherapie können Punkte diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Frustration, einer Erhöhung der Wirksamkeit und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
Kreuzen Sie Ja/Nein bei 20 Punkten.
Fragen Sie: „Wo haben Sie Ihre Energie bisher investiert – in Kontrollierbares oder Unkontrollierbares?“
• Punkte konkretisieren
• Energiefluss visualisieren
• Kontrollierbares priorisieren
Es sieht aus wie Bereitschaft, aber ist es das auch?
Die Übung entlarvt „Pseudo-Bereitschaft“ (z. B. Akzeptanz als Trick, um loszuwerden) und klärt echte Bereitschaft. Durch Ankreuzen von 18 Punkten wird die Motivation hinter der Akzeptanz sichtbar. Beispielsweise „Ich akzeptiere, damit es weggeht“ → Pseudo. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Echte Bereitschaft ist zweckfrei. Die Übung ist besonders wirksam bei „Es funktioniert nicht“. In der Gruppentherapie können Punkte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer echten Akzeptanz, einer Reduktion von Tricks und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
Kreuzen Sie 18 Punkte an.
Fragen Sie: „Wo war Ihre Bereitschaft nur ein Trick, das Gefühl doch loszuwerden?“
Die Übung klärt, was akzeptiert werden muss (innere Erfahrungen) und was verändert (Verhalten). Durch die Frage „Die Vermeidung welcher Gefühle/Gedanken/Körperempfindungen blockiert mein Leben?“ wird der Fokus geschärft. Beispielsweise Vermeidung „Angst“ → Blockade „Rückzug“ → Akzeptanz „Angst zulassen“ → Veränderung „trotzdem handeln“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Innere Akzeptanz, äußere Handlung. Die Übung ist besonders wirksam als Klärung. In der Gruppentherapie können Vermeidungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Akzeptanz, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
Füllen Sie aus: „Die Vermeidung welcher Gefühle/Gedanken/Körperempfindungen blockiert mein Leben?“
„Was würde sich ändern, wenn ich sie nicht mehr vermeiden würde?“
Die geführte Meditation kontrastiert Kampf (Nein-Pfeile) mit Akzeptanz (Ja), um die Erleichterung durch Bereitschaft erfahrbar zu machen. Durch Visualisierung eines Rahmens mit dem Gefühl wird der Widerstand sichtbar und aufgelöst. Beispielsweise Gefühl „Scham“ → Nein-Pfeile „Weg!“ → Erschöpfung; Ja „Willkommen“ → Intensität sinkt, Welt wird größer. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Direkte Erfahrung von Akzeptanz. Die Übung ist besonders wirksam bei starker Abwehr. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam durchgeführt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Kampfes, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
„Nehmen Sie eine bequeme Haltung ein… Spüren Sie Ihren Atem…
Lassen Sie ein schwieriges Gefühl aufsteigen… Stellen Sie es sich in einem Rahmen vor…
Jetzt schießen Sie Nein-Pfeile: Nein, nein, weg damit… Wie fühlt sich das an? Wie lange kämpfen Sie schon? Wie wäre es, weiterzukämpfen – 10 Jahre?
Jetzt nehmen Sie die Pfeile heraus… Und schicken Jas: Ja… Ja… Ja… Geben Sie dem Gefühl Raum… Wie fühlt sich das an? Wie groß wird Ihre Welt?“
Die Übung zerlegt ein Gefühl in seine Komponenten – Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken, Impulse – um Defusion zu erzeugen: „Gefühl = nur Teile, nicht ich“. Durch neutrale Beobachtung wird die Fusion aufgelöst. Beispielsweise Gefühl „Angst“ → Körper „Herzrasen“, Form „schwarz, pulsierend“, Gedanken „Ich versage“, Impulse „weg“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Defusion reduziert Macht des Gefühls. Die Übung ist besonders wirksam bei Verschmelzung. In der Gruppentherapie können Komponenten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fusion, einer Erhöhung der Distanz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
„Rufen Sie eine schwierige Situation in Erinnerung… Lassen Sie das Gefühl kommen…
Jetzt nehmen Sie es auseinander:
– Welche Körperempfindungen? (langsam durch den Körper wandern)
– Welche Gefühle? Farbe? Form? Intensität?
– Welche Gedanken? (kommen und gehen lassen)
– Welche Impulse?
Nur beobachten – nichts verändern…“
Die A-B-Technik verwandelt jedes unangenehme Gefühl in eine Trainingseinheit für Bereitschaft: A = Annehmen, B = Beobachten & Beschreiben. Durch die Umdeutung wird das Gefühl zum „Trainingspartner“. Beispielsweise Gefühl „Wut“ → A „Ja, ich erlaube es“ → B „Druck in Brust, rot, pulsierend“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Übung baut Bereitschaft auf. Die Übung ist besonders wirksam ab der 3.–4. Sitzung. In der Gruppentherapie können Beschreibungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Bereitschaft, einer Reduktion des Kampfes und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
A = Annehmen: Innerlich sagen: „Ja. Ich erlaube diesem Gefühl, jetzt da zu sein. Ich kämpfe nicht dagegen an.“
B = Beobachten & Beschreiben: Fragen:
– Wo im Körper: Wo genau? Welche Temperatur? Konsistenz? Bewegung?
– Form? Farbe? Größe? Gewicht?
– Wie fühlt es sich an, wenn ich es nur anschaue, statt wegzudrücken?
Praxis: Mindestens 3× täglich A-B anwenden und notieren.
Das Tagebuch dokumentiert die Folgen hoher vs. niedriger Bereitschaft, um die Vorteile der Akzeptanz evidenzbasiert zu zeigen. Durch tägliche Einträge – Situation, Gefühl, Bereitschaft, Folgen – wird der Zusammenhang sichtbar. Beispielsweise Hohe Bereitschaft „Angst zulassen“ → Folge „Handlung trotz Angst“; Niedrige „Vermeidung“ → Folge „Rückzug“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Evidenz motiviert. Die Übung ist besonders wirksam bei Schwanken. In der Gruppentherapie können Einträge besprochen werden. Langfristig führt die Übung zu einer freiwilligen Erhöhung der Bereitschaft, einer Reduktion von Stillstand und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Führen Sie 2–4 Wochen täglich das Tagebuch:
Datum – Situation + Gefühl – Bereitschaft hoch/niedrig – Folgen
In der Sitzung gemeinsam durchgehen: „Was passiert, wenn Sie bereit sind? Was, wenn nicht?“
Die Übung baut Bereitschaft systematisch durch geplante Expositionen auf, um Handlungsfreiheit zu gewinnen. Durch 8–12 Übungen mit Schwierigkeit 1–10 wird die Komfortzone erweitert. Beispielsweise Angst vor Ablehnung: 2 „Fremden nach Uhrzeit fragen“, 8 „Kollegen um Gefallen bitten“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Exposition ohne Sicherheitsverhalten baut Bereitschaft. Die Übung ist besonders wirksam bei Vermeidung. In der Gruppentherapie können Übungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Handlungsfreiheit, einer Reduktion von Vermeidung und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Stellen Sie gemeinsam 8–12 Übungen auf, Schwierigkeit 1–10.
Beispiel: 2 = Fremden nach der Uhrzeit fragen; 8 = Kollegen direkt um einen Gefallen bitten.
Regel: Übung wird gemacht, egal wie stark das Gefühl wird. Keine Sicherheitsverhalten!
Tragen Sie ein: geplant – ausgeführt – Bemerkungen.
Die Übung bietet über 20 praktische Defusionstechniken, um den Patienten sofortigen Abstand zu belastenden Gedanken zu ermöglichen. Durch humorvolle, spielerische oder distanzierende Methoden wird die automatische Fusion („Der Gedanke ist wahr und ich“) unterbrochen. Beispielsweise „Ich bin ein Versager“ → „Danke, lieber Verstand!“ oder in Babysprache „Ibich bibin zubu blöböd“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Gedanken werden als vorübergehende mentale Ereignisse wahrgenommen, nicht als Befehle. Die Übung ist besonders wirksam bei starker Gedankenfusion. In der Gruppentherapie können Techniken gemeinsam ausprobiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Gedankenkontrolle, einer Erhöhung der Flexibilität und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung (beliebteste Techniken):
„Danke, lieber Verstand!“
„Ich habe gerade den Gedanken, dass…“
Gedanken singen („Ich bin ein Versager, la la la…“)
In Babysprache: „Ich bin zu blöd“ → „Ibich bibin zubu blöböd“
Die Übung dokumentiert den Fortschritt der Defusion durch eine Machtskala vor/nach jeder Technik. Durch die Messung der Gedankenkraft wird der Erfolg sichtbar und motiviert. Beispielsweise Gedanke „Ich bin wertlos“ → vor 9, nach „Danke, Verstand!“ → 4. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Evidenz stärkt Adhärenz. Die Übung ist besonders wirksam als Monitoring-Tool. In der Gruppentherapie können Skalen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Gedankenkraft, einer Erhöhung der Defusion und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
Nach jeder Defusionstechnik: Macht vorher / Macht nachher (1–10)
Die Übung kombiniert Exposition und Defusion: Schwierige Sätze werden sichtbar platziert und „liegen gelassen“, um die Macht zu reduzieren. Durch die passive Präsenz verliert der Gedanke an Bedrohung. Beispielsweise Satz „Ich bin nichts wert“ auf Zettel → in Sitzung stehen lassen → Macht von 9 auf 5. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Exposition ohne Reaktion entmachtet. Die Übung ist besonders wirksam bei einzelnen dominanten Sätzen. In der Gruppentherapie können Zettel anonym sein. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Gedankenkraft, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
Schreiben Sie 1–5 schwierige Sätze auf große Zettel/Karteikarten.
In der Sitzung sichtbar hinstellen → während der ganzen Stunde einfach da sein lassen.
3–4× in der Stunde Machtskala abfragen.
Hausaufgabe: Zettel zu Hause offen liegen lassen (Küche, Bad, PC).
• Sätze groß schreiben
• Keine Reaktion
• Machtskala dokumentieren
Die Übung defusioniert innere Bilder durch die Erkenntnis: „Es ist nur eine Vorstellung, keine Realität“. Durch Magritte und Alltagsbeispiele wird die Illusion der Bildwahrheit entlarvt. Beispielsweise Bild „Katastrophe“ → „Das ist kein reales Ereignis, nur ein Bild“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Defusion von Vorstellungen. Die Übung ist besonders wirksam bei visuellen Zwängen. In der Gruppentherapie können Bilder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Bildmacht, einer Erhöhung der Distanz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
„Schauen Sie sich das Bild an: Eine Pfeife – und darunter steht ‚Ceci n’est pas une pipe‘ – Das ist keine Pfeife.
Magritte hat recht: Es ist nur ein Bild von einer Pfeife. Sie können es nicht rauchen.
Genau so ist es mit den Bildern in unserem Kopf – sie sind nur Bilder, keine Realität.
Jetzt schließen Sie die Augen… Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch ein Kaufhaus… Alles, was Sie sehen, sagen Sie laut:
‚Das ist kein Messer… Das ist keine Gabel… Das ist kein Regal…‘
Jetzt erinnern Sie sich an heute Morgen… ‚Das ist keine Situation, in der ich im Bett liege… Das ist keine Situation, in der ich dusche…‘
Spüren Sie den Abstand?“
Die sanfte Meditation verwandelt schwierige Gedanken in leichte Federn, um Defusion und Leichtigkeit zu erzeugen. Durch Berühren, Loslassen und Pusten wird die Vergänglichkeit erfahrbar. Beispielsweise Gedanke „Versagen“ → Feder → leicht, segelnd, harmlos. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Visualisierung fördert Defusion. Die Übung ist besonders wirksam bei gedanklicher Schwere. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Gedankenlast, einer Erhöhung der Leichtigkeit und einer Verbesserung der emotionalen Freiheit.
Anleitung:
„Lassen Sie die Augen zufallen… Spüren Sie Ihren Atem…
Rufen Sie sich 2–3 schwierige Gedanken in Erinnerung…
Jetzt sitzen Sie an einem Tisch… Auf dem Tisch liegen diese Gedanken – aber sie sind weiche, leichte Vogelfedern…
Nehmen Sie sie in die Hand… Wie leicht sie sind… Streichen Sie sanft darüber…
Halten Sie sie hoch… und lassen Sie sie los… Schauen Sie zu, wie sie langsam auf den Tisch segeln…
Pusten Sie leicht hinein… sehen Sie, wie sie durcheinanderwirbeln… und wieder landen…
Das sind Ihre Gedanken – leicht wie Federn…
Bedanken Sie sich bei Ihrem Verstand: ‚Danke für all die Gedanken…‘
Halten Sie sie weiter leicht in der Hand… wie Federn…
Wenn Sie bereit sind, öffnen Sie die Augen…“
Die Live-Übung demonstriert körperlich: Der Verstand kann reden, aber die Handlungsfähigkeit bleibt. Durch Rollenspiel und Alleingang wird Defusion erfahrbar. Beispielsweise Therapeut redet „Warum gehen Sie hier lang?“ → Patient geht weiter. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Körperliche Erfahrung stärkt Defusion. Die Übung ist besonders wirksam bei „Verstand hören müssen“. In der Gruppentherapie kann sie in Paaren durchgeführt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Verstandsmacht, einer Erhöhung der Handlungsfreiheit und einer Verbesserung der emotionalen Regulation.
Anleitung:
Der Therapeut spielt 5 Minuten den Verstand – redet unaufhörlich, kritisiert, warnt. Der Patient geht einfach seinen Weg, antwortet nicht.
5 Min draußen: Therapeut hinterher, redet ohne Pause.
Rollenwechsel: Patient ist Verstand, Therapeut geht schweigend.
5 Min allein: Patient geht weiter, hört eigenen Verstand – reagiert nicht.
Nachbesprechung: „Wie war es, wenn der Verstand redet, aber Sie trotzdem Ihren Weg gehen?“
• Draußen durchführen
• Reden nicht unterbrechen
• Erfahrung reflektieren
Die Übung defusioniert Gedanken als Werkzeuge: Manche nützlich, manche Schrott. Durch die Tabelle wird die Funktionalität geprüft. Beispielsweise Gedanke „Ich muss perfekt sein“ → nützlich nein → Situation „Arbeit“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Funktionalität statt Wahrheit. Die Übung ist besonders wirksam bei „Gedanken sind wahr“. In der Gruppentherapie können Werkzeuge geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Gedankenmacht, einer Erhöhung der Flexibilität und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
Füllen Sie die Tabelle aus: Gedanke – nützlich ja/nein – Beispielsituation.
Fragen Sie: „Ein Hammer ist super zum Nagel einschlagen – miserabel zum Schrauben drehen. Genauso sind Gedanken: Manche helfen, manche nicht.“
Die Übung zeigt: Derselbe Gedanke kann Fußfessel oder Ruhekissen sein – die Fusion macht den Unterschied. Durch die Tabelle wird die Wahrnehmung flexibilisiert. Beispielsweise Gedanke „Ich habe keine Lust“ → Fußfessel „bleibe liegen“ oder Ruhekissen „akzeptiere und handle trotzdem“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Wahrnehmung bestimmt Wirkung. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich kann nicht“. In der Gruppentherapie können Varianten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Blockaden, einer Erhöhung der Handlungsfähigkeit und einer Verbesserung der Flexibilität.
Anleitung:
Füllen Sie die Tabelle: Gedanke – Fußfessel oder Ruhekissen – warum?
Zeigen Sie Bild mit Luftballons: „Die gleichen Gedanken können auch Luftballons sein – leicht, mitnehmbar, harmlos.“
Die Übung entlarvt Vergangenheitserklärungen als oft unhilfreich, auch wenn wahr. Durch die Tabelle wird die Funktionalität geprüft. Beispielsweise Problem „Rückzug“ → Erklärung „Kindheit“ → hilfreich 1 → Fokus auf Gegenwart. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Hilfreich statt wahr. Die Übung ist besonders wirksam bei „Weil damals“. In der Gruppentherapie können Erklärungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Gegenwartsorientierung und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung:
Schreiben Sie: Problem – Erklärung aus der Vergangenheit – wie überzeugt – wie hilfreich (1–3).
Fragen Sie: „Selbst wenn es stimmt – hilft es Ihnen weiter? Oder hält es Sie fest?“
Die Übung zeigt: Der Verstand kann jede Geschichte erzählen – auch das Gegenteil – und alle fühlen sich „wahr“ an. Durch zufällige Adjektive und Geschichten wird die Beliebigkeit sichtbar. Beispielsweise Adjektiv „faul“ → Geschichte „immer zu spät“; „fleißig“ → Gegenteil. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Narrative sind konstruiert. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich-bin-eine-Geschichte“. In der Gruppentherapie können Geschichten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion fixer Narrative, einer Erhöhung der Flexibilität und einer Verbesserung der Selbstwahrnehmung.
Anleitung:
Ziehen Sie 3 zufällige Adjektive.
Schreiben Sie für jedes eine Lebensgeschichte, die dazu passt.
Bewerten Sie: Wie leicht? Wie vertraut? Wie glaubhaft?
Ergebnis: „Welche Geschichte wollen Sie heute glauben?“
Die geführte Achtsamkeitsübung schafft direkte Defusion durch die Beobachterperspektive: Gedanken werden wie Bilder auf einem Bildschirm wahrgenommen, die kommen und gehen. Der Patient erlebt sich als Beobachter, nicht als Inhalt der Gedanken. Beispielsweise Gedanke „Ich bin ein Versager“ → erscheint auf Bildschirm → verblasst → neuer Gedanke. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT und Achtsamkeit: Neutrale Beobachtung unterbricht Fusion und reduziert emotionale Intensität. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln und Zwangsgedanken, da sie die Vergänglichkeit der Gedanken erfahrbar macht. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden, wobei individuelle Bilder (z. B. Fluss statt Bildschirm) integriert werden. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Reduktion der Gedankenmacht, einer Erhöhung der metakognitiven Distanz und einer Verbesserung der emotionalen Regulation.
Anleitung:
„Schließen Sie die Augen… Für diesen Moment gibt es nichts zu erledigen, nichts zu lösen, nichts zu verbessern… Nur beobachten…
Beobachten Sie zuerst Ihren Atem… Lassen Sie ihn fließen… Ein… und aus… Spüren Sie den Luftstrom… die sanften Bewegungen Ihres Körpers… Es atmet in Ihnen…
Und so, wie es in Ihnen atmet, so denkt es auch in Ihnen… Unaufhörlich bringt Ihr Verstand Gedanken hervor… Erklärungen, Bewertungen, Vorhersagen… Einen Gedanken nach dem anderen…
Jetzt beobachten Sie einfach Ihre Gedanken… ohne sie zu verändern, wegzudrängen oder festzuhalten… Einfach einen nach dem anderen kommen und gehen lassen…
Stellen Sie sich vor, jeder Gedanke erscheint auf einem Bildschirm vor Ihrem inneren Auge… Klar und deutlich… Dann verblasst er langsam… Der Bildschirm wird wieder leer… Dann erscheint der nächste Gedanke… und verblasst wieder…
Hallo Gedanke… Auf Wiedersehen Gedanke…
Wenn Sie merken, dass Sie in einen Gedanken eingestiegen sind, registrieren Sie es sanft… und holen sich wieder zurück… Immer wieder… Ein Gedanke nach dem anderen…
Kehren Sie zum Atem zurück… Ein… und aus… Wenn Sie bereit sind, öffnen Sie die Augen…“
• Langsam und mit Pausen vorlesen
• Bildschirm-Metapher variieren (z. B. Fluss, Wolken)
• Täglich wiederholen
Die Übung trainiert die offene, nicht-gerichtete Aufmerksamkeit auf alles, was im Bewusstsein auftaucht – Gedanken, Gefühle, Empfindungen, Impulse – ohne Eingreifen. Der Patient lernt, wie eine Antenne Signale zu empfangen, ohne zu bewerten oder zu verändern. Beispielsweise Gedanke „morgen Prüfung“ → registrieren → loslassen → nächstes Signal „Druck in Brust“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit (Open Monitoring): Die wohlwollende Offenheit reduziert Kontrollversuche und fördert Akzeptanz. Die Übung ist besonders wirksam bei „Etwas tun müssen“-Druck. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam durchgeführt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Fixierung, einer Erhöhung der Präsenz und einer Verbesserung der emotionalen Flexibilität.
Anleitung:
„Nehmen Sie eine bequeme Haltung ein… Augen zu… Machen Sie sich bewusst, wo Sie gerade sind… der Raum… der Stuhl…
Wenden Sie die Aufmerksamkeit nach innen… Was steigt gerade in Ihrem Bewusstsein auf?… Ein Gedanke?… Ein Gefühl?… Eine Empfindung?… Ein Impuls?…
Nehmen Sie eine wohlwollende, interessierte Haltung ein… wie eine Antenne, die Signale empfängt…
Alles darf da sein… nichts muss weg… nichts muss anders sein…
Ein Gedanke… ein Gefühl… eine Empfindung… Hallo… ich sehe dich… und lasse dich wieder los… Was kommt als Nächstes?…
Immer wieder öffnen… anschauen… loslassen…
Wenn Sie merken, dass Sie hineingestiegen sind, registrieren Sie es sanft… und kehren zurück zum achtsamen Beobachten…
Bleiben Sie der Beobachter…
Kommen Sie langsam zurück… machen Sie sich den Raum bewusst… und öffnen Sie die Augen…“
Die Übung schult die schnelle Defusion durch Einordnung innerer Prozesse in vier Kategorien: Gedanke, Gefühl, Empfindung, Impuls. Durch das Benennen wird Distanz geschaffen. Beispielsweise „Druck in Brust“ → Empfindung; „Ich versage“ → Gedanke. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Kategorisierung reduziert Fusion. Die Übung ist besonders wirksam bei „Nicht wissen, was ich fühle“. In der Gruppentherapie kann sie live geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Verschmelzung, einer Erhöhung der Klarheit und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
5–10 Minuten live: Nennen Sie alles, was auftaucht → kreuzen Sie an: Gedanke / Gefühl / Empfindung / Impuls.
Hausaufgabe: täglich 5 Minuten das Protokoll führen.
Die Übung trainiert die flexible Aufmerksamkeitslenkung zwischen Anker (Atem) und Problem, um Kontrolle über die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Der Patient lernt, jederzeit vom Problem zurückzukehren. Beispielsweise Problem „Prüfung“ → Gedanken → zurück zum Atem → wieder zum Problem. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Pendeln stärkt metakognitive Kontrolle. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Fixierung, einer Erhöhung der Aufmerksamkeitskontrolle und einer Verbesserung der emotionalen Flexibilität.
Anleitung:
„Schließen Sie die Augen… Spüren Sie Ihren Atem… Ein… und aus…
Jetzt denken Sie an ein Problem… lassen Sie alle Gedanken und Gefühle dazu kommen…
Dann lassen Sie das Problem sanft los… und kehren zum Atem zurück… Ein… und aus…
Wieder zum Problem… dann wieder zum Atem…
Pendeln Sie in Ihrem eigenen Rhythmus… sanft… geduldig…“
Die Übung macht erfahrbar, dass Vergangenheit und Zukunft nur mentale Konstrukte sind – das Jetzt ist real. Durch Pendeln zwischen Erinnerung, Zukunft und Jetzt wird die Präsenz gestärkt. Beispielsweise Erinnerung „Kindheit“ → Jetzt „Atem“ → Zukunft „morgen“ → Jetzt. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Präsenz reduziert Zeitreisen. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln und Angst. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Zeitreisen, einer Erhöhung der Präsenz und einer Verbesserung der emotionalen Stabilität.
