Unbewusstes Masking bei Autismus

Unbewusstes / Automatisches Masking – 35 Fragen

Unbewusstes / Automatisches Masking

35 Fragen – angepasste Erfassung langfristig automatisierter Anpassungsstrategien

Bitte beantworte alle Fragen. Nicht beantwortete Fragen werden in der Ergebnis-HTML rot markiert und mit einem Hinweis versehen.

Skala: 0 = niemals … 6 = immer

1
Wenn ich mit jemandem spreche, passe ich automatisch meine Körperhaltung oder mein Gesicht an die der anderen Person an, ohne dass ich es mir vornehme (z. B. ich verschränke die Arme genau wie die andere Person, einfach so).
2
Meine Körperhaltung oder mein Gesichtsausdruck verändert sich von allein, damit ich locker und entspannt aussehe, auch wenn ich innerlich ganz angespannt bin (z. B. ich lächle automatisch, obwohl mir die Situation unangenehm ist).
3
In sozialen Situationen merke ich oft erst hinterher, dass ich mich die ganze Zeit angepasst habe, um durchzuhalten (z. B. ich rede anders oder sitze anders, ohne es geplant zu haben).
4
Ich merke, dass ich in Gesprächen immer wieder dieselben Sätze oder Fragen benutze, die ich mir irgendwann mal angewöhnt habe (z. B. ich frage automatisch „Und wie läuft’s bei dir so?“, auch wenn es sich nicht echt anfühlt).
5
Ich sage Sätze oder Ausdrücke genau so, wie ich sie früher bei anderen gehört habe, ohne darüber nachzudenken (z. B. „Das ist ja der Wahnsinn!“, obwohl ich es eigentlich gar nicht so finde).
6
In Gesprächen nicke ich oder mache Gesten automatisch, damit es aussieht, als würde ich richtig zuhören, auch wenn meine Gedanken woanders sind.
7
In Gruppen fühle ich mich oft wie in einer Rolle, die ich automatisch spiele, ohne es bewusst zu entscheiden (z. B. ich lache über Witze mit, obwohl ich sie gar nicht lustig finde).
8
Ich übernehme automatisch Bewegungen oder Haltungen von Leuten um mich herum (z. B. ich lege den Kopf schief, weil die andere Person es gerade tut).
9
Mir ist automatisch wichtig, wie ich auf andere wirke, und ich passe mich deswegen ständig ein bisschen an (z. B. ich vermeide bestimmte Themen, ohne es mir extra vorzunehmen).
10
Nach längeren Gesprächen oder Treffen bin ich total erschöpft, obwohl ich äußerlich ganz normal gewirkt habe (z. B. ich muss mich danach stundenlang zurückziehen, weil die Anpassung mich ausgelaugt hat).
11
Ich merke im Nachhinein, dass ich während des Gesprächs automatisch mein Gesicht oder meine Hände kontrolliert habe, damit nichts „komisch“ aussieht.
12
Ich schaue Leuten automatisch nicht direkt in die Augen, sondern auf die Stirn oder Nase, ohne dass ich es plane (um es nicht auffallen zu lassen).
13
Auch wenn ich mich eigentlich zurückziehen möchte, bleibe ich automatisch in der Gruppe und mache mit (z. B. ich nicke weiter und sage ab und zu etwas, obwohl ich innerlich schon weg bin).
14
Ich habe mir viele Verhaltensweisen aus Filmen, Serien oder YouTube-Videos angeeignet und benutze sie jetzt ganz automatisch in Gesprächen.
15
In Gesprächen lehne ich mich automatisch nach vorne oder nicke viel, damit es aussieht, als fände ich das Thema spannend.
16
Ich halte mich in Gruppen oft automatisch im Hintergrund und mache nur das Nötigste, um nicht aufzufallen.
17
Ich passe automatisch meine Kleidung, Haare oder Art zu sprechen an die anderen an, ohne groß darüber nachzudenken.
18
Nach sozialen Treffen fühle ich mich oft fremd in meinem eigenen Körper oder frage mich, warum ich bestimmte Dinge gesagt oder gemacht habe.
19
Ich unterdrücke automatisch Bewegungen, die ich sonst mache, wenn ich allein bin (z. B. mit den Fingern wippen oder schaukeln), sobald andere da sind.
20
Meine Stimme klingt in verschiedenen Situationen automatisch anders (z. B. höher und fröhlicher in der Gruppe, ruhiger wenn ich allein bin).
21
Ich atme automatisch tiefer oder langsamer, um ruhig zu wirken, auch wenn ich innerlich aufgeregt bin.
22
In Pausen im Gespräch suche ich automatisch nach Themen oder Fragen, damit es nicht still wird.
23
Ich benutze automatisch Witze, Sprüche oder Reaktionen, die ich bei anderen gesehen habe, um dazuzugehören.
24
Während ich mit anderen rede, spüre ich innerlich oft Unruhe oder Druck, aber äußerlich merkt man nichts.
25
Nach längeren sozialen Situationen brauche ich viel Zeit allein, um mich wieder wie „ich selbst“ zu fühlen.
26
Ich merke erst nach dem Treffen, dass ich die ganze Zeit eine Art „Schalter“ umgelegt hatte und anders war als sonst.
27
Laute Geräusche, helles Licht oder Gerüche stören mich, aber ich ignoriere sie automatisch und mache einfach weiter.
28
Meine Stimmung passt sich automatisch der Stimmung der Gruppe an, auch wenn ich innerlich ganz anders fühle.
29
Ich rede automatisch nicht über Dinge, die mich wirklich sehr interessieren, damit es nicht „zu viel“ wird.
30
Mein Herz schlägt schneller oder ich schwitze innerlich, während ich nach außen ganz ruhig und freundlich wirke.
31
In bestimmten Situationen (z. B. Arbeit, Familie) bin ich automatisch eine bestimmte „Version“ von mir, die gar nicht richtig zu mir passt.
32
Ich plane automatisch kleine Fluchtwege (z. B. auf die Uhr schauen, zur Toilette gehen), ohne es bewusst zu entscheiden.
33
Ich merke oft erst Tage später, dass ich in einem Gespräch Dinge gesagt habe, die eigentlich gar nicht meine Meinung waren.
34
Ich lache oder stimme automatisch zu, auch wenn ich den Witz oder die Meinung nicht verstehe oder teile.
35
Nach sozialen Tagen fühlt sich alles, was ich gemacht habe, wie aus einer Art „Autopilot“ an.