Anleitung:
„Augen zu… Spüren Sie den jetzigen Moment… Atem… Körper… Geräusche…
Jetzt eine Erinnerung von heute Morgen… lassen Sie sie lebendig werden… dann loslassen… zurück ins Jetzt…
Jetzt eine Situation morgen… lassen Sie sie kommen… dann loslassen… zurück ins Jetzt…
Pendeln Sie zwischen Vergangenheit – Jetzt – Zukunft – Jetzt…
Spüren Sie: Nur das Jetzt ist real…“
Die Übung fördert Selbstakzeptanz durch achtsames Betrachten im Spiegel mit Mitgefühl. Der Patient überträgt Mitgefühl von anderen auf sich und lässt aufsteigende Gedanken/Gefühle zu. Beispielsweise Blick „Narben“ → Gedanke „hässlich“ → Mitgefühl „Darf ich so sein?“ → Akzeptanz. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT und Selbstmitgefühl: Achtsames Zulassen reduziert Scham. Die Übung ist besonders wirksam bei negativen Selbstbildern. In der Gruppentherapie kann sie mit Partner gespiegelt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Selbstkritik, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung des Selbstwerts.
Anleitung:
„Setzen Sie sich vor einen Spiegel… Augen zu… Spüren Sie Ihren Atem…
Rufen Sie sich jemanden ins Gedächtnis, dem Sie leicht Mitgefühl entgegenbringen… Übertragen Sie dieses Mitgefühl jetzt auf sich selbst…
Öffnen Sie die Augen… Schauen Sie sich an… Was kommt hoch? Gedanken? Gefühle?… Erlauben Sie alles… kämpfen Sie nicht dagegen an…
Fragen Sie sich: ‚Darf ich der Mensch sein, der ich bin – genau so, wie ich bin?‘…
Spüren Sie nach… Wie weit öffnet sich die Tür zu Selbstakzeptanz?…
Schließen Sie die Augen… lassen Sie es nachwirken… öffnen Sie die Augen wieder…“
Hausaufgabe: Täglich 2–5 Minuten vor dem Spiegel + Tagebuch (Dauer + Grad der Selbstakzeptanz 1–10)
Die Übung entlarvt Zukunftsangst, indem das befürchtete Ereignis ins Jetzt geholt wird – oft wird die Angst leichter. Der Patient erlebt: „Die Angst vor der Angst ist schlimmer“. Beispielsweise Sorge „Prüfung scheitern“ → Jetzt „es passiert jetzt“ → Körper/Geist reagieren milder. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Präsenz reduziert Projektion. Die Übung ist besonders wirksam bei Katastrophendenken. In der Gruppentherapie können Sorgen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Zukunftsangst, einer Erhöhung der Präsenz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
„Denken Sie an eine Sorge… Was befürchten Sie genau?… Lassen Sie die Gedanken kommen…
Jetzt stellen Sie sich vor: Es passiert genau jetzt… In diesem Moment… Bleiben Sie dabei…
Was verändert sich im Körper? Im Gefühl?… Meist… gar nichts oder es wird sogar leichter…“
Die Kern-Übung der ACT schafft die Erfahrung des transzendenten Selbst: Der Beobachter, der immer da ist, während Inhalt (Gedanken, Gefühle, Rollen) kommt und geht. Durch Rückblick von Kindheit bis Jetzt wird die Kontinuität des Beobachters spürbar. Beispielsweise Kindheit „Spielen“ → Jetzt „Sorgen“ → Beobachter „immer dasselbe Ich“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Selbst-als-Kontext reduziert Fusion. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich bin mein Problem“. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Identifikation, einer Erhöhung der Freiheit und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
„Schließen Sie die Augen… Spüren Sie Ihren Körper… Ihre Gefühle… Ihre Gedanken… Ihre Rollen…
Erinnern Sie sich an heute Morgen… an letztes Jahr… an Ihre Kindheit…
In jedem Moment war ein Ich da – dasselbe Ich – das beobachtet hat…
Dieses Ich ist immer da… unveränderlich… es hat alles kommen und gehen sehen…
Treten Sie in Kontakt mit diesem Beobachter-Ich… das größer ist als alle Gedanken, Gefühle, Rollen…
Sie sind nicht Ihr Inhalt… Sie sind der Raum, in dem alles erscheint…
Bleiben Sie einen Moment bei diesem Ich…
Dann langsam zurück… öffnen Sie die Augen…“
Die Meditation erzeugt die Erfahrung des unendlichen inneren Raums, der Platz für alle Erinnerungen, Gedanken, Gefühle bietet – Selbst-als-Kontext. Durch die Visualisierung von Atem, Erinnerungen, Gedanken, Gefühlen wird die Weite spürbar. Beispielsweise „Unendlich viele Gedanken“ → Raum „wie Universum“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Raum reduziert Enge. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich bin mein Inhalt“. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fusion, einer Erhöhung der Weite und einer Verbesserung der Akzeptanz.
Anleitung:
„Lassen Sie die Augen locker zufallen und machen Sie sich bewusst, wo Sie sich befinden. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach außen, auf die Geräusche, die Sie wahrnehmen … Geräusche im Raum, Geräusche aus dem Gebäude … Geräusche von draußen.
Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit auf den Atem. Lassen Sie den Atem fließen, verändern Sie ihn nicht. Versuchen Sie nicht, auf eine bestimmte Art und Weise zu atmen, versuchen Sie überhaupt nicht, irgendetwas zu erreichen, beobachten Sie einfach, spüren Sie einfach nur, was ist … wie die Luft ein- und ausströmt, wie sich Ihr Körper sanft im Rhythmus des Atems bewegt … sich die Schultern sanft heben und senken, sich der Brustkorb ausdehnt und zusammenzieht … sich die Bauchdecke sanft hebt und senkt …
Lassen Sie nun einmal Erinnerungen aufsteigen an die Zeit, als Sie noch ein Kind waren. Was ist Ihre früheste Erinnerung? … [5–10 Sek. Pause] … Gehen Sie weiter zu späteren Erinnerungen … vor der Schule … Schulzeit … Jugend … Machen Sie sich bewusst, wie viele Erinnerungen noch da sind … so viele … unendlich viele …
Konzentrieren Sie sich nun auf Ihre Gedanken … schauen Sie sich beim Denken zu … ein Gedanke nach dem anderen … wie viele Gedanken Sie schon hatten … Minute für Minute neue … Wie groß muss der Raum in Ihnen sein für so viele Gedanken?
Wie fühlen Sie sich jetzt? … Wie viele Gefühle, Stimmungen, Empfindungen hatten Sie schon im Leben? … Wie groß ist der Raum in Ihnen für all das Fühlen?
Der Raum in Ihnen ist unendlich groß … ein ganzes Universum … Platz für alle Erinnerungen … alle Gedanken … alle Gefühle … alles, was Sie je waren und sind …
Bereiten Sie sich vor, die Übung zu beenden … und wenn Sie so weit sind, öffnen Sie die Augen wieder.“
• Pausen einhalten
• Weite visualisieren
• Nachbesprechung: „Wie groß fühlte sich der Raum an?“
Die Metapher zeigt Werte als inneren Kompass, der Richtung gibt, auch in schwierigem Gelände. Durch die zwei Wanderer wird die Orientierung durch Werte vs. Gefühle kontrastiert. Beispielsweise Wanderer mit Kompass „Werte“ → geht weiter trotz Sturm; ohne → verloren. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Werte leiten unabhängig von Gefühlen. Die Übung ist besonders wirksam bei „Verloren“. In der Gruppentherapie können Kompasse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Orientierung, einer Reduktion von Vermeidung und einer Verbesserung der Lebensrichtung.
Anleitung:
Zeigen Sie das Bild mit den zwei verlorenen Wanderern (einer hat Kompass, einer nicht).
Fragen stellen:
„Was ist für Sie der Kompass in Ihrem Leben?“
„Gibt es etwas in Ihnen – auch wenn gerade alles chaotisch ist –, das Ihnen Richtung gibt?“
„Was wäre, wenn Sie sich nur noch nach diesem Kompass richten würden – egal wie das Wetter ist?“
Optional: Lassen Sie den Patienten seinen persönlichen Kompass malen oder schreiben.
• Bild visualisieren
• Werte konkretisieren
• Richtung betonen
Unterscheiden zwischen Werten und Zielen
Störungen: Orientierungslosigkeit · Depression · Perfektionismus · Werteunsicherheit
Symptome: Verwechslung von Richtung und Ziel · emotionale Blockade
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung klärt den Unterschied zwischen Werten (Richtung, nicht abhakbar) und Zielen (konkret, erreichbar), um eine wertebasierte Lebensführung zu ermöglichen. Durch das spontane Zuordnen von 40 Punkten wird die Intuition geschult. Beispielsweise „heiraten“ → Ziel (abhakbar); „liebevoller Partner sein“ → Wert (Richtung). Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Werte als Kompass, Ziele als Schritte. Die Übung ist besonders wirksam bei „Was will ich wirklich?“. In der Gruppentherapie können Zuordnungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Lebensrichtung, einer Reduktion von Zielverwirrung und einer Erhöhung der Motivation.
Anleitung (15–20 Min):
Geben Sie dem Patienten die Liste mit 40 Punkten.
Jeder Punkt wird laut vorgelesen → der Patient sagt spontan „Ziel“ oder „Wert“ → markieren Sie Z oder W.
Gehen Sie gemeinsam durch:
„Ein Ziel kann man abhaken (z. B. heiraten, mit Rauchen aufhören). Ein Wert nicht (z. B. ein liebevoller Partner sein, gesund leben).“
„Aus einem Wert kann man immer neue Ziele ableiten – ein Wert ist eine Richtung.“
Lassen Sie den Patienten seine persönlichen Top-5-Werte aus der Liste markieren.
Die Übung enthüllt tiefste Werte durch die Visualisierung eines idealen Tages ohne Einschränkungen. Durch detaillierte Nachfragen werden Werte sichtbar. Beispielsweise Tag „mit Familie wandern“ → Wert „Verbundenheit“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Idealer Tag = wertebasiertes Leben. Die Übung ist besonders wirksam bei „Was ist mir wichtig?“. In der Gruppentherapie können Tage geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Werteerkenntnis, einer Erhöhung der Motivation und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (20–30 Min):
Lesen Sie langsam vor: „Stellen Sie sich vor, morgen wäre ein Tag, an dem alles möglich ist … kein Geldproblem, keine Verpflichtungen, keine Müdigkeit … Sie wachen auf – wie würde dieser Tag ablaufen, Stunde für Stunde?“
Lassen Sie den Patienten erzählen oder schreiben – fragen Sie gezielt nach:
„Mit wem sind Sie zusammen?“
„Was tun Sie genau?“
„Was fühlen Sie dabei?“
Abschluss: „Was sagt dieser ideale Tag über Ihre tiefsten Werte aus?“
Die Übung nutzt die Perspektive des Todes, um Werte zu klären: Was soll auf dem Grabstein stehen? Durch „falsche“ Inschriften und persönliche Varianten wird die Dringlichkeit wertebasierten Lebens spürbar. Beispielsweise „falsch“ „Angstfrei“ → „richtig“ „liebevoller Vater“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Tod als Werte-Katalysator. Die Übung ist besonders wirksam bei Lebenskrisen. In der Gruppentherapie können Inschriften geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Priorisierung, einer Reduktion von Vermeidung und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (25–40 Min):
Lesen Sie die drei „falschen“ Grabstein-Inschriften vor (Paul, Lisa, Martin).
Fragen Sie: „Was fühlen Sie, wenn Sie das hören?“
Fragen Sie: „Was würde auf diesen Grabsteinen stehen, wenn sie stattdessen ihre Werte gelebt hätten?“ → lassen Sie ergänzen.
Persönliche Frage (vorsichtig einleiten):
„Sind Sie bereit, sich vorzustellen, was einmal auf Ihrem Grabstein stehen könnte?“
Variante 1: „Wenn Sie so weiterleben wie bisher (mit dem Kampf gegen Angst, Schmerz, Gedanken…)“
Variante 2: „Wenn Sie den Kampf aufgeben und das tun, was Ihnen wirklich wichtig ist“
Lassen Sie beide Varianten aufschreiben.
Nachbesprechung: „Welche Variante wollen Sie wahr machen?“
Die Übung priorisiert Werte durch die hypothetische Diagnose „wenige Monate“. Die 10 Dinge enthüllen, was wirklich zählt. Beispielsweise „Familie sehen“ → Wert „Verbundenheit“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Begrenzte Zeit klärt Werte. Die Übung ist besonders wirksam bei „Was hält mich ab?“. In der Gruppentherapie können Listen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Priorisierung, einer Reduktion von Aufschieben und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Sagen Sie: „Stellen Sie sich vor, Sie wären beim Arzt und hören: Sie haben nur noch wenige Monate. Sie setzen sich hin und schreiben 10 Dinge auf, die Sie unbedingt noch tun wollen, bevor Sie sterben. Was steht auf Ihrer Liste?“
Lassen Sie 10 Punkte schreiben.
Fragen Sie: „Wie viele davon tun Sie heute schon? Was hält Sie davon ab, damit anzufangen?“
• Ehrlich schreiben
• Hindernisse identifizieren
• Erste Schritte planen
Die Übung entlarvt die Geldillusion: Finanzielle Freiheit ändert oft wenig am Alltag – Werte sind entscheidend. Durch die Frage „Wie würde sich Ihr Alltag ändern?“ wird klar, was wirklich zählt. Beispielsweise „mehr reisen“ → Wert „Abenteuer“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Externe Faktoren vs. innere Werte. Die Übung ist besonders wirksam bei „Wenn ich nur…“. In der Gruppentherapie können Änderungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Illusionen, einer Erhöhung der Werteorientierung und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Sagen Sie: „Stellen Sie sich vor, Sie erben morgen 50 Millionen Euro – finanziell frei für immer. Wie würde sich Ihr Alltag ändern? Was würden Sie tun, was lassen?“
Die Übung klärt Werte durch die Vorbildperspektive für ein (hypothetisches) Kind. Durch die Frage „Was sollen sie lernen?“ werden Kernwerte sichtbar. Beispielsweise „Umgang mit Gefühlen“ → Wert „Resilienz“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Vorbild als Werte-Katalysator. Die Übung ist besonders wirksam bei Elternschaftsfragen. In der Gruppentherapie können Vorbilder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Wertepriorisierung, einer Reduktion von Inkongruenz und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Für Eltern: „Stellen Sie sich Ihr Kind in einem Alter vor, in dem es Sie besonders beobachtet. Was sollen sie von Ihnen lernen – über das Leben, über Beziehungen, über Umgang mit Gefühlen?“
Für Kinderlose: „Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Kind. Was wäre Ihnen wichtig, ihm vorzuleben?“
• Konkret formulieren
• Werte ableiten
• Vorbild leben
Die Übung extrahiert Werte aus positiven und negativen Erinnerungen: Stolz-Momente = gelebte Werte, Scham-Momente = verletzte Werte. Durch die Tabellen wird die Lebensbilanz sichtbar. Beispielsweise Stolz „Freunde geholfen“ → Wert „Hilfsbereitschaft“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Vergangenheit als Werte-Spiegel. Die Übung ist besonders wirksam bei Lebensbilanz. In der Gruppentherapie können Momente geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Werteerkenntnis, einer Reduktion von Scham und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (30–45 Min):
Lassen Sie beide Tabellen ausfüllen: positive und negative Erinnerungen aus Kindheit/Jugend + Erwachsenenalter.
Gehen Sie gemeinsam durch: „Was sagen die Momente, auf die Sie stolz sind, über Ihre Werte? Was sagen die Momente, in denen Sie sich schämen, über verletzte Werte?“
Die kreative Übung visualisiert wertebasiertes Leben durch Bilder und Sätze. Durch das Schneiden und Kleben wird die Vision greifbar. Beispielsweise Bild „Familie am Strand“ → Wert „Verbundenheit“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Visuelle Werteverankerung. Die Übung ist besonders wirksam bei abstrakten Werten. In der Gruppentherapie können Collagen präsentiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Vision, einer Erhöhung der Motivation und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Stellen Sie Material bereit: Zeitschriften, Schere, Kleber, großes Papier.
Lassen Sie den Patienten 1–2 Stunden Bilder/Sätze ausschneiden, die „Wie will ich leben?“ beantworten.
Die Übung kultiviert Dankbarkeit durch tägliche Dokumentation, um den negativen Bias auszugleichen. Durch 10–20 Dinge wird die Fülle sichtbar. Beispielsweise „Sonne“ → Gefühl „Wärme“. Die Methode nutzt Prinzipien der positiven Psychologie: Dankbarkeit wirkt antidepressiv. Die Übung ist besonders wirksam bei Negativ-Fokus. In der Gruppentherapie können Dinge geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Stimmung, einer Reduktion von Mangeldenken und einer Erhöhung der Lebensfreude.
Anleitung:
Schreiben Sie 10–20 Dinge auf, wofür Sie dankbar sind (groß und klein).
Täglich erweitern.
• Auch kleine Dinge
• Täglich erweitern
• Gefühl notieren
Das Tagebuch enthüllt Werte durch emotionale Berührungsmomente. Durch tägliche Dokumentation „Wann berührt? → Welcher Wert?“ werden Kernwerte sichtbar. Beispielsweise Berührung „Freund geholfen“ → Wert „Hilfsbereitschaft“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Emotionen als Werte-Indikatoren. Die Übung ist besonders wirksam bei „Was ist mir wichtig?“. In der Gruppentherapie können Einträge besprochen werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Werteerkenntnis, einer Erhöhung der emotionalen Sensibilität und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
2–4 Wochen täglich: „Wann wurde ich heute emotional berührt? → Welcher Wert steckt dahinter?“
Die Übung erstellt eine persönliche Lebensvision durch detaillierte Beschreibung in 10 Bereichen. Durch 3–10 Sätze pro Bereich wird die ideale Umsetzung konkret. Beispielsweise Bereich „Beziehung“ → „Ich bin geduldig, höre zu, teile Gefühle“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Vision als Werte-Anker. Die Übung ist besonders wirksam als Lebensabschnitts-Start. In der Gruppentherapie können Bereiche geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Vision, einer Erhöhung der Motivation und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (45–60 Min oder als Hausaufgabe):
Schreiben Sie für jeden der 10 Lebensbereiche 3–10 Sätze: „Wie möchte ich in diesem Bereich sein?“
• Konkret und positiv
• Alle Bereiche abdecken
• Vision sichtbar machen
Die Zielscheibe visualisiert Wichtigkeit und Umsetzung in 10 Bereichen, um Abweichungen sichtbar zu machen. Durch die Verbindung der Punkte entsteht ein klares Bild. Beispielsweise Bereich „Freundschaft“ → Wichtigkeit 9, Umsetzung 3 → große Lücke. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Visuelle Lückenanalyse motiviert. Die Übung ist besonders wirksam bei „Wo stehe ich?“. In der Gruppentherapie können Scheiben geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer priorisierten Veränderung, einer Reduktion von Frustration und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (20–30 Min):
Zeichnen Sie die Zielscheibe.
Für jeden der 10 Bereiche (Paarbeziehung, Elternschaft, Familie, Freunde, Arbeit, Lernen, Freizeit, Spiritualität, Gesellschaft, Gesundheit):
„Wie wichtig ist Ihnen dieser Bereich?“ → 1–10
„Wie stark leben Sie diesen Bereich heute nach Ihren eigenen Wertvorstellungen?“ → 1–10
Tragen Sie die Zahlen in die Zielscheibe ein.
Verbinden Sie die Punkte → sofort sichtbar, wo die größten Abweichungen sind.
Fragen:
„Wo sind Sie schon nah an der Mitte?“
„Wo ist die größte Lücke zwischen Wichtigkeit und Umsetzung?“
„Welchen Bereich möchten Sie als erstes näher an die Mitte bringen?“
• Ehrlich bewerten
• Lücken visualisieren
• Ersten Bereich wählen
Die Übung generiert konkrete Verhaltensideen von winzig bis mutig, um Werte umzusetzen. Durch die Skala wird Handlungsfähigkeit geschaffen. Beispielsweise Wert „Kontakt“ → winzig „Nachricht schicken“, mutig „Treffen vereinbaren“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Kleine Schritte bauen Commitment. Die Übung ist besonders wirksam bei Überforderung. In der Gruppentherapie können Ideen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer schrittweisen Umsetzung, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (20–40 Min):
Wählen Sie 1–3 Bereiche aus der Zielscheibe, die Ihnen wichtig sind und wo Sie weiterkommen wollen.
Für jeden Bereich:
„Was wäre der allergrößte, mutigste Schritt, den Sie sich vorstellen können?“
„Was wäre ein winziger, fast unsichtbarer Schritt?“
„Was liegt dazwischen?“ → 3–5 weitere Ideen
Betonen Sie: „Sie müssen sich jetzt zu nichts verpflichten – nur Möglichkeiten sammeln.“
Wählen Sie 1–2 kleine Schritte für die nächste Woche aus.
• Skala von klein bis groß
• Kein Druck
• Erste Schritte wählen
Die Übung klärt, wie Werte in konkreten Beziehungen gelebt oder verletzt werden. Durch die Analyse wird Selbstsabotage sichtbar. Beispielsweise Beziehung „Partner“ → „Wert Liebe leben, wenn ich zuhöre“ → „verletze, wenn ich ignoriere“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Beziehungen als Werte-Spiegel. Die Übung ist besonders wirksam bei Konflikten. In der Gruppentherapie können Beziehungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Verbesserung der Beziehungen, einer Reduktion von Sabotage und einer Erhöhung der Wertekongruenz.
Anleitung:
Füllen Sie für 5–6 wichtige Beziehungen aus:
„Diesem Menschen verschaffe ich meinen Wert X Geltung, wenn ich…“
„Ich verletze meinen Wert X, wenn ich…“
Fragen Sie: „Wo möchten Sie in den nächsten Wochen besonders achten, Ihren Wert zu leben?“
Die Metapher zeigt kontraproduktives Verhalten im „Lebensgarten“ durch sechs Gärtner-Typen. Durch Bewertung und eigene Geschichte wird die Dysfunktionalität sichtbar. Beispielsweise Gärtner „vergiftet“ → eigenes Verhalten „Selbstkritik“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Metapher fördert Einsicht. Die Übung ist besonders wirksam bei Selbstsabotage. In der Gruppentherapie können Typen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Sabotage, einer Erhöhung der Pflege und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (30 Min):
Lesen Sie die 6 Gärtner-Geschichten vor.
Bewerten Sie jede Geschichte 0–3: „Wie sehr erkenne ich mich wieder?“
Schreiben Sie eine eigene Gärtner-Geschichte (wenn keine passt).
Abschlussfrage: „Was müssten Sie als Gärtner anders machen, damit Ihr Garten blüht?“
Die Übung identifiziert und kategorisiert Barrieren, um gezieltes Commitment vorzubereiten. Durch Ideen, Visualisierung und Sortierung wird der Weg frei. Beispielsweise Idee „Sport“ → Barriere „keine Lust“ → Kategorie „Gefühl“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Barrierenanalyse stärkt Umsetzung. Die Übung ist besonders wirksam vor Verhaltensexperimenten. In der Gruppentherapie können Barrieren geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Hindernissen, einer Erhöhung der Umsetzung und einer Verbesserung der Zielerreichung.
Anleitung (30–45 Min):
Schritt 1: „Was könnten Sie selbst tun, um Ihr Leben zu verbessern?“ → 5–10 Ideen
Schritt 2: Eine Idee auswählen → sich lebendig vorstellen, sie umzusetzen → alle auftauchenden Barrieren notieren
Schritt 3: Barrieren sortieren in:
schwierige Gedanken
schwierige Gefühle/Empfindungen
fehlende Fähigkeiten
Sagen Sie: „Jetzt wissen wir genau, was im Weg steht – und können gezielt daran arbeiten.“
Die Meditation zeigt: Hindernisse werden nicht umgangen, sondern aufgenommen – der Weg bleibt frei. Durch Visualisierung wird Akzeptanz erfahrbar. Beispielsweise kleine Blase „Angst“ → große Blase nimmt auf → weiter. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Aufnahme statt Umgehung. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich muss vorbei“. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Handlungsfähigkeit.
Anleitung (8–10 Min):
„Lassen Sie die Augen zufallen… Spüren Sie Ihren Atem… ein… und aus…
Stellen Sie sich eine große, schillernde Seifenblase vor… sie schwebt langsam in eine bestimmte Richtung… das ist Ihre Richtung… Ihr Wert… Ihr Weg…
Plötzlich taucht eine kleine Seifenblase vor Ihnen auf… sie stellt sich Ihnen in den Weg… versucht links, rechts, oben, unten… immer verstellt sie Ihnen den Weg…
Die große Blase bleibt stehen… dann setzt sie sich wieder in Bewegung… direkt auf die kleine zu… berührt sie sanft… und nimmt sie in sich auf… wird ein kleines bisschen größer… und der Weg ist wieder frei…
Wo in Ihrem Leben gibt es kleine Seifenblasen, die Ihnen den Weg versperren?… Angst?… Zweifel?… Schmerz?… Scham?...
Stellen Sie sich vor, Sie sind die große Seifenblase… Sie nehmen die kleine sanft in sich auf… Sie müssen nicht daran vorbei… Sie werden eins mit ihr… und gehen weiter…
Die klassische ACT-Metapher zeigt: Der Busfahrer (Patient) fährt in Werte-Richtung, Passagiere (Gedanken/Gefühle) schreien, aber bestimmen nicht. Durch Identifikation wird Commitment trotz innerem Lärm möglich. Beispielsweise Passagier „Angst“ → schreit „Stopp!“ → Fahrer fährt weiter. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Commitment unabhängig von Passagieren. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich kann nicht wegen…“. In der Gruppentherapie können Passagiere geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Commitments, einer Reduktion von Ablenkung und einer Verbesserung der Lebensrichtung.
Anleitung (20–30 Min):
Erzählen Sie die Metapher (oder lesen Sie vor).
Fragen:
„In welche Richtung fährt Ihr Bus?“ (Werte)
„Welche Passagiere steigen ein und schreien Ihnen ins Ohr?“
„Wie oft haben Sie bisher abgebogen, weil die Passagiere gedrängt haben?“
„Was wäre, wenn Sie einfach weiterfahren – mit allen Passagieren an Bord?“
• Metapher lebendig
• Persönliche Passagiere
• Richtung betonen
Die Übung entwickelt machbare, wertebasierte Schritte von klein bis groß. Durch 5–10 Ideen pro Ziel wird Überforderung vermieden. Beispielsweise Ziel „Sport“ → Schritt „Schuhe anziehen“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Kleine Schritte bauen Momentum. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich schaffe das nicht“. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer schrittweisen Umsetzung, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Zielerreichung.
Anleitung:
Für jedes wichtige Ziel/Wert: 5–10 kleine, konkrete Schritte auflisten.
Wählen Sie 1–3 Schritte für die nächste Woche aus.
Wichtig: „Der Schritt darf nicht davon abhängen, wie Sie sich fühlen – nur davon, dass die Richtung stimmt.“
• Schritte winzig
• Richtung prüfen
• Erste Schritte wählen
Die Übung baut systematisch Sicherheitsverhalten ab, das kurzfristig entlastet, aber langfristig die Symptomatik verstärkt. Durch Bestandsaufnahme, Erklärung der vier Schädigungsmechanismen und geplanten Verzicht wird das Lernen ermöglicht. Beispielsweise Verhalten „Handy mitnehmen“ → Häufigkeit 5, Schädlichkeit 4 → Verzicht → Angst sinkt. Die Methode nutzt Prinzipien der Exposition: Verzicht ohne Sicherheit fördert Bewältigung. Die Übung ist besonders wirksam bei Vermeidung. In der Gruppentherapie können Verhalten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Angst, einer Erhöhung der Freiheit und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung über mehrere Sitzungen:
Sitzung 1 – Bestandsaufnahme (20–30 Min):
Füllen Sie die Tabelle aus: Verhalten – Häufigkeit (1–5) – Negative Auswirkungen (1–5)
Erklären Sie die 4 Schädigungsmechanismen (Zeit/Energie, behindert Erfolg, verstärkt Angst, verhindert Lernen)
Sitzung 2 – Auswahl & Planung:
Wählen Sie 1–2 Verhalten mit höchster Schädlichkeit aus
Gemeinsam konkreter Plan:
„Von Montag bis Sonntag in ALLEN Situationen kein Handy mehr mitnehmen“
„Kein Erröten mehr verstecken – kein Schal, kein Wegdrehen“
Eventuell Ersatzverhalten definieren (z. B. statt ablenken → achtsames Atmen)
Wöchentliche Nachbesprechung: „Was ist passiert, als Sie es nicht mehr gemacht haben? Was war anders als erwartet?“
• Verhalten konkret
• Verzicht strikt
• Erkenntnisse protokollieren
Die Übung stärkt die Therapiebeziehung durch offenes Feedback und klärt blinde Flecken. Durch ehrliche Antworten wird Vertrauen aufgebaut. Beispielsweise „Sie hören nicht zu“ → Klärung → tiefere Beziehung. Die Methode nutzt Prinzipien der therapeutischen Allianz: Offenheit verbessert Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam bei Stocken. In der Gruppentherapie kann sie anonym sein. Langfristig führt die Übung zu einer tieferen Beziehung, einer Reduktion von Missverständnissen und einer Verbesserung des Therapieerfolgs.
Anleitung (30–50 Min, ideal ab Sitzung 6–8 oder bei Stocken):
Sagen Sie ehrlich: „Damit ich Ihnen bestmöglich helfen kann, wäre es super wertvoll, wenn Sie mir ganz offen sagen, wie Sie die Therapie und mich erleben – was gut läuft, was nicht. Sie müssen nichts sagen, was Sie nicht wollen, aber alles, was Sie sagen, hilft mir, besser zu werden für Sie.“
Lassen Sie den Patienten das Blatt ausfüllen (kann auch zu Hause machen und mitbringen).
In der nächsten Sitzung gemeinsam durchgehen – lesen Sie jede Frage vor, der Patient liest seine Antwort vor.
Reagieren Sie immer mit: „Danke, dass Sie das sagen. Das nehme ich sehr ernst.“ – KEINE Rechtfertigung, kein „Aber…“.
• Ehrlich einladen
• Feedback ernst nehmen
• Beziehung vertiefen
Die Übung umgeht die Verstandeszensur durch Schreiben mit der nicht-dominanten Hand, um unverfälschte Gefühle und Bedürfnisse zu erreichen. Durch die 10 Satzanfänge kommen tiefe Einsichten. Beispielsweise „Ich sehne mich nach…“ → „geliebt zu werden“. Die Methode nutzt Prinzipien der expressiven Therapie: „Falsche Hand“ reduziert Kontrolle. Die Übung ist besonders wirksam bei Verdrängung. In der Gruppentherapie können Sätze geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der emotionalen Klarheit, einer Reduktion von Zensur und einer Verbesserung der Selbstkenntnis.
Anleitung (20–30 Min):
Sagen Sie: „Wir machen jetzt eine Übung, die oft sehr berührend ist. Sie schreiben 10 Satzanfänge fertig – aber mit der Hand, mit der Sie normalerweise nicht schreiben. Das fühlt sich erst komisch an, aber genau das ist der Trick: Ihr Kopf kommt nicht so leicht mit und kann nicht so gut zensieren.“
Schreiben Sie mit der nicht-dominanten Hand die 10 Sätze:
Ich fühle mich …
Ich brauche …
Ich sehne mich nach …
Ich habe Angst vor …
Ich habe Schwierigkeiten mit …
Ich träume von …
Ich tue so, als ob …
Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen, dass …
Wenn ich das Geld dazu hätte, würde ich …
Wenn ich den Mut dazu hätte, würde ich …
Der Patient entscheidet frei, ob er die Antworten vorliest oder nicht.
Der Plan ist das ACT-Abschluss-Werkzeug: Werte → Ziele → Handlungen → Barrieren → Umgang. Durch das Schaubild wird die Umsetzung gesichert. Beispielsweise Wert „Nähe“ → Ziel „wöchentliches Treffen“ → Handlung „Freitag anrufen“ → Barriere „Angst“ → Umgang „Akzeptanz“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Strukturierter Transfer. Die Übung ist besonders wirksam als Abschluss. In der Gruppentherapie können Pläne präsentiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer nachhaltigen Umsetzung, einer Reduktion von Rückfällen und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (1–3 Sitzungen):
Wählen Sie 1–3 wichtigste Werte aus vorheriger Klärung.
Die Formel fasst ACT kompakt zusammen: FEAR (Vermeidung), ACT (Akzeptanz), WANDEL (Handlung). Durch die drei Varianten wird die Philosophie greifbar. Beispielsweise FEAR „Fusion“ → ACT „Akzeptanz“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Zusammenfassung als Handout. Die Übung ist besonders wirksam als Erinnerung. In der Gruppentherapie kann sie diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Orientierung, einer Reduktion von Kampf und einer Verbesserung der Umsetzung.
Anleitung:
Lesen Sie die drei Formeln langsam vor und erklären Sie sie.
Lassen Sie den Patienten wählen, welche Formel ihm am meisten anspricht (viele mögen besonders „WANDEL“).
Hausaufgabe: Formel ausdrucken, aufhängen, als Handy-Hintergrund, etc.
Die Übung erstellt einen Krisenplan, um Rückschritte zu managen. Durch vier Fragen wird der Notfall-Zettel konkret. Beispielsweise „Gefährdet bei Stress“ → „Merke an Müdigkeit“ → „Atemübung“ → „Freund anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Rückfallprophylaxe: Vorbereitung verhindert Eskalation. Die Übung ist besonders wirksam als Abschluss. In der Gruppentherapie können Zettel geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Rückfällen, einer Erhöhung der Krisenkompetenz und einer Verbesserung der Stabilität.
Anleitung:
Füllen Sie die vier Fragen aus:
„Wann bin ich gefährdet?“
„Woran merke ich, dass ich abrutsche?“
„Was tue ich dann sofort?“
„Welche Hilfen hole ich mir?“
Erstellen Sie gemeinsam einen „Notfall-Zettel“ (DIN-A6), den der Patient immer bei sich trägt.
• Zettel mitführen
• Fragen konkret
• Krisen planen
Das Modell erklärt Depression durch Werteaufgabe aus Angst vor Schmerz. Vermeidung führt zu Verstärkerdefizit. Beispielsweise Wert „Nähe“ → Vermeidung „Rückzug“ → mehr Depression. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Werteleben trotz Schmerz. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich komme gut ohne…“. In der Gruppentherapie kann das Modell visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Werteumsetzung, einer Reduktion von Vermeidung und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (5–7 Minuten):
„Stellen Sie sich vor, Ihnen ist Partnerschaft extrem wichtig – das steht auf Platz 1 Ihrer inneren Werteliste.
Aber Sie wurden aber schon mehrmals verletzt, betrogen, verlassen.
Logische Reaktion: ‚Dann lasse ich lieber niemanden mehr nah ran – dann kann mir auch niemand mehr wehtun.‘
Das ist kurzfristig schlau.
Langfristig passiert aber genau das Gegenteil von dem, was Sie wollen: Sie haben keine Nähe mehr – und genau deshalb wird die Depression schlimmer.
ACT sagt: Der Preis der Vermeidung ist höher als der Schmerz, den Sie vermeiden wollen.“
Konkrete Übung (15 Min):
Nennen Sie einen Bereich, in dem Sie viel vermeiden (Beziehung, Job, Freunde…).
Fragen:
„Wie wichtig ist Ihnen dieser Bereich wirklich – auf einer Skala 1–10?“
„Was genau vermeiden Sie, weil es weh tun könnte?“
„Was verlieren Sie dadurch langfristig?“
Abschlussfrage: „Wären Sie bereit, den Schmerz wieder zuzulassen – wenn es bedeutet, dass Sie wieder das leben können, was Ihnen wichtig ist?“
• Modell visualisieren
• Vermeidung konkretisieren
• Bereitschaft wecken
Das Modell erklärt Depression durch zirkuläres Denken ohne Lösung. Grübeln/Sorgen halten die Symptomatik. Beispielsweise „Warum depressiv?“ → endlos → keine Lösung. Die Methode nutzt Prinzipien der MCT: Unterbrechung reduziert Grübeln. Die Übung ist besonders wirksam bei Grüblern. In der Gruppentherapie kann Grübeln live geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Lösungsorientierung und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
„Grübeln ist wie ein Hamster im Rad – Sie laufen und laufen, kommen aber nie irgendwo an.
Ihr Gehirn glaubt, es würde Probleme lösen – tut es aber nicht.
Sorgen sind das gleiche, nur in die Zukunft gerichtet: ‚Was, wenn…‘
Beides hält die Depression am Laufen.“
Konkrete Übung: „Grübel-Stopp-Technik“ (5 Min):
Soll 2 Minuten lang laut grübeln (z. B. „Warum bin ich depressiv?“).
Stoppen Sie nach 2 Min und fragen Sie: „Sind Sie einer Lösung näher gekommen?“
Sagen Sie: „Genau das passiert jeden Tag stundenlang – und es hilft nicht.“
Alternative: „Wenn Sie merken, Sie grübeln → sagen Sie laut ‚STOPP!‘ und lenken Aufmerksamkeit bewusst woanders hin (Atem, Körper, Umgebung).“
Weitere Methode: „Grübel-Zeit“: Darf 15 Minuten täglich grübeln – aber nur in dieser festen Zeit. Rest des Tages: Aufschieben mit „Das mache ich später in meiner Grübelzeit“.
• Grübeln live erleben
• Stopp-Technik üben
• Grübel-Zeit einhalten
Das Modell erklärt Depression durch Kindmodus, strafenden Elternmodus und Vermeidung – der Gesunde Erwachsene fehlt. Durch Stuhltechnik wird der Erwachsene gestärkt. Beispielsweise Kind „einsam“ → Strafender „Versager“ → Erwachsener „tröstet“. Die Methode nutzt Prinzipien der Schematherapie: Modi-Integration reduziert Depression. Die Übung ist besonders wirksam bei frühen Verletzungen. In der Gruppentherapie können Stühle geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Scham, einer Erhöhung des Erwachsenen und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
„Stellen Sie sich vor, in Ihnen sitzen verschiedene ‚Anteile‘:
- Das ‚kleine verletzliche Kind‘ – fühlt sich einsam, ungeliebt, wertlos
- Der ‚strafende Elternteil‘ – sagt ständig ‚Du Versager!‘, ‚Du bist nichts wert!‘
- Der ‚Vermeider‘ – hält alle auf Abstand, damit das Kind nicht wieder verletzt wird
Das Problem: Der Gesunde Erwachsene, der trösten, Grenzen setzen und leben könnte, ist ganz klein oder gar nicht da.“
Konkrete Übung: „Stuhltechnik“ (20–30 Min):
Stellen Sie drei Stühle auf:
Stuhl 1: Verletzliches Kind
Stuhl 2: Strafender Elternmodus
Stuhl 3: Gesunder Erwachsener
Der Patient wechselt zwischen Stühlen:
Auf Stuhl 1: Was fühlt das kleine Kind?
Auf Stuhl 2: Was sagt der Kritiker?
Auf Stuhl 3: Was würde der Gesunde Erwachsene dem Kind sagen? (unterstützen Sie!)
Abschluss: Der Patient bleibt auf Stuhl 3 und spricht dem Kind gut zu.
Die Imaginationsübung klärt Werte durch die Perspektive der eigenen Beerdigung: Was sollen Menschen sagen? Durch die emotionale Intensität werden Kernwerte sichtbar. Beispielsweise „liebevoller Vater“ → Wert „Familie“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Tod als Werte-Katalysator. Die Übung ist besonders wirksam bei Werteunsicherheit. In der Gruppentherapie können Reden geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Wertepriorisierung, einer Erhöhung der Motivation und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung (15–20 Min):
„Schließen Sie die Augen… Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Ihrer eigenen Beerdigung… in 30, 40 Jahren…
Die Kirche oder der Friedhof ist voll mit Menschen, die Ihnen etwas bedeutet haben…
Einer nach dem anderen steht auf und hält eine Rede über Sie…
Was sollen sie sagen?
Was möchten Sie, dass Ihre Kinder über Sie sagen?
Ihr Partner? Ihre besten Freunde? Ihre Kollegen?
Was möchten Sie, dass auf Ihrem Grabstein stehen haben soll – als kurzer Satz, der Ihr Leben zusammenfasst?...
Bleiben Sie einen Moment bei diesem Bild…
Was fehlt heute in Ihrem Leben, damit diese Reden wahr werden können?...
Wenn Sie bereit sind, öffnen Sie die Augen…“
Nachbesprechung: Schreiben Sie auf, was Sie gehört haben → daraus ergeben sich oft die klarsten Werte.
• Langsam und mit Pausen
• Emotionen zulassen
• Werte ableiten
Das Modell erklärt Depression durch abwärts- und aufwärtsgerichtete Spiralen: Weniger Tun → weniger Belohnung → schlechtere Stimmung; mehr Tun → mehr Belohnung → bessere Stimmung. Durch die Konto-Metapher wird Verhaltensänderung motivierend. Beispielsweise Rückzug → Minus → mehr Depression; Aktivität → Plus → Besserung. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Tun vor Stimmung. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie kann die Spirale visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Aktivität, einer Reduktion des Defizits und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (5–7 Min):
„Stellen Sie sich vor, Ihre Stimmung ist wie ein Konto. Jede Aktivität, die Ihnen Freude, Sinn oder Stolz gibt, ist eine Einzahlung.
Bei Depression wird das Konto leer → Sie ziehen sich zurück → noch weniger Einzahlungen → das Konto geht ins Minus.
Die gute Nachricht: Wir können das Konto wieder auffüllen – indem wir wieder einzahlen, auch wenn wir keine Lust haben.
Das nennt man die Aufwärtsspirale.“
• Spirale visualisieren
• Konto-Metapher
• Tun betonen
Der Schlüssel ist Verhaltensänderung
Störungen: Depression · Warten auf Stimmung · Prokrastination
Symptome: „Wenn es mir besser geht…“ · emotionale Blockade
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Das Modell kontrastiert innen- (Stimmung → Handlung) und außen- (Werte → Handlung → Stimmung) gesteuertes Leben. Bei Depression funktioniert nur außen-nach-innen. Beispielsweise „Warte auf Lust“ → nichts; „Handle trotz“ → Besserung. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Handlung vor Gefühl. Die Übung ist besonders wirksam bei Warten. In der Gruppentherapie kann der Weg diskutiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Handlung, einer Reduktion von Warten und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (5 Min):
„Es gibt zwei Wege, sein Leben zu steuern:
1. Von innen nach außen: Ich schaue, wie ich mich fühle → dann entscheide ich, was ich tue.
→ Funktioniert super, wenn man gute Laune hat – bei Depression ein Desaster.
2. Von außen nach innen: Ich entscheide, was mir wichtig ist → ich tue es → die Stimmung folgt.
→ Das ist der Weg aus der Depression.“
Kernaussage: „Der Schlüssel ist nicht, sich besser zu fühlen – sondern anders zu handeln.“
Die Tipps geben praktische Anleitung zum Aktivitätsaufbau: klein, konkret, belohnend, natürlich, lernend. Durch die 5 Punkte wird Umsetzung erleichtert. Beispielsweise „klein anfangen“ → 5 Min Spaziergang. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Struktur reduziert Überforderung. Die Übung ist besonders wirksam bei Startproblemen. In der Gruppentherapie können Tipps geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Aktivität, einer Reduktion von Lustlosigkeit und einer Verbesserung der Stimmung.
Der Plan ist das Herzstück der Verhaltensaktivierung: Erhebung → Muster → Planung → Durchführung. Durch tägliche Einträge wird Aktivität strukturiert. Beispielsweise Erhebung „Montag nichts“ → Plan „Dienstag Spaziergang“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Plan vor Stimmung. Die Übung ist besonders wirksam bei Chaos. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Struktur, einer Reduktion von Inaktivität und einer Verbesserung der Stimmung.
Phase 1 – Erhebung (1–2 Wochen):
Tragen Sie täglich ein: Was habe ich gemacht? Stimmung 0–10?
In der Sitzung: Muster erkennen → „Wann war die Stimmung besser? Was war anders?“
Phase 2 – Planung:
Tragen Sie gemeinsam Aktivitäten ein (klein anfangen!)
Nach Durchführung Haken + Stimmungswert
Regel: „Wir folgen dem Plan – nicht der Stimmung.“ Tipp: Farben verwenden: Planung rot – Durchführung grün – Stimmung blau
• Klein anfangen
• Plan sichtbar
• Stimmung protokollieren
Planung und Durchführung antidepressiver Aktivitäten
Die Übung plant Aktivitäten mit Barrieren und Hilfen, um Scheitern zu vermeiden. Durch die 3 Schritte wird Umsetzung gesichert. Beispielsweise Vorhaben „Sport“ → Schwierigkeit „keine Lust“ → Hilfe „Freund mitnehmen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Vorbereitung erhöht Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam bei wiederholtem Scheitern. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Durchführung, einer Reduktion von Scheitern und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (in der Sitzung gemeinsam ausfüllen):
Schritt 1: Was nehme ich mir vor? (konkret!)
Schritt 2: Welche inneren/äußeren Schwierigkeiten könnten kommen?
Schritt 3: Was hilft mir, dranzubleiben? (Mut-Satz, Belohnung, Unterstützung)
• Konkret formulieren
• Barrieren antizipieren
• Hilfe planen
Die Hierarchie verbindet Wert → Ziel → Verhalten, um bei Blockaden eine Ebene höher zu gehen. Durch die Struktur wird Umsetzung flexibel. Beispielsweise Wert „Nähe“ → Ziel „Treffen“ → Verhalten „anrufen“ → blockiert → höher „andere Nähe“. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Wert als Anker. Die Übung ist besonders wirksam bei „Nichts zieht“. In der Gruppentherapie können Hierarchien geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer flexiblen Umsetzung, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Wert: „Ein liebevoller Vater sein“
↓
Ziel: „Mehr Zeit mit Kindern verbringen“
↓
Verhalten: „Jeden Abend 15 Min vorlesen“
Wenn ein Ziel blockiert ist (z. B. „keine Zeit“) → eine Ebene höher gehen → neue Verhaltensmöglichkeiten finden.
• Hierarchie visualisieren
• Blockaden höher lösen
• Verhalten konkret
Die Analyse zeigt: Vermeidung lindert kurzfristig, schadet langfristig. Durch die Spalten wird die Falle sichtbar. Beispielsweise Situation „Müde“ → Vermeidung „Bett“ → kurz „Ruhe“ → lang „depressiver“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Martell: Erkenntnis motiviert Abbau. Die Übung ist besonders wirksam bei starkem Vermeidungsverhalten. In der Gruppentherapie können Fallen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Aktivität und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (20–30 Min):
Finden Sie gemeinsam ein konkretes Beispiel (z. B. „Ich gehe nicht zum Sport, weil ich mich dick fühle“).
Füllen Sie aus:
Auslösende Situation
Reaktion (Gedanken + Gefühle)
Vermeidungsmuster
Kurzfristige Konsequenz (+)
Langfristige Konsequenz (-)
• Beispiel konkret
• Konsequenzen kontrastieren
• Alternative entwickeln
Die Übung schafft feste Tagesstrukturen durch wiederholte Routinen. Durch gleichbleibende Abläufe wird Stabilität aufgebaut. Beispielsweise Morgens: Aufstehen → Duschen → Frühstück → 10 Min Spaziergang. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Routine reduziert Entscheidungsdruck. Die Übung ist besonders wirksam bei Chaos. In der Gruppentherapie können Routinen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Struktur, einer Reduktion von Erschöpfung und einer Verbesserung der Stimmung.
Die 6-Schritte-Methode löst Probleme strukturiert: definieren, sammeln, bewerten, wählen, planen, evaluieren. Durch die Systematik wird Handlungsfähigkeit geschaffen. Beispielsweise Problem „Einsamkeit“ → Lösung „Treffen“ → Plan „Freitag anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien des Problemlösens: Struktur reduziert Überforderung. Die Übung ist besonders wirksam bei konkreten Problemen. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Lösungskompetenz, einer Reduktion von Blockaden und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Problem definieren
Alle Lösungen sammeln (auch verrückte)
Vor- und Nachteile bewerten
Beste Lösung wählen
Umsetzungsplan machen
Umsetzen & evaluieren
• Alle Ideen sammeln
• Bewertung objektiv
• Plan konkret
Die Übung ersetzt Vermeidung durch feste Routinen, um Automatisierung und Stabilität zu erreichen. Durch wiederholte, gleichbleibende Abläufe wird die Depression langfristig reduziert. Beispielsweise „Morgens immer: Aufstehen → Duschen → 10 Min draußen gehen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Gewohnheit wirkt stärker als Motivation. Die Übung ist besonders wirksam bei Rückfall. In der Gruppentherapie können Routinen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Stabilität, einer Reduktion von Rückfällen und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (30 Min + Hausaufgabe):
Beschreiben Sie ein typisches Vermeidungsmuster.
Entwickeln Sie gemeinsam eine feste Routine (z. B. „Morgens immer: Aufstehen → Duschen → 10 Min draußen gehen“).
Tragen Sie die Routine für 2–4 Wochen ein → Ziel: Automatisierung.
Wichtiger Satz: „Eine Aktivität wirkt erst richtig antidepressiv, wenn sie zur Gewohnheit wird.“
• Gleichbleibend halten
• Klein beginnen
• Automatisierung fördern
Die SORK-Analyse erklärt wiederkehrendes Verhalten durch Situation, Organismus, Reaktion, Konsequenzen. Durch die vier Spalten wird die negative Verstärkung sichtbar. Beispielsweise S „Streit“ → O „Müdigkeit“ → R „Schreien“ → K kurz „Ruhe“, lang „Schuld“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensanalyse: Erkenntnis ermöglicht Änderung. Die Übung ist besonders wirksam bei Mustern. In der Gruppentherapie können Analysen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Mustern, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (30–45 Min):
Wählen Sie ein konkretes Problemverhalten (z. B. „Ich schreie meine Kinder an“).
Füllen Sie die vier Spalten aus:
S (Situation) → O (Organismus) → R (Reaktion) → K (Konsequenzen kurz/lang)
• Spalten klar trennen
• Verstärkung identifizieren
• Alternative planen
Die 6-Schritte-Methode löst Probleme strukturiert und schafft Selbstwirksamkeit. Durch Sammeln, Bewerten, Planen wird Handlungsfähigkeit aufgebaut. Beispielsweise Problem „Einsamkeit“ → Lösung „Treffen“ → Plan „Freitag anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien des Problemlösens: Struktur reduziert Hilflosigkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei konkreten Problemen. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kompetenz, einer Reduktion von Hilflosigkeit und einer Verbesserung der Lebensgestaltung.
Anleitung:
Problem genau definieren
Alle Lösungen sammeln (auch verrückte)
Vor- und Nachteile
Beste Lösung wählen
Umsetzungsplan (Wer? Was? Wann?)
Umsetzen + evaluieren
Tipp: In der Sitzung gemeinsam ein kleines Problem lösen → Patient erlebt sofort Selbstwirksamkeit.
• Alle Ideen sammeln
• Bewertung objektiv
• Plan konkret
Das Modell erklärt Depression durch das kognitive Dreieck und drei Ebenen: Automatische Gedanken, Regeln, Kernüberzeugungen. Durch die Erklärung wird die Veränderbarkeit sichtbar. Beispielsweise Situation → Gedanke „Versager“ → Gefühl „Scham“ → Verhalten „Rückzug“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Von oben nach unten arbeiten. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln. In der Gruppentherapie kann das Dreieck visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Schleifen, einer Erhöhung der Flexibilität und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (5 Min):
„Ihr Gehirn hat drei Schichten von Gedanken:
1. Oberfläche: Automatische Gedanken – kommen blitzschnell („Das schaffe ich nie“)
2. Mitte: Regeln – „Wenn ich Fehler mache, bin ich wertlos“
3. Tief: Kernüberzeugungen – „Ich bin ein Versager“
Wir arbeiten von oben nach unten – erst die schnellen Gedanken fangen, dann die Regeln, dann die tiefen Überzeugungen.“
• Dreieck visualisieren
• Ebenen erklären
• Von oben beginnen
Das Dreispalten-Protokoll erfasst Auslöser, automatischen Gedanken und Konsequenz, um den Zusammenhang sichtbar zu machen. Durch präzise Fragen wird der Gedanke identifiziert. Beispielsweise A „Chef sagt Deadline“ → B „Ich schaffe das nie“ → C „Panik, krankmelden“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Verbindung zeigt Veränderbarkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei Stimmungswechseln. In der Gruppentherapie können Schemata geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Reaktionen, einer Erhöhung der Einsicht und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung (30–40 Min):
Zeichnen Sie die drei Spalten: A – Auslöser, B – Automatischer Gedanke, C – Konsequenz.
Nennen Sie eine Situation der letzten Woche, in der die Stimmung stark gekippt ist.
Fragen Sie nur nach A → schreiben Sie wortwörtlich hin.
Fragen Sie: „Was war der allerletzte Gedanke, bevor Sie sich schlecht fühlten?“ → oft Schweigen → dann fragen: „Was bedeutete das für Sie?“
Bewerten Sie Überzeugtheit 0–100 %.
Füllen Sie C aus.
Fragen Sie: „Wenn dieser Gedanke 100 % wahr wäre – wie erklärt das genau Ihre Reaktion?“
• A rein faktisch
• B präzise fangen
• Verbindung zeigen
Die 12 Techniken erzeugen realistischere Gedanken und reduzieren die Macht automatischer Bewertungen. Durch Beweise, Freund-Test, Zoom-Out etc. wird Flexibilität geschaffen. Beispielsweise „Ich schaffe das nie“ → Beweise gegen „schon oft geschafft“ → neuer Gedanke „Ich kann es versuchen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Umstrukturierung verbessert Stimmung. Die Übung ist besonders wirksam bei Schleifen. In der Gruppentherapie können Techniken geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Verzerrungen, einer Erhöhung der Realitätsnähe und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 12 besten Wege):
„Was spricht dafür, dass ich wirklich ein Versager bin? Was spricht dagegen?“
„Was würde ich meiner besten Freundin sagen, wenn sie genau diesen Gedanken hätte?“
„Wenn ich in 5 Jahren darauf zurückschaue – wie wichtig ist das dann noch?“
„Gibt es noch eine andere mögliche Erklärung außer ‚Ich bin schuld‘?“
„Auf einer Skala von 0–100 % – wie wahrscheinlich ist wirklich das Schlimmste?“
„Was würde ich einem Kind sagen?“
„Habe ich das schon einmal geschafft? Wie oft?“
„Was wäre das Allerschlimmste? Könnte ich das überleben? Habe ich Ähnliches schon überlebt?“
„Weiß ich 100 %, was der andere denkt – oder interpretiere ich nur?“
„Gibt es nicht auch Grautöne? War es wirklich 100 % schlecht oder vielleicht 60 %?“
„Ich sollte perfekt sein“ → „Es wäre schön, wenn… aber ich darf auch Fehler machen.“
• Techniken auswählen
• Neue Gedanken testen
• Täglich üben
Die 10 häufigsten Verzerrungen werden mit Beispielen und Alternativen korrigiert. Durch Erkennung wird die Dysfunktionalität sichtbar. Beispielsweise „Immer schief“ → Alternative „Manchmal gut“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Korrektur reduziert Intensität. Die Übung ist besonders wirksam bei depressiven Verzerrungen. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Verzerrungen, einer Erhöhung der Realitätsnähe und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 10 häufigsten bei Depression):
Schwarz-Weiß: „Wenn ich die Präsentation nicht perfekt mache, bin ich ein totaler Versager.“ → „Es gibt auch mittelmäßige Präsentationen – und ich bin trotzdem wertvoll.“
Katastrophisieren: „Wenn ich Fehler mache, feuert er mich.“ → „Selbst wenn ich Fehler mache, wird er mich höchstens kritisieren – gekündigt wird man nicht sofort.“
Gedankenlesen: „Die finden mich bestimmt langweilig.“ → „Ich weiß nicht, was sie denken – vielleicht finden sie mich nett.“
Personalisieren: „Mein Kind hat eine 5 – ich bin eine schlechte Mutter.“ → „Viele Kinder haben mal eine 5 – das liegt nicht nur an mir.“
Abwertung des Positiven: „Die haben mich nur aus Mitleid eingeladen.“ → „Vielleicht mögen sie mich wirklich.“
Emotionale Beweisführung: „Ich fühle mich wertlos → also bin ich es.“ → „Gefühle sind kein Beweis – sie sind nur ein Signal.“
Überverallgemeinerung: „Immer geht bei mir alles schief.“ → „Manchmal geht es schief – manchmal aber auch gut.“
Sollte-Sätze: „Ich sollte immer stark sein.“ → „Es ist okay, auch mal schwach zu sein.“
Etikettierung: „Ich bin ein Versager.“ → „Ich habe etwas nicht geschafft – das macht mich nicht zum Versager.“
• Verzerrung identifizieren
• Alternative formulieren
• Täglich anwenden
Das Diagramm verteilt Verantwortung realistisch und reduziert übermäßige Schuld. Durch Faktoren außerhalb des Patienten wird die Alleinschuld entlarvt. Beispielsweise „Kind Note 5“ → Faktoren „Lehrer, Kind, Stoff“ → eigenes Stück 20 %. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Visualisierung reduziert Personalisieren. Die Übung ist besonders wirksam bei Schuld. In der Gruppentherapie können Diagramme geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Schuld, einer Erhöhung der Realitätsnähe und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (20 Min):
Nennen Sie ein negatives Ereignis („Mein Kind hat eine 5 bekommen“).
Fragen Sie: „Welche Faktoren haben dazu beigetragen – außer Ihnen?“
Die 7 sokratischen Fragen prüfen Gedanken und reduzieren Überzeugtheit. Durch Beweise, Freund-Test etc. wird Realitätsnähe geschaffen. Beispielsweise „Versager“ → „schon oft geschafft“ → Überzeugung sinkt. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Fragen fördern Einsicht. Die Übung ist besonders wirksam bei festen Gedanken. In der Gruppentherapie können Fragen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Überzeugtheit, einer Erhöhung der Flexibilität und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 7 mächtigsten Fragen):
„Was sind die harten Fakten dafür – und dagegen?“
„Was würde ich meiner besten Freundin sagen?“
„Was ist das Schlimmste, was passieren kann – und könnte ich das überleben?“
„Wie wahrscheinlich ist das Schlimmste wirklich (0–100 %)?“
„Habe ich das schon einmal geschafft? Wie oft?“
„Was würde ein neutraler Beobachter sagen?“
„Welche Konsequenzen hat es, wenn ich weiter diesen Gedanken glaube?“
Die Übung wiegt alte vs. neue Überzeugung ab, um bewusste Entscheidung zu ermöglichen. Durch Vorteile/Nachteile wird der Preis sichtbar. Beispielsweise alt „wertlos ohne Leistung“ → Nachteil „Erschöpfung“ → neu „wertvoll auch ohne“ → Vorteil „Freude“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Beck: Abwägung motiviert Wechsel. Die Übung ist besonders wirksam bei Festhalten. In der Gruppentherapie können Abwägungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer bewussten Wahl, einer Reduktion von alten Mustern und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
Alter Gedanke: „Ich bin wertlos, wenn ich keine Leistung bringe.“
Vorteile: Ich strenge mich an, erreiche viel.
Nachteile: Ich bin ständig erschöpft, habe keine Freude, fühle mich leer.
Neuer Gedanke: „Ich bin wertvoll – auch wenn ich mal nichts leiste.“
Vorteile: Ich kann entspannen, habe mehr Lebensfreude, bin netter zu anderen.
Nachteile: Vielleicht werde ich faul (aber das kann ich steuern).
Entscheiden Sie bewusst: „Ich probiere den neuen Gedanken 4 Wochen aus.“
• Ehrlich abwägen
• Entscheidung treffen
• Neuen Gedanken testen
Alternative Sichtweisen entwickeln & Vor-/Nachteile abwägen
Die Übung konfrontiert alte, dysfunktionale Überzeugungen mit neuen, realistischeren Sichtweisen und wiegt Vor- und Nachteile ab, um eine bewusste Entscheidung zu ermöglichen. Durch die vier Felder wird der Preis des Festhaltens sichtbar und der Nutzen der Veränderung motiviert. Beispielsweise alter Gedanke „nicht liebenswert“ → Nachteil „einsam“ → neue Sicht „liebenswert trotz Ablehnung“ → Vorteil „Beziehungen“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Therapie nach Beck: Abwägung schafft Commitment. Die Übung ist besonders wirksam bei tiefen Überzeugungen. In der Gruppentherapie können Felder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer bewussten Wahl, einer Reduktion alter Muster und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (30–45 Min):
Tragen Sie den alten Gedanken oben rechts ein (z. B. „Ich bin nicht liebenswert“).
Tragen Sie die neue Sichtweise links ein (z. B. „Ich bin liebenswert – auch wenn nicht jeder mich mag“).
Füllen Sie gemeinsam die vier Felder aus:
Vorteile alter Gedanke:
– Ich passe auf, dass ich niemanden nerve
– Ich erwarte nichts → werde nicht enttäuscht
Nachteile alter Gedanke:
– Ich bin ständig einsam
– Ich traue mich nicht, auf Menschen zuzugehen
– Ich fühle mich wertlos und depressiv
Vorteile neue Sichtweise:
– Ich kann wieder auf Menschen zugehen
– Ich habe wieder Freunde/Beziehung
– Ich fühle mich lebendiger
Nachteile neue Sichtweise:
– Ich riskiere Ablehnung (aber das überlebe ich)
Abschlussfrage: „Wenn Sie sich jetzt entscheiden müssten – welchen Gedanken wollen Sie in den nächsten 4 Wochen glauben und ausprobieren?“
Das Modell unterscheidet drei Ebenen von Gedanken: automatische Gedanken (situationsbezogen), bedingte Annahmen (Regeln), Grundannahmen (absolut). Durch die 5 Fragen werden tief liegende Überzeugungen aufgedeckt. Beispielsweise automatischer Gedanke „Präsentation vermasselt“ → „Was bedeutet das für mich?“ → Grundannahme „nicht liebenswert“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Therapie nach Beck: Ebenen klären Veränderbarkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei wiederkehrenden Gedanken. In der Gruppentherapie können Ebenen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Struktur, einer Reduktion von Schleifen und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung:
Die drei Ebenen:
Automatischer Gedanke: „Ich habe die Präsentation vermasselt.“ – situationsbezogen, schnell
Bedingte Annahme: „Wenn ich Fehler mache, finden mich alle blöd.“ – „Wenn… dann…“ / „Ich sollte…“
Grundannahme: „Ich bin ein Versager / nicht liebenswert.“ – absolut, global, über sich selbst
Die 5 besten Fragen, um Grundannahmen zu erkennen:
„Was bedeutet das für Sie als Mensch?“
„Was sagt das über Sie aus?“
„Und wenn das stimmt – was wäre dann das Schlimmste?“
„Was wäre das Allerschlimmste, was passieren könnte?“
„Was würde das über Ihren Wert als Person aussagen?“
• Von oben nach unten
• Fragen wiederholen
• Grundannahme notieren
Die Liste der 12 häufigsten Grundannahmen und bedingten Annahmen normalisiert und identifiziert dysfunktionale Überzeugungen. Durch Erkennung wird die Veränderbarkeit sichtbar. Beispielsweise „nicht liebenswert“ → bedingte Annahme „Wenn ich Fehler mache → wertlos“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Therapie nach Beck: Identifikation ist erster Schritt. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich bin einfach so“. In der Gruppentherapie können Annahmen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Normalisierung, einer Reduktion von Absolutheit und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung (die 12 häufigsten bei Depression):
Ich bin nicht liebenswert
Ich bin ein Versager
Ich bin wertlos
Ich gehöre nicht dazu
Ich bin anders
Andere werden mich verlassen
Ich bin hilflos
Ich bin böse/schuldig
Ich verdiene nichts Gutes
Ich bin hässlich
Ich bin eine Last
Die Welt ist gefährlich
Typische bedingte Annahmen dazu:
„Wenn ich Fehler mache → bin ich wertlos“
„Wenn ich meine Bedürfnisse äußere → werde ich verlassen“
Die Technik gräbt von automatischen Gedanken zur Grundannahme durch wiederholte Fragen. Durch den Pfeil wird die Tiefe sichtbar. Beispielsweise „Mail nicht beantwortet“ → „unzuverlässig“ → „niemand mag mich“ → „nicht liebenswert“. Die Methode nutzt Prinzipien der kognitiven Therapie nach Beck: Tiefe erreichen für Veränderung. Die Übung ist besonders wirksam bei Schleifen. In der Gruppentherapie können Pfeile geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Grundannahme, einer Reduktion von Oberflächenarbeit und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung (10–15 Min):
Starten Sie mit einem automatischen Gedanken: „Ich habe die Mail nicht beantwortet → ich bin ein Versager.“
Fragen Sie wiederholt:
„Angenommen, das stimmt – was wäre dann das Schlimmste?“
„Was würde das über Sie als Mensch aussagen?“
„Und wenn das wahr wäre – was bedeutete das dann?“
Die Therapie fokussiert nicht den Inhalt, sondern die Art des Denkens: Grübeln, Sorgen, Bedrohungsmonitoring. Durch positive und negative Metakognitionen wird das System erklärt. Beispielsweise „Grübeln hilft“ → positiv; „macht verrückt“ → negativ. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Prozess ändern, nicht Inhalt. Die Übung ist besonders wirksam bei Grübeln. In der Gruppentherapie kann das Cognitive Attentional Syndrome visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Prozesses, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
„Nicht WAS Sie denken ist das Problem – sondern WIE Sie denken (Grübeln, Sorgen, Bedrohungsmonitoring).“
Die 3 Bausteine des Cognitive Attentional Syndrome:
Grübeln (ruminating)
Sorgen (worrying)
Bedrohungsmonitoring (threat monitoring)
Positive vs. negative Metakognitionen:
Positive Metakognition: „Grübeln hilft mir, Lösungen zu finden.“
Die Techniken stoppen Grübeln durch Aufschieben oder Experiment. Durch Grübel-Zeit oder 5-Minuten-Grübeln wird die Nutzlosigkeit erfahrbar. Beispielsweise „Grübel-Zeit 18:00–18:20“ → tagsüber „später“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Unterbrechung reduziert Macht. Die Übung ist besonders wirksam bei „Grübeln hilft“. In der Gruppentherapie können Experimente geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Stimmung.
Technik 1: Grübel-Zeit:
Legen Sie eine feste Grübel-Zeit fest (z. B. 18:00–18:20 Uhr).
Wenn Grübeln tagsüber kommt: „Das mache ich heute Abend in meiner Grübel-Zeit.“
Abends: Meist kein Bedürfnis mehr → Grübeln verliert Macht.
Technik 2: „Grübel-Experiment“:
Grübeln Sie 5 Minuten absichtlich → fragen Sie danach: „Sind Sie einer Lösung näher gekommen?“ → Antwort fast immer „Nein“ → Erkenntnis: „Grübeln ist nutzlos.“
• Zeit einhalten
• Experiment live
• Nutzlosigkeit erkennen
Das Training schult die flexible Aufmerksamkeitslenkung, um Bedrohungsmonitoring zu reduzieren. Durch schnelles Wechseln zwischen Geräuschen wird Kontrolle erfahrbar. Beispielsweise „Stimme → draußen → Stuhl → drei Geräusche“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Aufmerksamkeit steuern reduziert Cognitive Attentional Syndrome. Die Übung ist besonders wirksam bei Monitoring. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kontrolle, einer Reduktion von Monitoring und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (12 Minuten – 2× täglich für 4 Wochen):
„Schließen Sie die Augen… Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Ton meiner Stimme…
Jetzt schnell auf das Geräusch draußen… jetzt auf den Stuhl unter Ihnen… jetzt auf Ihren Atem…
Jetzt gleichzeitig auf drei Geräusche im Raum hören… jetzt auf sieben Geräusche…
Jetzt ganz schnell zwischen allen Geräuschen hin- und herspringen…“
Das Protokoll dokumentiert aufgeschobenes Grübeln/Sorgen, um die Macht zu reduzieren. Durch Einträge wird die Häufigkeit sichtbar. Beispielsweise „Grübeln aufgeschoben“ → weniger als gedacht. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Aufschieben entmachtet. Die Übung ist besonders wirksam bei endlosem Denken. In der Gruppentherapie können Einträge geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Freiheit und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
Tragen Sie ein, wann Sie Grübeln/Sorgen aufgeschoben haben → nach 5 Tagen auswerten → fast immer: „Es war viel weniger als gedacht.“
Das Konzept erfasst Trigger, Grübelkette, Gefühle, Metakognitionen, Bewältigung. Durch die 5 Fragen wird das System sichtbar. Beispielsweise Trigger „nicht liebenswert“ → Grübeln → Metakognition „hilft“ → Bewältigung „Rückzug“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: System verstehen für Veränderung. Die Übung ist besonders wirksam ab Sitzung 2–3. In der Gruppentherapie können Konzepte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Einsicht, einer Reduktion des Cognitive Attentional Syndrome und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung (30–40 Min):
Lesen Sie die 5 Fragen laut vor (Trigger → Grübelkette → Gefühle → positive/negative Metakognitionen → Bewältigung).
Der Patient antwortet – schreiben Sie direkt ein.
Am Ende gemeinsam anschauen und zusammenfassen:
„Ihr Grübeln wird durch den Gedanken ‚Ich bin nicht liebenswert‘ ausgelöst.“
„Sie glauben zu 90 %, dass Grübeln hilft, die Ursache zu finden.“
„Aber zu 100 %, dass Sie nicht aufhören können.“
„Und dann ziehen Sie sich zurück und trinken Alkohol.“
• Fragen klar
• System visualisieren
• Einsicht fördern
Die Übung macht den Start von Grübeln achtsam, um früh zu unterbrechen. Durch die Frage nach dem ersten Satz wird der Trigger sichtbar. Beispielsweise „Niemand mag mich wirklich“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Früherkennung reduziert Dauer. Die Übung ist besonders wirksam als erster Schritt. In der Gruppentherapie können Trigger geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Episoden, einer Erhöhung der Achtsamkeit und einer Verbesserung der Kontrolle.
Anleitung:
„Schließen Sie kurz die Augen. Denken Sie an das letzte Mal, als Sie stundenlang gegrübelt haben.
Was war der allererste Satz, der das Grübeln gestartet hat?“
• Letzte Episode
• Ersten Satz finden
• Trigger notieren
Die Übung macht Grübeln in Echtzeit erkennbar durch Merkmale, häufige Sätze, Körpersignale und Emotionen. Durch die Karteikarte wird die Achtsamkeit trainiert. Beispielsweise „Warum bin ich so?“ → Kopfdruck → Traurigkeit. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Früherkennung ist Voraussetzung für Unterbrechung. Die Übung ist besonders wirksam als erster Schritt. In der Gruppentherapie können Warnsignale geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Achtsamkeit und einer Verbesserung der Kontrolle.
Anleitung (20 Min):
Lesen Sie die Merkmale laut vor (Gedankenkreisen, Warum-Fragen, hoher Zeitaufwand, belastend…).
Kreuzen Sie an, was zutrifft → fast immer alles.
Fragen Sie:
„Was sind Ihre 3 häufigsten Grübel-Sätze?“ (z. B. „Warum bin ich so?“, „Was habe ich falsch gemacht?“, „Warum mag mich niemand?“)
„Wo im Körper spüren Sie Grübeln zuerst?“ (meist Kopfdruck, Magendrücken, Brustenge)
„Welche Emotion kommt immer mit?“ (meist Traurigkeit, Hilflosigkeit, Scham)
Schreiben Sie Ihre persönlichen „Grübel-Warnsignale“ auf eine Karteikarte → immer dabei.
• Merkmale konkret
• Warnsignale notieren
• Karteikarte mitführen
Die 7 Fragen entlarven die Nutzlosigkeit von Grübeln und reduzieren positive Metakognitionen. Durch Stunden, Lösungen, Preis wird die Dysfunktionalität sichtbar. Beispielsweise „500 Stunden“ → „0 Lösungen“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Fragen reduzieren Glauben. Die Übung ist besonders wirksam als Game-Changer. In der Gruppentherapie können Fragen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Motivation und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 7 stärksten Fragen):
„Wie viele Stunden haben Sie in den letzten 6 Monaten insgesamt gegrübelt?“
„Wie viele Probleme haben Sie dadurch eine Lösung gefunden?“
„Wenn Grübeln wirklich helfen würde – warum geht es Ihnen dann immer schlechter?“
„Was würde passieren, wenn Sie einen ganzen Tag lang gar nicht grübeln dürften?“
Das Experiment beweist Kontrolle durch absichtliches Grübeln und Stopp. Durch die 60 Sekunden wird die Überzeugung entkräftet. Beispielsweise „90 % kann nicht“ → Stopp → „Ja, aufgehört“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Erfahrung reduziert negative Metakognition. Die Übung ist besonders wirksam bei „100 %“. In der Gruppentherapie kann sie demonstriert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kontrolle, einer Reduktion von Hilflosigkeit und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (10 Minuten):
Fragen Sie: „Wie sehr glauben Sie gerade (0–100 %), dass Sie Ihr Grübeln nicht kontrollieren können?“
Sagen Sie: „Gut. Ich gebe Ihnen jetzt genau 60 Sekunden. Bitte grübeln Sie so intensiv wie möglich über Ihr schlimmstes Thema.“
Nach genau 60 Sek: „STOPP! Hören Sie sofort auf zu grübeln. Jetzt!“
Fragen Sie (mit Lächeln): „Und? Haben Sie aufgehört?“
Sagen Sie: „Dann hatten Sie gerade 100 % Kontrolle. Wie passt das zu Ihrer Überzeugung?“
Variation für Zuhause: 3× täglich 30 Sekunden absichtlich grübeln → dann sofort stoppen → beweist sich selbst Kontrolle.
Die Matrix wiegt Vorteile (glaubte) gegen Nachteile (real) ab, um die Dysfunktionalität sichtbar zu machen. Durch Ankreuzen wird die Entscheidung erleichtert. Beispielsweise Vorteil „finde Ursache“ → Nachteil „keine Energie“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Abwägung motiviert Stopp. Die Übung ist besonders wirksam bei „Hilft ja“. In der Gruppentherapie können Matrizen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Entscheidung und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
Vorteile (fast nie zutreffend):
– Ich finde Lösungen
– Ich verhindere Fehler
– Ich verstehe mich besser
Nachteile (immer zutreffend):
– Ich fühle mich schlechter
– Ich habe keine Energie
– Ich schlafe schlecht
– Ich ziehe mich zurück
– Ich löse KEIN Problem
– Ich verliere Zeit
Abschlussfrage: „Wenn Sie sich entscheiden müssten: Welche Seite wiegt schwerer?“
Das 2-Tage-Experiment kontrastiert Grübeln mit Aufschieben, um die Schädlichkeit erfahrbar zu machen. Durch Auswertung wird die Erkenntnis gefestigt. Beispielsweise Tag 1 „3 Stunden“ → Stimmung schlechter; Tag 2 „Stopp“ → besser. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Erfahrung reduziert Glauben. Die Übung ist besonders wirksam als lebensverändernd. In der Gruppentherapie können Ergebnisse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Einsicht und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (2 Tage Hausaufgabe):
Tag 1: „Grübeln Sie so viel wie möglich – mindestens 3 Stunden.“
Tag 2: „Kein einziges Grübeln – sofort aufschieben auf 19 Uhr.“
Die Übung identifiziert Monitoring-Fragen und zeigt die selbstverstärkende Wirkung. Durch die Live-Frage wird die Eskalation erfahrbar. Beispielsweise „Bin ich depressiv genug?“ → Depression stärker. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Erkennen reduziert Monitoring. Die Übung ist besonders wirksam bei „Checken“. In der Gruppentherapie können Fragen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Monitoring, einer Erhöhung der Freiheit und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 8 häufigsten Monitoring-Fragen bei Depression):
„Habe ich genug Energie?“
„Bin ich heute wieder traurig?“
„Merke ich schon einen Rückfall?“
„Was denken die anderen über mich?“
„Bin ich zumutbar?“
„Habe ich alles richtig gemacht?“
Trick:
„Fragen Sie sich jetzt: ‚Bin ich gerade depressiv genug?‘ – was passiert?“
→ „Die Depression wird sofort stärker!“
„Genau – Sie haben sie gerade selbst hochgefahren.“
Die 8 häufigsten Strategien werden identifiziert, um die langfristige Schädlichkeit sichtbar zu machen. Durch die Frage „kurz/lang“ wird die Falle klar. Beispielsweise „Bett bleiben“ → kurz Ruhe, lang depressiver. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Erkennen reduziert Strategien. Die Übung ist besonders wirksam bei „Hilft ja“. In der Gruppentherapie können Strategien geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Strategien, einer Erhöhung der funktionalen Bewältigung und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (die 8 häufigsten):
Viel schlafen / im Bett bleiben
Alkohol / Süßigkeiten
Sozialer Rückzug
Fernsehen / Internet
Gedanken unterdrücken
Sich ablenken
Perfektionismus
Sich selbst bestrafen
Frage: „Kurzfristig: Hilft es? Langfristig: Macht es die Depression besser oder schlimmer?“
• Strategien identifizieren
• Kurz/lang kontrastieren
• Alternative planen
Der Plan für Krisen verhindert Rückfälle durch 4 Schritte: Erkennen, Benennen, Technik, Handeln. Durch die Karteikarte ist er immer verfügbar. Beispielsweise „Grübeln“ → „Stopp, CAS“ → Aufmerksamkeitstraining → „Spaziergang“. Die Methode nutzt Prinzipien der metakognitiven Therapie: Plan reduziert Eskalation. Die Übung ist besonders wirksam als Rückfallprophylaxe. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Rückfällen, einer Erhöhung der Krisenkompetenz und einer Verbesserung der Stabilität.
Anleitung (der fertige Plan):
„Wenn ich wieder grüble / mich sorge / monitoriere →
1. Erkenne ich es sofort
2. Sage ich: „Stopp! Das ist CAS – ich muss nicht mitmachen.“
3. Mache ATT oder verschiebe auf 19 Uhr
4. Tue etwas, was mir wichtig ist – egal wie ich mich fühle“
Schreiben Sie diesen Plan auf eine Karteikarte → immer dabei.
• Plan memorieren
• Karteikarte mitführen
• Schritte üben
Die 3 WAS- und 3 WIE-Fertigkeiten trainieren achtsames, nicht-urteilsfreies Teilnehmen. Durch Wahrnehmen, Beschreiben, Teilnehmen wird Präsenz gefördert. Beispielsweise „Gedanke“ → „Ah, Gedanke“ → weiter. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Achtsamkeit reduziert Kampf. Die Übung ist besonders wirksam bei Urteilen. In der Gruppentherapie können Fertigkeiten geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Urteilen, einer Erhöhung der Präsenz und einer Verbesserung der Akzeptanz.
Anleitung:
Die 3 WAS-Fertigkeiten:
Wahrnehmen
Beschreiben
Teilnehmen
Die 3 WIE-Fertigkeiten:
Nicht-bewertend
Konzentriert (eine Sache nach der anderen)
Wirkungsvoll (tue, was funktioniert)
• WAS und WIE erklären
• Fertigkeiten üben
• Täglich anwenden
Die Übung trainiert Achtsamkeit durch alle Sinne an einer Rosine. Durch Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken wird Präsenz erfahrbar. Beispielsweise „Oberfläche“ → intensiv. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Sinne schärfen Präsenz. Die Übung ist besonders wirksam als Einstieg. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam gemacht werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Achtsamkeit, einer Reduktion von Automatismus und einer Verbesserung der Präsenz.
Anleitung (10 Min):
Geben Sie eine Rosine.
Lesen Sie langsam vor:
„Sehen Sie die Rosine an – als hätten Sie noch nie eine gesehen.“
„Fühlen Sie die Oberfläche mit den Fingern.“
„Riechen Sie daran.“
„Legen Sie sie in den Mund – ohne zu kauen.“
„Jetzt erst kauen – ganz langsam.“
• Langsam leiten
• Sinne betonen
• Erfahrung reflektieren
Die Übung trainiert Achtsamkeit durch alle Sinne an einer Rosine und zeigt die Intensität bewusster Wahrnehmung. Durch langsames Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken wird der Automatismus unterbrochen. Beispielsweise „Falten der Rosine“ → intensiv. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Sinne schärfen Präsenz. Die Übung ist besonders wirksam als Einstieg in Sitzung 2 oder 3. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam gemacht werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Achtsamkeit, einer Reduktion von Automatismus und einer Verbesserung der Präsenz.
Anleitung (15 Min):
„Nehmen Sie eine Rosine in die Hand… halten Sie sie in der Handfläche…
Schauen Sie sie an – als hätten Sie noch nie eine Rosine gesehen…
Welche Farbe hat sie? Welche Falten? Welche helleren und dunkleren Stellen?
Drehen Sie sie zwischen Daumen und Zeigefinger… wie fühlt sich die Oberfläche an? Rau? Glatt?
Führen Sie die Rosine jetzt an die Nase… riechen Sie daran… was riechen Sie?
Halten Sie die Rosine ans Ohr… drehen Sie sie… hören Sie etwas?
Jetzt langsam zum Mund führen… spüren Sie, wie der Arm ganz genau weiß, was zu tun ist…
Legen Sie die Rosine zwischen die Lippen – noch nicht in den Mund… spüren Sie sie mit den Lippen…
Jetzt in den Mund nehmen – aber noch nicht kauen…
Spüren Sie die Form auf der Zunge… gibt es schon Geschmack?
Jetzt ganz langsam reinbeißen… einmal… achten Sie auf den ersten Geschmack…
Kauen Sie ganz langsam… 20–30 Mal… was verändert sich?
Wenn Sie bereit sind zu schlucken – spüren Sie zuerst die Absicht zu schlucken…
Dann schlucken… was passiert im Hals?“
• Langsam und mit Pausen
• Alle Sinne einbeziehen
• Erfahrung reflektieren
Die Übungen schärfen die Sinne täglich und bringen die Welt wieder ins Bewusstsein. Durch eine andere Sinnesübung pro Tag wird Vielfalt geschaffen. Beispielsweise „Gewürze riechen“ → intensiv. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Sinne aktivieren Präsenz. Die Übung ist besonders wirksam bei „Nichts wahrnehmen“. In der Gruppentherapie können Übungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Wahrnehmung, einer Reduktion von Taubheit und einer Verbesserung der Lebensfreude.
Anleitung (täglich 10–15 Min):
Hören: 10 Min nur Vogelstimmen hören (App „Birdsong“ oder im Park)
Die Übung trainiert täglich die Rückkehr zum Atem als Anker. Durch den Fokus auf Ein- und Ausatmen wird Präsenz geschaffen. Beispielsweise „Nasenspitze“ → Gedanke → zurück. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Atem als Anker reduziert Grübeln. Die Übung ist besonders wirksam täglich 10–30 Min. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Grübeln, einer Erhöhung der Ruhe und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung (täglich 10–30 Min):
„Setzen Sie sich bequem hin… Rücken gerade, aber nicht verkrampft…
Schließen Sie die Augen oder schauen Sie sanft nach unten…
Spüren Sie Ihren Atem… wo spüren Sie ihn am deutlichsten?
An den Nasenlöchern? In der Brust? Im Bauch?
Bleiben Sie bei diesem Punkt…
Jeder Einatem – spüren… jeder Ausatem – spüren…
Wenn ein Gedanke kommt: ‚Ah, ein Gedanke‘… und zurück zum Atem…
Wenn ein Gefühl kommt: ‚Ah, Traurigkeit‘… und zurück zum Atem…
Immer wieder sanft zurück zum Atem… wie ein Anker im Sturm…“
Die Übung macht jeden Schritt bewusst und verankert im Körper. Durch langsames Heben, Bewegen, Absetzen wird Präsenz geschaffen. Beispielsweise „Ferse, Ballen, Zehen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Bewegung als Anker. Die Übung ist besonders wirksam 10–20 Min. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam gemacht werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Körperwahrnehmung, einer Reduktion von Autopilot und einer Verbesserung der Präsenz.
Anleitung (10–20 Min):
„Stellen Sie sich hin… spüren Sie die Fußsohlen auf dem Boden…
Heben Sie langsam den rechten Fuß… spüren Sie, wie das Gewicht verlagert wird…
Bewegen Sie den Fuß nach vorne… setzen Sie ihn langsam ab – zuerst Ferse, dann Ballen, dann Zehen…
Jetzt der linke Fuß… ganz langsam…
Jeder Schritt ein bewusster Schritt…
Wenn Gedanken kommen – nur wahrnehmen und zurück zum Gehen…“
Trick für draußen: Gehen Sie 10 Minuten lang nur 20 Meter hin und her – langsam wie ein Mönch.
Der Scan wandert durch den Körper und schult die Wahrnehmung von Empfindungen. Durch langsames Wandern wird Spannung bewusst. Beispielsweise „linker Zeh → Wärme“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Körper als Anker. Die Übung ist besonders wirksam 20–45 Min. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Körperwahrnehmung, einer Reduktion von Verspannung und einer Verbesserung der Präsenz.
Anleitung (20–45 Min, kurz Version):
„Liegen Sie bequem… Augen zu…
Atem spüren…
Jetzt Aufmerksamkeit in den linken großen Zeh… spüren Sie Wärme? Kribbeln? Nichts?
Jetzt in alle Zehen des linken Fußes… dann Fußsohle… Ferse… Knöchel…
Langsam hoch zum Unterschenkel… Knie… Oberschenkel…
Dann rechtes Bein… Becken… Bauch… Brust… Rücken…
Schultern… Arme… Hände… Finger…
Hals… Gesicht… Kopf…
Jetzt den ganzen Körper als Ganzes spüren… wie ein einziger Atemraum…“
Der kurze Atemraum bringt Achtsamkeit in den Alltag 3× täglich. Durch Achtsamkeit, Sammeln, Erweitern wird Präsenz geschaffen. Beispielsweise „Was erlebe ich?“ → Atem → Körper. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Kurzintervention für Alltag. Die Übung ist besonders wirksam 3× täglich. In der Gruppentherapie kann sie geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Alltagspräsenz, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Regulation.
Die informellen Übungen integrieren Achtsamkeit in Alltagsaktivitäten. Durch 100 % Aufmerksamkeit wird Präsenz geschaffen. Beispielsweise „Zähneputzen nur putzen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Alltag als Übungsfeld. Die Übung ist besonders wirksam bei Automatismus. In der Gruppentherapie können Übungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Alltagspräsenz, einer Reduktion von Nebenbei und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung (die 10 besten Alltagsübungen):
Zähneputzen – nur Zähneputzen, nichts anderes
Duschen – jedes Wassertropfen spüren
Essen – ersten 3 Bissen 100 % Aufmerksamkeit
Treppe laufen – jeden Schritt spüren
Kaffee trinken – Geruch, Wärme, Geschmack
Abwaschen – Wasser, Schaum, Teller
Auto fahren – nur Fahren, kein Radio
Warten an der Kasse – Atem spüren
Telefonieren – nur zuhören, nicht nebenbei machen
Ins Bett gehen – jeden Muskel entspannen
• Eine nach der anderen
• 100 % Aufmerksamkeit
• Alltag nutzen
Die Meditation kultiviert Mitgefühl für sich und andere durch wiederholte Sätze. Durch Erweiterung des Kreises wird Selbstmitgefühl gestärkt. Beispielsweise „Möge ich glücklich sein“. Die Methode nutzt Prinzipien der Loving-Kindness: Mitgefühl reduziert Hass. Die Übung ist besonders wirksam 10–20 Min. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Mitgefühls, einer Reduktion von Selbsthass und einer Verbesserung der Akzeptanz.
Anleitung (10–20 Min):
„Setzen Sie sich bequem hin… Rücken gerade, aber entspannt… Hände auf den Oberschenkeln oder im Schoß…
Schließen Sie die Augen…
Spüren Sie erst Ihren Atem… ein paar Atemzüge…
Jetzt richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Gefühl von Wärme und Freundlichkeit in Ihrer Brust…
Stellen Sie sich vor, wie sich dort ein sanftes, warmes Licht ausbreitet…
Jetzt wiederholen Sie innerlich, langsam und mit Gefühl:
„Möge ich sicher sein.
Möge ich gesund sein.
Möge ich in Frieden leben.
Möge ich glücklich sein.“
Wiederholen Sie diese vier Sätze mehrmals… spüren Sie die Worte…
Jetzt denken Sie an eine Person, die Ihnen sehr nahesteht… jemand, den Sie wirklich mögen…
Stellen Sie sich diese Person vor… sehen Sie ihr Gesicht…
Und wiederholen Sie für diese Person:
„Mögest du sicher sein.
Mögest du gesund sein.
Mögest du in Frieden leben.
Mögest du glücklich sein.“
Jetzt denken Sie an eine neutrale Person… den Briefträger, die Kassiererin…
Wiederholen Sie die Sätze für diese Person…
Jetzt – das ist der schwierigste Teil – denken Sie an eine Person, mit der Sie Schwierigkeiten haben…
Sehen Sie diese Person vor sich…
Und versuchen Sie, die Sätze auch für sie zu sprechen…
Wenn es schwer ist, ist das okay…
Zuletzt erweitern Sie den Kreis auf alle Wesen:
„Mögen alle Wesen sicher sein.
Mögen alle Wesen gesund sein.
Mögen alle Wesen in Frieden leben.
Mögen alle Wesen glücklich sein.“
Bleiben Sie noch einen Moment in diesem Gefühl…
Dann langsam die Augen öffnen…“
Variation für schwierige Tage: Nur für sich selbst wiederholen – 10 Minuten lang – besonders wirksam bei Selbsthass.
• Langsam sprechen
• Gefühl spüren
• Kreis erweitern
Die Übung macht Unachtsamkeit durch Warnsignale erkennbar und trainiert die Rückkehr ins Hier und Jetzt. Durch persönliche Signale wird Achtsamkeit geschult. Beispielsweise „Grübeln“ → 3 Atemzüge. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Erkennen unterbricht Autopilot. Die Übung ist besonders wirksam bei „Nicht merken“. In der Gruppentherapie können Signale geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Achtsamkeit, einer Reduktion von Unachtsamkeit und einer Verbesserung der Präsenz.
Anleitung (in der Sitzung):
Lesen Sie die Beispiele vor (Computer, Autofahrt, Duschen…).
Kreuzen Sie an, was Sie kennen → fast immer alles.
Fragen Sie: „Woran merken Sie, dass Sie gerade unachtsam sind?“
Schreiben Sie Ihre persönlichen Warnsignale auf (z. B. „Ich merke, dass ich grüble“, „Ich esse, ohne zu schmecken“).
Abmachung: Sobald ein Warnsignal kommt → sofort 3 tiefe Atemzüge + zurück ins Hier und Jetzt.
Die 6 Metaphern schaffen Distanz zu Gedanken: Wolken, Blätter, Zug, Geräusche, Umformulierung, Bildschirm. Durch Visualisierung wird Fusion unterbrochen. Beispielsweise „Versager“ → Wolke → vorbeiziehen. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Distanz reduziert Macht. Die Übung ist besonders wirksam bei festen Gedanken. In der Gruppentherapie können Metaphern geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fusion, einer Erhöhung der Distanz und einer Verbesserung der Flexibilität.
Anleitung (die 6 stärksten Defusionsübungen):
Wolken am Himmel:
„Stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einer Wiese… blauer Himmel…
Jeder Gedanke ist eine Wolke… mit dem Gedanken beschriftet…
‚Ich bin ein Versager‘ – eine kleine Wolke…
Sie ziehen einfach vorbei… Sie müssen nichts tun… nur zuschauen…“
Gedanken auf Blätter im Fluss:
„Sie sitzen am Ufer eines Flusses…
Jeder Gedanke kommt auf einem Blatt angefahren…
Sie sehen das Blatt mit dem Gedanken ‚Ich werde immer allein sein‘…
Es schwimmt vorbei… Sie schauen nur zu…“
Zug-Waggons:
„Sie stehen am Bahnsteig… ein Güterzug fährt langsam vorbei…
Auf jedem Waggon steht ein Gedanke: ‚Ich bin nichts wert‘… ‚Niemand liebt mich‘…
Der Zug fährt einfach weiter… Sie steigen nicht ein…“
Gedanken als Geräusche:
„Jeder Gedanke ist nur ein Geräusch in Ihrem Kopf…
‚Ich bin ein Versager‘ – das ist nur ein Ton… wie ein Piepton…
Hören Sie ihn… und lassen Sie ihn verklingen…“
„Ich habe den Gedanken, dass…“:
Jeder Gedanke wird umformuliert:
Statt „Ich bin ein Versager“ → „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich ein Versager bin.“
Gedanken auf Bildschirm:
„Stellen Sie sich vor, Ihre Gedanken laufen auf einem Bildschirm vor Ihrem inneren Auge…
Sie sehen die Wörter ‚Ich bin wertlos‘…
Jetzt verkleinern Sie den Bildschirm… machen ihn kleiner… weiter weg…
Jetzt schwarz-weiß… jetzt unscharf… jetzt ausmachen.“
Die Übung macht sichtbar, wie Vermeidung von erlebnisauslösenden Situationen die Depression aufrechterhält. Durch die 8 häufigsten Formen wird das Muster erkannt. Beispielsweise „keine neuen Kontakte“ → keine Emotion → Taubheit. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltensaktivierung: Erkennen ist erster Schritt zum Abbau. Die Übung ist besonders wirksam bei „Ich vermeide alles“. In der Gruppentherapie können Vermeidungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Erlebnisse und einer Verbesserung der Stimmung.
Die Übung erkennt Dissoziation und bringt mit 5 Techniken ins Hier und Jetzt zurück. Durch starke Reize wird die Verbindung zum Körper hergestellt. Beispielsweise „5-4-3-2-1“ → Sinne aktivieren. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Reize unterbrechen Dissoziation. Die Übung ist besonders wirksam bei „Alles unwirklich“. In der Gruppentherapie können Techniken geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Dissoziation, einer Erhöhung der Präsenz und einer Verbesserung der Regulation.
5-4-3-2-1: „Nennen Sie mir 5 Dinge, die Sie sehen, 4 Dinge, die Sie fühlen, 3 Dinge, die Sie hören, 2 Dinge, die Sie riechen, 1 Ding, das Sie schmecken.“
Eiswürfel: Eiswürfel in die Hand nehmen – kalt!
Starke Körperreize: 20 Liegestütze, kalt duschen, scharf essen
Achtsamkeit auf Körper: „Wo spüre ich meine Füße auf dem Boden?“
Laut sprechen: „Ich bin [Name], heute ist [Datum], ich bin hier in [Ort].“
Störungen: Depression · Kampf gegen Gefühle · Vermeidung
Symptome: „Darf nicht da sein“ · emotionale Blockade
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Die Übung lehrt radikale Akzeptanz: Emotionen dürfen da sein, ohne Kampf. Durch Atmen in die Stelle wird die Veränderung spürbar. Beispielsweise „Traurigkeit“ → „Darf da sein“ → Intensität sinkt. Die Methode nutzt Prinzipien der ACT: Zulassen reduziert Widerstand. Die Übung ist besonders wirksam bei „Muss weg“. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion des Kampfes, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung (10-Min-Übung):
„Setzen Sie sich bequem hin…
Spüren Sie die aktuelle Emotion… wo im Körper?
Atmen Sie in diese Stelle hinein…
Sagen Sie innerlich:
‚Diese Emotion darf da sein.
Sie ist nur ein Gefühl.
Ich lasse sie da sein – ohne dagegen zu kämpfen.
Sie darf da sein – und sie wird vorbeigehen.‘
Spüren Sie, wie sich die Emotion verändert, wenn Sie sie zulassen…“
• Stelle lokalisieren
• Sätze wiederholen
• Veränderung spüren
Die Technik verbindet aktuelle Emotion mit Ursprung und heilt durch Rescripting. Durch Brücke und Erwachsenen-Ich wird das Kind-Ich getröstet. Beispielsweise „Scham heute“ → Kind „8 Jahre, angeschrien“ → Erwachsener „tröstet“. Die Methode nutzt Prinzipien der Imagery Rescripting: Heilung reduziert aktuelle Intensität. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Depression. In der Gruppentherapie kann sie vorsichtig eingesetzt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion alter Emotionen, einer Erhöhung der Heilung und einer Verbesserung der Stimmung.
Emotionsbrücke:
„Spüren Sie die aktuelle Emotion… wo im Körper?
Lassen Sie das Gefühl stärker werden…
Jetzt lassen Sie ein Bild kommen… eine Situation aus Ihrer Vergangenheit, in der Sie sich genauso gefühlt haben…
Wie alt sind Sie? Wer ist da? Was passiert gerade?
Was brauchen Sie in diesem Moment am meisten?“
Imagery Rescripting (Kurzversion):
Phase 1: Kind erlebt die belastende Szene → Emotion wird stark.
Phase 2: Therapeut oder erwachsenes Ich kommt ins Bild → stoppt Täter → tröstet Kind → nimmt es mit in Sicherheit.
Neues Ende: Kind ist sicher, geliebt, geborgen – mit dem Erwachsenen-Ich zusammen.
• Vorsichtig leiten
• Kind trösten
• Neues Ende festigen
Die Übung verbindet Emotionen mit Grundbedürfnissen, um sie nutzbar zu machen. Durch die 7 Bedürfnisse wird das Signal verstanden. Beispielsweise „Traurigkeit“ → „Geborgenheit“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Schematherapie: Bedürfnis erfüllen reduziert Depression. Die Übung ist besonders wirksam bei „Weiß nicht, was ich brauche“. In der Gruppentherapie können Bedürfnisse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Bedürfniserfüllung, einer Reduktion von Taubheit und einer Verbesserung der Selbstfürsorge.
Anleitung (20 Min):
Fragen Sie: „Welche starke Emotion haben Sie gerade oder in den letzten Tagen gehabt?“
Der Patient nennt z. B. „Traurigkeit“.
Fragen Sie: „Stellen Sie sich vor, ein kleines Kind wäre traurig. Was bräuchte es jetzt am meisten?“
Fragen Sie: „Genau! Ihre Traurigkeit sagt Ihnen: ‚Ich brauche gerade Geborgenheit.‘“
Schreiben Sie auf: „Meine Traurigkeit = Bedürfnis nach Nähe/Trost.“
Handlungsplan: „Heute Abend rufe ich meine Freundin an und sage ihr, dass ich traurig bin.“
Die 7 wichtigsten Grundbedürfnisse + zugehörige Emotionen:
Die Übung zeigt den biologischen Sinn von Emotionen und macht sie nutzbar. Durch Funktion, Bedürfnis, Handeln wird die Angst reduziert. Beispielsweise „Scham“ → „Gruppenzugehörigkeit“ → „sich zeigen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Emotionsregulation: Sinn nimmt Angst. Die Übung ist besonders wirksam bei „Gefühle sind schlecht“. In der Gruppentherapie können Funktionen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Angst vor Gefühlen, einer Erhöhung der Nutzung und einer Verbesserung der Regulation.
Die 5 Wege nach Gross beeinflussen Emotionen indirekt: Situation, Aufmerksamkeit, Bewertung, Verhalten. Durch die Wege wird Handlungsfähigkeit geschaffen. Beispielsweise „Traurigkeit“ → „Menschen treffen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Gross: Indirekt verändert schneller. Die Übung ist besonders wirksam bei „Direkt nicht möglich“. In der Gruppentherapie können Wege geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Beeinflussung, einer Reduktion von Hilflosigkeit und einer Verbesserung der Regulation.
Die Technik handelt entgegen dem Emotionsimpuls mit 100 % Einsatz, um die Emotion zu verändern. Durch die Regel wird die Entscheidung klar. Beispielsweise „Scham“ → „verstecken“ → „sich zeigen“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Gegenteil verändert schnell. Die Übung ist besonders wirksam bei dysfunktionalem Impuls. In der Gruppentherapie können Handlungen geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Impulsen, einer Erhöhung der Regulation und einer Verbesserung der Stimmung.
Entscheidungsregel:
„Fragen Sie sich immer zwei Dinge:
1. Passt dieses emotionsgetriebene Verhalten zu meinen Zielen/Werten?
2. Hilft es mir langfristig aus der Depression heraus?
Wenn eine Frage mit ‚Nein‘ beantwortet wird → ENTGEGENGESETZT HANDELN – mit allem, was Sie haben!“
Entgegengesetztes Handeln bei den 6 häufigsten Depression-Emotionen:
Traurigkeit → Rückzug → Aktiv werden, Menschen treffen, lächeln
Scham → Verstecken → Sich zeigen, Augenkontakt, aufrecht, laut sprechen
Schuld → Sich bestrafen → Sich etwas Gutes tun, sich vergeben
Angst → Vermeiden → Genau das tun, wovor Angst ist
Wut → Explodieren oder schlucken → Ruhig bleiben, freundlich sprechen oder Grenze setzen
Hoffnungslosigkeit → Aufgeben → Kleine Schritte machen, weitermachen
Ablauf mit Tabelle:
Beschreiben Sie konkrete Situation.
Füllen Sie aus (Emotion → Impuls → sinnvoll? → neue Idee).
Üben Sie das jetzt sofort hier – Rollenspiel oder reales Telefonat.
Der Dialog distanziert von Emotionen und klärt die Entscheidung durch Stühle. Durch „klarer Blick“ wird die Wahl bewusst. Beispielsweise „Traurigkeit“ → „bleib liegen“ → klarer Blick „gehe trotzdem“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Distanz fördert Klarheit. Die Übung ist besonders wirksam bei Ambivalenz. In der Gruppentherapie können Stühle geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer klaren Entscheidung, einer Reduktion von Ambivalenz und einer Verbesserung der Handlung.
Anleitung:
Pro Emotion ein Stuhl (z. B. Traurigkeit, Scham, Angst).
Setzen Sie sich auf jeden Stuhl → sprechen Sie als Emotion („Ich bin die Scham und will, dass du dich versteckst“).
Stehen Sie auf → setzen Sie sich auf „klarer Blick“-Stuhl → schauen Sie auf alle Emotionen → entscheiden Sie: „Bei Scham handle ich entgegen – ich gehe trotzdem hin.“
Handlungsplan wird konkretisiert und sofort geübt.
Die Übung verbindet aktuelle Emotion mit Kindheitserlebnis, um den Ursprung zu verstehen. Durch das Bild wird die Verbindung klar. Beispielsweise „Scham heute“ → „8 Jahre, angeschrien“. Die Methode nutzt Prinzipien der Schematherapie: Verständnis reduziert Intensität. Die Übung ist besonders wirksam bei „Warum so stark?“. In der Gruppentherapie können Bilder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion alter Trigger, einer Erhöhung des Verständnisses und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung:
Nennen Sie aktuelle belastende Emotion + Situation.
Fragen Sie: „Schließen Sie die Augen… spüren Sie das Gefühl…
Lassen Sie ein Bild aus Ihrer Kindheit kommen, in dem Sie sich genauso gefühlt haben…
Wie alt sind Sie? Wer ist da? Was passiert?“
Beschreiben Sie das Bild.
Validieren Sie: „Kein Wunder, dass Sie heute noch Scham haben, wenn Sie kritisiert werden – das Gefühl kommt aus dieser Situation.“
• Bild zulassen
• Verbindung erklären
• Validieren
Die Übung erklärt Scham als Schutzsignal aus der Evolution und macht dysfunktionale Auslöser sichtbar. Durch Entgegengesetztes Handeln wird die Macht gebrochen. Beispielsweise „Fehler“ → „sich zeigen“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Gegenteil reduziert Scham. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Scham. In der Gruppentherapie kann Rollenspiel geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vermeidung, einer Erhöhung der Sichtbarkeit und einer Verbesserung des Selbstwerts.
Anleitung:
Scham ist ein uraltes Schutzsignal („Ich drohe aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden“).
Auslöser von Scham:
Versagen / Fehler vor anderen
Offenlegung von Schwächen (Körper, Krankheit, Trauma)
Ausgelacht / gehänselt werden
Kritik, Zurückweisung, Betrug
Körperliche Zeichen:
Erröten oder blass werden
Herzklopfen
Blick senken, Gesicht verdecken
Gebückte Haltung, „im Boden versinken wollen“
Typische Gedanken:
„Ich habe mich blamiert“
„Ich bin peinlich / fehlerhaft / nicht vorzeigbar“
„Alle sehen meine Schwäche“
Emotionsgetriebenes Verhalten:
Sich verstecken
soziale Kontakte meiden
sich übermäßig entschuldigen
sich perfektionistisch anpassen
Adaptiver Wert (früher): Scham sicherte das Überleben in der Gruppe – wer gegen Normen verstieß, wurde ausgeschlossen → Tod.
Wann ist Scham heute dysfunktional?
Genauer Ablauf in der Sitzung:
Nennen Sie eine Scham-Situation → fragen Sie: „Was würde die Scham am liebsten tun?“ (sich verstecken) → „Dann machen wir jetzt genau das Gegenteil – 100 %!“ → Rollenspiel: stehen Sie aufrecht, schauen Sie mich an, sagen Sie laut: „Ich habe Depression und das ist okay.“
Die Übung unterscheidet sinnvolle von dysfunktionaler Schuld und lehrt Vergebung. Durch die Tabelle wird die Übertreibung sichtbar. Beispielsweise „kein Verstoß“ → „sich vergeben“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Vergebung reduziert Selbstbestrafung. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Schuld. In der Gruppentherapie kann Vergebung geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Bestrafung, einer Erhöhung der Vergebung und einer Verbesserung des Selbstwerts.
Anleitung:
Schuld hat die Funktion, Beziehungen zu reparieren. Wenn keine echte Schuld vorliegt oder Wiedergutmachung bereits geleistet ist, ist weiteres Leiden sinnlos.
Dysfunktional (entgegengesetzt handeln): Kein echter Verstoß, Wiedergutmachung bereits geleistet, Chronische Selbstbestrafung
Entgegengesetztes Handeln bei dysfunktionaler Schuld:
Aufhören, sich zu entschuldigen
Sich selbst vergeben (laut aussprechen)
Sich etwas Gutes tun
Bedürfnisse wieder wichtig nehmen
Genauer Ablauf:
Nennen Sie ein Schuld-Thema → fragen Sie: „Haben Sie wirklich gegen eine wichtige Regel verstoßen?“ → meist Nein → „Dann sagen Sie jetzt laut: ‚Ich vergebe mir selbst. Ich habe kein Verbrechen begangen.‘“ → wiederholen Sie 10×.
Die Übung sieht Einsamkeit als Alarmsignal für Kontakt und lehrt aktives Suchen. Durch Entgegengesetztes Handeln wird der Rückzug gebrochen. Beispielsweise „anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Kontakt reduziert Einsamkeit. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Einsamkeit. In der Gruppentherapie kann Kontakt geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Kontakts, einer Reduktion von Rückzug und einer Verbesserung der Verbundenheit.
Anleitung:
Einsamkeit ist ein Alarmsignal: „Ich bin von der Gruppe getrennt → Gefahr!“
Entgegengesetztes Handeln bei Einsamkeit:
Menschen anrufen / treffen
Sich verabreden
In Gruppen gehen (Sport, Chor, Selbsthilfegruppe)
Kleine Schritte: erst Nachricht schreiben → dann anrufen → dann treffen
• Signal nutzen
• Kleine Schritte
• Kontakt suchen
Die Übung sieht Hoffnungslosigkeit als falsches Signal und lehrt kleine Schritte. Durch Erfolgsliste wird Perspektive geschaffen. Beispielsweise „winziger Schritt“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Schritte brechen Teufelskreis. Die Übung ist besonders wirksam bei „Aussichtslos“. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Schritte, einer Reduktion von Aufgeben und einer Verbesserung der Perspektive.
Anleitung:
Hoffnungslosigkeit sagt: „Weiterkämpfen bringt nichts → Energie sparen.“ Bei Depression wird das Signal falsch – die Lage ist meist nicht aussichtslos.
Die Übung lehrt das Zulassen von Liebe und Freude trotz Angst. Durch Aktivitäten wird die positive Emotion wiederbelebt. Beispielsweise „lächeln üben“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Zulassen reduziert Anhedonie. Die Übung ist besonders wirksam bei „Kein Recht“. In der Gruppentherapie können Aktivitäten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung von Freude, einer Reduktion von Angst und einer Verbesserung der Lebensfreude.
Anleitung:
Bei Depression sind diese positiven Emotionen fast ausgestorben. Viele Patienten haben sogar Angst davor, sie wieder zuzulassen („Ich habe kein Recht darauf“).
Entgegengesetztes Handeln bei fehlender Freude:
Angenehme Aktivitäten planen und durchführen (auch wenn keine Lust da ist)
Die Übung macht sichtbar, wie eigenes Verhalten Stress erzeugt und die Depression aufrechterhält. Durch die 4 Muster wird der Teufelskreis erkannt. Beispielsweise „Rückversicherung“ → Ablehnung. Die Methode nutzt Prinzipien des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy: Verhalten ändern bricht Kreis. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Depression. In der Gruppentherapie können Muster geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Stress, einer Erhöhung der Kompetenz und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Chronisch depressive Patienten erzeugen durch ihr eigenes interpersonelles Verhalten sehr viel zusätzlichen Stress selbst.
Die 4 häufigsten depressiven Kommunikationsmuster:
Der Kreis zeigt, wie Verhalten Gegenverhalten erzeugt. Durch Einordnung wird der Kreislauf sichtbar. Beispielsweise „feindlich-unterwürfig“ → „feindlich-dominant“. Die Methode nutzt Prinzipien des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy: Verhalten ändern ändert Reaktion. Die Übung ist besonders wirksam bei „Niemand mag mich“. In der Gruppentherapie kann der Kreis visualisiert werden. Langfristig führt die Übung zu einer Änderung des Verhaltens, einer Erhöhung freundlicher Reaktionen und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Mein Verhalten ruft beim anderen immer ein ganz bestimmtes Gegenverhalten hervor – wie ein Naturgesetz.
Typisches Muster bei Depression: zeigt meist feindlich-unterwürfig (maulen, schweigen, abwerten) → andere reagieren feindlich-dominant (zurückweisen, ignorieren, kritisieren) → fühlt sich bestätigt: „Siehst du, niemand mag mich.“
Genauer Ablauf:
Zeichnen Sie den Kreis → ordnen Sie Ihr Verhalten und das des Gegenübers ein.
• Kreis malen
• Felder einordnen
• Freundlich üben
Die Übung erhebt prägende Personen und formuliert Prägungen sowie Übertragungshypothese. Durch die Sätze wird die Wiederholung sichtbar. Beispielsweise „Wenn ich sage, was ich brauche, werde ich ausgelacht.“ Die Methode nutzt Prinzipien des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy: Prägung durchbrechen. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Depression. In der Gruppentherapie können Prägungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Übertragung, einer Erhöhung der Freiheit und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung (4–6 Personen):
Fragen Sie: „Wer hat Sie am stärksten geprägt – positiv oder negativ?“
Zu jeder Person fragen:
„Wie war es, mit dieser Person aufzuwachsen / zusammen zu sein?“
→ konkret nach Situationen fragen (Fehler, Bedürfnisse äußern, Nähe, Ärger)
Formulieren Sie eine „Prägung“ (1 Satz):
Beispiele:
„Wenn ich sage, was ich brauche, werde ich ausgelacht.“
„Wenn ich einen Fehler mache, bin ich nichts wert.“
„Wenn ich Nähe suche, werde ich zurückgewiesen.“
Formulieren Sie eine Übertragungshypothese (Wenn-dann-Satz):
„Wenn ich Ihnen sage, was ich brauche, dann werden Sie mich auslachen.“
• Konkrete Situationen
• Prägung 1 Satz
• Hypothese später
Die Kerntechnik analysiert in 11 Schritten, wie Verhalten Ergebnisse erzeugt und plant Änderung. Durch Drehbuch, Interpretation, Rollenspiel wird Kompetenz aufgebaut. Beispielsweise „Verhalten leise“ → Ergebnis „ignoriert“ → neu „laut“. Die Methode nutzt Prinzipien des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy: Verhalten ändert Leben. Die Übung ist besonders wirksam bei chronischer Depression. In der Gruppentherapie können Analysen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Änderung des Verhaltens, einer Erhöhung der Ergebnisse und einer Verbesserung der Beziehungen.
Genauer Ablauf:
„Beschreiben Sie eine konkrete Situation der letzten Woche – Anfang, Ende, was dazwischen passiert ist – so, als würde ein Kamerateam filmen.“
Bei Interpretationen: „Was ging Ihnen genau in diesem Moment durch den Kopf? Welche drei Sätze?“
Bei Verhalten: „Wie haben Sie dagestanden? Blickkontakt? Stimme laut oder leise?“ → Rollenspiel!
Am Ende immer: „Was nehmen Sie mit nach Hause? Welche Situation üben Sie diese Woche?“
Die Hinweise vermeiden 8 häufige Fehler und sichern die Wirksamkeit der Situationsanalyse. Durch genaues Nachbohren wird die Qualität erhöht. Beispielsweise „nur ein Ereignis“. Die Methode nutzt Prinzipien des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy: Präzision maximiert Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam für Therapeuten. In der Gruppentherapie können Hinweise geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Qualität, einer Reduktion von Fehlern und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung (die 8 häufigsten Therapeuten-Fehler):
Zu viele Ereignisse in einer Situationsanalyse: Immer nur ein beobachtbares Ereignis mit klarem Anfang und Ende.
Gedankenlesen erlauben: „Sie hat gedacht, ich bin blöd“ → sofort stoppen: „Was hat sie gesagt oder getan?“
Nur emotionale Ergebnisse: „Ich habe mich besser gefühlt“ → immer beobachtbar: „Sie hat gelächelt und gesagt: Ja, gerne.“
Unrealistische erwünschte Ergebnisse: „Er soll mich endlich lieben“ → realistisch: „Ich sage ihm, dass ich mich einsam fühle.“
Zu früh interpretieren: Erst alles erheben, dann erst in der Lösungsphase überprüfen.
Kein Rollenspiel: Immer das neue Verhalten in der Sitzung üben – sonst bleibt es Theorie.
Zu nett sein: Wenn das erwünschte Ergebnis aggressiv/manipulativ ist → direkt ansprechen: „Das würde Ihrer Beziehung schaden – wollen Sie das wirklich?“
Kein Shaping: Auch kleine Schritte als erwünschtes Ergebnis akzeptieren und verstärken.
Goldene Regel: „Immer so lange fragen und nachbohren, bis die Situationsbeschreibung wie ein Drehbuch ist – und das Verhalten so genau, dass man es filmen könnte.“
Die 26 Situationen bieten Übungsmaterial von einfach bis schwer. Durch Schwierigkeitseinschätzung werden passende Rollenspiele ausgewählt. Beispielsweise „Uhrzeit fragen“ → 3/10. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Gezieltes Üben baut Kompetenz. Die Übung ist besonders wirksam bei Isolation. In der Gruppentherapie können Situationen gemeinsam gespielt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kontakte, einer Reduktion von Vermeidung und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Schätzen Sie die Schwierigkeit 0–10 → wählen Sie mit dem Patienten 3–5 Situationen im Bereich 4–7 aus → diese werden in den nächsten Sitzungen als Rollenspiele trainiert.
Die 5 wichtigsten Situationen für den Einstieg:
Jemanden nach der Uhrzeit fragen
Im Café fragen: „Darf ich mich zu Ihnen setzen?“
Jemandem ein Kompliment machen
Im Supermarkt nach einem Produkt fragen
Ein Gespräch mit einer bekannten Person fortsetzen („Wie war dein Wochenende?“)
• Schwierigkeit 4–7
• Rollenspiel üben
• Erfolg feiern
Mein Trainingsplan für interpersonelle Fertigkeiten
Der wöchentliche Plan strukturiert das Training wie Fitness: Situation, Zeit, Person, Instruktion, Auswertung. Durch konkrete Planung wird Umsetzung gesichert. Beispielsweise „Freitag, Café, Kompliment“. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Plan erhöht Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam bei „Vergesse ich“. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Umsetzung, einer Reduktion von Vergessen und einer Verbesserung der Kompetenz.
Anleitung:
Füllen Sie jede Woche neu aus → in der Sitzung besprechen → der Patient lernt, sich selbst zu coachen.
Welche Situation? Wann? Mit wem? Selbstinstruktion? → Auswertung am Ende der Woche.
• Konkret planen
• Wöchentlich auswerten
• Selbstcoaching
Die Übung identifiziert 12 Sicherheitsverhalten und baut sie durch Video und Experiment ab. Durch Vergleich mit/ohne wird die Wirkung sichtbar. Beispielsweise „Blick senken“ → wirkt abweisend. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Abbau erhöht Kompetenz. Die Übung ist besonders wirksam bei „Wirke unsicher“. In der Gruppentherapie kann Video geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Sichtbarkeit, einer Reduktion von Scham und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung (die 12 häufigsten Sicherheitsverhalten bei Depression):
Blickkontakt vermeiden
Leise/monoton sprechen
Sich klein machen (Schultern hängen)
Arme verschränken / Hände verstecken
Übermäßig lächeln oder gar nicht
Sich ständig entschuldigen
Themen wechseln, wenn es persönlich wird
Handy benutzen
Sich hinter Haaren/Brille verstecken
Immer zustimmen
Alkohol als „Mutmacher“
Zu viel reden oder gar nicht
Genauer Ablauf – Verhaltensexperiment:
Rollenspiel mit allen Sicherheitsverhalten → sehen Sie sich auf Video → „Ich wirke total abweisend.“
Rollenspiel ohne Sicherheitsverhalten → „Ich sehe plötzlich kompetent und sympathisch aus!“
Hausaufgabe: Eine Woche bewusst ohne 3 Sicherheitsverhalten.
Die 15-Schritte-Anleitung macht Rollenspiele effektiv und angstfrei. Durch Struktur wird Erfolg garantiert. Beispielsweise „Ziel gewichten → Rollenspiel → Feedback“. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Gezieltes Üben baut Kompetenz. Die Übung ist besonders wirksam bei Angst vor Rollenspiel. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kompetenz, einer Reduktion von Angst und einer Verbesserung der Fertigkeiten.
Anleitung (die 15 Schritte):
Situation auswählen
Schwierigkeitsgrad 0–10
Ziel/Beziehung/Selbstachtung gewichten
Rahmen gestalten
Verhaltensziele (max. 3)
Dialog schreiben
Selbstinstruktion
Mitspieler
Beobachter
Dialog vorlesen
Spielen
Rückmeldung (erst positiv!)
Verbesserungsvorschläge (max. 3)
Wieder spielen
Übertragung in Alltag
Goldene Regeln:
Immer mit mittlerem Schwierigkeitsgrad starten
Viel loben – auch kleine Fortschritte
Nie mehr als 3 Verbesserungsvorschläge
Immer Rollenspiel mit Video oder Beobachter
Hausaufgabe: Exakt dieselbe Situation in echt üben
• Struktur einhalten
• Positiv zuerst
• Hausaufgabe konkret
Die 5 Einstiegsfragen trainieren den ersten Schritt aus der Isolation. Durch Rollenspiel wird der Einstieg sicher. Beispielsweise „Uhrzeit fragen“. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Einfache Fragen reduzieren Angst. Die Übung ist besonders wirksam als erster Schritt. In der Gruppentherapie können Fragen geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Kontakte, einer Reduktion von Isolation und einer Verbesserung der Verbundenheit.
Anleitung (die 5 besten Einstiegsfragen):
„Entschuldigung, wissen Sie, wann der Bus kommt?“
„Darf ich mich zu Ihnen setzen?“
„Können Sie mir etwas empfehlen?“ (im Café)
„Schönes Wetter heute, oder?“
„War der Film gut?“ (im Kino)
Genauer Ablauf:
Rollenspiel: Der Patient spricht den Therapeuten an → 3 Durchgänge → beim 3. Mal lächelt der Patient, hält Blickkontakt, stellt offene Frage.
• Lächeln, Blick
• Offene Frage
• 3 Durchgänge
Beziehungen intensivieren – ein Gespräch durch Fragen aufrechterhalten
Die 4 Elemente trainieren aktives Zuhören und offene Fragen für tiefere Nähe. Durch Folgefragen wird das Gespräch vertieft. Beispielsweise „Wie war dein Wochenende?“ → „Was hat dir am besten gefallen?“. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Fragen bauen Nähe. Die Übung ist besonders wirksam bei „Nur Smalltalk“. In der Gruppentherapie kann sie geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Nähe, einer Reduktion von Oberflächlichkeit und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung (die 4 wichtigsten Elemente):
Allgemeine Frage stellen („Wie war dein Wochenende?“)
Auf Antwort eingehen mit spezifischer, offener Frage („Was hat dir am besten gefallen?“)
Sich selbst einbringen („Bei mir war…“) – aber nicht zu viel!
Genauer Ablauf – Rollenspiel:
Der Therapeut spielt Bekannten → der Patient beginnt: „Wie war dein Urlaub?“ → der Therapeut antwortet kurz → der Patient stellt 3 offene Folgefragen → nach 3 Minuten hat der Patient ein echtes 5-Minuten-Gespräch geführt.
Die 5 Äußerungen trainieren das Ausdrücken positiver Gefühle für nähere Beziehungen. Durch 10 Sätze wird die Hemmschwelle gesenkt. Beispielsweise „Schön, dich zu sehen!“. Die Methode nutzt Prinzipien des Verhaltenstrainings: Positives verstärkt Beziehung. Die Übung ist besonders wirksam bei „Wirke abweisend“. In der Gruppentherapie können Sätze geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Nähe, einer Reduktion von Distanziertheit und einer Verbesserung der Beziehungen.
DEAR MAN trainiert konstruktive Kritik ohne Explosion oder Kollaps. Durch die Formel bleibt die Beziehung erhalten. Beispielsweise „Müll nicht raus“ → DEAR MAN. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Struktur reduziert Eskalation. Die Übung ist besonders wirksam bei „Runterschlucken“. In der Gruppentherapie kann sie geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Klarheit, einer Reduktion von Gift und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung (DEAR MAN – Beispiel):
„Du hast gestern den Müll nicht rausgebracht. (Describe)
Das macht mich wütend. (Express)
Ich möchte, dass du ihn heute rausbringst. (Assert)
Dann haben wir keine Ameisen. (Reinforce)
Ich bleibe ruhig, auch wenn du sauer wirst. (Mindful)
Ich sage es freundlich, aber bestimmt. (Appear confident)
Wenn du keine Zeit hast, können wir auch einen Plan machen. (Negotiate)“
Genauer Ablauf:
Rollenspiel: Partner / Freundin / Chef → der Patient übt DEAR MAN → 3–5 Durchgänge.
• Formel einhalten
• Rollenspiel 3–5
• Klar und freundlich
Die Übung trainiert Verhandlung zwischen Extremen. Durch beide Seiten sehen wird Lösung gefunden. Beispielsweise „Berge/Meer“ → „Kroatien“. Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Kompromiss erhält Beziehung. Die Übung ist besonders wirksam bei „Immer Ja/Nein“. In der Gruppentherapie kann sie geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Lösungen, einer Reduktion von Extremen und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Beispiel: „Du willst in die Berge, ich ans Meer.“
Der Patient: „Ich verstehe, dass du wandern willst. Ich brauche aber Sonne und Meer. Wie wäre ein Kompromiss: Kroatien – Berge und Meer?“ → Rollenspiel.
Die „gebrochene Schallplatte“ trainiert standhaftes Nein ohne Rechtfertigung. Durch Wiederholung wird Druck standgehalten. Beispielsweise „Nein, das möchte ich nicht.“ Die Methode nutzt Prinzipien der dialektisch-behavioralen Therapie: Wiederholung schützt Grenzen. Die Übung ist besonders wirksam bei „Werde ausgenutzt“. In der Gruppentherapie kann sie geübt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Grenzen, einer Reduktion von Ausnutzung und einer Verbesserung der Selbstachtung.
Anleitung:
Rollenspiel: Hartnäckiger Verkäufer / Freund will Geld leihen → der Patient sagt 10× dasselbe: „Nein, das möchte ich nicht.“
• Dasselbe wiederholen
• Keine Rechtfertigung
• Standhaft bleiben
Die Prophylaxe basiert auf 3 Pfeilern: Fertigkeiten, Werte, Selbstfürsorge. Durch Werkzeugkoffer und Stufenplan wird Rückfall verhindert. Beispielsweise „Fertigkeiten üben“ → täglich. Die Methode nutzt Prinzipien der integrativen KVT: Kontinuierliche Anwendung schützt. Die Übung ist besonders wirksam von Sitzung 1. In der Gruppentherapie können Pfeiler geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Rückfällen, einer Erhöhung der Stabilität und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung (die 3 Stützpfeiler):
Fertigkeiten üben: Werkzeugkoffer – die 5 wichtigsten Tools immer parat
Werteorientiert leben: „Was ist mir wirklich wichtig?“ → tägliche Aktivitäten danach ausrichten
Mein neuer Werkzeugkoffer: Malen Sie einen Koffer → schreiben Sie Ihre 5–8 wichtigsten Tools hinein → hängen Sie ihn sichtbar auf.
Stufenplan bei neuer Episode:
Selbst checken (Fertigkeiten, Werte, Selbstfürsorge)
Soziales Netz aktivieren
Professionelle Hilfe
• Von Sitzung 1
• Werkzeugkoffer sichtbar
• Stufenplan üben
Die 6 Schritte klären Werte, Ist-Zustand, Ziele in Zeitstufen und machen sie erreichbar, widerspruchsfrei. Durch 4 Bereiche wird das Leben balanciert. Beispielsweise „Familie 30 Jahre“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Klare Ziele schützen vor Rückfall. Die Übung ist besonders wirksam in 6–8 Sitzungen. In der Gruppentherapie können Ziele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Sinnhaftigkeit, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Motivation.
Die Grundsätze klären das Fundament für Ziele. Durch Prüfung auf Preis wird Kongruenz gesichert. Beispielsweise „immer ehrlich“ vs. „beliebt“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Fundament verhindert Stress. Die Übung ist besonders wirksam als Start. In der Gruppentherapie können Grundsätze geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Konflikten, einer Erhöhung der Kongruenz und einer Verbesserung der Zielerreichung.
Anleitung:
Füllen Sie Glaubensgrundsätze und Werte aus.
Fragen Sie: „Wollen Sie weiter nach diesen Werten leben? Sind Sie bereit, den Preis dafür zu zahlen?“
Beispiel: Der Patient will „immer ehrlich sein“ → aber auch „beliebt sein“. → Konflikt wird sofort sichtbar.
Das Arbeitsblatt erhebt Ziele in 4 Bereichen und 5 Zeitstufen mit Zeit/Energie. Durch Rückwärtsplanung wird Realität geschaffen. Beispielsweise „heute 10 % Familie“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Struktur macht erreichbar. Die Übung ist besonders wirksam als Kern. In der Gruppentherapie können Ziele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Überforderung, einer Erhöhung der Klarheit und einer Verbesserung der Planung.
Anleitung:
Füllen Sie die 4 × 5 Felder aus:
heute (Ist)
in 30 Jahren
in 10 Jahren
in 1 Jahr
ab sofort
→ Jeder Block: Ziel + % Zeit + % Energie
Erst Ist-Zustand (heute)
Dann langfristig („Was will ich in 30 Jahren erreicht haben?“)
Dann rückwärts planen: 10 Jahre → 1 Jahr → ab sofort
Der Plan erhebt reale Aktivitäten stündlich für Realitätscheck. Durch Schock wird Motivation geweckt. Beispielsweise „60 % Rumhängen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Realität zeigt Defizit. Die Übung ist besonders wirksam als Check. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Aktivität, einer Reduktion von Grübeln und einer Verbesserung der Zeitnutzung.
Anleitung:
Tragen Sie 1 Woche lang jede Stunde ein, was Sie wirklich machen → meist Schock: 60–80 % „Rumhängen“, Social Media, Grübeln.
Die Regeln korrigieren 3 Fehler: zu viele, unerreichbar, widersprüchlich. Durch goldene Regeln werden Ziele funktional. Beispielsweise „kein immer“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Funktional schützt. Die Übung ist besonders wirksam bei Überforderung. In der Gruppentherapie können Regeln geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Stress, einer Erhöhung der Erreichbarkeit und einer Verbesserung der Zufriedenheit.
Die Hierarchie priorisiert Ziele, die Verteilung balanciert Zeit/Energie. Durch Umverteilung wird Kongruenz geschaffen. Beispielsweise „Familie 50 %“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Balance motiviert. Die Übung ist besonders wirksam als Finale. In der Gruppentherapie können Verteilungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Motivation, einer Reduktion von Unglück und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung (Schritt 1 – Zielhierarchie):
Schreiben Sie alle langfristigen Ziele auf Zettel → sortieren Sie sie von 1 (unwichtig) bis 10 (wichtigstes Ziel des Lebens).
Fragen Sie: „Wenn Sie nur 3 Ziele verwirklichen könnten – welche wären das?“
Schritt 2 – Zeit- & Energieverteilung:
Tragen Sie für jedes Ziel ein:
heute (Ist)
in 1 Jahr
in 10 Jahren
in 30 Jahren (Soll)
→ % Zeit + % Energie pro Ziel → Summe pro Spalte = 100 %
Beispiel: „Ich arbeite 70 % für den Job, aber Familie ist mir eigentlich am wichtigsten.“ → Umverteilung
Die Info erklärt körperliche Symptome durch Stress und Psyche. Durch Verständnis wird Einsicht geschaffen. Beispielsweise „runterschlucken → Magen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Einsicht motiviert Veränderung. Die Übung ist besonders wirksam bei „Körperlich“. In der Gruppentherapie können Symptome geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Beschwerden, einer Erhöhung der Einsicht und einer Verbesserung der Gesundheit.
Anleitung:
Stress → Daueranspannung → Organschäden (Herz, Magen, Haut, Immunsystem).
Typische Reaktion: „Deshalb habe ich immer Magenprobleme – weil ich alles runterschlucke!“
Die Info sieht auffälliges Verhalten als Bewältigungsversuch. Durch Verständnis wird Normalisierung geschaffen. Beispielsweise „schreien → Angst gesehen werden“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Verständnis reduziert Scham. Die Übung ist besonders wirksam bei „komisch“. In der Gruppentherapie können Verhalten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Scham, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung der Bewältigung.
Anleitung:
„Komisches“ Verhalten (Aggression, Rückzug, Rituale, Exzesse) ist meist Versuch, innere Probleme zu bewältigen.
Beispiel: „Ich schreie immer rum → weil ich Angst habe, nicht gesehen zu werden.“
• Bewältigung sehen
• Normalisieren
• Alternative finden
Das ABC-Modell zeigt: Bewertung (B) erzeugt Gefühl (C), nicht Situation (A). Durch Beispiele wird Veränderbarkeit bewiesen. Beispielsweise gleiche A → verschiedene C. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Klarheit motiviert Umstrukturierung. Die Übung ist besonders wirksam in 2 Sitzungen. In der Gruppentherapie können Beispiele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Hilflosigkeit, einer Erhöhung der Veränderbarkeit und einer Verbesserung der Regulation.
Anleitung (ABC-Modell):
A = Auslöser (Situation)
B = Bewertung (Gedanken)
C = Consequence (Gefühl + Verhalten)
Hausaufgabe: „Wie entstehen Gefühle?“
Der Patient liest vor → lassen Sie Widersprüche finden (sokratisch)
Gemeinsam Beispiele sammeln: gleiche Situation → unterschiedliche Gefühle → warum? → „Weil wir unterschiedlich bewerten!“
ABC-Tabelle einführen → der Patient füllt erste eigene Beispiele aus
Die Methode behandelt „Probleme mit dem Problem“ wie Scham über Depression zuerst. Durch hierarchische ABCs wird die Blockade gelöst. Beispielsweise „Depression“ → „Scham“ → ABC. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Meta zuerst. Die Übung ist besonders wirksam bei Therapieblockade. In der Gruppentherapie können Meta-Probleme geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Blockade, einer Erhöhung der Therapiebereitschaft und einer Verbesserung des Fortschritts.
Anleitung:
Viele Patienten haben nicht nur das Hauptproblem, sondern auch „Probleme mit dem Problem“ (Scham wegen der Depression, Angst vor der Angst). Diese Meta-Probleme müssen zuerst behandelt werden – sonst blockieren sie die Therapie.
Die 4 Stufen machen aus Wissen Können: SAE, Vorstellung, In-vivo, Transfer. Durch Wiederholung wird das Neue automatisiert. Beispielsweise „Bneu“ → Vorstellung → live. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Bahnen schützt vor Rückfall. Die Übung ist besonders wirksam zur Prophylaxe. In der Gruppentherapie können Stufen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Automatisierung, einer Reduktion von Rückfall und einer Verbesserung der Dauerhaftigkeit.
Der Leiter sortiert Übungen nach Schwierigkeit für kontrollierten Erfolg. Durch 1–10 wird Überforderung vermieden. Beispielsweise „leichteste zuerst“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Erfolg stärkt Vertrauen. Die Übung ist besonders wirksam bei Scheitern. In der Gruppentherapie können Leiter geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Erfolgs, einer Reduktion von Überforderung und einer Verbesserung des Selbstvertrauens.
Das Drehbuch plant Ablauf, Bneu, Reaktionen für sicheren Erfolg. Durch Schrift wird das Neue präsent. Beispielsweise „Worte, Tonfall“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Blaupause garantiert Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam vor Live. In der Gruppentherapie können Drehbücher geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Erfolgs, einer Reduktion alter Muster und einer Verbesserung der Umsetzung.
Die Übungen trainieren sicher im Kopf bis 100 % Erfolg. Durch Drehbuch und Stopp wird das Bneu gefestigt. Beispielsweise „alt → Stopp → Bneu“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Sicher vor Live. Die Übung ist besonders wirksam vor In-vivo. In der Gruppentherapie können Übungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Sicherheit, einer Reduktion von Risiko und einer Verbesserung des Live-Erfolgs.
Anleitung:
Ruhiger Ort, entspannen
Drehbuch laut denken
Bei altem Gedanken → Gedankenstopp + Bneu wiederholen
Die Live-Übungen testen und festigen das Neue real. Durch 8 Regeln wird Erfolg gesichert. Beispielsweise „Drehbuch, Lob“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Stavemann: Real verändert dauerhaft. Die Übung ist besonders wirksam für Transfer. In der Gruppentherapie können Live geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Automatisierung, einer Reduktion von Theorie und einer Verbesserung der Dauerhaftigkeit.
Anleitung (die 8 goldenen Regeln für Live-Übungen):
Nie ohne Bneu + Drehbuch + erfolgreiche Vorstellungsübung!
Kontrolleur mitnehmen (Freund, Partner)
Gedankenstopp bei altem Denken
Nach jeder Übung: Eigenlob!
Nachbesprechung: Was lief gut? Was verbessern?
Langsam steigern
Jeden 2. Tag eine Übung
Nie aufgeben – 10× neu anfangen ist besser als einmal aufgeben
• Regeln einhalten
• Lob nicht vergessen
• Steigern
Die spielerischen Blätter machen KVT altersgerecht und motivierend. Durch 7 Blätter wird Verständnis geschaffen. Beispielsweise „bunte Gedanken“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Schlarb: Spiel verstärkt Wirkung. Die Übung ist besonders wirksam bei Kindern. In der Gruppentherapie können Blätter geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Motivation, einer Reduktion von Scham und einer Verbesserung der Therapie.
Die Tools grenzen Depression von Demenz ab und aktivieren trotz Einschränkungen. Durch Kurztest, Spirale, Plan wird Behandlung möglich. Beispielsweise „Wochenplan“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Hautzinger: Anpassung wirkt. Die Übung ist besonders wirksam bei Älteren. In der Gruppentherapie können Tools geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Fehldiagnose, einer Erhöhung der Aktivität und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung (wichtigste Tools):
Depression vs. Demenz
Mentaler Kurztest
Depressionsspirale
Tages-/Wochenplan (Aktivierung)
• Abgrenzen
• Anpassen
• Aktivieren
KVT in der stationären und teilstationären Psychiatrie
Die pragmatischen Tools wirken bei eingeschränkten Patienten in 3–6 Wochen. Durch Struktur, Plan, Krisenpass wird Selbstmanagement gefördert. Beispielsweise „Wochenplan“. Die Methode nutzt Prinzipien der Klinik-KVT: Kurz wirkt. Die Übung ist besonders wirksam in Klinik. In der Gruppentherapie können Tools geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Managements, einer Reduktion von Chaos und einer Verbesserung der Entlassung.
Anleitung (die wichtigsten Tools):
Strukturierte Anamnese & Lebenslauf
Therapieziele (auch bei fehlender Motivation)
Nachbereitungsbogen (Kontinuität trotz Wechsel)
Wochenplan (Struktur gegen Chaos)
Einfaches ABC-Modell (funktioniert auch bei Psychose)
Die Spirale macht den Kreislauf in 30 Sekunden sichtbar und entlastet. Durch eigene Füllung wird Intervention klar. Beispielsweise „unterbrechen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Klinik-KVT: Sichtbar motiviert. Die Übung ist besonders wirksam bei „Schuld“. In der Gruppentherapie können Spiralen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Schuld, einer Erhöhung der Aktivierung und einer Verbesserung der Stimmung.
Anleitung:
Der Patient liest Beispiel-Spiralen
Der Patient füllt eigene Spirale aus
Fragen Sie: „Wo können wir die Spirale unterbrechen?“ → sofort konkrete Interventionen
Das Modell visualisiert den Teufelskreis: Situation → Negative automatische Gedanken → Selbstaufmerksamkeit → Sicherheitsverhalten → Angstsymptome. Durch das gemeinsame Malen wird der Kreislauf sichtbar. Beispielsweise „Erröten“ → „Alle sehen es“ → „Blick senken“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Clark: Sichtbar macht veränderbar. Die Übung ist besonders wirksam in Sitzung 2. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam gemalt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Angst, einer Erhöhung der Einsicht und einer Verbesserung der Experimente.
Anleitung (in Sitzung 2):
Malen Sie gemeinsam:
Situation → Negative automatische Gedanken („Alle halten mich für dumm“)
Die drei Bögen erfassen Gedanken, Verhalten, Überzeugungen für Diagnose und Planung. Durch SPK, SPV, SPE wird das Modell gefüllt. Beispielsweise „minderwertig“. Die Methode nutzt Prinzipien der Diagnostik: Vollständigkeit maximiert Therapie. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Ergebnisse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Unklarheit, einer Erhöhung der Planung und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung:
SPK → welche automatischen Gedanken?
SPV → welches Sicherheitsverhalten?
SPE → welche Grundüberzeugungen? („Ich bin minderwertig“)
• Alle drei ausfüllen
• Material für Experimente
• Entstigmatisieren
Die Experimente testen mit/ohne Sicherheitsverhalten in Rollenspiel und Alltag. Durch Tagebuch wird die Überzeugung geändert. Beispielsweise „Blickkontakt“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Clark: Erfahrung widerlegt. Die Übung ist besonders wirksam in Sitzung 4–12. In der Gruppentherapie können Experimente geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Angst, einer Erhöhung der Kompetenz und einer Verbesserung der Überzeugung.
Anleitung (Rollenspiel + Tagebuch):
Rollenspiel: Mit und ohne Sicherheitsverhalten → „Ohne ist die Angst kleiner und ich mache einen besseren Eindruck!“ Tagebuch: Situation, Vorhersage, Experiment, Ergebnis, Lernen, neue Überzeugung.
Typisches Experiment: „Ich sage in der Gruppe meine Meinung – einmal mit abgewandtem Blick, einmal mit Blickkontakt.“
Die Hierarchie ordnet Situationen nach Angst für gezielte Experimente. Durch 30–70 wird Erfolg gesichert. Beispielsweise „Kompliment machen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltenstherapie: Steigerung maximiert Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam für Planung. In der Gruppentherapie können Listen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Erfolgs, einer Reduktion von Überforderung und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung:
Schreiben Sie ALLE gefürchteten Situationen auf und schätzen Sie Angst 0–100.
Wählen Sie 8–12 Situationen mit Angst 30–70 aus → diese werden zu Verhaltensexperimenten.
• 30–70 wählen
• Keine Extremen
• Experimente planen
Viele Patienten mit Binge-Eating wollen alles auf einmal ändern oder setzen unrealistische Ziele wie 10 kg in 4 Wochen. Diese Übung hilft, realistische, messbare End- und Teilziele zu setzen, was der wichtigste Motivationsfaktor ist. Durch die Skala werden Fortschritte sichtbar. Beispielsweise „Essanfälle reduzieren“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Munsch: Realistisch motiviert. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Ziele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Motivation, einer Reduktion von Frustration und einer Verbesserung der Erreichung.
Anleitung:
Formulieren Sie:
1 Ziel zu Essanfällen (z. B. „Kein Essanfall mehr“)
1 Ziel zu Bewegung (z. B. „3× pro Woche 30 Min. Sport“)
1 weiteres persönliches Ziel (z. B. „Wieder regelmäßig Freunde treffen“)
Erstellen Sie eine Zielerreichungsskala 0–10:
10 = Ziel vollständig erreicht
8–9 = fast erreicht
5–7 = mittlere Fortschritte
2–4 = erste kleine Erfolge
0 = Ausgangslage
Wo stehen Sie jetzt? Kreuz setzen. Alle 2–3 Wochen neu bewerten.
Patienten glauben, der Essanfall kommt einfach so. Das ABC-Modell zeigt, jeder Essanfall hat klare Auslöser und Konsequenzen, was Kontrolle ermöglicht. Durch tägliches Füllen werden Muster sichtbar. Beispielsweise „Stress → Essanfall → Scham“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Munsch: Sichtbar macht kontrollierbar. Die Übung ist besonders wirksam täglich. In der Gruppentherapie können ABC geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Essanfällen, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Bewusstheit.
Anleitung:
Bei jedem Essanfall sofort ausfüllen: A = Auslöser:
Tageszeit, Ort, Personen
Gefühle (Frust, Langeweile, Einsamkeit)
Gedanken („Ich habe es eh nicht verdient“)
Hunger, Stress, Konflikt
B = Verhalten:
Was genau gegessen? Wie schnell?
Wo? Allein oder mit anderen?
Wie lange gedauert?
C = Konsequenzen:
Gefühle (Scham, Ekel, Erleichterung)
Gedanken („Ich bin ein Versager“)
Verhalten (Erbrechen, Sport, Rückzug)
• Sofort nach Essanfall
• Muster analysieren
• Kontrolle lernen
Besser Auslöser vermeiden als bekämpfen, um Essanfälle von Anfang an zu reduzieren. Durch gezielte Strategien wird das Risiko gesenkt. Beispielsweise „nur mit Liste einkaufen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Munsch: Prävention wirkt. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Techniken geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Essanfällen, einer Erhöhung der Prävention und einer Verbesserung der Kontrolle.
Wenn das Verlangen trotzdem kommt, wird der Essanfall abgebrochen oder verhindert. Durch Techniken wird Kontrolle in der Krise geschaffen. Beispielsweise „auf 120 zählen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Munsch: Unterbrechung wirkt. Die Übung ist besonders wirksam in der Krise. In der Gruppentherapie können Techniken geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Essanfällen, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Selbstwirksamkeit.
Anleitung:
Wählen Sie aus:
Laut auf 120 zählen
Wecker auf 5 Minuten stellen → danach nochmal versuchen
Ort verlassen + Ablenkung (Musik, Singen, Telefonieren)
Mit Besteck essen (verlangsamt)
Verlangen aushalten → es sinkt von allein (Wellenmodell)
In der Krise hat niemand Zeit zu überlegen. Das Notfallkärtchen ist der Rettungsring mit den besten Strategien. Durch Sichtbarkeit wird es griffbereit. Beispielsweise „auf 120 zählen“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Munsch: Sofort wirkt. Die Übung ist besonders wirksam in der Krise. In der Gruppentherapie können Kärtchen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Essanfällen, einer Erhöhung der Krisenkompetenz und einer Verbesserung der Kontrolle.
Anleitung:
Erstellen Sie eigene Kärtchen für 2–3 Risikosituationen:
Der Patient lernt, seine individuellen Anzeichen einer drohenden psychotischen Episode zu erkennen, oft Wochen vorher. Durch Ankreuzen werden persönliche Warnsignale klar. Beispielsweise „innere Unruhe“. Die Methode nutzt Prinzipien der Psychose-Therapie: Früherkennung verhindert. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Signale geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Episoden, einer Erhöhung der Früherkennung und einer Verbesserung der Kontrolle.
Anleitung:
Kreuzen Sie aus dieser Liste Ihre persönlichen Warnsignale an (ja/nein):
Der Patient erinnert sich an die letzte Episode und erkennt die typischen 3 Stufen. Durch den Zeitstrahl wird der Verlauf sichtbar. Beispielsweise „sehr frühe: Unruhe“. Die Methode nutzt Prinzipien der Psychose-Therapie: Verlauf verstehen verhindert. Die Übung ist besonders wirksam nach Episode. In der Gruppentherapie können Zeitstrahlen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Episoden, einer Erhöhung der Erkenntnis und einer Verbesserung der Prävention.
Anleitung:
Tragen Sie ein:
Sehr frühe Warnsignale (z. B. ___ Wochen/Tage vorher)
Frühe Warnsignale (z. B. ___ Wochen/Tage vorher)
Erste psychotische Symptome (z. B. ___ Wochen/Tage vorher)
In die Kästen jeweils die konkreten Zeichen eintragen.
Der wirksamste Schutz vor Klinikaufenthalt: konkrete Maßnahmen für jede Warnsignal-Stufe. Durch den Plan wird Handlungsfähigkeit geschaffen. Beispielsweise „frühe: Freund anrufen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Psychose-Therapie: Plan verhindert. Die Übung ist besonders wirksam als Prophylaxe. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Klinikaufenthalten, einer Erhöhung der Handlungsfähigkeit und einer Verbesserung der Stabilität.
Anleitung:
Spalten ausfüllen:
Sehr frühe Warnsignale → Maßnahmen
Frühe Warnsignale → Maßnahmen
Späte Warnsignale → Maßnahmen
Erste Symptome → Maßnahmen
Ernste Symptome → Notfallnummern
Aus AB 144 übernehmen: Tagesplan, Entspannung, Freunde anrufen, Arzttermin usw.
Stress ist der häufigste Auslöser. Die Waage macht Stressoren und Ressourcen sichtbar. Durch Balance wird Stabilität geschaffen. Beispielsweise „Konflikte vs. Freunde“. Die Methode nutzt Prinzipien der Psychose-Therapie: Balance schützt. Die Übung ist besonders wirksam wöchentlich. In der Gruppentherapie können Waagen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Stress, einer Erhöhung der Balance und einer Verbesserung der Stabilität.
Anleitung:
Linke Seite: Stressoren (z. B. Konflikte, Überforderung, Schlafmangel)
Rechte Seite: Ressourcen (z. B. Freunde, Sport, Therapeut, Medikation)
• Beide Seiten
• Balance prüfen
• Ressourcen stärken
Viele Patienten sind ambivalent. Diese Übung klärt die eigene Haltung durch Pro/Contra. Durch die Liste wird Entscheidung erleichtert. Beispielsweise „weniger Stimmen vs. Müdigkeit“. Die Methode nutzt Prinzipien der Psychose-Therapie: Klarheit fördert Einnahme. Die Übung ist besonders wirksam bei Ablehnung. In der Gruppentherapie können Listen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Compliance, einer Reduktion von Ambivalenz und einer Verbesserung der Stabilität.
Anleitung:
Pro/Contra-Liste gemeinsam ausfüllen:
Vorteile der Medikation (z. B. weniger Stimmen, stabilere Stimmung)
Nachteile (z. B. Müdigkeit, Gewichtszunahme)
Vorteile ohne Medikation
Nachteile ohne Medikation (z. B. Rückfallrisiko)
• Ehrlich ausfüllen
• Gemeinsam besprechen
• Entscheidung treffen
Feste Struktur ist der stärkste Schutz vor manischen Episoden. Durch den Wochenplan wird der Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisiert und Überlastung verhindert. Beispielsweise „Schlaf 23–7 Uhr“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Meyer & Hautzinger: Regelmäßigkeit schützt. Die Übung ist besonders wirksam täglich. In der Gruppentherapie können Pläne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Manie, einer Erhöhung der Stabilität und einer Verbesserung der Kontrolle.
Der Patient erkennt depressive und maniforme Frühwarnzeichen Tage/Wochen vorher. Durch Ankreuzen werden persönliche Signale klar. Beispielsweise „mehr Geld ausgeben“. Die Methode nutzt Prinzipien nach Meyer & Hautzinger: Früherkennung verhindert. Die Übung ist besonders wirksam täglich. In der Gruppentherapie können Signale geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Episoden, einer Erhöhung der Früherkennung und einer Verbesserung der Prävention.
Anleitung:
Markieren Sie Ihre Zeichen aus zwei Listen: Depressiv:
ADHS-Patienten vergessen oft, Genuss bewusst wahrzunehmen. Durch gezieltes Training wird Achtsamkeit für positive Momente geschult. Beispielsweise „Duft von Kaffee“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Bewusstsein erhöht Freude. Die Übung ist besonders wirksam täglich. In der Gruppentherapie können Sinne geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Lebensfreude, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Achtsamkeit.
Anleitung:
Vervollständigen Sie:
Genuss ist für mich …
Zum Genießen brauche ich …
Was ich gerne SEHE / SPÜRE / HÖRE / SCHMECKE / RIECHE
• Alle Sinne
• Konkret beschreiben
• Täglich anwenden
Eine Woche lang täglich mindestens einen Genussmoment bewusst wahrnehmen und notieren. Durch das Tagebuch wird positive Wahrnehmung trainiert. Beispielsweise „Sonnenuntergang“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Fokus auf Gutem erhöht Wohlbefinden. Die Übung ist besonders wirksam 7 Tage. In der Gruppentherapie können Momente geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der positiven Emotionen, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Jeden Abend eintragen: Datum + „Mein heutiger Genussmoment“ (z. B. Sonnenuntergang, Duft von Kaffee, Lachen mit Freund)
• Mindestens 1 pro Tag
• Bewusst wahrnehmen
• Notieren
Humor ist eine der besten Bewältigungsstrategien bei Stress und ADHS. Durch das 7-Wochen-Programm wird Humor systematisch aufgebaut. Beispielsweise „über sich lachen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Humor reduziert Stress. Die Übung ist besonders wirksam 7 Wochen. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Humors, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Bewältigung.
Alle Zwänge genau auflisten mit Häufigkeit und Dauer für Priorisierung in der Therapie. Durch die Liste wird der Umfang sichtbar. Beispielsweise „Händewaschen 10x/Tag, 5 Min“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltenstherapie: Sichtbar macht behandelbar. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Listen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Zwängen, einer Erhöhung der Priorisierung und einer Verbesserung der Therapie.
Klassische funktionale Analyse für jeden Zwang: Auslöser, Gedanken, Gefühle, Körper, Zwang, Konsequenzen. Durch die Spalten wird der Kreislauf sichtbar. Beispielsweise „Schmutz → Angst → Waschen → Erleichterung“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltenstherapie: Analyse ermöglicht Intervention. Die Übung ist besonders wirksam pro Zwang. In der Gruppentherapie können Analysen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Zwängen, einer Erhöhung der Einsicht und einer Verbesserung der Kontrolle.
Anleitung:
Spalten ausfüllen:
Auslösende Bedingungen
Gedanken
Gefühle
Körper
Zwang
Konsequenzen
• Pro Zwang
• Kreislauf sehen
• Unterbrechen planen
Klare Priorisierung der Zwänge durch Dringlichkeit und Zielverhalten. Durch 1–10 wird Fokus gesetzt. Beispielsweise „Waschen 8/10 → reduzieren“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltenstherapie: Priorisierung maximiert Erfolg. Die Übung ist besonders wirksam nach Auflistung. In der Gruppentherapie können Ziele geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Erfolgs, einer Reduktion von Überforderung und einer Verbesserung der Therapie.
Anleitung:
Dringlichkeit 1–10
Zielverhalten formulieren (z. B. „Waschen auf 2x/Tag reduzieren“)
Alternative Gedanken in der Zwangssituation parat haben durch Kärtchen. Durch Merksätze wird der Zwang unterbrochen. Beispielsweise „Nur ein Gedanke“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Merksatz stoppt Automatismus. Die Übung ist besonders wirksam in der Krise. In der Gruppentherapie können Kärtchen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Zwängen, einer Erhöhung der Kontrolle und einer Verbesserung der Selbstwirksamkeit.
Anleitung:
Formulieren Sie 2 Merksätze:
Bei Zwangsgedanken: „Das ist nur ein Gedanke – ich muss nichts tun“
Bei Selbstkritik: „Ich bin okay, auch wenn ich mal was nicht perfekt mache“
Auf Kärtchen schreiben, immer dabei.
• 2 Merksätze
• Kärtchen griffbereit
• In Krise lesen
Rituale verzögern, um Machtgefühl zurückzugewinnen. Durch Stopp, Zeit, Aktivität wird der Zwang gebrochen. Beispielsweise „5 Min warten“. Die Methode nutzt Prinzipien der Verhaltenstherapie: Verzögerung reduziert Drang. Die Übung ist besonders wirksam bei Ritualen. In der Gruppentherapie können Verzögerungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Ritualen, einer Erhöhung der Macht und einer Verbesserung der Kontrolle.
Humor ist eine der besten Bewältigungsstrategien bei Stress und ADHS. Durch das 7-Wochen-Programm wird Humor systematisch aufgebaut. Beispielsweise „über sich lachen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Humor reduziert Stress. Die Übung ist besonders wirksam 7 Wochen. In der Gruppentherapie können Schritte geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung des Humors, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Bewältigung.
Eine Woche lang täglich mindestens einen Genussmoment bewusst wahrnehmen und notieren. Durch das Protokoll wird positive Wahrnehmung trainiert. Beispielsweise „Kaffee“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Fokus auf Gutem erhöht Wohlbefinden. Die Übung ist besonders wirksam 7 Tage. In der Gruppentherapie können Momente geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der positiven Emotionen, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Jeden Abend eintragen: „Mein heutiger Genussmoment war …“
Akzeptanz der eigenen „Macken“ durch Humor. Durch lustige Antworten wird Selbstkritik reduziert. Beispielsweise „Chaot“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Humor akzeptiert. Die Übung ist besonders wirksam bei Selbstkritik. In der Gruppentherapie können Listen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Akzeptanz, einer Reduktion von Kritik und einer Verbesserung des Selbstwerts.
Anleitung:
Rangliste der „Macken“ → lustige Antworten entwickeln („Ich bin ein liebenswerter Chaot“)
Spielerische Variante zeigt, wie das Gedächtnis täuscht. Durch Playmobil wird Belastung reduziert. Beispielsweise „Feuerwehrhelm“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Täuschung entlarvt Wahn. Die Übung ist besonders wirksam für Jüngere. In der Gruppentherapie können Szenen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Überzeugtheit, einer Erhöhung der Skepsis und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Playmobil-Szene zeigen → 20 Sek. → Wiedererkennungsliste mit falschen Details (z. B. „war da ein Feuerwehrhelm?“).
Klassische Bilder mit hoher Fehlerquote zeigen, dass auch Gesunde sich täuschen. Durch Rockwell wird Normalität betont. Beispielsweise „Details falsch“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Normalisierung reduziert Scham. Die Übung ist besonders wirksam bei Überzeugtheit. In der Gruppentherapie können Bilder geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fixierung, einer Erhöhung der Normalisierung und einer Verbesserung der Flexibilität.
Anleitung:
Rockwell-Bild zeigen → 20 Sek. → Wiedererkennungsliste → Diskussion über Fehler und Sicherheit.
Der Patient lernt, nur bei lebendiger Erinnerung „sicher“ zu sagen, sonst „vielleicht“ oder „nein“. Durch das Kriterium wird übermäßige Sicherheit reduziert. Beispielsweise „nur Gefühl“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Unterscheidung schützt vor Wahn. Die Übung ist besonders wirksam bei Fixierung. In der Gruppentherapie können Kriterien geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Überzeugtheit, einer Erhöhung der Vorsicht und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Bei jeder Erinnerung fragen: „Ist die Erinnerung lebendig oder nur ein Gefühl?“ → nur bei lebendiger Erinnerung „sicher“ sagen.
Der Patient lässt Körperimpulse zu, um Selbstmitgefühl über Freude und Bewegung zu fördern. Durch spielerische Bewegung wird der Körper als Quelle positiver Gefühle erlebt. Beispielsweise „dehnen, Grimassen“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit und Selbstmitgefühl: Körperfreude stärkt Wohlbefinden. Die Übung ist besonders wirksam täglich 5–10 Minuten. In der Gruppentherapie können Impulse geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Körperfreude, einer Reduktion von Stress und einer Verbesserung des Selbstmitgefühls.
Anleitung:
Der Patient steht → fragt sich leise: „Was möchte sich gerade dehnen, strecken, schütteln, massieren?“ → alle Impulse nachgehen (Grimassen, Zunge raus, Hüften kreisen, alles erlaubt) → 5–10 Minuten.
• Alle Impulse zulassen
• Spielerisch
• 5–10 Minuten
Entspannung im Sitzen – perfekte Haltung loslassen
Der Patient findet eine bequeme, entspannte Sitzhaltung ohne Perfektionsdruck. Durch Loslassen wird körperliche und mentale Entspannung gefördert. Beispielsweise „anlehnen erlaubt“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Loslassen reduziert Anspannung. Die Übung ist besonders wirksam 5–10 Minuten. In der Gruppentherapie können Haltungen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Anspannung, einer Erhöhung der Entspannung und einer Verbesserung des Wohlbefindens.
Anleitung:
Der Patient sucht die angenehmste Position (Stuhl, Kissen, anlehnen erlaubt) → kleines Beckenkippen vor und zurück → Nacken kreisen → loslassen → 5–10 Minuten.
Der Patient erreicht körperliche und mentale Entspannung durch bewusste Atmung. Durch das Bild „wie in einem warmen Bad“ wird Loslassen erleichtert. Beispielsweise „Ausatmen = Spannung los“. Die Methode nutzt Prinzipien der Achtsamkeit: Atmung entspannt. Die Übung ist besonders wirksam 10–15 Minuten. In der Gruppentherapie kann sie gemeinsam geleitet werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Stress, einer Erhöhung der Entspannung und einer Verbesserung des Wohlbefindens.
Anleitung:
Der Patient sitzt oder legt sich → bewusst ein- und ausatmen → bei jeder Ausatmung Spannung loslassen → „wie in einem warmen Bad“ → 10–15 Minuten.
Der Patient erlebt live, wie das Gedächtnis täuscht, um Überzeugtheit in Wahnvorstellungen zu reduzieren. Durch Wiedererkennungsliste mit Fehlern wird Täuschung sichtbar. Beispielsweise „falsches Item“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Täuschung entlarvt Wahn. Die Übung ist besonders wirksam zu Beginn. In der Gruppentherapie können Fehler geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Überzeugtheit, einer Erhöhung der Skepsis und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Fehlerinnerungen werden gezielt erhöht, um zu zeigen, wie Erwartung das Gedächtnis verfälscht. Durch Brainstorming vor dem Bild werden falsche Erinnerungen verstärkt. Beispielsweise „Strand → Handtuch“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Erwartung täuscht. Die Übung ist besonders wirksam in der Gruppe. In der Gruppentherapie kann Brainstorming gemeinsam erfolgen. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fixierung, einer Erhöhung der Vorsicht und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
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Anleitung:
Vor dem Bild fragen: „Was erwartet man typischerweise an einem Strand/Klassenzimmer?“ → danach Bild zeigen → Wiedererkennungsliste → noch mehr Fehler.
Zeigt, wie Unsicherheit und Zeitdruck Fehler und hohe Sicherheit erzeugen. Durch nur 5 Sekunden wird die Täuschung verstärkt. Beispielsweise „trotzdem 100 %“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Druck täuscht. Die Übung ist besonders wirksam bei Überzeugtheit. In der Gruppentherapie können Sicherheiten geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Sicherheit, einer Erhöhung der Vorsicht und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Bild nur 5 Sek. zeigen → sofort Wiedererkennungsliste → trotzdem hohe Sicherheit bei Fehlern.
• Nur 5 Sekunden
• Sofort Liste
• Sicherheit abfragen
Perspektivenwechsel Bildergeschichten – Standard
Störungen: Psychose · Theory of Mind · Perspektive
Symptome: „Was denkt andere“ · emotionale Blockade
Zielgruppe: Jugendliche · Erwachsene · Einzeltherapie · Gruppentherapie
Theory of Mind wird trainiert durch Perspektive einer Person in der Geschichte. Durch die Frage wird Verständnis für andere geschult. Beispielsweise „Was denkt die Person“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Perspektive reduziert Wahn. Die Übung ist besonders wirksam bei Paranoia. In der Gruppentherapie können Perspektiven geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Misstrauen, einer Erhöhung der Empathie und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Bildergeschichte zeigen → der Patient soll Perspektive einer Person einnehmen → „Was denkt die Person gerade?“
• Eine Person wählen
• Gedanken formulieren
• Diskutieren
Need for Closure wird abgebaut, indem die „sichere“ Interpretation durch neue Infos ändert. Durch rückwärts zeigen wird Flexibilität trainiert. Beispielsweise „ändert sich radikal“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Flexibilität reduziert Wahn. Die Übung ist besonders wirksam bei Fixierung. In der Gruppentherapie können Interpretationen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Fixierung, einer Erhöhung der Offenheit und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Bilder rückwärts zeigen → nach 1–2 Bildern fragen: „Ist die Lösung klar?“ → weitere Bilder → Interpretation ändert sich.
Vorurteile in der Personenwahrnehmung werden aufgedeckt durch Sammeln von Kriterien. Durch Stärken/Schwächen wird kritisches Denken gefördert. Beispielsweise „Kleidung“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Kritik reduziert Vorurteile. Die Übung ist besonders wirksam in der Gruppe. In der Gruppentherapie kann gemeinsam gesammelt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Vorurteilen, einer Erhöhung der Objektivität und einer Verbesserung der Beziehungen.
Anleitung:
Gruppe sammelt Kriterien (Kleidung, Sprache…) → Stärken/Schwächen diskutieren.
Der Patient lernt, bei Mehrdeutigkeit nachzufragen statt voreilig zu urteilen. Durch aktives Fragen wird Flexibilität trainiert. Beispielsweise „Was noch wissen“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Nachfragen reduziert Wahn. Die Übung ist besonders wirksam bei Paranoia. In der Gruppentherapie können Fragen geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Urteilen, einer Erhöhung der Offenheit und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Bei offenen Geschichten fragen: „Was bräuchten Sie noch, um sich sicher zu sein?“
Der Patient lernt, nur bei lebendiger Erinnerung „sicher“ zu sagen. Durch das Kriterium wird übermäßige Sicherheit reduziert. Beispielsweise „nur Gefühl“. Die Methode nutzt Prinzipien der KVT: Unterscheidung schützt. Die Übung ist besonders wirksam bei Wahn. In der Gruppentherapie können Kriterien geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion der Überzeugtheit, einer Erhöhung der Vorsicht und einer Verbesserung der Realitätsprüfung.
Anleitung:
Bei jeder Erinnerung fragen: „Lebendig (Farbe, Details) oder nur Gefühl?“ → nur bei lebendig „sicher“.
Auch Schuld- und Wertlosigkeitsgefühle werden mitfühlend gehalten bei Freude. Durch das Halten wird Akzeptanz trainiert. Beispielsweise „normal“. Die Methode nutzt Prinzipien des Selbstmitgefühls: Halten heilt. Die Übung ist besonders wirksam bei negativen Nebenwirkungen. In der Gruppentherapie können Gefühle geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Reduktion von Schuld, einer Erhöhung der Akzeptanz und einer Verbesserung des Mitgefühls.
Anleitung:
Wenn bei Freude negative Gefühle kommen → Therapeut: „Das ist normal – halten Sie auch das mitfühlend aus.“
• Normal erklären
• Mitfühlend halten
• Aus halten
Dankbarkeit wird als tägliche Übung trainiert durch bewusstes Suchen kleiner Freuden. Durch 3 Freuden wird der Fokus auf Positives gelenkt. Beispielsweise „Kaffee“. Die Methode nutzt Prinzipien der Positiven Psychologie: Fokus erhöht Wohlbefinden. Die Übung ist besonders wirksam täglich. In der Gruppentherapie können Freuden geteilt werden. Langfristig führt die Übung zu einer Erhöhung der Dankbarkeit, einer Reduktion von Negativität und einer Verbesserung der Lebensqualität.
Anleitung:
Der Patient sucht täglich bewusst 3 kleine Freuden (Kaffee, Sonne, Lachen) → notiert oder teilt in der Gruppe.